11.041
Voranschlag 2012
Altherr Hans · Mit-M · Ständerat · Appenzell A.-Rh. · FDP-Liberale Fraktion
Ich begrüsse Sie zur heutigen Sitzung. Wir haben schon wieder einen Geburtstag zu feiern. Wenn es in diesem Tempo weiterginge, müsste der Rat etwa 300 Mitglieder haben. Heute ist es Monsieur Hêche. Selon mes informations, il est né un 20 décembre à Porrentruy. Toutes mes félicitations! (Applaudissements)
1. Voranschlag der Verwaltungseinheiten
1. Budget des unités administratives
Volkswirtschaftsdepartement
Département de l'économie
701 Generalsekretariat EVD
701 Secrétariat général du DFE
Antrag der Mehrheit
A2115.0003 Beratungsaufwand
Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Antrag der Minderheit
(Berberat, Abate, Fetz)
A2115.0003 Beratungsaufwand
Festhalten
Proposition de la majorité
A2115.0003 charges de conseil
Adhérer à la décision du Conseil national
Proposition de la minorité
(Berberat, Abate, Fetz)
A2115.0003 charges de conseil
Maintenir
Freitag Pankraz · Mit-M · Ständerat · Glarus · FDP-Liberale Fraktion
Ihre Kommission hat heute Morgen getagt und sich mit den verbleibenden zwei Differenzen zum Nationalrat beschäftigt. Wir konnten auch zur Kenntnis nehmen, und das ist erfreulich, dass der Nationalrat sich uns nicht nur bei den übrigen Punkten, in denen keine Einigkeit bestand, angeschlossen hat, sondern sich uns auch bei der Immobilienbotschaft des Eidgenössischen Finanzdepartementes - Sie erinnern sich, es geht um die ganze Unterkellerung des Bundeshauses Ost - angeschlossen hat.
Im Grundsatz ist es ja so, dass wir inzwischen in der dritten Runde sind, und da ist ja das Ziel, sich dort, wo es möglich und verantwortbar ist, dem anderen Rat anzuschliessen, weil man sich ja dann gelegentlich einigen sollte. Man könnte sagen: Es ist Konkordanz - um dieses Wort jetzt auch einmal zu brauchen -, es ist Übereinstimmung anzustreben, und das haben wir auch versucht. Sie können der Fahne entnehmen, dass wir Ihnen mehrheitlich beantragen, sich bei einer der zwei Positionen dem Nationalrat anzuschliessen und bei der anderen festzuhalten.
Ich komme zuerst zur Position 701.A2115.0003, "Beratungsaufwand". Sie betrifft den Beratungsaufwand des Büros für Konsumentenfragen. Ursprünglich hatte der Bundesrat 215 000 Franken vorgesehen, er hat dann den Betrag aber über eine Nachmeldung um 500 000 Franken auf 715 000 Franken aufgestockt. Bisher sind wir da dem Bundesrat gefolgt. Ich kann vielleicht kurz umschreiben, worum es geht: Es war ursprünglich ein Paket aus vier Positionen aus dem Umfeld des Massnahmenpakets Abfederung der Frankenstärke, das unter dem Titel "Massnahmen zur Erhöhung der Transparenz und Stärkung des Wettbewerbs" lief. Etwas salopp gesagt, war die Idee immer: Insbesondere auch die Konsumentinnen und Konsumenten in diesem Land sollten nicht nur die negativen Seiten der Frankenstärke spüren, sondern auch die positiven. Das, was in gewissen Währungen eingekauft wird, sollte nämlich deutlich billiger werden.
Im Zusammenhang mit diesem Paket gab es vier Positionen im Gesamtumfang von 1,85 Millionen Franken, die der Bundesrat als Nachmeldung eingebracht hatte: Das waren die Konsumenteninformation und eine temporäre Verstärkung der Preisüberwachung, dann war es auch jene Position, bei der es jetzt eine Differenz gibt, beim Büro für Konsumentenfragen, und schliesslich ging es auch noch um eine Aufstockung bei der Wettbewerbskommission. Drei Positionen waren unbestritten und sind erledigt; in Franken sind das 1,35 Millionen. Bei der Position, um die es jetzt noch geht, besteht eine Differenz von 500 000 Franken; Ihre Kommission hat sich damit beschäftigt. Wie gesagt, grundsätzlich war die Meinung immer, das sei vernünftig. Wir haben das bisher auch unterstützt. Wir haben heute Morgen aber mehrheitlich entschieden - Sie sehen, dass es auch noch eine Minderheit gibt -, hier, bei diesem Punkt, unter dem Titel "Wir sollten uns gelegentlich finden" dem Nationalrat entgegenzukommen. Wir haben dies auch etwas aufgrund der Überlegung getan: Wenn es hier Aufgaben gibt, die unbedingt erledigt werden müssen, sollte es mindestens teilweise möglich sein, diese allenfalls noch etwas aus dem Budget des EVD zu finanzieren.
Ihre Kommission beantragt Ihnen also mit 6 zu 3 Stimmen bei 2 Enthaltungen, bei diesem Punkt dem Nationalrat zu folgen.
Berberat Didier · Mit-M · Ständerat · Neuenburg · Sozialdemokratische Fraktion
J'ai déposé avec deux autres membres de la Commission des finances une proposition de minorité, afin de faire en sorte que nous maintenions notre position antérieure, c'est-à-dire le fait d'augmenter de 500 000 francs les charges de conseil du Bureau de la consommation.
Comme l'a d'ailleurs rappelé le rapporteur, Monsieur Freitag, il y avait un paquet destiné aux mesures du Conseil fédéral pour améliorer la transparence et renforcer la concurrence, qui s'élevait à 1,85 million de francs. Trois des positions ont été acceptées sans problème. Mais il reste une divergence avec le Conseil national concernant les charges de conseil pour information des consommateurs d'un montant de 500 000 francs.
Je n'ai pas calculé la proportion, mais si on regarde le montant total du budget qui est de 64 milliards de francs environ, c'est peu par rapport au budget, mais beaucoup pour le Bureau de la consommation, ce d'autant plus que ces 500 000 francs sont extrêmement utiles dans la mesure où il faut absolument combattre l'îlot suisse de cherté. Il est important aussi de donner plus de moyens au Bureau de la consommation parce que, on le sait, des entreprises ont d'une façon volontaire et assez rapidement adapté les prix en francs suisses au cours de l'euro, ce qui a fait baisser les prix. Il ne faut pas simplement voir l'aspect négatif de la force du franc, il faut aussi en voir quelques aspects positifs. Malheureusement, beaucoup d'autres entreprises n'ont pas du tout répercuté, ou très peu, et il a fallu des pressions importantes des milieux des consommateurs notamment pour que les consommatrices et consommateurs suisses puissent vraiment profiter de prix eurocompatibles. Si je prends l'exemple du livre, vous le savez, il y a actuellement une offensive d'un certain nombre de libraires qui souhaitent ne plus passer par les distributeurs suisses et s'approvisionner directement en France notamment.
Si vous avez la curiosité d'acheter des quotidiens ou des hebdomadaires français - mais je pense que cela doit être la même chose en allemand ou en italien -, vous constaterez que le prix est indiqué en euros et que le taux de change est scandaleux par rapport aux prix pratiqués en Suisse. Il est important de pouvoir protéger les consommateurs et de faire pression sur les importateurs et les distributeurs pour que la population suisse puisse vraiment profiter de la force du franc.
Je répéterai aussi - et c'est important de le dire - que le Bureau de la consommation est peu doté en personnel et en moyens financiers. Le Conseil fédéral, lors de l'adoption de l'article constitutionnel il y a très longtemps, avait dit qu'il augmenterait progressivement et d'une façon importante la contribution, ce qui n'a pas été fait ou en tout cas d'une façon imparfaite. Je vous rappelle juste une chose: à population égale, l'Allemagne dépense sept fois plus que la Suisse pour la protection des consommateurs. Il est important aussi de permettre aux consommateurs de se défendre par l'intermédiaire du Bureau de la consommation et des organisations de défense des consommateurs.
C'est la raison pour laquelle je vous demande donc de maintenir cette divergence de 500 000 francs pour permettre de protéger les consommatrices et consommateurs suisses.
Widmer-Schlumpf Eveline · VPBR-F · Bundesrat · Graubünden
Ich möchte Sie bitten, der Minderheit und damit auch dem Bundesrat zu folgen.
Es ist ja auch eine Frage der Standortförderung, die hier angesprochen wird. Wir haben im Zusammenhang mit den Fragen um die Frankenstärke und dann auch um die Preisinsel Schweiz festgehalten, dass es gezielte Massnahmen braucht. Und eine dieser gezielten Massnahmen ist eben die Unterstützung durch das Büro für Konsumentenfragen, die Unterstützung der Konsumenten, die mit ihren Kaufentscheiden immerhin 60 Prozent des BIP ausmachen. Es ist auch eine Massnahme, die komplementär ist zu den Massnahmen, die wir im Bereich der Preisüberwachung und des Wettbewerbs bereits getroffen haben. Es ist also eine Massnahme, die unseres Erachtens wichtig ist, letztendlich auch, um dem Einkaufstourismus zu begegnen, indem nämlich klar aufgezeigt wird, wie sich die Preisverhältnisse in der Schweiz präsentieren.
Ich möchte Sie wirklich bitten, diesen Kredit zu belassen, weil er notwendig ist, auch um unsere Ziele im Zusammenhang mit der Frankenstärke zu erreichen.
Altherr Hans · Mit-M · Ständerat · Appenzell A.-Rh. · FDP-Liberale Fraktion
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Minderheit ... 20 Stimmen
Für den Antrag der Mehrheit ... 15 Stimmen
708 Bundesamt für Landwirtschaft
708 Office fédéral de l'agriculture
Antrag der Kommission
A2310.0149 Allgemeine Direktzahlungen Landwirtschaft
Festhalten
Proposition de la commission
A2310.0149 Paiements directs généraux, agriculture
Maintenir
Freitag Pankraz · Mit-M · Ständerat · Glarus · FDP-Liberale Fraktion
Wir kommen zur Position 708.A2310.0149, "Allgemeine Direktzahlungen Landwirtschaft". Diese steht gemäss Entwurf des Bundesrates - und daran haben wir bisher immer festgehalten - bei 2 177 895 000 Franken. Der Nationalrat will diese Position um 20 Millionen Franken aufstocken.
Erster Hinweis: Das ist knapp ein Prozent, auch wenn im Nationalrat ausgeführt worden ist, dass dies dann für die bäuerlichen Einkommen ganz entscheidend sei. Daher muss man das zumindest in ein Verhältnis setzen.
Dazu ist jetzt auch Folgendes zu sagen: Eine Begründung für diese Aufstockung ist, dass die Position "Allgemeine Direktzahlungen Landwirtschaft" im Budget 2012 tiefer sei als im Budget 2011, nämlich um 7,7 Millionen Franken. Da muss man aber hinzufügen, dass umgekehrt ja noch eine Position 708.A2310.0150, "Ökologische Direktzahlungen Landwirtschaft", im Budget vorhanden ist - übrigens auch mit 630 Millionen Franken -, wobei diese Position um 18,3 Millionen Franken höher ausgefallen ist als im Budget des laufenden Jahres. Wenn man das also netto zusammennimmt, allgemeine Direktzahlungen und dann diese ökologischen Direktzahlungen, dann ist das immerhin eine Erhöhung um 10,6 Millionen Franken. Das heisst auch, dass unter diesem Aspekt die bäuerlichen Einkommen gesamthaft leicht erhöht werden.
Nun, Ihre Kommission hat zwei Möglichkeiten in dieser Frage diskutiert: einerseits Festhalten an unseren bisherigen Beschlüssen und Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates und andererseits eine Aufstockung, wobei aber eine Kompensation bei den ökologischen Direktzahlungen vorzunehmen wäre. Einfach nur aufzustocken, ohne zu kompensieren, so, wie das der Nationalrat beschlossen hat, hat in unserer Kommission keinerlei Unterstützung gefunden. Es ist jetzt in diesem Zusammenhang auch noch darauf hinzuweisen, dass wir im Bereich der Landwirtschaft bei der Position 708.A2310.0146, "Zulagen Milchwirtschaft", so sage ich einmal, bereits relativ grosszügig gewesen sind. Es geht also nicht darum, dass die Landwirtschaft hier nicht gestützt werden soll.
Bei der zweiten Variante, die wir diskutiert haben, nämlich einer Kompensation - die allgemeinen Direktzahlungen zwar aufstocken, es aber bei den ökologischen Direktzahlungen quasi wieder hereinholen -, war die Meinung der Kommission auch klar: Wir würden gewissermassen über das Budget in die Konzeption der Agrarpolitik eingreifen, und dies, so könnte man sagen, erst noch am Vorabend einer neuen Agrarpolitik. Das wollten wir ganz klar nicht.
Darum empfiehlt Ihnen die Kommission hier klar und eindeutig, mit 10 zu 0 Stimmen bei 1 Enthaltung, am bisherigen Betrag gemäss Entwurf des Bundesrates festzuhalten.
Altherr Hans · Mit-M · Ständerat · Appenzell A.-Rh. · FDP-Liberale Fraktion
Angenommen - Adopté