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Unterbindung der Umgehung des Werbeverbots für Ärztinnen und Ärzte

Germann Hannes · P-M · Ständerat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Präsident (Germann Hannes, Präsident): Es liegt ein schriftlicher Bericht der Kommission vor. Die Kommission beantragt mit 4 zu 0 Stimmen bei 4 Enthaltungen, die Motion abzulehnen. Der Bundesrat beantragt ebenfalls die Ablehnung der Motion.

Keller-Sutter Karin · Mit-F · Ständerat · St. Gallen · FDP-Liberale Fraktion

Im Folgenden geht es um eine Motion von Nationalrat Hardegger. Dieser verlangt, dass der Bundesrat die immer häufigere, aggressivere und durchsichtigere Werbung für medizinische Eingriffe und Behandlungen mit geeigneten Anpassungen bei den gesetzlichen Grundlagen unterbindet.

Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion. Der Nationalrat hat sie am 17. Juni 2014 angenommen. Die SGK Ihres Rates beantragt Ihnen mit 4 zu 0 Stimmen bei 4 Enthaltungen, die Motion abzulehnen.

Der Bundesrat weist in seiner ablehnenden Begründung darauf hin, dass missbräuchliche Werbung verhindert werden müsse. Diese Einschätzung und diese Haltung teilt auch die SGK Ihres Rates. In der Kommission wurde eingehend dargelegt, dass das Problem der missbräuchlichen, aufdringlichen und gegen die guten Sitten verstossenden Werbung in verschiedenen Gesetzen sehr breit und vertieft berücksichtigt wird. So wird in Artikel 40 des Medizinalberufegesetzes als Berufspflicht verankert, dass sich Personen, die einen universitären Medizinalberuf selbstständig ausüben, bei der Frage der Werbung an die Grundvoraussetzungen zu halten hätten. Es heisst dort explizit: "Sie machen nur Werbung, die objektiv ist, dem öffentlichen Bedürfnis entspricht und weder irreführend noch aufdringlich ist." Bei einem Verstoss kann die kantonale Aufsichtsbehörde als zuständige Instanz einschreiten. Dabei stehen der kantonalen Behörde gemäss Artikel 43 des Medizinalberufegesetzes personalrechtliche Massnahmen zur Verfügung. Diese sind sehr weitreichend. Sie reichen von der Verwarnung über den Verweis und die Busse von 20 000 Franken bis zum befristeten oder sogar bis zum vollständigen Berufsverbot.

Weiter wurde auch auf das Heilmittelgesetz und die Arzneimittel-Werbeverordnung hingewiesen. Hier wird bis ins kleinste Detail geregelt, wann welche Formen der Werbung aufdringlich oder sittenwidrig sein können. Swissmedic kann also in solchen Fällen intervenieren; ebenso kann Swissmedic bei Fernsehsendungen, die in der Kommission auch thematisiert wurden, intervenieren, wenn die Anwendung gewisser Arznei- oder Heilmittel thematisiert wird.

Die Kommission ist deshalb der Auffassung, dass auf der normativen Ebene kein Handlungsbedarf besteht. Das gesetzliche Grundgerüst und die Interventionsmöglichkeiten bestehen bereits. Sollte sich aber nach der Beratung des Heilmittelgesetzes doch noch herausstellen, dass ein gewisser Handlungsbedarf besteht, ist es möglich, die entsprechende Verordnung zum Heilmittelgesetz zu präzisieren. Das ist auch die Haltung des Bundesrates.

Ich beantrage Ihnen deshalb namens der SGK Ihres Rates mit dem Bundesrat die Ablehnung der Motion.

Berset Alain · BR-M · Bundesrat · Freiburg

Je dois vous dire que le Conseil fédéral est sensible à ce problème. Nous le connaissons et nous sommes aussi réceptifs à la nécessité d'avoir une réglementation qui soit adéquate. C'est la raison pour laquelle des règles claires sont prévues dans la loi sur les médicaments et les dispositifs médicaux, dans la loi sur les professions médicales universitaires et aussi, il faut le souligner ici parce qu'elles ont un rôle important à jouer dans ce domaine, dans les réglementations cantonales.

Je ne reviens pas sur les détails. Madame Keller-Sutter a pu insister sur les éléments qui existent déjà aujourd'hui. J'aimerais ajouter encore deux points. Tout d'abord l'exécution de la loi sur les professions médicales universitaires et de la disposition qui concerne notamment cette question relèvent de la compétence des cantons; ils ont naturellement aussi un rôle à jouer dans ce domaine. Je rappelle que, en ce qui concerne les médecins, la FMH prévoit également dans son code de déontologie des principes que l'on retrouve dans la loi sur les professions médicales.

Ensuite, les réglementations sanitaires cantonales prévoient également des dispositions qui régissent les conditions dans lesquelles les professions de la santé sont autorisées à faire de la publicité.

Donc, avec l'ensemble des mesures existantes ou prévues sur le plan fédéral et cantonal, le Conseil fédéral estime que les dispositions pour le contrôle de la publicité sont aujourd'hui suffisantes et permettent d'empêcher la publicité abusive. Je peux aussi ajouter ici, comme votre commission l'a souhaité et pour assurer la meilleure application possible de ces dispositions par les cantons, que l'on a prévu de faire une sensibilisation sur ce point dans le cadre de l'information sur la révision de la loi sur les professions médicales. De cette manière, nous estimons donc avoir couvert ce qui peut l'être sur le plan cantonal et fédéral.

Je vous invite donc, au nom du Conseil fédéral, à suivre la proposition de votre commission et à rejeter la motion.

Germann Hannes · P-M · Ständerat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Abgelehnt - Rejeté