13.058
Stipendieninitiative und Totalrevision des Ausbildungsbeitragsgesetzes
Lustenberger Ruedi · P-M · Nationalrat · Luzern · Fraktion CVP-EVP
2. Bundesgesetz über Beiträge an die Aufwendungen der Kantone für Stipendien und Studiendarlehen im tertiären Bildungsbereich
2. Loi fédérale sur les contributions aux cantons pour l'octroi de bourses et de prêts d'études dans le domaine de la formation du degré tertiaire
Art. 4
Antrag der Mehrheit
Festhalten
Antrag der Minderheit
(Weibel, Chevalley, Grin, Herzog, Mörgeli, Müri, Pieren, Schilliger, Stahl, Wasserfallen)
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 4
Proposition de la majorité
Maintenir
Proposition de la minorité
(Weibel, Chevalley, Grin, Herzog, Mörgeli, Müri, Pieren, Schilliger, Stahl, Wasserfallen)
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Weibel Thomas · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Grünliberale Fraktion
Mit der Minderheit zu Artikel 4 beantragen wir Ihnen, die Fassung von Bundesrat und Ständerat zu übernehmen. Die Differenz zur Mehrheit liegt bei Artikel 15 des Konkordates. Das Einhalten von Artikel 15 soll gemäss unserem Antrag nicht Voraussetzung für Bundesbeiträge sein.
Was aber regelt Artikel 15 genau? Artikel 15 legt die minimalen jährlichen Höchstansätze der Ausbildungsbeiträge fest. Es handelt sich also um eine materielle Harmonisierung dieser minimalen Höchstansätze. Wir sind uns einig, dass die Artikel 17 bis 19 des Konkordates bezüglich der Bemessung der Beiträge nicht Voraussetzung für Bundesbeiträge sein sollen. Somit haben die Kantone auf jeden Fall weiterhin die Freiheit festzulegen, unter welchen Voraussetzungen die Höchstansätze angewendet werden. Es besteht somit die Wahrscheinlichkeit, dass wir nur vermeintlich eine materielle Harmonisierung erreichen. Die Kantone können diesen minimalen Höchstansatz zwar formell in ein Gesetz schreiben, um die Bundessubventionen zu erhalten, dann aber die Abstufung dergestalt festlegen, dass nur eine sehr kleine Minderheit zu diesem Höchstansatz kommt.
Diese Höchstansätze können also mit kreativen Bemessungsregeln durch die Kantone ad absurdum geführt werden. Dies wurde bereits in der Subkommission angesprochen. Auch in der Debatte vom 19. März dieses Jahres habe ich hier im Ratssaal auf diesen Sachverhalt hingewiesen. In der damaligen Konzeptdiskussion lag leider kein separater Antrag vor, welcher den Entwurf des Bundesrates aufgegriffen hätte. Im Ständerat wurde zudem die grundsätzliche Frage aufgeworfen, ob eine verfassungsmässige Grundlage für eine materielle Harmonisierung bestehe. Unabhängig davon ist die Lösung von Ständerat und Bundesrat eine saubere Lösung. Sie ist sicher verfassungsmässig korrekt und - das ist besonders wichtig - weckt keine falschen Erwartungen bezüglich einer Scheinharmonisierung der Ausbildungsbeiträge.
Ich bitte Sie deshalb, den Antrag meiner Minderheit zu unterstützen. Ich kann Ihnen noch mitteilen, dass die Grünliberalen das tun werden. Stimmen Sie für eine ehrliche, für eine klare Lösung - stimmen Sie dem Antrag der Minderheit zu.
Reynard Mathias · Mit-M · Nationalrat · Wallis · Sozialdemokratische Fraktion
Monsieur Weibel, sans augmentation des moyens, sans subvention fédérale en fonction des dépenses des cantons et sans harmonisation matérielle, que reste-t-il du contre-projet indirect que nous proposons aujourd'hui?
Weibel Thomas · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Grünliberale Fraktion
Es ist nicht an mir zu beurteilen, ob dieses contre-projet dann tatsächlich genügend weit geht. Aber es ist eine Tatsache, dass mit der Vorlage nur eine Scheinharmonisierung erreicht wird und dass entsprechend die Frage nach der Verfassungsmässigkeit nicht geklärt ist.
Reynard Mathias · Mit-M · Nationalrat · Wallis · Sozialdemokratische Fraktion
L'initiative de l'Union des étudiants de Suisse (UNES) sur les bourses d'études a permis d'ouvrir un large débat au sein de ce Parlement sur la question des aides à la formation et de l'égalité des chances. La majorité des élus présents dans cette salle est extrêmement sensible à la qualité de notre système de formation. Il importe d'avoir dans notre pays des écoles de très bon niveau. Mais il importe aussi de garantir un accès à celles-ci pour toutes les personnes qui le souhaitent. L'accès à la formation doit dépendre de la motivation, des compétences du jeune, et non du porte-monnaie de ses parents.
Si l'initiative de l'UNES n'a pas les faveurs de ce Parlement, tant le Conseil fédéral que les parlementaires ont souhaité mettre en place un contre-projet indirect, afin d'améliorer le système des bourses d'études helvétique, profondément inégal et insuffisant. Il importe à présent de confirmer notre position, en maintenant une harmonisation matérielle minimale. Il s'agit de conditionner l'octroi de nos contributions fédérales envers les cantons à certains critères, formels, mais aussi matériels, liés aux montants minimaux versés pour une bourse d'études complète. Cette proposition est respectueuse du fédéralisme et de l'autonomie des cantons. En renvoyant au concordat sur les bourses d'études on soutient, on valorise le processus d'harmonisation mis en place par les cantons. Mais nous sommes simplement en droit d'attendre que, pour obtenir un soutien fédéral, les cantons s'engagent à verser des montants minimaux.
La situation actuelle est inacceptable du point de vue de l'égalité des chances. Comment peut-on justifier que le montant moyen de la bourse d'études reçue par un étudiant varie quasiment du simple au triple en fonction du canton? Le montant reçu ne dépend finalement pas tellement de la situation du jeune, mais du canton dans lequel il se trouve. Et cette situation est en décalage complet avec la réalité actuelle, où la mobilité est devenue centrale, sachant que pour de nombreuses filières les jeunes doivent changer de canton pour suivre leur formation. Il est dès lors difficile de justifier qu'un jeune Vaudois reçoive en moyenne une bourse d'études de 9100 francs et un jeune Neuchâtelois une aide de 3900 francs. Cette harmonisation matérielle minimale aura d'ailleurs un effet positif en tirant vers le haut les quelques cantons à la traîne en termes d'aide à la formation.
Le groupe socialiste vous invite donc à soutenir la position de la majorité, en intégrant le renvoi à l'article 15 du concordat sur les bourses d'études, relatif à cette harmonisation matérielle.
Y renoncer, finalement, ce serait vider ce contre-projet de sa substance, anéantir le travail effectué pendant des mois par les parlementaires de ce conseil pour aboutir à un consensus acceptable qui améliore concrètement l'égalité des chances en Suisse.
Pieren Nadja · Mit-F · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Auch die SVP-Fraktion wird die Minderheit Weibel unterstützen. Wenn bei Artikel 4 des Ausbildungsbeitragsgesetzes Artikel 15 der interkantonalen Vereinbarung zur Harmonisierung von Ausbildungsbeiträgen aufgenommen wird, haben wir eine starre Vorgabe der Stipendienhöhe. Eine solche Regelung würde eine individuelle Prüfung der Stipendiengesuche in den Kantonen stark beeinträchtigen.
Die SVP-Fraktion lehnt die Initiative sowie den indirekten Gegenvorschlag, die Totalrevision des Ausbildungsbeitragsgesetzes, ab. Der Antrag der Mehrheit zeigt unseres Erachtens, dass die Totalrevision die Begehrlichkeit weckt, die heute gut funktionierende und vor allem auf kantonaler Ebene situierte Stipendienregelung aufzublähen, was sie auf allen Ebenen verteuern würde.
Ich bitte Sie, dem Antrag der Minderheit Weibel zuzustimmen.
Lustenberger Ruedi · P-M · Nationalrat · Luzern · Fraktion CVP-EVP
Präsident (Lustenberger Ruedi, Präsident): Die BDP-Fraktion unterstützt den Antrag der Mehrheit.
Mahrer Anne · Mit-F · Nationalrat · Genf · Grüne Fraktion
Les Verts, effectivement, vous invitent à revenir sur le vote du 18 mars 2014, vote serré vous vous en souvenez, le vote ayant été encore plus serré au Conseil des Etats. Il est donc absolument essentiel de revenir sur ce vote, car si nous maintenons la version adoptée par notre conseil et le Conseil des Etats, non seulement les cantons ne sont pas encouragés à dépenser plus, mais cela va totalement à l'encontre de l'harmonisation matérielle telle que nous la souhaitons et qui est évidemment importante dans le cadre des bourses d'études.
Les Verts vous invitent donc à soutenir la majorité de la commission.
Schneider-Ammann Johann N. · BR-M · Bundesrat · Bern
Ich bitte Sie, die letzte Differenz zu bereinigen und die Kommissionsminderheit, den Ständerat und den Bundesrat zu unterstützen. Lassen Sie mich einmal feststellen, dass der Bund keine materielle Harmonisierungskompetenz hat. Das ist nicht eine Ansage, weil es um hohe Kosten ginge, die dann plötzlich beim Bund anfallen würden und nicht weiterhin bei den Kantonen, sondern bezieht sich auf die Basis, auf Artikel 66 der Bundesverfassung.
Ich erinnere an den Bericht der WBK-NR aus dem Jahr 2005. Das war der Bericht zur parlamentarischen Initiative 97.419, "Bildungsrahmenartikel in der Bundesverfassung". Damals wurde eine Auslegung gemacht, die es dem Bund nicht erlaubte, einheitliche Ausbildungsbeiträge festzulegen. Dies bleibe Sache der Kantone, hiess es. Hingegen hat der Bund die Möglichkeit, gesamtschweizerische formelle Kriterien bei der Vergabe von Ausbildungsbeiträgen aufzustellen. Es gibt auch Gutachten, Verfassungskommentare der Professoren Ehrenzeller und Biaggini, die diese Interpretation bekräftigen.
Inhaltlich wurde von der EDK darauf hingewiesen, dass eine ganze Reihe von verschiedenen Aspekten bei der individuellen Prüfung der Stipendiengesuche berücksichtigt werden muss, zum Beispiel die Kinderzulagen, die Höhe der Ausbildungsbeiträge, die Steuerabzüge. Eine starre Vorgabe der Stipendienhöhe würde dieser differenzierten Beurteilung nicht gerecht werden. Ich erinnere daran - das haben wir in der Kommission diskutiert -, dass sieben von zehn Kantonen, die dem Konkordat noch nicht beigetreten sind, ihre Bundessubventionen verlieren würden, ginge man mit der Mehrheit.
Eine letzte Bemerkung - wir haben das auch intensiv diskutiert -: Eine Parallelgesetzgebung, einerseits im Konkordat und andererseits im Bundesgesetz, hat immer ein Risiko der Unschärfe. Deshalb mache ich Sie noch einmal darauf aufmerksam, dass eine Parallelgesetzgebung nicht erwünscht ist.
Ich bitte Sie also, dem Antrag der Minderheit, dem Beschluss des Ständerates und damit dem Entwurf des Bundesrates zuzustimmen und diese Differenz zu bereinigen.
Quadranti Rosmarie · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Fraktion BD
Wir haben dieses Geschäft ausführlich behandelt und sind nun in der Differenzbereinigung. Wir haben noch einen Artikel, bei dem wir eine Differenz zum Ständerat haben. Ihre WBK hat versucht, den Artikel 5 wiederaufzunehmen, nachdem der Ständerat bei dieser Bestimmung mit einer Stimme Unterschied der Mehrheit der WBK-NR gefolgt ist - einer Mehrheit, die im Nationalrat durch die Annahme eines vorher nicht diskutierten Einzelantrages knapp zustande gekommen ist - und anschliessend klar wurde, dass einige Mitglieder im Nationalrat nicht ihrer Meinung entsprechend gestimmt hatten. Ein Rückkommen ist gemäss Parlamentsgesetz möglich, allerdings muss auch die Schwesterkommission diesem Rückkommen zustimmen. Das war aber nicht der Fall, weshalb wir eben diese eine Differenz bei Artikel 4 haben.
Kurz zur Erinnerung, worum es geht: Die Stipendien-Initiative wurde am 20. Januar 2012 mit 117 069 gültigen Unterschriften eingereicht. Am 26. Juli 2013 hat der Bundesrat die Totalrevision des Ausbildungsbeitragsgesetzes als indirekten Gegenentwurf zur Stipendien-Initiative ans Parlament überwiesen. Die Behandlungsfrist der Initiative läuft im Juli 2014 ab. Wenn wir dieses Geschäft nicht in dieser Session verabschieden können, muss eine Fristverlängerung beantragt werden. Diesen Antrag finden Sie auf der Fahne.
Kurz zu den geführten Diskussionen: Unbestritten ist, dass im Stipendienwesen seit Jahren ein Missstand herrscht. Aus diesem Grund wurde die Initiative eingereicht. Wir reagieren nun mit der Totalrevision des Ausbildungsbeitragsgesetzes als indirektem Gegenentwurf. Die Kantone ihrerseits haben ein interkantonales Stipendienkonkordat, welches seit dem 1. März 2013 in Kraft ist und dem bis heute viele Kantone beigetreten sind - eine Harmonisierungsdynamik ist sichtbar.
Zur Differenz bei Artikel 4: Hier geht es "nur" um die Aufnahme von Artikel 15 der interkantonalen Vereinbarung zur Harmonisierung von Ausbildungsbeiträgen in das Ausbildungsbeitragsgesetz. Dieser Artikel 15 regelt die jährlichen Höchstansätze der Ausbildungsbeiträge sowie - sofern Studierende einer Unterhaltspflicht gegenüber Kindern nachkommen müssen - die zusätzlichen Beiträge von 4000 Franken pro Kind.
Die Mehrheit schlägt Ihnen vor, bei unserer Haltung zu bleiben. Wir haben in der Differenzbereinigung an der WBK-Sitzung nicht mehr inhaltlich darüber diskutiert. Die zustimmende Haltung aus früheren Diskussionen fasse ich wie folgt zusammen: An den Universitäten ist es nach wie vor so, dass das Portemonnaie der Eltern wichtiger ist als das Talent der Jugendlichen. Stipendien werden nach dem Wohnort vergeben; studiert wird in den Städten, dort also, wo die Kosten wesentlich höher sind. Ein Minimum von 16 000 Franken, wie es das Konkordat unter Artikel 15 vorsieht, soll auch hier verankert werden. Das reicht in den Städten nicht zum Leben; die Studierenden müssen auf alle Fälle noch arbeiten oder von der Familie unterstützt werden. Aber das entlastet schon deutlich, sodass alle talentierten Jugendlichen studieren können und nicht nur die mit grossem Portemonnaie.
Die Minderheit ist gegen die Aufnahme von Artikel 15. Sie argumentiert, dass die Kompetenz des Bundes - es wurde gesagt - überschritten werde, indem durch die Aufnahme des Artikels in die Kantonshoheit eingegriffen werde respektive der Bund die Kompetenz zur materiellen Regelung nicht habe und das nicht Gegenstand der Vernehmlassung gewesen sei.
Ihre WBK entschied mit 14 zu 10 Stimmen. Die Mehrheit bittet Sie, ihrer Fassung zuzustimmen.
Derder Fathi · Mit-M · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
Il reste donc, comme l'a dit Madame Quadranti, une petite divergence avec le Conseil des Etats, que nous vous proposons de maintenir à une majorité de 14 voix contre 10.
Prenons un peu de hauteur pour voir ce dont nous parlons aujourd'hui. Ce n'est pas juste une divergence qui est en jeu. La révision totale de la loi sur les contributions à la formation proposée comme contre-projet indirect à l'initiative de l'Union des étudiants de Suisse vise à encourager les cantons à harmoniser leurs politiques de bourses. C'est l'enjeu de cette réforme et le Conseil fédéral l'admet dans son message: il y a des points faibles aujourd'hui dans les politiques de bourses cantonales, certains cantons faisant trop peu, voire rien du tout. L'enjeu de la réforme consiste donc à établir une forme d'égalité de traitement entre les Appenzellois, les Vaudois, les Jurassiens ou les Zurichois, ou les Neuchâtelois dont parlait tout à l'heure Monsieur Reynard. Il s'agissait également de redonner un peu de moyens à ce système de bourses en Suisse, l'un des plus faibles en comparaison internationale - faut-il le rappeler -, alors que, sans matières premières, nous avons précisément besoin aujourd'hui d'encourager des cerveaux - cela fait partie des paradoxes helvétiques.
Tout cela se nomme l'harmonisation matérielle. Nous devons la renforcer. Or, votre commission a auditionné des acteurs du secteur, que ce soient les hautes écoles, les professeurs ou les étudiants, et leur constat est limpide et relativement unanime: en l'état, cette révision aujourd'hui est une coquille vide. Elle ne valorise en rien le concordat et il n'y a aucun encouragement pour un canton à ratifier aujourd'hui un concordat qui ne lui rapportera rien de plus, pour parler clairement. Il n'y a donc aucune incitation. En commission, nous avons donc tenté de donner un peu de substance à ce projet en proposant trois mesures clés dont nous avons débattu ce printemps: plus d'argent, avec une motion de commission que vous avez acceptée; plus d'incitations, en conditionnant l'aide aux efforts fournis par les cantons; plus d'harmonisation, en demandant aux cantons candidats à une aide de garantir une forme de bourse minimale conforme à ce qui se fait ailleurs, soit l'harmonisation matérielle, qui est d'ailleurs le dernier point sur lequel nous nous prononçons aujourd'hui.
Des deux premières propositions, il ne reste aujourd'hui plus rien. Nous proposions plus d'argent pour les cantons qui dépensent plus et qui s'engagent à mieux aider matériellement leurs étudiants sans différence absurde d'un canton à l'autre; c'était une véritable harmonisation matérielle sans contrainte.
Plus d'argent, plus d'incitations et des règles précises pour les cantons qui veulent recevoir un soutien de Berne, c'est l'harmonisation matérielle qu'appellent de leurs voeux tous les acteurs du secteur, je le rappelle, que nous avions auditionnés en commission et ce, c'est important, sans toucher au fédéralisme et sans remettre en cause le concordat existant. Au contraire, on le renforçait.
En résumé, le Conseil des Etats ne veut pas de tout cela: ni plus d'argent, ni plus d'incitations, ni plus de contraintes. Il veut supprimer la motion de commission, supprimer la modification de l'article 5 relative à l'incitation des cantons à en faire plus. Donc il ne reste plus aujourd'hui que l'article 4, notre dernière divergence. Et que propose cet article? Tel que formulé par votre commission, il inclut simplement l'article 15 du concordat dans les conditions d'octroi de crédits fédéraux. Il détermine les montants minimaux des bourses pour les étudiants des cantons qui ont ratifié le concordat. Il ne force aucun canton, c'est important de le rappeler; il dit simplement aux cantons qui souhaitent bénéficier de soutiens fédéraux: voilà ce qu'il faudra verser aux étudiants. C'est un minimum, il n'y a aucune contrainte, juste une condition. C'est important de le rappeler.
Votre commission, par 14 voix contre 10, vous demande de maintenir cette divergence avec le Conseil des Etats.
Mais la question qui se pose finalement ici est la même que celle qui se pose à l'article 5. Dans le fond, voulons-nous réellement que cette révision serve à quelque chose? C'est la question qui est posée au Parlement. Telle qu'elle a été adoptée par le Conseil des Etats, il faut être clair, cette révision ne changera rien à la politique des bourses telle qu'elle est pratiquée aujourd'hui en Suisse, ni de la part des cantons ni de la part de la Confédération. Si nous voulons que la révision amène un changement, nous devons intégrer l'harmonisation matérielle, comme cela a été demandé par tous les intervenants que nous avons auditionnés, en incitant les cantons à ratifier le concordat.
Mais bon, nous en sommes là aujourd'hui. Il reste ce dernier point. Deux points sont supprimés, il y a un seul point qui reste. Si vous me permettez une réflexion personnelle, soyons honnêtes, aujourd'hui, il ne reste plus grand-chose dans cette loi, qu'on adopte ce point ou pas. Nous avons supprimé les moyens supplémentaires, nous avons supprimé les incitations. Il ne reste aujourd'hui plus que le volet contraignant, pas tellement incitatif, c'est le moins que l'on puisse dire. Cela ne devrait pas faire envie aujourd'hui à beaucoup de cantons.
Reste la question de fond, qui est derrière tout le débat, et que nous devrons aborder: voulons-nous faire quelque chose dans ce pays pour les bourses d'études? La réponse donnée aujourd'hui par le Parlement est visiblement non. Le Parlement ne veut pas; le Conseil des Etats ne veut pas non plus. Or il s'agit d'une réforme importante pour la Suisse, une réponse raisonnée à l'initiative de l'UNES, et qui améliorerait la situation des bourses d'études en Suisse. Le Conseil des Etats a vidé la réforme de tout son contenu; c'est une coquille vide qui revient au Conseil national. Les cerveaux sont notre matière première et nous en manquons. Il faut donc en former. Comment?
Dans le cadre de la motion 14.3380, qui est à l'ordre du jour aujourd'hui, nous allons débattre sur la manière de répondre à la pénurie de main-d'oeuvre qualifiée en Suisse, parce que nous manquons d'ingénieurs, de médecins, de cerveaux. Depuis le 9 février dernier, nous ne pouvons plus les importer non plus. Nous allons donc bien devoir les former d'une manière ou d'une autre. Dans quelques minutes, nous dirons que nous voulons pallier la pénurie de main-d'oeuvre. Or si maintenant nous ne donnons pas les moyens de le faire, nous sommes dans une contradiction monumentale et - si vous me permettez un commentaire personnel - assez dangereuse.
Pour toutes ces raisons, je vous appelle à suivre la majorité à l'article 4.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 97 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 91 Stimmen
(0 Enthaltungen)
Lustenberger Ruedi · P-M · Nationalrat · Luzern · Fraktion CVP-EVP
Präsident (Lustenberger Ruedi, Präsident): Ich benütze gerne die Gelegenheit, zwei Mitgliedern unseres Rates zum heutigen Geburtstag zu gratulieren: Ich gratuliere herzlich Frau Marina Carobbio Guscetti und Herrn Oskar Freysinger. (Beifall)
1. Bundesbeschluss über die "Stipendien-Initiative"
1. Arrêté fédéral relatif à l'"Initiative sur les bourses d'études"
Fristverlängerung
Antrag der Kommission
(falls der Antrag der Mehrheit zum Gegenentwurf obsiegt)
Die Behandlungsfrist der Volksinitiative "Stipendien-Initiative" wird nach Artikel 105 Absatz 1 des Parlamentsgesetzes um ein Jahr, d. h. bis zum 20. Juli 2015, verlängert.
Prorogation du délai
Proposition de la commission
(au cas où la proposition de la la majorité au contre-projet l'emporte)
Le délai imparti pour traiter l'initiative populaire "Initiative sur les bourses" est prorogé d'un an, soit jusqu'au 20 juillet 2015, conformément à l'article 105 alinéa 1 de la loi sur le Parlement.
Angenommen - Adopté