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Volkswirtschaftliche Kosten des Pestizideinsatzes in der Schweiz

Schneider-Ammann Johann N. · BR-M · Bundesrat · Bern

Laut der Studie sind die durch den Pflanzenschutzmitteleinsatz verursachten Kosten auf Gesundheitsschäden, Ökosystemschäden und Regulierungsaufwand zurückzuführen. Die ausgewiesenen Regulierungskosten in der Höhe von 20 Millionen Franken können zum Teil mit der bereits heute bestehenden, umfassenden Überprüfung der Zulassungsanforderungen, der Weiterentwicklung des Rechts sowie mit Kontroll- und Beratungsaufgaben erklärt werden. Dies stellt sicher, dass Pflanzenschutzmittel erst angewendet werden, wenn sie bei vorschriftsgemässem Einsatz keine unannehmbaren Nebenwirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt haben.

Die Kosten in der Höhe von 30 bis 80 Millionen Franken, die gemäss Studie auf Gesundheits- und Ökosystemschäden zurückzuführen sind, sind für den Bundesrat im Moment nicht nachvollziehbar. So kann zum heutigen Zeitpunkt nicht gesagt werden, wie viel Ermessen den Kostenschätzungen unterliegt. Zudem ist den Kosten der Nutzen gegenüberzustellen. Die Experten der zuständigen Ämter werden sich in Kürze mit den Autoren der Studie treffen. Insbesondere das Verständnis der Kostenberechnung wird es erlauben abzuschätzen, ob die Resultate plausibel sind und ob weiterer Forschungsbedarf besteht.

Vor Kurzem hat der Bundesrat die Erarbeitung eines Aktionsplans zur Risikominimierung und zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln beschlossen. Dieser wird bestehende Massnahmen zur Risikominderung beim Pflanzenschutzmitteleinsatz verbessern und allenfalls zusätzliche Massnahmen enthalten, um das Kosten-Nutzen-Verhältnis weiter zu verbessern.

Schelbert Louis · Mit-M · Nationalrat · Luzern · Grüne Fraktion

Herr Bundesrat, Sie haben gesagt, dass Sie bis jetzt einen grossen Teil der Ausgaben, die da prognostiziert oder geschätzt wurden, nicht plausibilisieren können. Sie haben dann aber auf eine Aussage verzichtet, was passiert, wenn diese Plausibilisierung geleistet werden kann. Gehe ich richtig in der Annahme, dass der Bundesrat dann, wenn er nicht plausibilisieren kann, versuchen wird, durch eigene Forschungsanstrengungen zu belegen, wie es sich wirklich verhält? Wenn die Zahlen plausibel sind, gehe ich davon aus, dass der Bundesrat sich überlegt, wie er dann vorgehen will, damit nicht die Allgemeinheit diese Kosten tragen muss.

Schneider-Ammann Johann N. · BR-M · Bundesrat · Bern

Herr Nationalrat Schelbert, ich habe eben gesagt, dass sich die Autoren der Studie und die zuständigen Bundesstellen in Kürze treffen werden. Aus diesen Treffen muss dann eine Plausibilisierung resultieren. Ich habe auch gesagt, dass man dann wird beurteilen können, ob zusätzlicher Forschungsbedarf besteht. Auf jeden Fall ist es so, dass sich der Bundesrat den Ergebnissen, die aus diesen Begegnungen resultieren werden, dann mit Sorgfalt annehmen wird.