12.3245
Gesetzeskonforme Umsetzung der Spitalfinanzierung
Humbel Ruth · Mit-F · Nationalrat · Aargau · Fraktion CVP-EVP
Die Motion verlangt die Aufhebung von Artikel 59c Absatz 1 Litera a der Verordnung über die Krankenversicherung. Der Bundesrat versteht den Vorstoss richtig. Ich möchte, dass er von seiner Kompetenz, diese Bestimmung aufzuheben, Gebrauch macht. Ich erwarte nicht, dass er der Bundesversammlung die Aufhebung vorschlägt.
Artikel 59c Absatz 1 Litera a lautet wie folgt: "Der Tarif darf höchstens die transparent ausgewiesenen Kosten der Leistung decken." Dieser Wortlaut verhindert eine gesetzeskonforme Umsetzung der Spitalfinanzierung. Er behindert aber auch die Festlegung von differenzierten Taxpunktwerten im ambulanten Bereich, namentlich die geforderte Besserstellung der Hausärzte; er verhindert, dass höhere Taxpunktwerte für Hausärzte ausgehandelt werden können.
Ich kann dazu zwei konkrete Beispiele anführen: Mit der Spitalfinanzierung wollten wir einen Wechsel von der Kostenrückerstattung zur Leistungsfinanzierung vollziehen. Wir wollten, dass leistungsstarke Spitäler, kosteneffiziente Spitäler auch Gewinne machen und diese reinvestieren können. Mit dieser Verordnungsbestimmung wird das verhindert. Wir haben in der Praxis die Situation, dass gerade Regionalspitäler mit gleichen Leistungen unterschiedliche Preise, unterschiedliche Base Rates zugesprochen bekommen. Günstigere Spitäler bekommen einen tieferen Preis als Spitäler, die teurer produzieren. Das sind falsche Anreize, welche Bemühungen, die Kosten im Gesundheitswesen zu senken, behindern.
Es gibt aber auch ein Beispiel im ambulanten Bereich. Als eine Krankenkasse, die Visana, im Berner Oberland mit Hausärzten einen höheren Taxpunktwert aushandeln wollte, musste sie ziemlich hohe Hürden überwinden. Sowohl der Preisüberwacher wie auch der Regierungsrat haben, gestützt auf diese Bestimmung in der Verordnung, empfohlen, einen höheren Taxpunktwert nicht zu genehmigen, weil er über den transparent ausgewiesenen Kosten liegen würde.
Diese zwei Beispiele zeigen, dass diese Bestimmung in der Verordnung über die Krankenversicherung unsinnig ist. Der Bundesrat argumentiert zu Beginn seiner Stellungnahme richtig. Er zieht dann einfach eine falsche Schlussfolgerung. Er verweist auf Artikel 49 Absatz 1 des Krankenversicherungsgesetzes, wonach sich die Spitaltarife an der Entschädigung jener Spitäler zu orientieren haben, welche die tarifierte obligatorisch versicherte Leistung in der notwendigen Qualität effizient und günstig erbringen. Diese Bestimmung wird in Litera b von Artikel 59c Absatz 1 KVV übernommen, wonach der Tarif höchstens die für eine effiziente Leistungserbringung erforderlichen Kosten decken darf.
Ich bitte Sie, einer gesetzeskonformen Umsetzung der Spitalfinanzierung zum Durchbruch zu verhelfen und meine Motion zu unterstützen, damit der Bundesrat diese Verordnungsbestimmung in eigener Kompetenz aufhebt.
Berset Alain · BR-M · Bundesrat · Freiburg
Il s'agit quand même d'une question qui est extrêmement technique. J'aimerais rappeler ici que l'introduction du nouveau financement hospitalier n'a en rien modifié les objectifs initiaux de la loi sur l'assurance-maladie, notamment l'objectif qui concerne la maîtrise des coûts. La LAMal est une assurance sociale qui doit rester financièrement supportable pour l'ensemble des assurés.
S'il est fait mention de l'article 49 alinéa 1 LAMal, c'est parce que cet article reprend le principe d'économicité prescrit dans la loi qui prévoit que les tarifs hospitaliers doivent être déterminés en fonction de la rémunération des hôpitaux qui fournissent une prestation de la qualité nécessaire, mais aussi de manière efficiente et avantageuse.
Dans l'avis exprimé par le Conseil fédéral, ce sont donc les tarifs d'hôpitaux efficients qui doivent servir de référence pour déterminer les tarifs conformes à la loi pour les autres hôpitaux.
Si l'on veut faire cette comparaison des coûts entre les hôpitaux comme l'exige la loi, il faut que les coûts des hôpitaux soient justifiés de manière transparente sur la base d'une comptabilité analytique. Le Conseil fédéral est d'avis que dans ce cadre les tarifs hospitaliers négociés ou non négociés doivent refléter les coûts. Nous estimons que ces tarifs ne doivent pas permettre aux hôpitaux de faire des bénéfices systématiques aux frais de l'assurance obligatoire des soins. Donc, la disposition de l'ordonnance que vous contestez constitue, à notre sens, une concrétisation du principe général d'économicité.
C'est la raison pour laquelle le Conseil fédéral ne souhaite pas modifier cet élément et vous invite à rejeter la motion.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 118 Stimmen
Dagegen ... 66 Stimmen
(3 Enthaltungen)