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Arzneimittelvielfalt in der Komplementärmedizin erhalten
Gilli Yvonne · Mit-F · Nationalrat · St. Gallen · Grüne Fraktion
Ich möchte zuerst meine Interessenbindung bekanntgeben. Ich habe ein Mandat der Dachorganisation der Hersteller für komplementärmedizinische und phytotherapeutische Heilmittel, des Schweizerischen Verbandes für komplementärmedizinische Heilmittel.
Wie Sie wissen, wurde eine Volksinitiative zugunsten der Komplementärmedizin mit grossem Mehr angenommen, und es geht jetzt in den nächsten Jahren darum, die Forderungen dieser Initiative auch auf Gesetzesebene umzusetzen. 2006 wurde die Komplementär- und Phytoarzneimittelverordnung erlassen. 2009 wurde dazu von Swissmedic eine Evaluation durchgeführt, seither aber wurde diese Verordnung weder revidiert noch auf die Stufe einer Instituts- oder Departementsverordnung gehoben. Die Verzögerung führt zu einer andauernden Ungleichbehandlung der Hersteller von Komplementär- und Phytoarzneimitteln und damit zu einem zunehmenden Verlust dieser Heilmittel durch das Ausweichen auf den Handel im unerwünschten illegalen Markt oder durch Zulassungen im Bereich von Produkten mit herabgesetzter Wirksamkeit, als Lebensmittelergänzungen. Dies alles ist nicht im Sinne der Initiative und auch nicht im Sinne des Parlamentes, wie diverse Vorstösse in der Zwischenzeit gezeigt haben. Einfache Veränderungen würden bereits für Abhilfe sorgen, so z. B. das Vorgehen, dass monografierte Wirkstoffe als bekannt zu akzeptieren wären, wenn sie bereits von europäischen Behörden akzeptiert sind usw. Dabei kann man die Definition von "bekannten pflanzlichen Arzneimitteln und Wirkstoffen" entsprechend erweitern. Es ist deswegen unverständlich, dass die Ungleichbehandlung heute immer noch besteht und keine entsprechenden Anpassungen vorgenommen wurden, obwohl auch nach dem Willen des Parlamentes die Zulassungshürden gesenkt werden sollen.
Wie Sie wissen, revidieren wir zurzeit das Heilmittelgesetz, und in dieses Heilmittelgesetz soll die gesetzliche Regelung aufgenommen werden, die diesen Wunsch endlich in die Tat umsetzt. Danach kann der Bundesrat die Verordnungen anpassen. Im Gegensatz zur bundesrätlichen Stellungnahme zu meiner Motion befinden wir uns aber nicht in einem fortgeschrittenen Stadium der Beratung, sondern wir befinden uns am Anfang der Beratungen dieser Revision, und zwar im Erstrat. Die Beratung ist äusserst komplex und umfangreich, und wir haben bis jetzt keinen einzigen Artikel verabschiedet, der dem Anliegen der Motion Rechnung tragen würde.
Deshalb bitte ich Sie, diese Motion zum heutigen Zeitpunkt nicht abzuschreiben, sondern sie dann abzuschreiben, wie das üblich ist, wenn wir das Heilmittelgesetz verabschiedet haben.
Berset Alain · BR-M · Bundesrat · Freiburg
Les traitements faisant appel à des médicaments complémentaires et à des phytomédicaments jouissent d'une large popularité. Aussi est-il évidemment souhaitable de disposer sur le marché d'un vaste éventail de ces médicaments. Je sais que les exigences qui sont posées à leur autorisation sont souvent jugées excessives. Elles ont fait l'objet d'une demande de simplification et, dans le cadre de la révision ordinaire de la loi sur les produits thérapeutiques, il est prévu précisément de mener cette discussion, de réduire également les obstacles à l'autorisation des médicaments complémentaires et des phytomédicaments. Vous savez, Madame Gilli, que c'était déjà un des éléments de la discussion qui nous a occupés lors de la séance de commission à Sion il y a quelques jours.
Ce message est donc maintenant pendant devant le Parlement. Les discussions commencent et une fois que le Parlement aura adopté la loi sur les produits thérapeutiques révisée, le Conseil fédéral et Swissmedic devront adapter en conséquence les dispositions d'exécution. Il s'agira alors d'examiner également dans ce cadre sous quelle forme doivent être adaptées les dispositions qui sont aujourd'hui fixées dans l'instruction sur les phytomédicaments. Vu l'avancement de ces travaux - vous ne semblez pas partager cet avis -, le Conseil fédéral ne juge pas judicieux à l'heure actuelle d'adapter l'instruction sur les phytomédicaments, mais il se penchera sur cette question une fois que le Parlement aura aussi pu prendre position sur l'ensemble de la loi sur les produits thérapeutiques.
Je vous invite donc, au nom du Conseil fédéral, avec cette argumentation un peu formelle, mais cela arrive aussi, de bien vouloir rejeter la motion Gilli.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 118 Stimmen
Dagegen ... 63 Stimmen
(6 Enthaltungen)