98.037

Post- und Fernmeldeverkehr. Überwachung

Verfahrensbeitrag

2. Bundesgesetz über die verdeckte Ermittlung

2. Loi fédérale sur l'investigation secrète

Antrag der Kommission

Mehrheit

Eintreten

Minderheit

(Ménétrey-Savary, de Dardel)

Nichteintreten

Proposition de la commission

Majorité

Entrer en matière

Minorité

(Ménétrey-Savary, de Dardel)

Ne pas entrer en matière

Vallender Dorle · Nationalrat · Appenzell A.-Rh. · Freisinnig-demokratische Fraktion

Die verdeckte Ermittlung stellt in der Tat eine besondere Art der Aufdeckung von Straftaten dar. Ermittler werden mit einer eigens für sie geschaffenen Identität - oder wie man sagt: Legende - in das Milieu der vermuteten Straftäter eingeschleust und treten in ihrer Rolle als interessierte Kunden oder Kundinnen auf. Dabei dürfen sie nicht aktiv zu einer Straftat veranlassen, sondern einzig eine passive Rolle übernehmen. Im Unterschied zur Observation, die von aussen her geschieht, findet die verdeckte Ermittlung innerhalb eines bestimmten Personenkreises, der als kriminell angesehen wird, statt. Die verdeckte Informationsbeschaffung und der Austausch der gewonnenen Erkenntnisse zwischen verdeckten Ermittlern und Strafverfolgungsorganen soll während oder kurz nach der Tat den polizeilichen Zugriff erlauben. Damit ist gesagt, dass die verdeckte Ermittlung rechtsstaatlich und demokratisch kein unproblematisches Mittel der Strafverfolgung darstellt. Mit bewusster Täuschung anderer Personen werden gewonnene Erkenntnisse zur Deliktaufklärung genutzt.

Auf der anderen Seite ist anerkannt, dass die verdeckte Ermittlung sich bei der Aufklärung des organisierten Verbrechens, der Bandenkriminalität, als ein wirksames Instrument erwiesen hat. Dies darum, weil die organisierte Kriminalität wie der Handel mit Kriegswaffen, Betäubungsmitteln, radioaktiven Substanzen keine unmittelbaren Opfer und Geschädigten kennt und daher auch schwer an den Täterkreis heranzukommen ist. Die Strafverfolgungsorgane können nur dann erfolgreich sein, wenn sie bereits im Vorbereitungsstadium solcher schweren Straftaten Informationen über die Tatbeteiligten sammeln können.

In der Schweiz haben vereinzelte Kantone die verdeckte Ermittlung geregelt. Andere Kantone setzen das Instrument ohne rechtliche Grundlage in Form eines formellen Gesetzes ein.

Diese Situation ist unbefriedigend. Ihre Kommission hat in einem Hearing sowohl Vertreter der Staatsrechtslehre, des Strafprozessrechtes, des Anwaltsverbandes wie auch der Bundesanwaltschaft und der Kriminalpolizei angehört. Die Meinungen der Angehörten gingen sehr weit auseinander. Ihre Kommission für Rechtsfragen hat daher eine Subkommission mit der Vorberatung des Entwurfs beauftragt. Sie sollte insbesondere den verfassungskonformen und EMRK-konformen Schutz der Menschenrechte bei der verdeckten Ermittlung sicherstellen. Die Subkommission hat den vorliegenden Entwurf an sieben Sitzungen erarbeitet unter der Mitwirkung von Herrn Martin Keller - leider inzwischen verstorben - und Frau Nicoletta della Valle, Generalsekretariat des EJPD, und von Herrn Sébastien Jean Rey seitens der Parlamentsdienste. Ihnen sei an dieser Stelle herzlich für ihre Unterstützung und Mitarbeit gedankt.

Im Vergleich zum Vorentwurf des Bundesrates hat der vorliegende Alternativentwurf im Einzelnen bedeutende Änderungen erfahren. Die wichtigsten Änderungen sollen hier hervorgehoben werden:

1. Nachdem 1998 Volk und Stände der Vereinheitlichung des Strafprozessrechtes zugestimmt haben, soll dieses Bundesgesetz neu für alle verdeckten Ermittlungshandlungen im Bund und in den Kantonen gelten.

2. Die schwierige Gratwanderung zwischen dem Eingriff in das Grundrecht der persönlichen Freiheit sowie der privaten Sphäre und einer effizienten Strafverfolgung wird mit der ausdrücklichen Anerkennung der Verteidigungsrechte des oder der Betroffenen in einer Art Präambel gemäss Artikel 1ter anerkannt.

3. Sowohl die Ernennung zu einem verdeckten Ermittler oder einer verdeckten Ermittlerin wie auch der Einsatz in einem Strafverfahren müssen durch eine richterliche Behörde genehmigt werden.

4. Eine verdeckte Ermittlungsperson darf in Anwendung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes nur dann eingesetzt werden, wenn andere Untersuchungshandlungen erfolglos waren bzw. aussichtslos sind.

5. Genau wie bei der Telefonüberwachung soll ein abschliessender, restriktiver Deliktskatalog den Einsatz der verdeckten Ermittlung auf sehr schwere Straftaten beschränken.

6. Überschreitet eine verdeckte Ermittlungsperson ihre Kompetenzen, so dürfen diese Erkenntnisse nicht zum Nachteil von beschuldigten Personen verwendet werden.

7. Zufallsfunde finden Berücksichtigung, soweit die Voraussetzungen nach dem abschliessenden Deliktskatalog für eine verdeckte Ermittlung gegeben gewesen wären.

8. Der beschuldigten Person ist spätestens vor Abschluss der Untersuchung mitzuteilen, dass gegen sie verdeckt ermittelt wurde. Aufschub und Verzicht auf diese Mitteilung sind nur in eng formulierten Ausnahmefällen möglich.

9. Der Schutz zugunsten der verdeckten Ermittlungspersonen wurde präzisiert. Die Geheimhaltung der Identität durch besondere Schutzmassnahmen findet ihre Grenze aber darin, dass der oder die Vorsitzende des Gerichtes die wahre Identität überprüfen und auch selber eine persönliche Befragung zuhanden des Gesamtgerichtes durchführen kann.

10. Dem Wunsch der Strafverfolgungsbehörden, neben den verdeckten Ermittlungspersonen auch deren Führungspersonen mit einer Legende auszustatten sowie Tarnfirmen gründen zu dürfen, wurde nicht gefolgt.

Ich fasse zusammen: Ihre Kommission betrachtet den vorliegenden Entwurf als ausgewogen. Der Grundrechtsschutz der getäuschten, verdächtigten Person wurde verbessert und ermöglicht den rechtsstaatlichen Einsatz dieses Instrumentes. Gleichzeitig wird der verdeckten Ermittlungsperson der notwendige Schutz bezüglich der wahren Identität mit Vertraulichkeitszusage im späteren Strafverfahren zugesagt. Ihre Kommission hat sich bereits am 4. Juli 2000 mit 17 zu 3 Stimmen bei 3 Enthaltungen grundsätzlich für Eintreten ausgesprochen. Dass der vorliegende Alternativentwurf gut aufgenommen wurde, sehen Sie nicht zuletzt daran, dass nebst einem Nichteintretensantrag nur zwei Minderheitsanträge gestellt wurden.

Ich beantrage Ihnen namens der Kommissionsmehrheit, auf den Entwurf einzutreten.

Lauper Hubert · Nationalrat · Freiburg · Christlichdemokratische Fraktion

Le projet de loi que nous allons discuter est l'un des volets du message du Conseil fédéral du 1er juillet 1998. Le premier volet constituait la loi fédérale sur la surveillance de la correspondance postale et des télécommunications, loi qui a été votée l'année passée et qui va entrer en vigueur le 1er janvier 2002. L'autre volet est le projet de loi fédérale sur l'investigation secrète qui vous est présenté. Aussi bien la surveillance téléphonique que l'investigation secrète constituent des mesures d'investigation de la poursuite pénale qui ont pour caractéristique le fait que les personnes concernées n'ont pas la possibilité de recourir immédiatement contre une telle atteinte, comme c'est le cas dans le cadre d'autres mesures de contrainte. C'est la raison pour laquelle une telle mesure doit être limitée aux délits d'une certaine gravité et être ordonnée dans le cadre d'une procédure conforme aux règles constitutionnelles. "L'investigation secrète" - c'est sa définition - "a pour but d'infiltrer le milieu criminel par des membres de la police qui ne sont pas reconnaissables comme tels et de contribuer ainsi à élucider des infractions particulièrement graves." Telle est la définition qui en est donnée à l'article 1er de la loi selon la proposition de la commission.

S'agissant tout d'abord de la nécessité de légiférer dans ce domaine, il convient de rappeler que la Commission de gestion, dans un rapport publié en 1992 déjà, demandait que l'on légifère en matière d'écoute téléphonique et d'investigation secrète, afin de créer une réglementation uniforme pour la Confédération et les cantons. En ce qui concerne l'écoute téléphonique, cela a été fait. Pour l'investigation secrète, ce sera le cas si vous acceptez le projet qui vous est présenté.

Notre commission s'est beaucoup investie dans ce projet. Elle a d'abord entendu plusieurs experts, aussi bien des spécialistes du droit public et de procédure pénale, qu'un représentant de la Fédération suisse des avocats, le procureur général de la Confédération et un chef de la police judiciaire d'un canton. Elle a ensuite créé une sous-commission, chargée d'examiner le projet du Conseil fédéral sous l'angle de la garantie d'une protection des droits fondamentaux conforme à la Constitution et à la Convention européenne des droits de l'homme, ainsi que de fixer à l'investigation secrète des limites généralement plus étroites que celles prévues dans le projet du Conseil fédéral.

C'est le résultat de ce périlleux exercice d'équilibre entre protection des droits et efficacité de la poursuite pénale qui vous est soumis aujourd'hui. Il n'en reste pas moins qu'une minorité vous propose de ne pas entrer en matière. Estimant que le procédé est détestable et injuste, risqué pour les agents qui l'exercent et présentant des risques de dérapage et d'incitation, on vous demande d'y renoncer.

Pour la majorité de votre commission, l'investigation secrète est une nécessité pour lutter contre le crime organisé et le trafic de stupéfiants. L'investigation secrète est déjà pratiquée par les polices cantonales en dehors d'un cadre juridique bien précis. Nous préférons mettre les choses au grand jour et fixer un cadre clair pour ces méthodes d'investigation qui, rappelons-le, sont tout de même exceptionnelles en ce qui concerne la fréquence et qui seront réservées à la découverte d'infractions particulièrement graves.

Après un important travail de la sous-commission qui a tenté de concilier les intérêts de la protection des droits fondamentaux et ceux de l'efficacité de la poursuite pénale et, j'ose le croire, qui a réussi à le faire, il est étonnant que la proposition de non-entrée en matière ait été maintenue, à moins que l'on ne souhaite pas la réussite de la poursuite pénale dans le cadre de la grande criminalité.

C'est pourquoi, au nom de la très grande majorité de la commission, je vous demande d'entrer en matière et de suivre toutes les propositions de majorité.

Les propositions qui vous sont présentées par la commission divergent sur beaucoup de points du projet du Conseil fédéral. Les auditions auxquelles nous avons procédé nous ont indiqué des voies très différentes. D'un côté, il était reproché au projet d'accorder à la police une liberté d'action excessive et de ne faire aucun cas de la présomption d'innocence et des droits de la défense. De l'autre, le projet était considéré comme une réglementation convenable par un chef de la police judiciaire, alors que le procureur général de la Confédération le jugeait trop normatif et bureaucratique. Trop d'autorisations, disait-il, ingérence dans la tactique policière.

Les spécialistes de la poursuite pénale exigeaient, quant à eux, l'élargissement des instruments à disposition, par exemple la possibilité de doter d'une identité d'emprunt les personnes oeuvrant en qualité de contacts ou assurant le soutien logistique des agents infiltrés, ainsi que la possibilité de créer des sociétés paravents.

La sous-commission et la commission ont accordé une égale attention à la garantie d'une procédure conforme aux exigences de l'Etat de droit et axée sur la recherche de la vérité matérielle, à la protection des agents infiltrés contre les atteintes de personnes visées par l'investigation secrète ainsi qu'au respect des droits reconnus aux accusés en tant que parties. Ce difficile équilibre est réalisé par les principales modifications suivantes par rapport au projet du Conseil fédéral.

Tout d'abord, s'agissant du champ d'application, il convient de rappeler que le projet du Conseil fédéral de 1998 se limitait à autoriser l'investigation secrète dans le trafic des stupéfiants, dans une procédure fédérale ou cantonale et dans le cadre de crimes relevant de la juridiction fédérale. De même, il autorisait les cantons à effectuer des investigations secrètes dans le cadre de procédures cantonales. La nouvelle constitution et la réforme de la justice attribuent maintenant à la Confédération la compétence d'unifier le droit de procédure pénale. C'est pourquoi la commission vous propose d'étendre le champ d'application à toutes les procédures, aussi bien fédérales que cantonales, mais uniquement dans le cadre d'infractions prévues dans une liste exhaustive, dans un catalogue des délits contenu à l'article 1quater du projet.

Les mesures de protection des agents infiltrés ne doivent pas compromettre la recherche de la vérité matérielle ni restreindre les droits de la défense. La désignation d'un agent infiltré et son engagement dans une procédure déterminée doivent tous deux être autorisés par un juge. Dans les deux cas, la durée de l'intervention est limitée dans le temps, un an renouvelable sur la base d'un rapport. D'autre part, les constatations recueillies en dehors des limites d'un comportement admissible de l'agent infiltré ne peuvent être utilisées à charge de l'accusé. Par ailleurs, les constatations fortuites ne peuvent en principe être utilisées que si les circonstances dans lesquelles elles ont été recueillies répondent aux exigences qui auraient permis une investigation secrète. La communication de l'existence d'une investigation secrète est réglée de manière précise.

Enfin, la protection des agents infiltrés durant la procédure pénale est mieux précisée par rapport au projet du Conseil fédéral.

Pour terminer, la systématique de la loi qui présentait des doublons dans le projet du Conseil fédéral a été revue. C'est ainsi qu'ont été réunies en une seule section toutes les dispositions applicables avant et pendant la procédure pénale.

Je vous invite donc à entrer en matière et à soutenir les propositions de la majorité de la commission.

Ménétrey-Savary Anne-Catherine · Nationalrat · Waadt · Grüne Fraktion

La loi sur l'investigation secrète se révèle extrêmement problématique, aussi bien dans ses implications concrètes que dans ses aspects juridiques. La Commission des affaires juridiques l'a bien compris, puisqu'elle a confié à une sous-commission le soin de la rendre acceptable. Celle-ci a consacré des trésors d'ingéniosité pour faire d'une méthode douteuse une procédure compatible avec le respect des droits de la personne. A notre avis, ses efforts sont malheureusement restés vains; la méthode n'est pas amendable. C'est pourquoi nous vous demandons de ne pas entrer en matière.

Infiltrer des agents munis d'une fausse identité dans des réseaux criminels comporte des risques considérables pour eux-mêmes d'abord, puisqu'ils risquent leur vie s'ils sont démasqués. Au-delà de cette menace directe, le danger existe que ces hommes, agissant durablement, c'est-à-dire pendant des années, sous une identité d'emprunt, finissent par s'identifier à leur rôle. Il y a de nombreux exemples de dérapage.

Il faut dire que les autorités de police et le Ministère public de la Confédération caressent des projets qui font froid dans le dos, puisqu'ils suggèrent qu'on leur laisse quartier libre pour constituer à demeure des entreprises fictives, de transport notamment, avec des raisons sociales trompeuses et des agents à qui l'on autoriserait même des comportements douteux pour être plus crédibles.

Même avec un modèle plus rigoureux tel que celui que propose la commission, les risques d'incitation au crime restent importants.

Imaginez-vous qu'investir un milieu en prenant de tels risques pendant plusieurs années, sans jamais arriver au moment où, enfin, l'acte délictueux est consommé, cela doit être tellement frustrant qu'on peut comprendre que l'agent infiltré finisse par donner un coup de pouce au destin.

Avec une telle loi, on érige le mensonge en système et on institutionnalise la tromperie. Certes, nous ne sommes plus au temps de Robin des bois, et les réseaux criminels ne sont pas constitués par des enfants de choeur. Mais cela justifie-t-il qu'on utilise les mêmes armes ou les mêmes méthodes? Nous avons le sentiment qu'on ne fait ainsi que renforcer l'escalade vers de plus en plus de méfiance, de dissimulation, d'arnaque, de représailles et surtout vers de plus en plus de violence.

Au lieu d'être dissuasives, ces méthodes encouragent au contraire à davantage de détermination dans l'organisation du crime.

Or, toutes ces mises en scène, extrêmement coûteuses, aussi bien en argent qu'en vies humaines, servent essentiellement à la lutte contre le trafic de drogue, même si les objectifs assignés à la loi sont plus larges et visent le crime organisé en général.

Or, la guerre contre la drogue ne peut pas être gagnée de cette manière. Bien sûr, l'infiltration d'agents sous couverture permet de temps en temps des saisies importantes, exploits qui font la une de tous les journaux. Il n'en demeure pas moins que ces prises, toutes ensemble, ne constituent jamais que le cinq à dix pour cent de toute la drogue qui circule dans le monde. A peine un réseau est-il démantelé qu'un autre le remplace. Comme le dit un policier: "Avec ce système, on éponge l'inondation au rez-de-chaussée sans fermer les robinets au premier étage."

La géopolitique de la drogue, l'Afghanistan n'étant pas le dernier pays concerné, fait que les enjeux échappent à la portée de l'action policière. Pour lutter contre la drogue, comme contre d'autres trafics ou contre le crime organisé, nous pensons qu'il faut chercher d'autres méthodes, par exemple en se donnant des moyens plus efficaces pour combattre le blanchiment d'argent sale.

Par ailleurs, l'infiltration d'agents pose d'énormes problèmes quant à la garantie des droits fondamentaux. Il est en effet particulièrement délicat d'infiltrer des réseaux constitués de personnes contre lesquelles il n'y a pas de présomptions suffisantes pour ouvrir une enquête, d'autant plus que, si une procédure est ouverte à la suite de cette investigation, l'agent infiltré bénéficie d'une protection telle que l'inculpé ne pourra pas savoir qui l'accuse, ni sur quelles preuves. Ils ne sera pas confronté à son accusateur dont l'identité reste cachée, dont le témoignage est recueilli à huis clos avec voix déformée et dont le rapport est soustrait au dossier.

Nous sommes bien conscients que refuser cette loi n'empêchera pas les polices cantonales et fédérales de continuer à utiliser ces méthodes. Nous estimons cependant que voter cette loi revient à institutionnaliser et à banaliser des méthodes d'exception et, qui plus est, des méthodes qui présentent un rapport coût/bénéfice tout à fait défavorable.

C'est pourquoi nous vous invitons à ne pas entrer en matière.

Aeschbacher Ruedi · Nationalrat · Zürich · Evangelische und Unabhängige Fraktion

Ob es uns passt oder nicht: Geheime Ermittlung ist im Kampf gegen organisiertes und hoch professionelles Verbrechen nach wie vor ein taugliches und wirksames Instrument. Dies gilt in besonderem Masse für Delikte, die keine eigentlichen direkten Opfer zur Folge haben, wie beispielsweise verbotene Geschäfte mit Kriegsmaterial oder Geschäfte im Drogenhandel. Da fehlen eben Personen, die direkt geschädigt sind, ein Interesse an einer Strafverfolgung haben und Anzeige erstatten. Im Interesse einer wirksamen Verbrechensbekämpfung ist es daher erwünscht, dieses Instrument möglichst frei und uneingeschränkt benutzen und einsetzen zu können. Dem stehen auf der anderen Seite aber grundlegende rechtsstaatliche Bedenken gegenüber, weil verdeckte Ermittlung zweifelsohne einen schweren Eingriff in die persönliche Freiheit bzw. in die Privatsphäre der Betroffenen darstellt. Deshalb ist es wichtig, dass verdeckte Ermittlung nur für schwere Kriminalität und nur mit einem ganzen Bündel sichernder Auflagen und Bedingungen zugelassen wird. Denn mit diesem Instrument begibt sich der demokratische Rechtsstaat - wie es von der Berichterstatterin gesagt wurde - tatsächlich auf eine heikle Gratwanderung. Bei dieser Gratwanderung droht auf der einen Seite der Absturz in Richtung Unrechtsstaat und auf der anderen Seite der Absturz in Richtung einer zu wenig wirksamen und erfolgreichen Verbrechensbekämpfung.

Die Abgründe beidseits dieses schmalen Grates verheissen keine erfreulichen Perspektiven. Unseres Erachtens muss diese anspruchsvolle Gratwanderung gleichwohl gewagt werden. Um den Absturz in Richtung Unrechtsstaat zu vermeiden, hat schon der Bundesrat zahlreiche Sicherungen eingebaut. Die Kommission hat diese zusätzlich erweitert und verstärkt - so ausgebaut und so verstärkt, dass ich in der Kommissionsarbeit mein Augenmerk eigentlich mehr darauf legen musste und wollte, dass nicht eben dem Postulat der Verbrechensbekämpfung ein zu enger Mantel angelegt wurde. Aus dieser Arbeit liegt heute ein Gesetzeswerk vor dem Rat, dem man nach Auffassung der evangelischen und unabhängigen Fraktion mit Überzeugung zustimmen kann.

Wir sind daher für Eintreten und werden in den beiden einzigen Punkten, wo Minderheitsanträge gestellt worden sind, mit der Kommissionsmehrheit votieren.

Baumann J. Alexander · Nationalrat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Namens der SVP-Fraktion befürworte ich die Zielsetzungen und die Notwendigkeit dieser Ermittlungsform. Es gibt in der Strafuntersuchung schwierige Verfahren, bei denen zur wirkungsvollen Verbrechensbekämpfung seitens des Staates der Einsatz von Verfahren notwendig wird, welche für die Betroffenen geheim bleiben müssen. Diese können daher nicht, wie bei anderen Untersuchungsmassnahmen, unmittelbar nach dem Eingriff in die Persönlichkeitsrechte dagegen Beschwerde erheben. Aus diesem Grund müssen derartige Massnahmen selbstverständlich auf die Bekämpfung von schweren Straftaten beschränkt sein. Es ist aber auch erforderlich, dass sie nur in einem rechtsstaatlich korrekten Verfahren angeordnet werden dürfen.

Nach der Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs, welche wir vor einem Jahr geregelt haben, geht es heute um die so genannte verdeckte Ermittlung. Bei dieser wird ein Mitarbeiter der Polizei, der nicht als solcher erkennbar ist, in die Organisation der vermuteten Täterschaft eingeschleust oder mit dieser in Kontakt gesetzt, z. B. als Kaufinteressent für Drogen oder für Diebesgut. Die Methode ist rechtsstaatlich nicht unbedenklich und darf daher nur unter genau kontrollierten Bedingungen und auch nur bei wirklich schweren Verbrechen zur Anwendung gelangen. Auf der Gratwanderung zwischen Grundrechtsschutz, dem Schutz der verdeckten Ermittler und effizienter Strafverfolgung hat Ihre Kommission für Rechtsfragen den Grundrechtsschutz gegenüber dem Entwurf des Bundesrates in wesentlichen Punkten verstärkt.

Sie hat damit ein Gleichgewicht zwischen den gegenläufigen Interessen ausgearbeitet - eine Lösung, zu welcher wir mit gutem Gewissen stehen können.

Analog zum Bundesgesetz betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs werden die Straftatbestände, bei denen der Einsatz von verdeckter Ermittlung ausschliesslich zulässig sein soll, in einem restriktiven Deliktskatalog in Artikel 1quater aufgelistet. Der Geltungsbereich wird auf alle verdeckten Ermittlungen auf Bundes- oder Kantonsebene ausgeweitet. Die in der Vorlage des Bundesrates vorgesehenen Genehmigungserfordernisse werden übernommen, der Einsatz wird jedoch befristet. Erkenntnisse, die in Überschreitung der zulässigen Kompetenz erwirkt werden, dürfen nicht zum Nachteil der Beschuldigten verwendet werden. Zufallsfunde dürfen grundsätzlich nur verwendet werden, wenn die Voraussetzungen für eine verdeckte Ermittlung ebenfalls gegeben wären. Ein Aufschub oder Verzicht auf die Information an den Beschuldigten, dass über ihn verdeckt ermittelt worden ist, ist nur in exakt umschriebenen Ausnahmefällen zulässig. Und schliesslich werden die Schutzmassnahmen zugunsten der verdeckten Ermittler im Strafverfahren präzisiert.

Mit diesen Schritten hat die Kommission das Notwendige zur Sicherung der Grundrechtskonformität vorgekehrt. Aus diesem Grunde wird die SVP-Fraktion den Minderheitsantrag Gross Jost zu Artikel 1ter nicht mittragen. Dort wird gefordert, dass die Grundrechtskonformität des Eingriffs in die Rechte der Beteiligten in jedem Stadium des Verfahrens zu beachten sei. Wir erachten dies als eine rein deklaratorische Bestimmung, weil schon in der Verfassung steht, dass die Grundrechte in der ganzen Rechtsordnung zur Geltung kommen müssen.

Zu Artikel 19a liegt ebenfalls ein Minderheitsantrag Gross Jost vor, der den Datenschutz in Zusammenhang mit der verdeckten Ermittlung speziell regeln will. Im Strafverfahren ist geregelt, wie mit Personendaten umzugehen ist, wie die Auskunfts- und Einsichtsrechte zu handhaben sind, z. B. Artikel 29bis des Bundesgesetzes über die Bundesstrafrechtspflege. Zudem wird in Artikel 2 des Datenschutzgesetzes ausdrücklich ausgeführt, dass das Gesetz unter anderem auf hängige Strafverfahren nicht anwendbar sei. Speziell für das Instrument der verdeckten Ermittlung eine neue Datenschutzregelung zu erfinden erscheint uns weder sinnvoll noch notwendig.

Wir werden uns daher an die Kommissionsmehrheit halten.

Gesamthaft tragen wir die Einführung dieses neuen Instrumentes zur Verbesserung der Effizienz der Strafverfolgung mit. Die SVP-Fraktion wird daher für Eintreten auf die Vorlage stimmen und den Antrag auf Nichteintreten der Minderheit Ménétrey-Savary aus der fichentraumatisierten Ecke ablehnen.

Im Übrigen werden wir die Anträge der Kommissionsmehrheit mittragen.

Cina Jean-Michel · Nationalrat · Wallis · Christlichdemokratische Fraktion

Die CVP-Fraktion begrüsst die Vorlage, wie sie von der Subkommission unter dem Präsidium unseres Fraktionskollegen Hubert Lauper überarbeitet und anschliessend von der Mehrheit der Kommission für Rechtsfragen verabschiedet worden ist.

Der Einsatz von verdeckten Ermittlerinnen und Ermittlern ist ein wichtiges Instrument, um die organisierte Kriminalität wirksam zu bekämpfen. Bisher fehlte es auf Bundesebene an einer ausführlichen Regelung. Da verdeckte Ermittlungen zweifellos einen schweren Eingriff in die grundrechtlich geschützte persönliche Freiheit bzw. Privatsphäre darstellen, ist eine klare gesetzliche Grundlage notwendig. Dieser verfassungsmässigen Vorgabe kommt der vorliegende Gesetzentwurf ohne weiteres nach. Da die verdeckte Ermittlung wie bereits erwähnt einen schweren Eingriff in verfassungsrechtlich geschützte Rechte darstellt, hat die Mehrheit der Kommission dieser Massnahme zu Recht Schranken gesetzt. Trotzdem wurden unseres Erachtens im Rahmen einer gesetzgeberischen Güterabwägung diese Schranken nicht derart festgelegt, dass die verdeckte Ermittlung zu einem zahnlosen Instrument verkommen könnte. Davon sind wir von der CVP-Fraktion überzeugt. Wir werden auf die ausgewogene Vorlage eintreten und bitten Sie, dasselbe zu tun.

Den Minderheitsantrag Gross Jost zu Artikel 19a werden wir ablehnen. Er will einen neuen Artikel schaffen und damit ein Auskunftsbegehren an den Datenschutzbeauftragten einfügen. Wir von der CVP-Fraktion vertreten demgegenüber die Auffassung, dass keine neue Datenschutzregelung zu schaffen ist. Im Strafverfahren ist bereits geregelt, wie mit Personendaten umzugehen ist und wie die Auskunfts- und Einsichtsrechte zu handhaben sind.

Den Minderheitsantrag Gross Jost zu Artikel 1ter Absatz 2 lehnt die Mehrheit unserer Fraktion ebenfalls ab. Der eingefügte Absatz ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, die nicht speziell erwähnt werden muss. Sie kann nur deklaratorisch gemeint sein.

Bosshard Walter · Nationalrat · Zürich · Freisinnig-demokratische Fraktion

Die verdeckte Ermittlung ist ein Instrument der Polizei, das den Strafbehörden für schwierige Verfahren zur Verfügung stehen muss. Das ist eine Notwendigkeit; das wurde hier auch unterstrichen. Die FDP-Fraktion ist sich bewusst, dass die Legiferierung in diesem Bereich - auch das wurde wiederholt betont - einer schwierigen Gratwanderung zwischen Grundrechtsschutz auf der einen und effizienter Strafverfolgung auf der anderen Seite gleichkommt.

Die Fraktion bejaht die Stossrichtung des Antrages der Kommission für Rechtsfragen Ihres Rates; dieser Antrag setzt gegenüber der bundesrätlichen Fassung der verdeckten Ermittlung tendenziell noch engere Schranken. Als wichtig erachten wir, dass eine verdeckte Ermittlung nur gegen schwere Straftaten angeordnet werden kann, die in einem restriktiven Deliktskatalog umschrieben sind. Als wichtig erachten wir seitens der FDP-Fraktion auch, dass das Gesetz für alle verdeckten Ermittlungen auf kantonaler Ebene und auf Bundesebene gelten soll und dass die verdeckte Ermittlung eine subsidiäre Massnahme sein muss, welche erst eingesetzt wird, wenn die herkömmlichen Instrumente nicht zum Ziel führen.

Die FDP-Fraktion bejaht einen Handlungsbedarf in diesem Bereich. Auch wenn die verdeckte Ermittlung ein heikles Instrument ist und bleibt, muss man sich bewusst sein, dass man einer gewissen Art von Kriminalität nicht anders beikommen kann.

Die FDP-Fraktion spricht sich für Eintreten auf die Vorlage aus und lehnt den entsprechenden Minderheitsantrag ab. Sie stimmt im Übrigen allen Mehrheitsanträgen der Kommission zu und lehnt die Minderheitsanträge ab.

Aeppli Wartmann Regine · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion

Die SP-Fraktion spricht bei der Vorlage mit zwei Zungen, das heisst, sie ist geteilter Ansicht. Ich vertrete denjenigen Teil der Fraktion, der der Meinung ist, eine gesetzliche Grundlage für diese rechtsstaatlich problematische Fahndungsform sei wichtig und richtig. Es ist eine Illusion zu meinen, es werde nicht mehr verdeckt ermittelt, wenn wir kein Gesetz dazu erlassen. Verdeckte Ermittlung hat nämlich schon bisher stattgefunden, und zwar sowohl in den Kantonen als auch im Bereich der Zuständigkeit des Bundes, und verdeckte Ermittlung würde weiterhin stattfinden, auch wenn wir auf diese Vorlage nicht einträten. Auch wenn die verdeckte Ermittlung rechtsstaatliche Fragen aufwirft, worauf bereits mehrere Vorrednerinnen und Vorredner hingewiesen haben, so hat die Kommission mit Hilfe des Verhältnismässigkeitsprinzips und der Rechtsgüterabwägung doch einen Weg gefunden, der sich unseres Erachtens rechtsstaatlich vertreten lässt. Denn man darf nicht vergessen: Die verdeckte Fahndung kommt vor allem dort zum Einsatz, wo es mit den konventionellen Fahndungsmethoden schwierig ist, die Täterschaft zu eruieren, weil alle am Delikt beteiligten Personen daran interessiert sind, dass Täterschaft und Schuld nicht nachgewiesen werden. Sie kommt also vor allem dort zum Einsatz, wo keine Opfer entstehen, die den Strafverfolgungsbehörden helfen könnten, den Tätern auf die Spur zu kommen.

Die verdeckte Fahndung kommt insbesondere bei verbotenen Geschäften wie Kriegsmaterialhandel, Geldwäscherei oder Betäubungsmittelhandel zum Zug - Delikte, die meist von Profis in grossem Stil betrieben werden und bei denen sich sehr viel Geld verdienen lässt. Wir treten auf die überarbeitete Vorlage ein, die sich von der ursprünglichen in wesentlichen Punkten unterscheidet.

Es wurde bereits darauf hingewiesen: Die Änderungen, die vorgenommen wurden, sind zahlreich. Es wurde ein restriktiver Katalog von Delikten erlassen. Die verdeckte Ermittlung darf nur dort zum Zug kommen, wo andere Fahndungsmittel nicht zum Einsatz kommen können; sie ist also subsidiär. Die Verteidigungsrechte der Beschuldigten dürfen nicht eingeschränkt werden. Diese haben auch Anspruch darauf, über die verdeckte Ermittlung informiert zu werden, und der Einsatz muss richterlich genehmigt und befristet werden. Auch der Vorschlag der Bundesanwaltschaft, Führungspersonen mit einer Legende auszustatten und die Gründung von Tarnfirmen zuzulassen, wurde abgelehnt; das ist ein rechtsstaatliches Plus.

Die Ausdehnung der verdeckten Ermittlung bzw. dieses Gesetzes auf die ganze Schweiz ist zweifellos ebenfalls sinnvoll, denn die verdeckte Ermittlung lässt sich meistens nicht auf einen Kanton beschränken.

Wir werden die Minderheitsanträge Gross Jost unterstützen, wenn wir auf die Vorlage eingetreten sind, und zwar einhellig. Uns ist es wichtig, dass der Datenschutz und die Grundrechte auch in diesem Gesetz ausdrücklich verankert werden.

Ich bitte Sie, in diesem Sinne auf die Vorlage einzutreten.

de Dardel Jean-Nils · Nationalrat · Genf · Sozialdemokratische Fraktion

Vous aurez compris que le groupe socialiste est divisé et que je représente la partie du groupe qui s'oppose à l'entrée en matière. D'abord, j'aimerais adresser quelques remerciements. Je remercie la présidente, le Bureau, d'avoir mis cette affaire à l'ordre du jour sous le titre "Correspondance postale et des télécommunications. Surveillance". Comme ça, on est bien sûr que personne ne comprend de quoi il s'agit. N'est-ce pas, il s'agit d'investigations secrètes, c'est donc secret, il ne faut pas trop en parler. Il faut agir un peu en catimini, c'est beaucoup plus prudent. Je remercie aussi les journalistes d'être absents, le public d'être très peu présent. Tout se passe dans les meilleures conditions pour que cette affaire soit traitée sérieusement, encore une fois dans la discrétion et en catimini.

Personnellement, je partage absolument l'opinion de la minorité de la commission qui ne veut pas entrer en matière, et cela pour des raisons de principe qui sont très importantes.

En matière d'investigation secrète, nous avons effectivement des expériences, c'est quelque chose qui existe. C'est quelque chose qui existe essentiellement dans le domaine de la lutte contre le trafic de stupéfiants et dans un autre domaine dont on a très peu parlé ce soir, voire pas du tout, c'est le domaine de l'activisme politique. On sait très bien que certains mouvements politiques ont été infiltrés par la police et que cela a causé toutes sortes de débordements qui sont en contradiction complète avec les principes démocratiques les plus élémentaires.

Aujourd'hui, évidemment, c'est un peu apparu de manière souterraine: on a parlé de l'investigation secrète en relation avec le terrorisme. Je crois qu'il faut balayer une fois pour toutes cet argument parce qu'en Suisse, nous n'avons ni les moyens financiers ni les moyens matériels d'organiser des agents secrets qui vont infiltrer les organisations terroristes au niveau international. Ne serait-ce qu'aux niveaux linguistique, technique et des connaissances, nous ne sommes absolument pas en mesure de relever un tel défi.

Le grand problème avec l'investigation secrète, c'est qu'on est constamment à la limite de l'agent provocateur. Constamment, il y a des risques de débordement qui sont immenses et souvent insurmontables. Les exemples d'investigations secrètes qui ont débordé, qui ont dérapé sont trop nombreux pour que l'on puisse avoir confiance dans cette institution. Celle-ci est fondée sur le mensonge, sur la ruse, sur la duperie, sur la dissimulation, sur la fraude, sur la tricherie, sur l'imposture et, finalement, sur la connivence ou la complicité avec l'accomplissement du crime. Tout cela est complètement contraire aux règles élémentaires d'une police et d'une justice qui sont des services publics qui, plus que tous les autres, doivent montrer l'exemple de la loyauté. En plus, il ne s'agit pas d'être proche ou complice ou d'avoir une connivence avec le crime, mais bien de combattre et d'empêcher le crime.

Evidemment, on a objecté que notre position fait preuve d'angélisme et qu'il faut au contraire faire preuve d'efficacité. Mais justement l'efficacité de ce moyen est très loin d'être démontrée. De plus, les opérations d'infiltration secrète sont très onéreuses et on peut craindre que l'on affaiblisse ainsi d'autres activités de police plus efficaces et plus utiles, mais auxquelles on risque de renoncer faute de moyens financiers.

Enfin, dans tout ce projet du Conseil fédéral amendé par la commission, il y a un très gros handicap dont Mme Ménétrey-Savary a parlé et sur lequel il faut insister. Il ne s'agit pas simplement d'un procédé d'investigation de la police. Il s'agit, avec ce projet, aussi de créer un nouveau moyen de preuve qui est secret. L'agent infiltré doit pouvoir témoigner devant le tribunal alors que toute sa personnalité, toute sa vie, tout son parcours, tous ses antécédents restent secrets pour la défense et pour le public. Cela enfreint de manière définitive les règles de la publicité des débats et de l'égalité des armes entre l'accusation et la défense. Alors, si c'est cela que vous voulez, vous entrez en matière.

Mais il n'y a pas de possibilité de mélanger les avantages et les inconvénients, comme la commission a essayé de le faire avec un certain mérite, je le reconnais. La sous-commission à laquelle j'ai participé a beaucoup travaillé, beaucoup réfléchi et même peut-être bien travaillé. Mais, en définitive, cette institution est pourrie à la racine. Vous ne pouvez pas, avec cette racine pourrie, construire une belle plante, comme le souhaite ardemment la majorité de la commission.

Un dernier mot. Vous savez qu'après le 11 septembre 2001, aux Etats Unis, sur l'instigation du président lui-même, se développe toute une tendance à une justice secrète. Evidemment, cela va beaucoup plus loin que ce dont nous parlons ce soir. Cette justice secrète, ce sont des arrestations secrètes - on ne connaît pas les noms des personnes qu'on arrête -, ce sont des détentions mal contrôlées par les juges, ce sont des preuves secrètes, ce sont des investigations secrètes et ce sont des jugements qui risquent de rester secrets. C'est une grande tendance qui existe aujourd'hui dans notre monde, et sur cette "petite" affaire de ce soir, il faut en tenir compte et ne pas entrer en matière.

Maury Pasquier Liliane · P-F · Nationalrat · Genf · Sozialdemokratische Fraktion

On ne pourra au moins pas reprocher à M. de Dardel d'avoir bâclé son argumentation.

Teuscher Franziska · Nationalrat · Bern · Grüne Fraktion

Das Bundesgesetz über die verdeckte Ermittlung bewegt sich in einem äusserst heiklen Bereich. Herr Aeschbacher hat gesagt, es sei eine Gratwanderung. Ich ergänze: Es ist eine Gratwanderung, bei der der Absturz vorprogrammiert ist. Bei der verdeckten Ermittlung geht es um die grundsätzliche Frage, wieweit es staatlichen Organisationen ermöglicht werden soll, in die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger einzugreifen, ohne dass diese Kenntnis davon haben. Es geht um eine Interessenabwägung, bei der es nicht Schwarz und Weiss gibt, sondern die sich im Graubereich bewegt und daher sehr willkürlich ausfallen kann. Bei der Interessenabwägung stehen die Interessen der Strafverfolgung den Interessen der Bürgerinnen und Bürger nach möglichst grosser Freiheit gegenüber. Je engmaschiger das Netz an staatlichen Überwachungsmöglichkeiten ist, desto grösser ist die Chance, dass Kriminelle darin hängen bleiben - desto grösser ist aber auch die Gefahr, dass völlig unschuldige Leute erfasst werden.

Wenn man auf der einen Seite mit der verdeckten Ermittlung Erfolg haben will, muss der Staat grosse Kompetenzen bekommen, und das Netz muss engmaschig sein. Dies hat auf der anderen Seite zur Folge, dass der Persönlichkeitsschutz der einzelnen Menschen nicht mehr gewährleistet ist. Die grüne Fraktion ist überall für grösstmögliche Transparenz; daher muss der Staat gegenüber seinen Bürgerinnen und Bürgern grundsätzlich offen und nicht verdeckt auftreten. Für uns hat dieser Grundsatz des staatlichen Handelns grosse Bedeutung.

Die grüne Fraktion ist einstimmig der Überzeugung, dass dieser Grundsatz mit dem vorliegenden Gesetzentwurf über die verdeckte Ermittlung unnötigerweise verletzt wird. Der Preis, den wir als Gesellschaft für die verdeckte Ermittlung bezahlen, ist für die grüne Fraktion nicht gerechtfertigt. Daher will die grüne Fraktion auf den vorliegenden Gesetzentwurf nicht eintreten.

Für uns ist der Entwurf auch nach der Kommissionsarbeit nicht ausgewogen, wie Frau Vallender ihn angepriesen hat. Es nützt nichts, die Spielregeln in zehn Punkte zu fassen, in denen die verdeckte Ermittlung stattfinden soll. Die verdeckte Ermittlung bleibt ein Spiel, das nicht gerecht gespielt werden kann.

Die verdeckte Ermittlung als Verfahren ist eine äusserst heikle Angelegenheit. Gemäss dem vorliegenden Gesetzentwurf soll sie vor allem im Drogenbereich zum Einsatz kommen, und das ist noch viel problematischer als in anderen Bereichen. Denn im Drogenbereich ist die verdeckte Ermittlung ganz sicher die falsche Antwort auf ein gesellschaftliches Problem. Unsere repressive Drogenpolitik macht den Drogenmarkt derart attraktiv, dass daraus für die organisierte Kriminalität ein Riesengeschäft wird. Es wird nicht gelingen, mehr als fünf bis zehn Prozent der Drogen aus dem Markt zu ziehen, unabhängig davon, ob wir nun die verdeckte Ermittlung zulassen oder nicht. Gerade im Bereich des Drogenhandels zeigt es sich aber, dass V-Leute sehr rasch die Grenzen zwischen polizeilicher Ermittlungsarbeit und Mitarbeit beim Drogenhandel überschreiten müssen, denn sonst können die verdeckten Ermittler gar nicht erfolgreich sein. Anstatt diese rechtsstaatlich unzulässige Methode im Drogenbereich einzuführen, wäre es aus der Sicht der Grünen viel erfolgreicher, viel billiger und viel menschlicher, den Drogenkonsum zu legalisieren.

Ich möchte noch auf einige weitere Punkte eingehen, warum die grüne Fraktion gegenüber der verdeckten Ermittlung äusserst skeptisch ist. Die vorgesehene verdeckte Ermittlung ist äusserst aufwendig, sowohl finanziell wie auch logistisch. Es gilt, neue Personen aufzubauen, für die eine neue Identität zu schaffen ist, damit sie gegen andere Personen verdeckt ermitteln können - oder etwas volkstümlicher gesagt: dass diese V-Leute unbehelligt andere bespitzeln können.

Bei der verdeckten Ermittlung bestehen grosse Risiken, dass rechtsstaatliche Prinzipien verletzt werden. In Wirklichkeit wird es kaum je möglich sein, erfolgreich verdeckt zu ermitteln, ohne selber strafbare Taten zu begehen. Die Grenzen zwischen zulässiger und unzulässiger verdeckter Ermittlung sind fliessend. Ebenso fliessend ist der Übergang vom vorliegenden Gesetzentwurf über die verdeckte Ermittlung zur weiteren Verschärfung des Staatsschutzes. Mittlerweile fordern bereits alle bürgerlichen Parteien neue Kompetenzen für den Staatsschutz. Ist die verdeckte Ermittlung auf Bundesebene einmal eingeführt, dann ist es nur noch ein kleiner Schritt, sie beim Staatsschutz auch zu dulden - und schon bald sind wir wieder beim "Schnüffelstaat".

Herr Baumann Alexander, es ist nicht so, dass wir von Fichen traumatisiert sind, wie Sie das ausgedrückt haben, sondern es ist eine Tatsache, dass die verdeckte Ermittlung rechtsstaatlich äusserst problematisch ist.

Kommt dazu, dass sie eigentlich gar nicht nötig ist, denn die Polizei verfügt in der Schweiz bereits über ein grosses Spektrum an Überwachungsmöglichkeiten: Post und Telefon dürfen überwacht werden, und der öffentliche Raum darf ebenfalls überwacht werden; die Polizei hat die Kompetenz, jede x-beliebige Person anzuhalten und zu überprüfen. Daher kann aus Sicht der grünen Fraktion auf die verdeckte Ermittlung verzichtet werden.

Mit der Methode der verdeckten Ermittlung begibt sich der Staat in einen Teufelskreis: Um Verbrechen aufzudecken, muss er sich selber am Verbrechen beteiligen; um seine rechtsstaatlichen Prinzipien durchzusetzen, muss er diese Prinzipien gleich selber verletzen. Für die grüne Fraktion ist aber die Rechtsstaatlichkeit das oberste Prinzip staatlichen Handelns. Dieses setzen wir nicht so leichtfertig aufs Spiel.

Daher unterstützen wir den Minderheitsantrag auf Nichteintreten auf die Vorlage.

Eggly Jacques-Simon · Nationalrat · Genf · Liberale Fraktion

M. de Dardel a raison tout en ayant tort. Il a raison parce que, véritablement, on ne peut qu'éprouver un malaise à l'idée de légiférer sur ce qui n'est pas tellement légiférable. Comme l'a dit M. de Dardel, on est en effet dans la tricherie, dans le mensonge, dans la provocation, mais tout ça naturellement pour le bien, pour la sécurité, pour démanteler des réseaux criminels. Alors, que faut-il faire? Il y a un poète français qui a dit: "Ce qui se conçoit bien s'énonce clairement et les mots pour le dire arrivent aisément." En réalité, là on ne sait pas très bien quels mots il faut employer; on ne conçoit pas les choses très bien et on n'est pas vraiment dans le bien absolu puisque, pour faire le bien, on se plonge dans le mal. Par conséquent, je vous avoue que, tout du long des débats en commission, je me suis demandé si c'était vraiment une bonne idée de légiférer. Mais alors, moins pur que M. de Dardel, je me le suis demandé en me disant: "Est-ce que ce n'est pas le genre de chose qu'il faut laisser au gouvernement?" Moins on en parle, mieux ça vaut, en faisant confiance au gouvernement et à ses grands commis pour que, disons, ça n'aille pas trop loin et qu'on n'en arrive pas à des actions du genre attentat contre Ben Barka ou je ne sais quoi.

Et finalement, tout au long des débats, je me suis bien rendu compte qu'il y avait pour les intéressés des garanties à apporter et qu'il y avait probablement quand même quelques opportunités ou raisons de poser quelques limites légales. Alors, finalement, j'ai suivi la majorité.

Le groupe libéral suivra la proposition de la majorité de la commission. Mais, je vous le dis franchement, car de temps en temps, il faut être franc en politique. (Hilarité) C'est avec un très profond sentiment que cette histoire-là est une histoire bien trouble, dans laquelle il serait assez hypocrite de dire que l'on apporte beaucoup de pureté et beaucoup de clarté.

Metzler Ruth · BR-F · Bundesrat · Appenzell I.-Rh.

Mit dem Bundesgesetz über die verdeckte Ermittlung nehmen Sie, so hoffe ich, eine Vorlage in Angriff, die in einem engen Zusammenhang mit der Vorlage zur Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs steht. Beide Vorlagen betreffen geheime Ermittlungsmassnahmen im Strafverfahren, für die der Gesetzgeber zwischen den Interessen einer effizienten Strafverfolgung und den Persönlichkeitsrechten abwägen muss, und zwar jener der Straftäter und auch der unbescholtenen Bürgerinnen und Bürger. Beide Gesetzentwürfe sehen deshalb auch ähnliche Schutzmechanismen vor.

Die Subkommission Lauper hat sich intensiv mit der Materie auseinander gesetzt und Ihrer Kommission schliesslich zahlreiche Anträge vorgelegt, welche in ihrer Gesamtheit einen Alternativentwurf zum Vorschlag des Bundesrates bilden. Die Subkommission Lauper hat meines Erachtens hervorragende Arbeit geleistet. Sie hat die schwierige Gratwanderung zwischen Grundrechtsschutz und effizienter Strafverfolgung bestritten, ohne abzustürzen. Gegenüber dem Entwurf des Bundesrates präzisiert der Alternativentwurf Ihrer Kommission die Garantie eines rechtsstaatlichen Verfahrens, welches die Ermittlung des tatsächlichen Sachverhaltes zum Ziel hat, den Schutz der verdeckten Ermittlerin oder des verdeckten Ermittlers vor Beeinträchtigungen durch die Zielpersonen und die Wahrung der Parteirechte der Beschuldigten.

Für mich ist zentral, dass Sie den Strafverfolgungsbehörden das Instrument der verdeckten Ermittlung in einer rechtsstaatlich korrekten und gleichzeitig auch praktikablen Form belassen.

Ihre Kommission hat in Anlehnung an das Gesetz betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs die Voraussetzungen für die verdeckte Ermittlung enger gefasst und schlägt Ihnen einen Deliktskatalog vor. Ich werde mich bei der Detailberatung zu diesem Vorschlag noch einmal äussern, möchte hier aber bereits Folgendes festhalten: Ich werde mich dem Antrag Ihrer Kommission, die Voraussetzungen für die Anordnung der verdeckten Ermittlung enger zu fassen, nicht widersetzen. Ich behalte mir jedoch vor, im Ständerat auf die Position des Bundesrates zurückzukommen.

Madame Ménétrey beantragt Ihnen nun mit ihrer Minderheit, nicht auf die Vorlage einzutreten. Was geschieht, wenn Sie diesem Minderheitsantrag folgen? Nichteintreten bedeutet Festhalten am rechtsstaatlich unbefriedigenden Status quo. Nichteintreten bedeutet, dass die verdeckten Ermittlungen weiterhin stattfinden, aber in einem mit Unsicherheiten behafteten Umfeld. Mehrere parlamentarische Vorstösse verlangen eine Regelung der verdeckten Ermittlung; das Nichteintreten wäre ein Signal, dass Sie an den damaligen Forderungen nicht festhalten.

Das Gesetz wird nicht zusätzliche verdeckte Ermittlungen ermöglichen, sondern deren Zahl begrenzen, indem nur noch professionell durchgeführte und streng kontrollierte Einsätze möglich sein werden. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass wir mit der sauberen und klaren Regelung eines bisher gesetzlich nicht erfassten Teiles der Polizeiarbeit Rechtsklarheit und auch Rechtssicherheit schaffen.

Ich erachte den Gesetzentwurf über die verdeckte Ermittlung, wie ihn nun Ihre Kommission vorlegt, als ausgewogenes Konzept, das bisherige gesetzgeberische Lücken füllt, als Verbesserung des Grundrechtsschutzes gegenüber der heutigen Praxis und als zeitlich und sachlich dringlich. Wenn Sie darauf nicht eintreten, wird eine unbefriedigende Rechtslage verlängert, und wir führen ein fehleranfälliges System weiter.

Aus diesem Grunde bitte ich Sie, den Minderheitsantrag Ménétrey abzulehnen und auf die Vorlage einzutreten.

Maury Pasquier Liliane · P-F · Nationalrat · Genf · Sozialdemokratische Fraktion

Nous votons sur la proposition de non-entrée en matière de la minorité Ménétrey-Savary.

Abstimmung - Vote

Für Eintreten .... 89 Stimmen

Dagegen .... 18 Stimmen

Die Beratung dieses Geschäftes wird unterbrochen

Le débat sur cet objet est interrompu

Schluss der Sitzung um 22.15 Uhr

La séance est levée à 22 h 15