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Kostenlose Verhütungsmittel für Frauen unter zwanzig Jahren

Gilli Yvonne · Mit-F · Nationalrat · St. Gallen · Grüne Fraktion

Ich habe diese Motion von meinem ehemaligen Fraktionskollegen Hodgers übernommen, weil es um ein berechtigtes Anliegen geht. 2012 ist in der Schweiz die Anzahl Schwangerschaftsabbrüche bei jugendlichen Frauen - 15- bis 19-jährig - gestiegen. Im europäischen Vergleich ist dieser Wert bei uns immer noch tief; es gibt bei uns wenig Teenagerschwangerschaften und wenig Schwangerschaftsabbrüche im Teenageralter. Trotzdem, jeder Abbruch ist ein Abbruch zu viel. Jeder Abbruch ist eine traumatische Erfahrung für die betroffenen jugendlichen Frauen, insbesondere für die jüngsten von ihnen. Diese Frauen gehören zu einer vulnerablen Gruppe, sowohl was die wirtschaftliche Situation betrifft, weil sie noch im Elternhaus wohnen und wirtschaftlich abhängig sind, als auch was ihre psychosoziale Stellung betrifft, weil sie noch nicht erwachsen sind, weil sie sich noch in Entwicklung befinden. Sie stehen an der Schwelle zum Erwachsensein.

Es gibt in diesem Sinn einen guten Grund, dieser Altersgruppe auch eine spezielle Beachtung zu schenken, was die Verhütungsmittel betrifft. Verhütungsmittel sind in der Schweiz gar nicht so billig. Insbesondere für Teenager stellen sie eine wirtschaftliche Belastung dar und können mitunter ein Grund sein, zu spät oder unzuverlässig zu verhüten respektive aus wirtschaftlichen Gründen nicht die für sie selbst geeignete Wahl des Verhütungsmittels zu treffen. Nachbarländer wie zum Beispiel Frankreich bieten minderjährigen Frauen die Verhütungsmittel offenbar - das muss ich von meinem ehemaligen Fraktionskollegen übernehmen - gratis an. Die Schweiz könnte diesem Beispiel folgen und einer besonderen Altersgruppe, eben den minderjährigen Frauen, Verhütungsmittel subventioniert anbieten, sei es gratis oder zu einem sehr günstigen Preis.

Es ist zu vermuten, dass die Kosten dieser Massnahme durch ein Sinken der Kosten für ungewollte Schwangerschaften ausgeglichen werden. Ungewollte Schwangerschaften generieren nicht nur Kosten bei der Schwangerschaft selbst oder durch einen Schwangerschaftsabbruch, sondern auch Folgekosten bei der Bewältigung der Ereignisse im Verlauf des späteren Lebens.

Es gibt noch andere vulnerable Frauengruppen, die ähnlich betroffen sind. Das sind insbesondere Frauen in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen und Frauen, die noch nicht gut in der Schweiz integriert sind, die aus anderen Ländern und aus anderen Kulturen kommen. Am schlimmsten betroffen sind Frauen, die sich illegal in unserem Land aufhalten. Da wissen wir, dass ihre Gesundheit sehr leidet, insbesondere wenn es zu unerwünschten Schwangerschaften oder überhaupt zu Schwangerschaften kommt, und dass diese am stärksten mit Verhütungsmitteln und mit der entsprechenden Information unterversorgt sind und wenig Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen haben. Diese Motion beschränkt sich auf die vulnerable Gruppe der Teenager.

Ich bitte den Bundesrat, sich dieses Anliegen noch einmal zu Herzen zu nehmen.

Berset Alain · BR-M · Bundesrat · Freiburg

Evidemment, nous prenons ce sujet très au sérieux. Comme vous avez mentionné dans votre intervention le nombre d'interruptions de grossesse, nous devons souligner le fait qu'il a régulièrement baissé ces dernières années en Suisse, notamment chez les jeunes femmes de moins de vingt ans. Le taux est particulièrement bas en comparaison internationale; en Suisse, le taux est de quatre interruptions de grossesse pour mille femmes de cette classe d'âge en 2013, alors qu'il était environ à six pour mille en 2005. Il y a eu donc une diminution d'un tiers environ du nombre d'interruptions de grossesse pour cette classe d'âge. Je pense que c'est aussi lié au fait que, selon la loi fédérale sur les centres de consultation en matière de grossesse, toute personne qui vit en Suisse peut se faire conseiller gratuitement quant à la contraception. J'ajoute que, parmi les centres de conseils en santé sexuelle, certains disposent de fonds avec lesquels ils peuvent soutenir le financement de la contraception des femmes en situation précaire, en particulier celles issues de l'immigration et les jeunes.

Qu'en est-il des points concrets de la motion, à savoir la prise en charge des moyens de contraception par l'assurance-maladie et les possibilités d'y avoir accès de manière anonyme? Le Conseil fédéral a constamment rejeté l'idée d'une prise en charge par l'assurance-maladie parce que les moyens de contraception ne relèvent pas de l'assurance des soins et nous ne souhaitons pas l'ouvrir aux moyens de contraception, et parce qu'il y a d'autres manières de trouver un financement, comme je viens de le mentionner, dans les cas où cela est nécessaire. En ce qui concerne l'accès anonyme aux moyens de contraception, il ne peut pas être réalisé pour une raison assez simple. Ces moyens de contraception sont soumis à une prescription médicale et donc à une ordonnance; il y a naturellement aussi des raisons de suivi médical et de santé publique. Il n'est donc pas possible de prévoir une prescription médicale et de délivrer des moyens de contraception, qui sont soumis à ordonnance, de manière anonyme. Ce point de la motion ne peut donc pas être rempli non plus.

C'est par cette argumentation que le Conseil fédéral vous invite à rejeter la motion.

Abstimmung

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 58 Stimmen

Dagegen ... 121 Stimmen

(3 Enthaltungen)