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Geschäftsbericht des Bundesrates 2018
Seydoux-Christe Anne · Mit-F · Ständerat · Jura · CVP-Fraktion
Les Commissions de gestion du Conseil des Etats et du Conseil national ont traité le rapport de gestion 2018 du Conseil fédéral lors de leurs séances des 13, 14 et 20 mai 2019. Les entretiens ont été menés avec tous les chefs de département, de même qu'avec le chancelier de la Confédération. Ces derniers ont présenté aux commissions différents sujets librement déterminés, sur lesquels les membres des Commissions de gestion ont pu poser toutes les questions qui leur paraissaient utiles. Mes collègues reviendront à ce sujet dans leur propre rapport.
Dans un second temps, les chefs des départements et le chancelier de la Confédération ont développé deux thèmes transversaux qui leur avaient été soumis par les Commissions de gestion: d'une part, le traitement des requêtes de surveillance par les départements et la Chancellerie fédérale et, d'autre part, la situation relative aux soldes de vacances et d'heures des cadres supérieurs dans les départements et à la Chancellerie fédérale.
S'agissant des requêtes de surveillance, les Commissions de gestion souhaitaient en effet apprendre comment les départements et leurs secrétariats généraux, de même que la Chancellerie fédérale, les traitent, quelles ressources sont allouées à cette tâche et, surtout, comment l'indépendance de la surveillance est garantie. Il appartient en effet aux départements, en tant qu'organes de surveillance, de traiter les requêtes de surveillance qui leur sont adressées concernant les unités administratives.
En ce qui concerne les soldes de vacances et d'heures des cadres supérieurs de la Confédération, le Conseil fédéral a chargé le Département fédéral des finances, en 2016, de faire en sorte qu'ils fassent l'objet d'un rapport annuel. Dans le rapport portant sur l'année 2018, les cadres des classes salariales 34 à 38, les chefs de mission du Département fédéral des affaires étrangères et les officiers généraux du Département fédéral de la défense, de la protection de la population et des sports sont également pris en considération. Sur la base de ces rapports, les supérieurs hiérarchiques des personnes concernées doivent prendre les mesures visant à réduire les soldes en question, ceci pour éviter toute compensation financière coûteuse en cas de départ du collaborateur.
Les Commissions de gestion estiment que les chefs de département doivent aussi prendre leurs responsabilités dans ce domaine. Les chefs de département et le chancelier de la Confédération ont répondu de manière majoritairement satisfaisante aux questions posées par les Commissions de gestion. Des compléments d'information ont été demandés à un département et les réponses données devront encore être évaluées en détail. Ensuite, les Commissions de gestion décideront de la suite à donner à ces sujets, et s'il y a besoin d'agir ou non.
En plus de ces entretiens habituels, les Commissions de gestion ont demandé au Conseil fédéral de prévoir une séance commune dans le courant de l'été pour discuter de la gouvernance des entreprises proches de la Confédération. Cette problématique a en effet beaucoup occupé les Commissions de gestion, notamment dans le cadre des enquêtes liées à la cyberattaque contre RUAG, au cas de la présidente du conseil d'administration des CFF, ou au sujet des pratiques comptables illégales au sein de Car postal SA - je pense que mes collègues y reviendront également. En 2018, le Conseil fédéral a lui-même mandaté une enquête externe sur cette thématique, enquête dont le rapport sera traité par le Conseil fédéral dans le courant de l'été. L'entretien demandé par les Commissions de gestion devrait ainsi avoir lieu en août 2019.
Suite aux entretiens menés avec les représentantes et représentants du Conseil fédéral et de la Chancellerie fédérale, les Commissions de gestion de notre conseil et du Conseil national ont approuvé, à l'unanimité, l'arrêté fédéral approuvant le rapport de gestion 2018 du Conseil fédéral, lors de leur séance commune du 20 mai 2019. Je vous invite à en faire de même.
Müller Damian · Mit-M · Ständerat · Luzern · FDP-Liberale Fraktion
Ich spreche im Namen der Subkommission EDA/VBS zu folgenden vier Punkten: zur Umsetzung der Cyberdefence im VBS, zur Katastrophenhilfe durch die Armee im Ausland, zu Brexit und "Mind the gap" und natürlich auch zu den Ferien- und Zeitguthaben.
Ich beginne mit der Umsetzung der Cyberabwehr: Wir alle wissen, dass Hackerangriffe und Cyberattacken sehr ernstzunehmende Anliegen sind. Deshalb sind die Massnahmen des Bundes bezüglich der Abwehr solcher Netzangriffe von ausserordentlicher Bedeutung. Nach den Gesprächen mit der zuständigen Departementsvorsteherin können wir mit Genugtuung feststellen, dass sich der Bund der Dringlichkeit durchaus bewusst und auf dem richtigen Weg ist. Erfreulich ist insbesondere, dass die Departementschefin selber einen starken Fokus auf das Thema legt und somit klaren Führungswillen zeigt. Dass dies nötig ist, haben insbesondere der Cyberangriff auf die Ruag vor drei Jahren und der mutmassliche Abfluss von Daten gezeigt. Damals hat der Bund unverzüglich reagiert und einen Aktionsplan Cyberdefence angeordnet, der den Schutz der eigenen Infrastrukturen verstärken soll. Dieser Aktionsplan funktioniert; das zeigte sich, als vor zwei Jahren ein Teil der Informatikinfrastruktur der Armee angegriffen wurde. Dabei sei laut der VBS-Chefin auch klargeworden, dass noch vieles zu tun sei.
Das Thema Cybersicherheit ist eine sehr dynamische Angelegenheit mit rasanten Entwicklungen, was eine stete und konsequente Koordination mit den anderen Departementen erfordert. Diese Koordination garantiert das Generalsekretariat VBS, das alle drei Monate die zuständigen Ämter zu einer Sitzung empfängt. Sehr zur Zufriedenheit unserer Kommission hat Bundesrätin Amherd klargemacht, dass sich auch das VBS selber in der Pflicht sieht und deshalb die Rollen und Aufgaben überprüft hat.
In der Konsequenz konnten so departementsinterne Stellen verschoben und die nötigen Kapazitäten im Generalsekretariat geschaffen werden. Seit Anfang dieses Jahres wird schliesslich das Projekt Cyberdefence-Campus umgesetzt, das in Zusammenarbeit mit Hochschulen, Industrie und Betreibern vier Ziele verfolgt:
1. die Schaffung einer sogenannten Antizipationsplattform, um technologische Veränderungen frühzeitig zu erkennen;
2. den Aufbau eines technologischen Kompetenznetzwerks;
3. die Erhöhung der Interoperabilität unter den Partnern;
4. das Management der nötigen Talente.
Zur Umsetzung werden an den Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Zürich und Lausanne zwei weitere Labors etabliert.
Positiv zu erwähnen ist schliesslich, dass der Cyberausschuss des Bundesrates seine Arbeit aufgenommen hat. Den Lead in diesem Ausschuss hat das Finanzdepartement. Zum Ausschuss gehören neben dem EFD, dem VBS und dem EJPD auch die Kantone, mit der Person des Präsidenten der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren. Der Ausschuss hat beschlossen, sein Funktionieren in eineinhalb Jahren einer Evaluation zu unterziehen.
Zum zweiten Punkt, der Katastrophenhilfe durch unsere Armee im Ausland: Hinsichtlich dieser Thematik stehen zwei Fragen im Vordergrund, nämlich einerseits die Frage nach der Sicherheit und andererseits die Frage nach der Bewaffnung. Die Antworten, die wir von der Chefin des VBS erhalten haben, sind durchaus zufriedenstellend. So beurteilt sie die Zusammenarbeit mit dem EDA, also die Teilung der Aufgaben in zivile und militärische Friedensförderung, als sehr gut. Bekanntlich kann die Schweiz nur bewaffnete Armeeangehörige ins Ausland schicken, wenn ein Mandat der Uno vorliegt. Dies ist derzeit nur für Kosovo der Fall. Wie bei allen Auslandeinsätzen ist die Schweizer Delegation in grössere Verbände eingebunden, und dennoch, hiess es, sei man sich eines gewissen Restrisikos bewusst. Wenn etwas passieren sollte, würden unsere Leute unverzüglich evakuiert.
Gestatten Sie mir, zum dritten Punkt zu kommen und damit vom VBS ins EDA zu wechseln. Ein zentrales Thema, mit dem sich unsere Aussenpolitik in den letzten Monaten zu beschäftigen hatte, war die Frage: Wie weiter mit dem Vereinigten Königreich? Oder anders gesagt: Wie weiter nach dem Brexit? Grossbritannien gehört schliesslich zu unseren wichtigsten Handelspartnern. Es belegt bezüglich unserer Exporte Platz 6 und Platz 8, was die Importe angeht. Um handelsmässig einen geordneten Übergang zu gewährleisten, also um einen sogenannten Gap zu vermeiden, ist das EDA schon frühzeitig aktiv geworden, sodass man heute sagen kann: "We minded the gap."
Mit insgesamt fünf Abkommen, die alle 2018 verhandelt wurden und heute unterzeichnet sind, sollte ein geordneter Übergang garantiert sein. Namentlich sind dies ein Handelsabkommen, ein Migrationsabkommen, ein Strassenverkehrsabkommen, ein Luftverkehrsabkommen und ein Versicherungsabkommen. Das alles schafft Klarheit im Fall, dass es zu einem geordneten Brexit kommt - Klarheit, die nicht nur für unsere Wirtschaft wichtig ist, sondern für unsere gesamte Bevölkerung. Für ein No-Deal-Szenario genehmigte der Bundesrat noch im letzten April ein Auffangabkommen bezüglich Zugang zum Arbeitsmarkt.
Wir können hier also mit grosser Zufriedenheit feststellen: In Sachen Brexit, wie auch immer er aussieht und wann auch immer er Tatsache wird, ist die Schweiz gerüstet. Sie kann dank der tatkräftigen Führung unseres Aussenministers der Zukunft zumindest in dieser Hinsicht gelassen entgegenblicken.
Ich komme schliesslich zum letzten meiner vier Punkte, zur Frage der Ferien- und Zeitguthaben, die bekanntlich sowohl das VBS wie auch das EDA betreffen, allerdings in unterschiedlichem Ausmass. Wegen des Gebots der Vertraulichkeit verzichte ich auf die Nennung genauer Zahlen. Ich kann aber immerhin so viel sagen, auch, weil die Medien bekanntlich ausführlich berichtet haben: Die Ferienguthaben im VBS sind deutlich kleiner als jene im EDA. Das liegt unter anderem daran, dass insbesondere die Missionschefs kleinerer Vertretungen nur wenige Möglichkeiten haben, sich vertreten zu lassen, und sich ihre Ferienguthaben so anhäufen.
Sowohl die Vorsteherin des VBS wie auch der Vorsteher des EDA haben gehandelt, bevor unsere Kommission das Thema auf die Traktandenliste gesetzt hat. Beide haben Massnahmen angeordnet, die jetzt in Umsetzung sind. Vor allem haben beide Departementschefs die Zügel in die Hand genommen. Sie haben die Direktverantwortlichen angewiesen, konkrete Abbaupläne an die Hand zu nehmen. Beim EDA, wo die Ferienguthaben wie erwähnt deutlich höher liegen als beim VBS, muss das Abbauplan-Szenario zwingender Bestandteil des "Management by Objectives"-Prozesses, also der Führung durch Zielvereinbarungen, sein. Bis Ende 2020 sollen die Feriensaldi der Topkader bis auf höchstens 30 Tage abgebaut werden.
Auch bezüglich der Verbuchung von Arbeitszeit während ferienbedingter Heimaturlaube hat der Departementschef des EDA seine Diplomaten per Brief angehalten, möglichst wirtschaftlich zu sein. Das sei, so Bundesrat Cassis, schon verstanden worden. Ob es auch wirke, könne er abschliessend aber erst in zwei Jahren sagen. Offensichtlich scheint da noch ein bisschen das Prinzip Hoffnung mitzuschwingen; aber bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt.
Eder Joachim · Mit-M · Ständerat · Zug · FDP-Liberale Fraktion
Ich äussere mich namens der Kommission zu den drei Bereichen ETH, Kriegsmaterialexporte und Cyberrisiken, bezogen auf den Finanzplatz unseres Landes.
Zum ETH-Bereich: Er umfasst neben der ETH Zürich und der EPF Lausanne auch die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), das Paul-Scherrer-Institut, die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft und die Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag).
Grundsätzlich ist der ETH-Bereich gut auf Kurs. Er verzeichnet weiterhin ein starkes Wachstum bei der Anzahl der Studierenden und Doktorierenden sowie grosse Erfolge seiner Forschenden. Der Bericht des Bundesrates über die Erreichung der strategischen Ziele für den ETH-Bereich im Geschäftsjahr 2018 hält fest, dass neun Ziele erreicht und einzig das personal- und vorsorgepolitische Ziel nur teilweise erreicht wurde. Dieses Ziel 10 betrifft die Arbeitsbedingungen, die Chancengleichheit und den wissenschaftlichen Nachwuchs und verlangt: "Der ETH-Bereich ist ein attraktiver und verantwortungsbewusster Arbeitgeber."
In diesem Zusammenhang ist ein Wort zum Thema Frauenanteil nötig. Dieser blieb bezüglich des Gesamtpersonals zwar konstant, ist aber noch nicht auf dem gewünschten Level. In den Schulleitungen der beiden ETH und in den Direktionen der Forschungsanstalten sind die Frauen klar untervertreten. Neben der Direktorin der Eawag und der Rektorin der ETH Zürich gehören zwei weitere Frauen den Direktionen der Eawag und der Empa sowie eine der Schulleitung der EPFL an. Unter den 41 Personen auf der höchsten Führungsstufe der sechs Institutionen finden sich damit also lediglich 7 Frauen. Sie können sich vorstellen, dass dies bei uns ein Thema war, für das wir die Verantwortlichen einmal mehr zu sensibilisieren versuchten.
Noch ein Wort zu den Erträgen, zu denen wir die Zahlen der letzten zehn Jahre, also den Zeitraum zwischen 2008 und 2018, verglichen haben: Hauptquellen sind Innosuisse, ehemals Kommission für Technologie und Innovation, der Schweizerische Nationalfonds, Drittmittel sowie die Trägerfinanzierung. Letztere wuchs in diesem Zeitraum um 30 Prozent, die Drittmittel wuchsen um 50 Prozent und die Erträge von Innosuisse und Nationalfonds sogar um mehr als 100 Prozent. Diese stark wachsenden Erträge sind nötig, um den Anforderungen gerecht werden zu können.
Bezüglich Personal sind die Mängel in der Führung erkannt, und sie wurden angegangen. Der Wandel ist notwendig, aber ein längerfristiger Prozess. Sowohl der ETH-Ratspräsident als auch der Direktor der ETH Zürich wollen auch hier höchste Standards erreichen.
Damit komme ich abschliessend noch zum sogenannten Mobbingfall an der ETH Zürich, für den wir an der institutionalisierten Jahressitzung der beiden Subkommissionen vom 30. April 2019 recht viel Zeit investierten. Wie Ihnen bekannt ist, beschäftigt sich unsere Subkommission bereits seit 2017 intensiv mit dieser Angelegenheit. Der ETH-Rat sagte klar und unmissverständlich, dass Mobbing, sexuelle Belästigung und wissenschaftliches Fehlverhalten nicht toleriert würden.
Zum Mobbingfall läuft das Verfahren. Die Anhörungen wurden durchgeführt, und der ETH-Rat entscheidet darüber an einer seiner nächsten Sitzungen. Gegen den Entscheid des ETH-Rates steht der Rechtsweg offen, also die Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Zu den in der Öffentlichkeit geäusserten Vorwürfen von Frau Professorin Keller wurde eine unabhängige Untersuchung eingeleitet, und die Eidgenössische Finanzkontrolle führt dazu ebenfalls Abklärungen durch.
Die beiden Subkommissionen hielten ohne anderweitige Meinungsäusserung fest, dass es aus Sicht der parlamentarischen Oberaufsicht diesbezüglich keinen Handlungsbedarf gebe. Die Plenarkommission schloss sich dieser Beurteilung an. Die direkte Beaufsichtigung des ETH-Bereichs obliegt dem ETH-Rat, die Oberaufsicht dem Bundesrat. Der zuständige Bundesrat Parmelin ist sich der Situation ebenfalls bewusst. Bezüglich der parlamentarischen Oberaufsicht haben unsere Ausführungen in Kapitel 3.5.7 des GPK-Jahresberichtes 2018, ich verweise auf die Seiten 2775 und 2776, nach wie vor Gültigkeit.
Ich komme damit zum zweiten Thema, Kriegsmaterialexporte: Dieses Thema löst jedes Jahr - das haben wir ja hier im Plenum im Zusammenhang mit den entsprechenden politischen Vorstössen auch schon erlebt - Diskussionen aus. Im Jahr 2018 exportierten Schweizer Unternehmen gestützt auf Bewilligungen des Seco Kriegsmaterial im Wert von 509,9 Millionen Franken in 64 Länder. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Zunahme um 14 Prozent und einem Anteil von 0,17 Prozent an der gesamten Warenausfuhr der Schweizer Wirtschaft.
Wir konnten in einem als geheim klassifizierten Dokument in sämtliche Ausfuhren detailliert Einsicht nehmen. Grössere Geschäfte in der Berichtsperiode waren die Ausfuhr von gepanzerten Radfahrzeugen nach Dänemark, 59 Millionen Franken, die Lieferung von gepanzerten Radfahrzeugen nach Rumänien, 22,5 Millionen, sowie Exporte der Schweizer Armee im Zusammenhang mit der Liquidation von Panzern in Deutschland, 9 Millionen, und Sidewinder-Raketen in den Vereinigten Staaten von Amerika, 8 Millionen. Aufgeteilt nach Kontinenten machten die Exporte nach Europa 75,6 Prozent aller Ausfuhren aus, nach Amerika 12,5 Prozent, nach Asien 11,6 Prozent, nach Afrika 0,2 Prozent und nach Australien 0,1 Prozent.
Die fünf Hauptabnehmerländer waren Deutschland, wohin Lieferungen im Wert von 118 Millionen Franken erfolgten, gefolgt von Dänemark mit 73,5 Millionen Franken, den USA mit 51,9 Millionen Franken, Rumänien mit 22,5 Millionen Franken und Italien mit 19,6 Millionen Franken. Ich habe dies bewusst ein bisschen ausführlich dargestellt, weil das ja in unserem Rat immer ein Thema ist und weil man manchmal das Gefühl hat, die Schweiz exportiere Waffen in Schurkenstaaten. Sie haben dank der Nennung der Länder gemerkt, dass das keineswegs der Fall ist.
Wichtig ist auch noch, dass die Schweiz im sogenannten Transparenzbarometer der grössten Kleinwaffen exportierenden Länder im Berichtsjahr 2018 bezüglich Transparenz an erster Stelle steht, und zwar vor den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, Italien, Serbien und Deutschland. Bundesrat Parmelin bestätigte uns zudem, dass die Empfehlungen der Eidgenössischen Finanzkontrolle vom Seco alle angenommen wurden.
Wir nahmen uns abschliessend des Instruments der Post Shipment Verification an - das sind Kriegsmaterial-Ausfuhrkontrollen im Ausland. Anhand von Beispielen wurde dargelegt, dass dieses Instrument sehr gut funktioniere, was die Eidgenössische Finanzkontrolle in einem Bericht bestätigte. In einzelnen Fällen wurden, gestützt auf solche Verifikationen, auch Massnahmen getroffen, etwa in Südafrika oder in Libanon. Das sind auch jene zwei Länder, in denen bei den 2018 durchgeführten Post Shipment Verifications nicht alles gelieferte Material auffindbar war. Im Gegensatz dazu konnten die Schweizer Beamten in Pakistan, Litauen, Kasachstan, Katar und Indonesien sämtliches Material überprüfen.
Thematisiert wurde weiter der Fund einer Schweizer Handgranate sowie der angebliche Einsatz von Schweizer Sturmgewehren in Jemen. Die Subkommission besprach Umgehungsmöglichkeiten, vor allem durch die im Ausland ansässigen Tochterfirmen der Ruag. Der Bundesrat versicherte uns, dass die strategischen Ziele klare Vorgaben enthalten, wonach sich auch Tochterfirmen an die Grundlagen zu halten haben, wie sie in der Schweiz gelten.
Alle vier Jahre nimmt sich unsere Kommission auch der Schweizerischen Exportrisikoversicherung (Serv) an. Die Serv weist eine erfreuliche Erfolgsbilanz, eine grosse Kundenzufriedenheit, ein gutes Marktergebnis sowie ein positives Ergebnis aus der Prüfung der Eidgenössischen Finanzkontrolle von 2016 aus. Zudem erhielt sie zwischen 2015 und 2018 vier internationale Auszeichnungen.
Es gab schwierige Finanzierungen kleiner Exportgeschäfte. Die Banken suchen den Risiko- und Kostentransfer zur Exportrisikoversicherung, behalten aber ihrerseits die Margen. Zudem besteht eine finanzielle Abhängigkeit von grossen Geschäften. 80 Prozent der Prämieneinnahmen stammen von fünf Grossexporteuren. Die strategischen Stossrichtungen gehen dahin, dass man weiter standardisieren und automatisieren will. Die weggebrochenen Kapitalerträge sind ebenfalls ein wichtiges Thema.
Wir orteten bei der Serv keinen Handlungsbedarf. Wir sind überzeugt, dass sie autonom und gut handelt, aussenpolitische Grundsätze respektiert, gegenüber dem Seco transparent ist und auch ein gutes Verhältnis zu den NGO hat.
Damit komme ich zum dritten und letzten Punkt, zu den Cyberrisiken. Nachdem Kollege Damian Müller bereits einige wichtige Ausführungen zum Thema Cyberdefence gemacht hat und betont hat, was im Zuständigkeitsbereich des VBS alles angegangen wurde und gegenwärtig läuft, konzentriere ich mich namens unserer Kommission auf die Cyberrisiken, vor allem auf allfällige operationelle Risiken für den Finanzplatz Schweiz. Diese waren im Gespräch mit den Finma-Verantwortlichen ein Schwerpunkt. Nebst dem Dauerbrenner Geldwäschereirisiko sind neu auch die Cyberrisiken sehr ernst zu nehmen, da der Finanzplatz Schweiz offenbar - das liessen wir uns sagen - ein attraktives Ziel für Angriffe ist. Die Finma-Verantwortlichen stellten fest, dass sich die Banken dieser Gefahr bewusst sind und dass ihre Angestellten ein sehr hohes Sensibilisierungsniveau aufweisen.
Beim Bund geschehe die Umsetzung allerdings zu langsam, denn der Föderalismus interessiere die potenziellen Angreifer nicht: Mit dieser Einschätzung konfrontierten wir Bundespräsident Maurer, der ja auch Finanzminister ist und im Bundesrat den Lead in der gesamten Cyberthematik hat. Er widersprach bezüglich Tempo - ich drücke das jetzt mal vorsichtig aus - nicht allzu stark, zeigte aber auf, dass beim Bund in den letzten Monaten doch einiges in die Wege geleitet worden ist, was ich namens der GPK bestätigen kann. Das war dann für unsere Kommission das Entscheidende.
Die Zuständigkeiten sind klar geregelt. Der Cyberausschuss aus den drei Departementen EFD, EJPD und VBS ist konstituiert. Es scheint auch, dass das interdepartementale Kompetenzgerangel erledigt ist, was ich als erfreulich bezeichne. Beim Bund hat das EFD den Hauptlead und die Verantwortung für die Koordination, das VBS für die Cyberdefence und das EJPD für die Cyberkriminalität. Zudem ist man daran, das vom Parlament geforderte Kompetenzzentrum für Cybersicherheit aufzubauen. Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Tagen auch der Name des oder der Delegierten für Cyberfragen bekanntgegeben wird. Positiv ist aus Sicht der GPK zudem, dass man mit den Kantonen, der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Trägern kritischer Infrastrukturen eng und intensiv zusammenarbeitet. Das ist für den Erfolg im Cyberbereich unabdingbar.
Zurück zum Finanzplatz Schweiz und zur möglichen operationellen Cybergefahr: Das grösste Risiko liegt beim Zahlungsverkehr der Banken. Sie können sich vorstellen, was es bedeutet, wenn dieser einige Tage oder gar eine ganze Woche ausfällt. Beruhigend ist, dass man sowohl beim EFD als auch bei der Finma diese potenzielle Gefahr ernst nimmt und die notwendigen Aktivitäten und Gegenmassnahmen in die Wege geleitet hat, und zwar gemeinsam und koordiniert.
Das war der Bericht unserer Kommission über die beiden Departemente EFD und WBF.
Hêche Claude · Mit-M · Ständerat · Jura · Sozialdemokratische Fraktion
En tant que président de la sous-commission DFI/DETEC de la Commission de gestion, mon rapport portera sur deux objets: la Poste, et plus spécifiquement sa filiale Car postal SA, ainsi que les mesures visant à freiner la hausse des coûts dans l'assurance obligatoire des soins.
S'agissant de Car postal, je dois tout d'abord préciser que ce sont les Commissions de gestion qui ont demandé l'année dernière au Conseil fédéral d'ajouter un chapitre sur l'affaire concernant cette entreprise dans son rapport de gestion 2018. La manière de traiter cette affaire, les mesures prises ainsi que les enseignements qui en ont été tirés en ce qui concerne la gouvernance des entreprises liées à la Confédération devaient être mis en avant. Vous trouverez le chapitre demandé aux pages 161 à 163 du rapport de gestion du Conseil fédéral 2018.
Quelques éléments ressortent de ce rapport dans lequel on lit, à la page 163, que "le Conseil fédéral a décidé le 8 juin 2018 de soumettre la gouvernance des entreprises liées à la Confédération à un examen externe", et également que "les résultats de l'expertise ainsi que les propositions éventuelles d'adaptation de la 'corporate governance' doivent être soumis au Conseil fédéral d'ici l'été 2019". Comme je vous l'avais indiqué lors de la discussion sur le postulat Abate 18.4274, "Stratégie du propriétaire pour les entités de la Confédération devenues autonomes", une discussion entre le Conseil fédéral et les Commissions de gestion est prévue.
Le rapport nous apprend aussi ceci: "En été 2018, le DETEC a décidé de confier à une entreprise externe l'audit des examens du trafic régional de voyageurs sous l'angle du droit des subventions, effectués par l'OFT." Ainsi, fin mars 2019, le secrétariat général du DETEC et les représentants de l'Office fédéral des transports ont été auditionnés par la Commission de gestion. Ils ont présenté les premiers résultats des audits relatifs à la surveillance de l'Office fédéral des transports sur les compagnies de transport subventionnées. Sur la base de ces examens, une réforme a été proposée. Celle-ci consiste en une réorganisation du système de surveillance. Début mai, le Conseil fédéral a accepté d'allouer quelques postes supplémentaires à l'Office fédéral des transports à cet effet.
En février 2019, la Commission de gestion a procédé à l'audition des représentants de l'Autorité fédérale de surveillance en matière de révision. Celle-ci mené des contrôles ad hoc qui ont mis en lumière plusieurs lacunes, graves pour certaines, concernant notamment les opérations de révision de KPMG en lien avec la comptabilisation des subventions, l'analyse d'éventuelles infractions à la loi et l'évaluation des travaux de la révision interne de la Poste suisse.
L'Autorité fédérale de surveillance en matière de révision a ouvert deux procédures pour établir si, par-delà la présomption d'innocence, les deux personnes visées présentaient encore les garanties requises pour une activité de révision irréprochable.
Fin mars, le Contrôle fédéral des finances a été auditionné par notre commission. Le rapport du Contrôle fédéral des finances relatif à la gestion des risques de la Poste fait entre autres ressortir des manquements en ce qui concerne le suivi de la situation de Car postal France.
Les Commissions de gestion ont abordé l'affaire Car postal SA et ses conséquences pour la Poste, notamment en termes financiers, lors de la séance du 15 avril 2019 relative à l'atteinte des objectifs stratégiques de l'entreprise. Les remboursements légitimes ont été effectués et ont eu naturellement une influence sur l'exercice financier 2018.
La rédaction du rapport relatif à Car postal a débuté. Il présentera les faits portés à la connaissance de la Commission de gestion ainsi que l'appréciation du point de vue de la haute surveillance parlementaire. La commission examinera notamment quels enseignements peuvent être tirés de cette affaire en ce qui concerne la conduite, par le Conseil fédéral et l'administration fédérale, de la Poste et des autres entreprises proches de la Confédération. Le rapport sera publié avant la fin de cette législature.
Comme l'a indiqué la présidente de notre commission, les Commissions de gestion procéderont à un échange avec le Conseil fédéral concernant les résultats de l'expertise qu'il a mandatée au sujet de la gouvernance des entreprises proches de la Confédération. Initialement, il était prévu que cet échange ait lieu fin juin. Or il s'avère que le Conseil fédéral n'aura pas encore pris de décision à cette date. L'entretien a donc été repoussé au mois d'août de cette année. Cet échange sera également pris en compte dans le rapport sur Car postal SA.
Enfin, rappelons encore que la Poste suisse pourrait vendre Car postal France. Elle a indiqué fin mai dernier, par voie de communiqué de presse, que les négociations engagées avec Keolis SA, une filiale de SCNF, étaient bien engagées.
Je vais maintenant aborder le deuxième point de mon rapport, qui concerne les mesures visant à freiner la hausse des coûts dans l'assurance obligatoire des soins. Les Commissions de gestion se sont entretenues le 14 mai dernier avec Monsieur le conseiller fédéral Alain Berset. Celui-ci a rappelé que 2018 avait été une année importante pour la stabilisation des coûts de la santé, pour l'amélioration de la qualité des soins, ainsi que pour la transparence dans le système de santé suisse. Plusieurs mesures ont été prises pour mieux maîtriser les coûts. Le Conseil fédéral a notamment chargé le Département fédéral de l'intérieur de mettre des mesures en consultation. En voici quelques exemples:
un article sur les projets pilotes permettant des projets innovants axés sur la réduction des coûts en dehors de la loi fédérale sur l'assurance-maladie;
le système du prix de référence applicable aux médicaments dont le brevet a expiré;
l'organisation tarifaire nationale, considérant que les partenaires tarifaires n'ont pas réussi à se mettre d'accord sur une révision, ces dernières années.
Ce premier paquet fera l'objet d'un message au Parlement cette année encore, et un deuxième paquet de mesures sera mis en consultation cet automne. Selon Monsieur le conseiller fédéral Berset, ces mesures permettent de constater que, pour 2018, l'évolution des coûts est réjouissante; elle était l'une des plus faibles de ces dernières années.
S'agissant de l'admission des médicaments dans la liste des spécialités et du réexamen de leur inscription dans la liste, je tiens à souligner que la Commission de gestion du Conseil des Etats suit ce dossier depuis quelques années et qu'elle a publié, en 2014, un rapport contenant huit recommandations et trois postulats, à l'intention du Conseil fédéral. Lors de notre séance de janvier dernier, nous avons décidé d'ouvrir un contrôle de suivi.
Je relève deux points importants réalisés ou en cours de réalisation. Premièrement, malgré l'augmentation des ressources en personnel vers 2014, les retards persistaient encore en 2017 dans le réexamen triennal des médicaments. Aussi avons-nous demandé, en février dernier, au Conseil fédéral quelles mesures il envisageait de prendre face à cette situation. Deuxièmement, en 2018, l'Office fédéral de la santé publique a procédé à des mesures de priorisation afin de mener le réexamen triennal à bien. Nous avons également interpellé le Conseil fédéral en lui demandant quelles économies avaient été atteintes. Le Conseil fédéral vient de répondre à nos différentes questions, qui touchent également les coûts de la santé. Notre commission va donc évaluer les réponses et établir un rapport afin de faire part de son appréciation avant la fin de cette année.
Avant de conclure, je tiens à remercier particulièrement mes collègues, membres de la sous-commission DFI/DETEC, avec un merci appuyé et mérité à notre secrétaire et à l'ensemble du personnel du secrétariat.
Föhn Peter · Mit-M · Ständerat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Ich spreche über die Bundeskanzlei und dann auch über das EJPD.
Bei der Bundeskanzlei kann ich vielleicht ganz kurz sagen: Wir haben vor allem zwei Themen angesprochen, das ist einerseits das Vote électronique und andererseits die Modernisierung des Informatiksystems des Kompetenzzentrums amtliche Veröffentlichungen.
Beim Vote électronique mache ich es sehr kurz. Wir hatten ja verschiedene Anbieter. Genf hat sich jetzt endgültig zurückgezogen - auf das Jahr 2020 - und bietet sein System nicht mehr an. Demzufolge ist die Post heute alleinige Anbieterin eines Systems. Da ist natürlich dann die Frage, was der Bundesrat daraus macht oder was dann zugänglich gemacht wird. Wir werden diesen Themen natürlich weiterhin Beachtung schenken.
Ich komme zum Hauptthema, den öffentlichen Beschaffungen im Informatikbereich, das heisst zu derjenigen für das Kompetenzzentrum amtliche Veröffentlichungen. Wir müssen vielleicht zuerst darlegen, was das ist. Wir haben hier Probleme bei der Informatikbeschaffung. Das Kompetenzzentrum amtliche Veröffentlichungen ist zuständig für die Veröffentlichung der Amtlichen Sammlung, also der Erlasse des Bundes, des Bundesblattes sowie der Systematischen Rechtssammlung. Auch die Website der Bundesverwaltung beinhaltet diese Veröffentlichungen, und das sollte eigentlich funktionieren respektive sehr gut funktionieren. Aber wir haben ein Problem, und zwar ein Riesenproblem: Man wollte das System erneuern, man muss es anpassen und erneuern, und man hat es einer Firma in Griechenland vergeben müssen - ich betone: müssen. Das sind natürlich die Vorschriften bei internationalen Ausschreibungen. Momentan hat man mit dieser Firma riesige Probleme: zeitliche Probleme, aber auch fachliche Probleme. Beim Werkvertrag wäre alles in Ordnung gewesen, aber bei der Bearbeitung hat man jetzt Qualitätsprobleme. Kontrollen mussten vorgenommen werden, ebenso brauchte es mehrere Reisen nach Griechenland. Es kostet mehr. Die Verlängerung muss jetzt auch beantragt werden bzw. ist schon vorgesehen. All dies ist mit erheblichen Mehrkosten verbunden.
Es wird nun natürlich postuliert, dass wir das Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen dahingehend anpassen, dass solche Vergaben nicht mehr durchgeführt werden müssen. Wir werden das so beachten. Aber momentan werden zu dieser Situation Alternativpläne ausgearbeitet. Man ist daran, jetzt das Beste daraus zu machen. Wir werden das in unserer Subkommission weiterverfolgen und beobachten.
Ich komme zum EJPD. Bei diesem haben wir die Herausforderung im Flüchtlingsbereich angesprochen und auch im Auge behalten. Wir wissen vom beschleunigten Asylverfahren, von der Integrationsagenda usw., was positiv umgesetzt wurde. Wir haben ja die Pauschale für Integration von 6000 auf 18 000 Franken erhöht: Davon erhoffen wir uns natürlich schon, dass die Integration dann wesentlich besser verläuft. Was auch immer wieder diskutiert wird, sind die Schwankungsreserven, die bei Gebäuden, Einrichtungen usw. gehalten werden. Aber man hat heute eine Notfallplanung zwischen Bund und Kantonen, wie uns dargelegt wurde. Man weiss, dass momentan Schlepper aufrüsten, Schiffe kaufen usw. In absehbarer Zeit könnten natürlich wesentlich mehr Leute kommen.
Ich komme zum Hauptthema des EJPD, zur Terrorismusbekämpfung. Das Jahresziel Nummer 15 des Bundesrates lautet wie folgt: "Die Schweiz beugt Gewalt, Kriminalität und Terrorismus vor und bekämpft sie wirksam." Der Bundesrat hat mit drei Botschaften - das haben wir hier behandelt - natürlich auch etwas zur Verhütung unternommen:
1. das Übereinkommen des Europarates zur Verhütung des Terrorismus und die Verstärkung des strafrechtlichen Instrumentariums gegen Terrorismus und organisierte Kriminalität;
2. das Protokoll zum Überstellungsübereinkommen des Europarates;
3. die Umsetzung der EU-Waffenrichtlinie.
Der Nachrichtendienst stuft die terroristische Bedrohung in Europa und auch in der Schweiz heute noch als erhöht ein. Oberstes Ziel muss sein, dass die Sicherheit der Schweiz gewährleistet ist. Wir sind aber zuversichtlich. Die Bundesämter und die zuständigen Departemente - VBS, EDA und EJPD - erarbeiten Handlungsanweisungen für die Behörden. Es darf auch darauf hingewiesen werden, dass die Zusammenarbeit mit den Kantonen sehr gut funktioniert. Es wurde auch ein Nationaler Aktionsplan zur Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus verabschiedet. Es wurden auch verschiedene Projekte aufseiten der Kantone unterstützt. Wir haben hier ja auch entsprechende Projekte verabschiedet.
Das Sicherheitsrisiko ist aber nach wie vor da. Dabei vergisst man immer wieder, dass dies eine grosse Belastung für die Kantone bedeutet. Man will jetzt natürlich dem neuen Bundesgesetz über polizeiliche Massnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus auch präventiv vorgreifen und den Kantonen ein entsprechendes Instrument zur Verfügung stellen. Ich glaube, gerade dieses Gesetz trägt der Situation der Kantone Rechnung und übergibt ihnen die entsprechenden Mittel. Sie brauchen diese auch, um die terroristischen Gefährdungen angehen zu können.
Im Grossen und Ganzen können wir sagen, dass in diesen Ämtern und den Departementen sehr gut gearbeitet wird. Ich danke der Bundeskanzlei, dem EJPD und natürlich auch den Ämtern für ihre Arbeit.
Maurer Ueli · BPR-M · Bundesrat · Zürich
Ich gehe gerne auf diesen Geschäftsbericht aus Sicht des Bundesrates ein, entlang der Leitlinien und der Ziele, die wir uns entsprechend gesetzt haben. Die Leitlinie 1 heisst: "Die Schweiz sichert ihren Wohlstand nachhaltig"; die Leitlinie 2 lautet: "Die Schweiz fördert den nationalen Zusammenhalt und leistet einen Beitrag zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit"; die Leitlinie 3 heisst: "Die Schweiz sorgt für Sicherheit und agiert als verlässliche Partnerin in der Welt." Wenn ich jeweils die Schwerpunkte des Jahres 2018 etwas aufgreife, dann habe ich manchmal ein gemischtes Gefühl. Im Verlauf des Jahres denke ich: Nichts geht vorwärts, wir sind im Hamsterrad. Wenn ich dann den Geschäftsbericht anschaue, dann sehe ich, dass wir doch einiges erreicht haben. Vielleicht könnte man das passende Motto dem Berner Volksmund entnehmen, der sagt: "Nume nid gsprängt, aber gäng e chli hü!" Ich glaube, das ist durchaus die Tätigkeitsweise, die wir zusammen im Rahmen unserer Arbeiten praktizieren.
Zur Leitlinie 1, "Die Schweiz sichert ihren Wohlstand nachhaltig": Wir haben auf staatspolitischer Ebene ein Paket von strukturellen Reformen in der Bundesverwaltung verabschiedet. Das wird uns auch in den nächsten Jahren noch entsprechend beschäftigen. Weiter haben wir eine Vorlage zum Finanzausgleich vorgeschlagen. Sie kommt diese Session in die Schlussabstimmung. Es ist eine wichtige Vorlage in Zusammenarbeit mit den Kantonen, die entsprechende Vorlagen erfolgreich verabschiedet haben.
Im Bereich der Informatik sind wir daran, die Grundlagen für die Ablösung der Software in der ganzen Informatik zu erarbeiten. Das Projekt kommt dann Ende Jahr zu Ihnen in der Botschaft zu Superb 23. Es ist ein Projekt im Umfang von beinahe 1 Milliarde Franken, mit dem die Informatik auf den neusten Stand gebracht wird. Es ist ein Geschäft, das uns dann in den nächsten Jahren beschäftigen wird.
In der Steuerpolitik haben wir die Steuervorlage 17 verabschiedet. Sie haben diese dann zur Vorlage zur Steuerreform und AHV-Finanzierung erweitert, also gleichzeitig die Finanzierung der AHV eingepackt. Die Vorlage wurde im Mai 2019 durch das Volk angenommen. Ich denke, damit haben wir wieder Sicherheit geschaffen und eine attraktive Besteuerung der Unternehmen in Zusammenarbeit mit den Kantonen und den Gemeinden geschaffen. Diese Vorlage ist auch wichtig für das, was auf uns zukommt. Sie haben gehört, dass man im Rahmen der OECD nun von einer Änderung der Besteuerung auf internationaler Ebene spricht, von einer Steuerharmonisierung, von internationalen Mindeststeuersätzen und von der Besteuerung des Konsums. Das wird uns dann in den nächsten Jahren hier massiv beschäftigen. Die Steuerpolitik geht hier also weiter.
In der Agrarpolitik haben wir die Vorlage Agrarpolitik 2022 plus in die Vernehmlassung geschickt. Die definitive Botschaft sollten wir Ihnen in den nächsten Wochen zustellen können. Hier gehen wir vom Grundsatz aus: mehr Verantwortung, Vertrauen und entsprechende Vereinfachungen in der Agrarpolitik.
Im Rahmen der Digitalisierung hat der Bundesrat 2018 den Bericht zur Förderung der Digitalisierung in der Regulierung verabschiedet. Auch hier haben wir erste Schritte gemacht. Die Digitalisierung wird uns aber im Rahmen der Verwaltungstätigkeit weiter beschäftigen, insbesondere auch in der Zusammenarbeit mit den Kantonen. Im Zusammenhang mit E-Government möchten wir diesen Bereich weiter ausbauen. Die Arbeiten sind letztes Jahr angelaufen und werden dieses Jahr weitergeführt.
Den Bereich Cybersicherheit haben Sie zweimal angesprochen. Hier hat der Bundesrat, wie Sie das gesagt haben, ein Konzept verabschiedet, mit dem ein Sicherheitsausschuss des Bundesrates geschaffen wurde, bestehend aus dem EJPD, Bereich Strafverfolgung, dem VBS, Bereich Defence auf Stufe der Armee, und dem EFD, meinem Departement, Bereich Kriminalität. Der Bundesrat wird morgen den gewählten Cyberdelegierten für diese Fragen offiziell bekanntgeben. Damit können wir das Cyberzentrum in unserem Departement weiter ausbauen, wir haben auch entsprechend Stellen bewilligt. Wir gehen hier im Gleichschritt mit den Kantonen vorwärts. Allerdings wird es einige Zeit beanspruchen, die entsprechenden Kompetenzen innerhalb der Bundesverwaltung aufzubauen. Ich glaube aber, dass wir jetzt auf gutem Weg sind. Es braucht bei uns manchmal einige Zeit, um alle - die Kantone, die Departemente - zu committen, aber die Vorarbeiten sind jetzt angelaufen.
Wir sind auch daran, uns international zu vergleichen und abzustimmen, damit wir etwa sehen, was an anderen Orten läuft, etwa in Bezug auf E-Government in Staaten wie Dänemark oder Estland. Anfang dieser Woche war ich in Japan und habe das dort angeschaut. Wir haben auch Memoranda of Understanding mit Israel, um die Zusammenarbeit und den Austausch zu pflegen. Wir bewegen uns in einem Bereich, der für viele - nicht nur für uns - neu ist. Der Erfahrungsaustausch mit Dritten ist hier von Bedeutung.
Sie haben diesbezüglich auch noch die Frage des Finanzplatzes angesprochen. Hier arbeiten wir eng mit den Akteuren des Finanzplatzes zusammen, um eine Lösung zu finden. Das ist die Schweizerische Bankiervereinigung mit den Banken; dann die Börse, die im Wesentlichen den ganzen Zahlungsverkehr abwickelt; die Finma, die das Ganze zu beaufsichtigen hat; und die Schweizerische Nationalbank. Ich gehe davon aus, dass wir bis Ende dieses Jahres eine Plattform haben, die dann auch spielt und die dieses Risiko, das wir ebenfalls als hoch einstufen, etwas regulieren kann, indem erste Abwehrmassnahmen und Alarmierungsmassnahmen sichergestellt werden können.
Im Bereich der Cyberdefence im VBS - das haben Sie auch gesagt - haben wir jetzt die erste Ausbildung, also die erste Rekrutenschule durchgeführt. Das Interesse, hier teilzunehmen, ist sehr gross. Sie geht zurück auf die Motion Dittli 17.3507. Hier sind wir eigentlich auch erfolgreich unterwegs; das ist ein gutes Modell mit dem Milizsystem, denn das fördert auch die Durchlässigkeit zur Privatwirtschaft. Ich denke, insgesamt haben wir zwar etwas lange gebraucht, um im Bereich Cyberdefence Tritt zu fassen, aber heute - so würde ich meinen - sind wir gut unterwegs.
Zur Aussenpolitik: Hier haben wir mit weiteren Freihandelsabkommen Fortschritte erzielt. 2018 wurde das Freihandelsabkommen mit Indonesien unterzeichnet. Indonesien dürfte zur viertgrössten Volkswirtschaft weltweit anwachsen, und Indonesien ist ein Land, das für den Westen interessant sein wird. Wir führen zudem die exploratorischen Gespräche mit den USA; aufgrund der laufenden Gespräche gehen wir davon aus, dass das noch an Bedeutung und an Fahrt gewinnen könnte, wenn es uns gelingt, alle offenen Fragen rechtzeitig zu beantworten.
Die Europapolitik gehört auch zu dieser Leitlinie 1, und dazu mache ich keine weiteren Ausführungen, weil die Dynamik im Moment relativ gross ist und wir nicht recht wissen, wo wir in einigen Wochen stehen. Insgesamt, kann man aber sagen, hat der Bundesrat dieses Geschäft zusammen mit der EU, jetzt auch mit dieser Konsultation, in geordnete Bahnen gelenkt. Wir wissen heute, was wir wollen und was wir nicht wollen. Das wird uns wohl auch noch weitere Arbeit geben, und da sind Sie ja dann entsprechend eingebunden.
Wir haben 2018 auch die Botschaft zum zweiten Beitrag an die EU verabschiedet, die sogenannte Kohäsionsmilliarde. Dieses Projekt wurde im Parlament gestoppt, und Sie wollen es dann wieder aufnehmen, wenn die entsprechenden Fragen mit der EU geklärt sind. Insbesondere haben Sie das mit der Börsenäquivalenz verbunden. Da warten wir ebenfalls gespannt auf Reaktionen aus Brüssel, die ja noch diesen Monat folgen sollten.
In der Bildungspolitik hat der Bundesrat ein nationales Forschungsprogramm zum Thema digitale Transformation lanciert. Das ist etwas, das uns natürlich in allen Bereichen entsprechend beschäftigt; und die digitale Transformation muss wohl sehr bald mit einem weiteren Stichwort ergänzt werden, nämlich mit jenem der künstlichen Intelligenz. Das dürfte die nächste Etappe sein, die uns beschäftigt. Wieweit das in der Verwaltung dann ebenfalls rasch aktuell wird, werden wir noch sehen. Aber der Bundesrat begleitet das Thema eng und hat entsprechende Projekte, die er bearbeitet. Sie haben das auch letztes Jahr gesehen.
In der Verkehrspolitik hat der Bundesrat 2018 die Botschaft zum Ausbauschritt der Bahninfrastruktur 2035 verabschiedet. Sie ist im Moment im Parlament. Aus meiner Sicht besteht die Gefahr, dass hier noch aufgestockt wird; ich sage "Gefahr" aus Sicht des Finanzdepartementes. Insgesamt haben wir Ihnen einen Antrag von 11,9 Milliarden Franken für die nächsten Jahre unterbreitet.
In der Energiepolitik hat der Bundesrat 2018 den Ergebnisbericht zur zweiten Etappe und den Sachplan geologische Tiefenlager mit Festlegungen und Objektblättern gutgeheissen. In der dritten Etappe werden jetzt die drei noch verbliebenen Standorte untersucht und miteinander verglichen.
In der Umweltpolitik hat der Bundesrat 2018 den Bericht "Umwelt Schweiz 2018" verabschiedet, und es wurde darin aufgezeigt, welchen Einfluss die Schweiz auf den weltweiten Zustand der natürlichen Ressourcen hat. Der Bericht zieht ferner Bilanz über die Umsetzung der Umweltpolitik und benennt dort die wichtigsten Herausforderungen.
In der Raumplanung hat der Bundesrat 2018 die Botschaft zur zweiten Etappe der Revision des Raumplanungsgesetzes verabschiedet. Mit dieser Vorlage soll das Bauen ausserhalb der Bauzone neu geregelt werden. Das Problem, das jetzt dieses Jahr ja auftaucht und das die Kantone regeln müssen, sind die überdimensionierten Bauzonen, die zurückgezont werden sollen, und Richtpläne, die anzupassen sind. Das ist ein Thema, das uns dann wohl auch in den nächsten Geschäftsberichten noch beschäftigen wird, weil hier einige Fragen offen sind.
Ich komme damit zur zweiten Leitlinie: "Die Schweiz fördert den nationalen Zusammenhalt und leistet einen Beitrag zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit."
In der Medienpolitik hat hier der Bundesrat 2018 den Entwurf des neuen Bundesgesetzes über elektronische Medien in die Vernehmlassung geschickt. Das ist ebenfalls ein Geschäft, das aktuell von Ihren Kommissionen beraten wird.
In der Familienpolitik hat der Bundesrat die Botschaft zur steuerlichen Berücksichtigung der Kinderdrittbetreuungskosten verabschiedet. Das werden wir unmittelbar nachher entsprechend noch behandeln. Auch hier warne ich jetzt schon davor, das allzu stark aufzutoppen. Ihre Kommission hat hier aber gegenüber dem Nationalrat die Bremse angezogen.
In Sachen internationales Genf hat der Bundesrat die Botschaft zur Weiterführung der Unterstützung der drei Genfer Zentren verabschiedet. Auch das war gestern bereits im Rat. Das ist eines der Elemente der internationalen Zusammenarbeit. Für die Sicherheitspolitik, die humanitäre Minenräumung und für die demokratische Kontrolle der Streitkräfte haben diese drei Zentren eine hohe internationale Anerkennung.
Im Bereich der Entwicklungspolitik hat der Bundesrat 2018 die Eckpunkte für die Erarbeitung der nächsten Botschaft über die internationale Zusammenarbeit der Schweiz verabschiedet. Vermehrt sollen dort Fokussierungen vorgenommen werden. Die wirtschaftliche Wechselwirkung mit der Migrationspolitik steht dort vermehrt im Zentrum.
In der Sportpolitik hat der Bundesrat 2018 die Botschaft zur Genehmigung des revidierten Übereinkommens des Europarates gegen Gewalt bei Sportanlässen verabschiedet, ein Thema, das uns national auch entsprechend beschäftigt.
Die dritte und letzte Leitlinie: "Die Schweiz sorgt für Sicherheit und agiert als verlässliche Partnerin in der Welt."
In der Sozialpolitik hat der Bundesrat 2018 den Vorentwurf zur Stabilisierung der AHV - AHV 21 heisst das Projekt - in die Vernehmlassung geschickt. Der Bundesrat will die erarbeiteten Massnahmen im Vorentwurf zur Sicherung der AHV-Renten nutzen, das Rentenniveau halten und die Finanzen der AHV stabilisieren. Hier hat die Ergänzung der Steuervorlage 17 - das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung - eine leichte Entlastung der AHV-Finanzierung gebracht. Es war aber keine Lösung; dessen müssen wir uns immer bewusst sein.
Bei den Gesundheitskosten ging es um die Anpassung der Franchisen bei der künftigen Kostenentwicklung. Der Bundesrat hat vorgeschlagen, dass alle Franchisen der erwachsenen Versicherten um 50 Franken angehoben werden sollen. Dieser Entwurf des Bundesrates ist im Parlament dann 2019 gescheitert. Um das Kostenwachstum im Gesundheitswesen etwas zu dämpfen oder zu verlangsamen, hat der Bundesrat ferner 2018 ein erstes Kostendämpfungspaket in die Vernehmlassung geschickt. Die Massnahmen in diesem Paket richten sich an alle verantwortlichen Akteure des Gesundheitswesens. Die Vorlage wird uns sicher auch dieses Jahr beschäftigen. Die Vernehmlassung ist auf ein relativ gutes Echo gestossen.
In der Migrationspolitik hat der Bundesrat die Botschaft zu einer weiteren Revision des Ausländergesetzes verabschiedet. Die Vorlage erhöht die Durchsetzbarkeit des für Flüchtlinge geltenden Verbots von Reisen in den Heimat- oder Herkunftsstaat. In Bezug auf die Bekämpfung der Kriminalität hat der Bundesrat 2018 seine Botschaft zur Verstärkung des strafrechtlichen Instrumentariums gegen Terrorismus und organisierte Kriminalität verabschiedet. Eine neue Strafbestimmung soll das Anwerben, die Ausbildung sowie das Reisen zu terroristischen Zwecken und entsprechende Finanzierungshandlungen unter Strafe stellen.
In der Sicherheitspolitik hat der Bundesrat 2018 beschlossen, dem Parlament die Mittel zur Sicherung des Luftraums im Rahmen eines Planungsbeschlusses zuzuleiten. Sie erhalten die Vorlage unmittelbar in den nächsten Wochen. Sie beinhaltet die Ersatzbeschaffung der Flugzeuge.
Schliesslich hat der Bundesrat in der Aussenpolitik beschlossen, dass die Schweiz den 2017 in der Uno verhandelten Vertrag über das Verbot von Kernwaffen noch nicht unterzeichnen, sondern dies unter Beizug externer Sachverständiger noch einmal vertieft prüfen will.
Ich erlaube mir noch zwei bis drei Bemerkungen zu den Aussagen Ihrer Berichterstatter. Ferien- und Zeitguthaben sind ein Problem, das uns in allen Departementen beschäftigt. Wir haben insbesondere bei Kadern zu hohe Ferienansprüche, die nicht bezogen werden oder nicht bezogen werden konnten. Das hängt auch mit dem hohen Engagement dieser Leute zusammen, insbesondere im EDA, auf Aussenposten, in denen unsere Leute keine Stellvertretungen haben und sehr viele Termine selbst wahrnehmen müssen. Wir arbeiten aber daran, die Ferienansprüche entsprechend abzubauen.
In Bezug auf die bundeseigenen Betriebe sind einige Bemerkungen gefallen, insbesondere zur Postauto AG, aber auch zur ETH. Vielleicht müssen wir uns einmal bewusst sein, dass der Bund selbst rund 37 000 Angestellte hat, in den bundeseigenen Betrieben aber etwa 110 000 Leute beschäftigt. Wir haben also dreimal mehr Mitarbeitende in bundeseigenen Betrieben als in der Bundesverwaltung selbst. Allein anhand dieser Konstellation sieht man die Bedeutung, die die bundeseigenen Betriebe haben, auch bezüglich der Aufsicht und der Vorgaben in der Eignerstrategie.
Die ETH ist ein solcher Bereich, Sie haben es angesprochen, und auch die Postauto AG.
Im Zusammenhang mit den bundeseigenen Betrieben wird der Bundesrat demnächst eine Klausur durchführen und sich aufgrund eines Berichtes, den wir bei der Universität Bern bestellt haben, Gedanken machen, wie er die Eignerstrategie gegenüber diesen bundeseigenen Betrieben wahrnimmt und wie er die entsprechende Gouvernanz gestaltet. Das ist ein Thema, das insbesondere im Zusammenhang mit der Postauto-Geschichte wieder aufgetaucht ist. Wir werden uns darum entsprechend kümmern.
Herr Föhn hat auf ein aktuelles Problem hingewiesen, nämlich auf die Vergabe von IKT-Leistungen. Wir haben tatsächlich entsprechende Probleme. Aufgrund der geltenden Gesetze war es klar, dass wir für diese Gever-Geschichte den günstigsten Anbieter bevorzugen mussten. Das ist eine griechische Firma, die entsprechende Probleme hat. Mit dem neuen Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen, das Sie auch heute noch beraten werden, haben wir gerade für diesen Bereich das sogenannte Dialogverfahren eingeführt, das es erleichtern wird, mit Unternehmen zusammenzuarbeiten. Indem wir vor der eigentlichen Vergabe einen Dialog durchführen können, prüfen wir, ob die Anbieter dann auch das entsprechende Know-how zur Verfügung stellen können. Damit hoffen wir, dass wir die Punkte, die jetzt zu Recht bemängelt werden, in Zukunft verbessern können. In der WAK war das ein ständiges Thema. Ich glaube, hier sind wir ebenfalls auf gutem Weg, das zu verbessern.
Insgesamt, so kann ich feststellen, hat der Bundesrat seine Zielvorgaben weitgehend erfüllt und Ihnen die entsprechenden Vorlagen zugestellt. Wir sind in verschiedenen offenen Fragen einige Schritte weitergekommen. Andere Punkte bleiben bestehen, Sie werden sie auch in diesem Jahr weiter behandeln.
Ich möchte mich im Namen des Bundesrates an dieser Stelle ganz herzlich für die sehr gute Zusammenarbeit mit der Geschäftsprüfungskommission bedanken. Wir schätzen diese Begleitung und diese kritische Offenheit ausserordentlich; die GPK macht uns im Rahmen ihrer Berichterstattung immer wieder auf Probleme aufmerksam, die wir zum Teil ebenfalls erkannt haben oder deren Lösung wir dann mit ihrer Hilfe etwas zu beschleunigen versuchen. Herzlichen Dank für die fruchtbare Zusammenarbeit mit der GPK!
Fournier Jean-René · P-M · Ständerat · Wallis · CVP-Fraktion
Eintreten ist obligatorisch
L'entrée en matière est acquise de plein droit
Bundesbeschluss über den Geschäftsbericht des Bundesrates für das Jahr 2018
Arrêté fédéral approuvant le rapport de gestion du Conseil fédéral de l'année 2018
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress, Art. 1, 2
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule, art. 1, 2
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Le président (Fournier Jean-René, président): L'entrée en matière étant acquise de plein droit, il n'y a pas de vote sur l'ensemble.