19.3237
Strassenlärm weiter verringern und die betroffene Bevölkerung schützen
Moret Isabelle · P-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
Antrag der Mehrheit
Annahme der Motion
Antrag der Minderheit
(Rutz Gregor, Amstutz, Bühler, Giezendanner, Müri, Pieren, Quadri, Wobmann)
Ablehnung der Motion
Proposition de la majorité
Adopter la motion
Proposition de la minorité
(Rutz Gregor, Amstutz, Bühler, Giezendanner, Müri, Pieren, Quadri, Wobmann)
Rejeter la motion
La présidente (Moret Isabelle, présidente): Vous avez reçu un rapport écrit de la commission. Ni les rapporteurs de la commission ni Monsieur Gregor Rutz, porte-parole de la minorité, ne sont dans la salle. Je donne donc la parole à Madame la vice-présidente de la Confédération.
Sommaruga Simonetta · VPBR-F · Bundesrat · Bern
Diese Motion thematisiert das Problem des übermässigen Strassenlärms, dem über eine Million Menschen in der Schweiz ausgesetzt sind. Dieser Lärm schädigt die Gesundheit der Anwohner und hat weitere gravierende Folgen. Die externen Kosten von Strassenlärm belaufen sich bekanntlich jährlich auf rund 2 Milliarden Franken.
Der Bundesrat wird mit der Motion Hêche dazu aufgefordert, die notwendigen Massnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass die Anzahl Personen, die übermässigem Strassenlärm ausgesetzt sind, reduziert wird und dass die Bevölkerung dauerhaft vor dieser Lärmbelastung geschützt wird.
Die Ergebnisse des letzten nationalen Lärmmonitorings des BAFU aus dem Jahr 2018 zeigen, dass trotz erheblicher Anstrengungen auf Bundes- und auf Kantonsebene immer noch ein grosser Teil der Bevölkerung unter übermässigem Strassenlärm leidet. 90 Prozent der Betroffenen leben in Städten und Agglomerationen.
Die Verpflichtung zur Lärmsanierung der Strassen besteht seit 1985. Ursprünglich war vorgesehen, die Sanierungen bis 2002 durchzuführen. Auch später verlängerte Fristen konnten von den Strasseneigentümern nicht eingehalten werden.
Im Juni 2017 verabschiedete der Bundesrat den Nationalen Massnahmenplan zur Verringerung der Lärmbelastung. Das Hauptmerkmal liegt auf der vermehrten Bekämpfung von Lärm an der Quelle. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass eine Weiterführung der Programmvereinbarungen sinnvoll ist. Damit Art und Umfang der Lärmbekämpfungsmassnahmen ab 2023 definiert werden können, wird der Bundesrat dem Parlament innert nützlicher Frist einen Verpflichtungskredit vorlegen. Die Finanzierung erfolgt nach dem Verursacherprinzip über die Spezialfinanzierung Strassenverkehr, die bekanntlich durch die Mineralölsteuer gespeist wird.
Ich bitte Sie namens des Bundesrates, dem Ständerat zu folgen und die Motion anzunehmen.
Moret Isabelle · P-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
La présidente (Moret Isabelle, présidente): Je donne la parole aux rapporteurs. Cependant, je n'accepterai pas de leur accorder l'intégralité de leur temps de parole, puisqu'ils n'étaient pas présents dans la salle.
Aebischer Matthias · Mit-M · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion
Die vom ehemaligen Ständerat Claude Hêche eingereichte Motion verlangt, dass der Bund die notwendigen Massnahmen ergreift, damit immer weniger Leute vom Strassenlärm geplagt werden. Der Bund soll die Gemeinden und Kantone auch in Zukunft bei Lärmschutzprojekten unterstützen, sprich die Programmvereinbarungen weiterführen; die Bundesrätin hat dies vorhin ausgeführt. Der Bundesrat hat die Motion zur Annahme empfohlen, ebenso der Ständerat. Dieser hat die Strassenlärm-Motion im letzten Sommer oppositionslos angenommen.
Fakt ist: Noch immer sind rund eine Million Menschen in der Schweiz an ihrem Wohnort Tag und Nacht übermässigem Strassenlärm ausgesetzt. Das hat Kosten zur Folge. Zum einen lassen sich die Gesundheitskosten berechnen - wir sprechen hier von stressbedingten Krankheiten -, zum anderen geht es aber auch um die Wertverminderung von Immobilien. Insgesamt sprechen wir da von 2 Milliarden Franken.
Die Verpflichtung zur Lärmsanierung der Strassen besteht seit dem Jahr 1985 und ist so im Umweltschutzgesetz festgehalten. Ursprünglich glaubte man, die Sanierungen bis im Jahre 2002 durchführen zu können. Das wurde bekanntlich nicht erreicht, und deshalb wurde für Nationalstrassen bis 2015 und für Gemeinde- und Kantonsstrassen bis 2018 verlängert. Mit den jetzigen Programmvereinbarungen will der Bund bis Ende 2022 weitere 200 000 Menschen vor Strassenlärm schützen. Danach seien die Leistungen des Bundes nicht mehr gesichert, heisst es.
Diskutiert wurde auch über die möglichen Schutzmassnahmen - es geht hier um Lärmschutzfenster, Lärmschutzwände, Flüsterbeläge, es geht um Temporeduktionen; gerade Letzteres war einigen Kommissionsmitgliedern ein Dorn im Auge. Die 30er-Zonen in den Städten gehören erwiesenermassen zu den günstigen Lärmreduktionsmassnahmen. Dies wiederum war für einen Teil der Mehrheit in unserer Kommission erst recht ein Grund, die Programmvereinbarungen mit den Gemeinden und Kantonen zu verlängern, damit auch in Zukunft nicht nur die günstigsten Lärmschutzmassnahmen - eben die Erstellung von 30er-Zonen - ins Auge gefasst werden.
Mit 11 zu 8 Stimmen bei 2 Enthaltungen hat die KVF-N dasselbe getan wie Bundesrat und Ständerat: Sie hat der Motion Hêche zugestimmt.
Borloz Frédéric · Mit-M · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
J'ai deux minutes pour vous dire que la motion de M. Claude Hêche demande au Conseil fédéral de poursuivre la mise en place des mesures qui ont été réalisées et soutenues financièrement depuis dix ans et qui sont destinées à réduire de manière continue le nombre de personnes soumises à un bruit routier. Il s'agit donc d'assurer la poursuite du soutien financier de la Confédération.
Les chiffres du rapport 2018 de l'Office fédéral de l'environnement étaient assez éloquents, puisqu'il en ressort que plus d'un million de personnes sont gênées par le bruit durant la journée, tandis qu'un peu moins d'un million de personnes sont tout aussi gênées par le bruit en Suisse durant les périodes nocturnes. Cela touche 14 pour cent de la population suisse; c'est la raison pour laquelle M. Hêche demande que le Conseil national soutienne sa motion et que la Confédération poursuivre dans cette direction.
La commission considère que c'est un problème effectivement extrêmement important et qu'il s'agit de soutenir ces mesures sans réserve. Cela a déjà été fait pendant dix ans dans le domaine routier, mais cela a été fait auparavant aussi dans le domaine ferroviaire, puisque des sommes extrêmement importantes avaient été accordées pour l'installation de murs aux abords des voies de chemin de fer. La commission considère donc qu'il est judicieux d'octroyer pareil soutien aux cantons et aux communes afin que ceux-ci ne renoncent pas, pour des motifs financiers, à des mesures qui sont efficaces. Cela correspond aussi à la volonté exprimée lors d'une votation, laquelle a débouché sur une modification de la Constitution fédérale.
Le Conseil des Etats a accepté la motion le 18 juin 2019. Quant à la commission, elle propose par 11 voix contre 8 et 2 abstentions de l'adopter. La minorité Rutz Gregor y est opposée.
Moret Isabelle · P-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
La présidente (Moret Isabelle, présidente): La commission propose d'adopter la motion. Une minorité Rutz Gregor propose de la rejeter.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 136 Stimmen
Dagegen ... 50 Stimmen
(0 Enthaltungen)