00.094
"Gleiche Rechte für Behinderte". Volksinitiative und Bundesgesetz über die Beseitigung von Benachteiligungen behinderter Menschen
Christen Yves · P-M · Nationalrat · Waadt · Freisinnig-demokratische Fraktion
2. Bundesgesetz über die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen
2. Loi fédérale sur l'élimination des inégalités frappant les personnes handicapées
Art. 7d
Antrag der Einigungskonferenz
Abs. 1
Die Verfahren nach Artikel 7 und 7a sind unentgeltlich.
Abs. 2
Einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, können Verfahrenskosten auferlegt werden.
Abs. 3
Für das Verfahren vor dem Bundesgericht richten sich die Gerichtskosten nach dem Bundesgesetz vom 16. Dezember 1943 über die Organisation der Bundesrechtspflege. Die Gerichtsgebühr beträgt 200 bis 1000 Franken und wird nicht nach dem Streitwert bemessen.
Art. 7d
Proposition de la Conférence de conciliation
Al. 1
Les procédures prévues aux articles 7 et 7a sont gratuites.
Al. 2
Des frais de procédure peuvent être mis à la charge de la partie qui agit de manière téméraire ou témoigne de légèreté.
Al. 3
Pour la procédure devant le Tribunal fédéral, les frais judiciaires sont régis par la loi fédérale d'organisation judiciaire du 13 décembre 1943. L'émolument judiciaire est fixé entre 200 et 1000 francs, indépendamment de la valeur litigieuse.
Gross Jost · Nationalrat · Thurgau · Sozialdemokratische Fraktion
In der Einigungskonferenz zum Behindertengleichstellungsgesetz bestand nur noch eine einzige, aber gewichtige Differenz, nämlich in Bezug auf die Frage der Unentgeltlichkeit des Verfahrens. Sie erinnern sich, dass unser Rat der Unentgeltlichkeit des Verfahrens auf allen Stufen mit klarer Mehrheit zugestimmt hat, während sich der Ständerat auf den Standpunkt stellte, die Unentgeltlichkeit sei nur auf der Basis der ersten Instanz zu gewährleisten. Die Einigungskonferenz unterbreitet Ihnen nun einen vermittelnden Antrag, der den Grundsatz der Unentgeltlichkeit grundsätzlich für alle Stufen festhält; dies natürlich mit dem Schrankenvorbehalt, dass bei mutwilliger und leichtsinniger Prozessführung diese Unentgeltlichkeit entzogen werden kann.
Der Ständerat hat dann aber mit Hilfe der Verwaltung für die letzte Instanz, für das bundesgerichtliche Verfahren, ein Vorgehen beschlossen, das einen Vorschlag des Bundesrates in der Botschaft zur Revision der Bundesrechtspflege im zukünftigen Bundesgerichtsgesetz umfasst, nämlich den Grundsatz, dass das Verfahren auf Bundesgerichtsebene grundsätzlich nicht nach dem Streitwert bemessen werden soll und dass ein bescheidener Gebührenrahmen zwischen 200 und 1000 Franken festgelegt werden kann.
Die Delegation des Nationalrates in dieser Einigungskonferenz war über diesen Vorschlag nicht sehr glücklich, weil wir eigentlich erwartet hätten, dass sich hier der Ständerat uns anschliesst. Man muss aber sehen, dass die Änderung im Rahmen des Bundesgerichtsgesetzes diesen Rat noch beschäftigen wird; wir werden uns mit dem Gebührenrahmen von 200 bis 1000 Franken im Rahmen der Revision des Bundesgerichtsgesetzes noch auseinander setzen können. Wir werden dann entscheiden können, ob wir an diesen an sich bescheidenen, aber doch für die Betroffenen unter Umständen einschneidenden Gebühren festhalten wollen oder nicht. Insofern haben beide Räte noch das letzte Wort. Einstweilen wird diese Regelung für das Bundesgericht im Gesetz festgeschrieben, dies in der Meinung, dass sich beide Räte über diesen Grundsatz bei der Revision der Bundesrechtspflege nochmals unterhalten werden.
Um jetzt das Gesetz nicht zu gefährden und zu einer Einigung zu kommen, ist es sicher richtig, dem jetzt zuzustimmen, in der Meinung, dass das letzte Wort darüber noch nicht gesprochen ist.
Die einstimmige Einigungskonferenz beantragt Ihnen, hier im Nationalrat dem Antrag der Einigungskonferenz zu folgen.
Meyer Thérèse · Nationalrat · Freiburg · Christlichdemokratische Fraktion
Il s'agit ici d'éliminer la dernière divergence entre le Conseil des Etats et le Conseil national.
Vous vous en souvenez, notre Conseil avait maintenu sa décision: les procédures devaient être gratuites à tous les niveaux et pour toutes les instances en cas de plaintes déposées en application de l'article 7d. Bien sûr, si une partie avait agi avec témérité ou légèreté, les procédures auraient pu lui être facturées.
Le Conseil des Etats, lui, voulait donner la gratuité seulement pour les procédures de première instance. Il a maintenu sa décision de faire payer pour les procédures supplémentaires.
La Conférence de conciliation vous propose ici un compromis, c'est-à-dire que les procédures sont gratuites (art. 7d al. 1er), mais pour le Tribunal fédéral les frais judiciaires sont régis par la loi fédérale d'organisation judiciaire et l'émolument est fixé entre 200 et 1000 francs (art. 7d al. 3). Finalement, la Conférence de conciliation s'est ralliée à une grosse majorité, par 18 voix sans opposition et avec 3 abstentions, à cette solution.
Sans être vraiment enchantés pour que le projet de loi ne soit pas enterré, nous vous proposons d'accepter cette proposition.
Verfahrensbeitrag
Angenommen - Adopté
Christen Yves · P-M · Nationalrat · Waadt · Freisinnig-demokratische Fraktion
J'aimerais tout particulièrement souhaiter un bon anniversaire à M. Föhn qui entre dans le club des quinquagénaires. Il a 50 ans aujourd'hui. Félicitations! (Applaudissements)