20.065, 20.066, 20.085, 20.086, 20.087

Doppelbesteuerung. Abkommen mit Kuwait / Doppelbesteuerung. Abkommen mit Bahrain / Doppelbesteuerung. Abkommen mit Liechtenstein / Doppelbesteuerung. Abkommen mit Malta / Doppelbesteuerung. Abkommen mit Zypern

Kuprecht Alex · P-M · Ständerat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Präsident (Kuprecht Alex, Präsident): Wir führen eine gemeinsame Eintretensdebatte zu den fünf Geschäften.

Levrat Christian · Mit-M · Ständerat · Freiburg · Sozialdemokratische Fraktion

Nous avons effectivement à traiter aujourd'hui cinq accords de double imposition: un accord qui est nouveau - celui qui a été conclu avec le Bahreïn - et quatre accords qui ont été développés avec le Koweït, le Liechtenstein, Malte et Chypre.

Il s'agit pour nous d'une nouvelle étape dans l'adaptation de nos accords de double imposition au projet "Base erosion and profit shifting" (Beps) de l'OCDE, qui a débouché le 7 juin 2017 sur une Convention multilatérale pour la mise en oeuvre des mesures relatives aux conventions fiscales pour prévenir l'érosion de la base d'imposition et le transfert des bénéfices.

La convention Beps, considérée comme un instrument multilatéral, contient des dispositions qui visent à modifier les conventions actuelles de double imposition - c'est le cas sur plusieurs points précis, notamment en matière de procédure amiable, d'imposition à la source, d'imposition des dividendes et des intérêts - ainsi que des dispositions sur la question des tribunaux arbitraux, des clauses d'arbitrage.

La convention de double imposition avec le Bahreïn a été conclue en janvier 2019. Elle a été traitée par le Conseil national, qui l'a approuvée par 137 voix contre 25 et 22 abstentions. Elle est conforme, pour l'essentiel, aux standards du Beps et à l'évolution la plus récente dans ce domaine. Elle contient des dispositions classiques et similaires à celles qui sont contenues dans d'autres conventions comparables signées entre la Suisse et les pays du Golfe.

La première convention avec le Koweït a été signée en 1999 et n'avait jamais été révisée. Depuis, la politique des Etats contractants s'est développée, notamment sous l'influence des standards de l'OCDE en matière de conventions contre les doubles impositions. Il était par conséquent nécessaire de modifier cette convention, et, dans la mesure où le simple renvoi à la convention multilatérale de l'OCDE posait plus de problèmes qu'il n'apportait de solution, il a été décidé de modifier le texte de la convention contre les doubles impositions entre la Suisse et le Koweït. Il en va de même avec le Liechtenstein, Malte et Chypre.

S'agissant du Liechtenstein, la convention contre les doubles impositions a été signée en 2015 et elle n'avait jamais été révisée depuis. Il a été nécessaire de la modifier pour tenir compte de l'évolution initiée par l'OCDE. Le protocole de modification a été signée le 14 juillet 2020. De même avec les conventions qui concernent Malte et Chypre, dont les protocoles de modification ont été signés respectivement les 16 et 20 juillet 2020.

S'agissant de l'état des délibérations, le Conseil national a approuvé la convention contre les doubles impositions avec le Bahreïn, et également celle concernant le Koweït, par 138 voix contre 25 et 18 abstentions. Le Conseil des Etats est le conseil prioritaire pour les trois autres conventions, soit celles avec le Liechtenstein, Malte et Chypre.

Voilà ce qu'il y avait à dire sur ces cinq conventions qui marquent un pas supplémentaire dans la mise en conformité de notre stratégie avec les attentes de l'OCDE.

Maurer Ueli · BR-M · Bundesrat · Zürich

Betreffend die fünf Doppelbesteuerungsabkommen sind Sie Erstrat für die Abkommen mit Liechtenstein, Malta und Zypern. Das Änderungsprotokoll zum Doppelbesteuerungsabkommen mit Kuwait und das neue Doppelbesteuerungsabkommen mit Bahrain hat der Nationalrat bereits entsprechend genehmigt.

Vielleicht kurz zu den Änderungsprotokollen betreffend Liechtenstein, Malta und Zypern: Die Änderungsprotokolle bezwecken nur die Anpassung an die Mindeststandards des Beps-Projektes bezüglich Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung. Zu diesen Änderungen gehört eine Präambel, nach der die Doppelbesteuerungsabkommen auch bei Nichtbesteuerungen in missbräuchlichen Fällen eine Verhinderung darstellen, und eine Missbrauchsklausel in der Form eines Hauptzwecktestes gemäss Massnahme 6 des Beps-Projektes. Dazu gehören Regeln über die Vermeidung von Verständigungsverfahren, deren Lösungen aufgrund von Fristen des nationalen Rechts nicht umgesetzt werden können. Das ist in der Regel unser Problem, weil wir in unserem parlamentarischen Verfahren längere Fristen haben. Das Problem soll damit entsprechend gelöst werden. Mit Liechtenstein besteht diesbezüglich eine entsprechende Ausnahme, weil Liechtenstein ähnliche Fristen in der Umsetzung kennt wie wir. Daher haben wir dort eine leicht andere Lösung, aber das betrifft nur gerade die entsprechenden Fristen. Insgesamt dienen diese drei Änderungsabkommen eigentlich nur der Anpassung der Mindeststandards an das Beps-Projekt und beinhalten keine politischen Änderungen.

Zum Doppelbesteuerungsabkommen mit Bahrain: Bahrain ist ein bedeutender Handelspartner der Schweiz im Mittleren Osten. Es bestehen verschiedene Abkommen mit Bahrain zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit, ein Freihandelsabkommen und ein Abkommen über Luft- und Schiffstransport, aber noch kein Abkommen zur Vermeidung von Doppelbesteuerung von Einkommen und Vermögen. Die Schweiz und Bahrain haben daher dieses neue Doppelbesteuerungsabkommen ausgehandelt. Es vermeidet Doppelbesteuerungen und sieht gute Bedingungen für grenzüberschreitende Tätigkeiten vor. Daneben setzt das Doppelbesteuerungsabkommen mit Bahrain auch die aktuellen Mindeststandards betreffend Informationsaustausch auf Ersuchen und betreffend Beps um.

Das Änderungsprotokoll zum Doppelbesteuerungsabkommen mit Kuwait ist in erster Linie ebenfalls zwecks Anpassung der Mindeststandards betreffend Informationsaustausch auf Ersuchen und Beps gemacht worden. Auch bei diesen Verhandlungen konnten Verbesserungen der steuerlichen Rahmenbedingungen für grenzüberschreitende Investitionen erzielt werden, die eine gewisse Bedeutung haben. Es geht dabei um Dividenden aus massgeblichen Beteiligungen an Unternehmen im anderen Staat; diese sollen im Quellenstaat steuerbefreit sein. Für Zinsen konnten zudem verschiedene Steuerbefreiungen im Quellenstaat vereinbart werden, zum Beispiel bei Bankdarlehen, beim Kauf auf Kredit oder bei Darlehen zwischen Gesellschaften. Dieses Änderungsprotokoll mit Kuwait enthält auch eine entsprechende Schiedsklausel.

Zu allen fünf Abkommen ist zu sagen, dass es sich um den üblichen Prozess handelt. Wir kommen ja praktisch in jeder Session mit überarbeiteten Doppelbesteuerungsabkommen, die an die internationalen Standards angepasst werden. Gerade unsere Wirtschaft ist darauf angewiesen, dass gewisse Standards sich wiederholen, sodass man nicht in allen Ländern jeweils neue Formulare und Abrechnungen erstellen muss. Diese Abkommen dienen also den Schweizer Unternehmen; sie dienen auch der Schweiz als Wirtschaftsplatz, weshalb ich Sie bitte, den Entwürfen zuzustimmen.

Wie gesagt, es handelt sich um drei Änderungsprotokolle, dies bei Liechtenstein, Malta und Zypern, zu denen Sie schon mehrmals Beschluss fassen konnten. Das neue Abkommen mit Bahrain hat eine gewisse Bedeutung, weil die Golfstaaten wichtige Partner für die Schweiz sind, und das Änderungsprotokoll mit Kuwait kann auch unter diesem Aspekt beurteilt werden. Insgesamt sind es Abkommen, die für die Schweiz vorteilhaft sind.

Ich bitte Sie, den Entwürfen zuzustimmen.

Die Beratung dieses Geschäftes wird unterbrochen

Le débat sur cet objet est interrompu