22.041

Voranschlag 2023 mit integriertem Aufgaben- und Finanzplan 2024-2026

Candinas Martin · P-M · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

1. Voranschlag der Verwaltungseinheiten

1. Budget des unités administratives

Präsident (Candinas Martin, Präsident): Wir beraten sämtliche Differenzen in einer einzigen Debatte.

Nicolet Jacques · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Réunie ce matin, la Commission des finances a procédé à l'élimination des divergences entre le Conseil des Etats et notre conseil. J'ai le plaisir de présenter les positions du groupe UDC avant de défendre ma minorité.

Concernant l'Office fédéral du sport, nous nous sommes ralliés à la décision du Conseil des Etats sur le montant supplémentaire de 650 000 francs qui visait à soutenir l'organisation des championnats du monde de relais à Lausanne. Finalement, l'organisation de cette manifestation a été attribuée à une autre nation, ce que nous regrettons. Cette proposition n'a donc plus lieu d'être.

Le Conseil des Etats entend majorer de 25 millions de francs le budget de la coopération au développement pour les pays de l'Est. Le groupe UDC soutient, tout comme le reste de la commission - mais je laisserai les rapporteurs faire leur travail - le maintien du montant initial décidé par notre conseil.

Ma minorité concerne l'Office fédéral de l'agriculture et la position 708.A231.0234, "Paiements directs versés dans l'agriculture", relative aux contributions à la sécurité de l'approvisionnement. Alors que le Conseil fédéral voulait réduire à 300 francs par hectare la contribution d'encouragement à la sécurité de l'approvisionnement, lors du traitement du budget la semaine dernière, vous avez accepté la proposition de la majorité de la Commission des finances qui demandait de rétablir cette contribution à 1,08 milliard de francs en réaffectant 161 millions de francs à ce poste, donc sans incidence financière sur le budget.

Ce matin, lors de notre discussion en commission, l'Office fédéral de l'agriculture nous a fait une présentation alarmiste sur le rétablissement de cette contribution à la sécurité de l'approvisionnement en évoquant, ce que je regrette, le fait que cette proposition pourrait impacter les exploitations de montagne. Cet argument est de mauvaise foi puisque des possibilités existent, notamment dans le cadre de la mise en oeuvre de l'initiative parlementaire 19.475, par quelques ajustements financiers internes concernant, par exemple, la contribution au système de production, la contribution de transition ou la contribution à l'efficience des ressources.

Ces ajustements sont confirmés par l'organisation faîtière agricole et permettraient en outre d'assurer une plus grande stabilité du revenu des familles paysannes en 2023.

Je vous invite, en suivant ma minorité, à voter comme au premier débat, et donc à maintenir le crédit de 1,08 milliard de francs que nous avions adopté.

Matter Michel · Mit-M · Nationalrat · Genf · Grünliberale Fraktion

Le groupe vert'libéral restera sur ses positions car elles correspondent aux valeurs que nous défendons avec conviction.

Un soutien marqué à l'Ukraine est essentiel en cette période de grandes souffrances et difficultés. Ce soutien doit s'inscrire dans une vision globale de la région et de sa géopolitique. Nous resterons sur la position défendue par notre conseil et sa commission concernant les ressources destinées aux infrastructures et à l'aide civile. Le chemin pris par le Conseil des Etats, qui souhaite rediriger les crédits, n'est pas le bon et entraînera plus de difficultés que de solutions.

Concernant les paiements directs versés dans l'agriculture, le groupe vert'libéral rejoindra la décision du Conseil des Etats, qui refuse d'imposer à l'administration d'augmenter les contributions à la sécurité d'approvisionnement, par les paiements directs, de 161 millions de francs. Ces fonds sont destinés à la mise en oeuvre de l'initiative parlementaire 19.475. L'OFAG a prévu d'attribuer ces 161 millions à la réduction des risques liés aux pesticides et des surplus d'éléments fertilisants. Il ne faut pas couper ailleurs. Cela rejoint l'analyse d'Agroscope dans le cadre de la Politique agricole à partir de 2022, qui montre que cette réduction de 161 millions de francs n'aura quasiment aucun impact sur le taux d'autoapprovisionnement.

Concernant les mesures liées à la protection de l'enfance et de la jeunesse et le renforcement des droits de l'enfant, nous maintiendrons notre claire position en faveur de l'enfance.

Dans le domaine du sport, nous soutiendrons les moyens supplémentaires destinés à l'amélioration de l'éthique dans le sport, d'un montant de 360 000 francs. Cet apport supplémentaire au service de signalement Swiss Sport Integrity permet de garantir une éthique irréprochable et de soutenir la lutte indispensable contre le dopage.

Wyss Sarah · Mit-F · Nationalrat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion

Gerne nehme ich kurz Stellung zur Haltung der SP-Fraktion. Konkret halten wir daran fest, dass die Meldestelle bei Swiss Olympic unser politischer Wille ist und wir deshalb die 360 000 Franken bereits 2023 sprechen möchten. Es kommen viele Meldungen, und es ist wichtig, dass diese qualitativ hochstehend und zeitnah bearbeitet werden können. Zudem beteiligt sich ja auch Swiss Olympic mit 40 Prozent.

Zur Landwirtschaft: Hier folgen wir ebenfalls der Mehrheit unserer Finanzkommission und damit dem Entwurf des Bundesrates und dem Beschluss des Ständerates. Wir erachten die Zweckbindung als zielführend für eine zukunftsgerichtete Landwirtschaft.

Zum Kinderschutz: Hier scheinen uns die Rahmenbedingungen wichtig, denn wir möchten, dass das gesprochene Geld auch tatsächlich genutzt werden kann.

Zur vierten inhaltlichen Mehrheit: Wir forderten bereits vor einer Woche mehr Geld für die Ukraine. Dies wäre notwendig gewesen, doch Sie haben es hier drinnen abgelehnt. Wir finden es hingegen falsch, dass zusätzliches Geld für die Ukraine zulasten von anderen Ländern geht, notabene von Nachbarstaaten. Deshalb lehnen wir den Beschluss des Ständerates ab.

Kurzum: Wir folgen in allen Punkten der Mehrheit.

Siegenthaler Heinz · Mit-M · Nationalrat · Bern · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Wir wollen bei allen Positionen festhalten. Das heisst, bei den Sportverbänden unterstützen wir die Mehrbeträge für die Meldestelle für diese Missbrauchsfälle; die Vorrednerin hat es begründet.

Dann zum Thema Ukraine: Es ist sehr lobenswert, wenn man hier mehr Gelder sprechen will. Wir haben hier drin Beschlüsse gefasst, und der Ständerat hat nun die Idee, diese Gelder jemandem - zum Teil den Ärmsten - wegzunehmen, um in der Ukraine Wiederaufbauhilfe zu leisten. Ich habe schon letzte Woche im Eintretensvotum gesagt, dass es um die aktuelle Winterhilfe geht; diese 100 Millionen Franken sind sehr sinnvoll. Aber Wiederaufbau können wir dann machen, wenn dieser elende Krieg hoffentlich einmal beendet ist. Es nützt nichts, jetzt jemandem Geld wegzunehmen, um die Ukraine mehr zu unterstützen. Wir lehnen die Idee ab und halten am Beschluss des Nationalrates fest.

Auch beim Kinderschutz halten wir am Beschluss fest, das wurde auch begründet.

Nun zu den Direktzahlungen: Hier unterstützen wir die Minderheit Nicolet. Der Grundsatz der Direktzahlungen ist ja die Abgeltung von Leistungen. Nun will der Bundesrat ja keine Mittel der Direktzahlungen kürzen, aber er will sie umlagern. Das heisst, eigentlich will er die parlamentarische Initiative 19.475, "Das Risiko beim Einsatz von Pestiziden reduzieren", umsetzen, das unterstützen wir ebenfalls. Aber damit wird mehr Leistung verlangt, also mehr ökologische Leistung, und die wird dann nicht abgegolten, weil es ja eine Umlagerung ist. Das ist ein bisschen ein "Bubentricklein"; das ist das Gleiche, wie wenn Ihnen der Chef sagt: "Sie bekommen nicht weniger Lohn, Sie müssen nicht Angst haben, ich kürze Ihnen den Lohn nicht - aber Sie müssen einfach mehr leisten!" Genau nach diesem Prinzip funktioniert diese Umlagerung, daher lehnen wir diese Umlagerung ab und unterstützen die Minderheit Nicolet.

Wettstein Felix · Mit-M · Nationalrat · Solothurn · Grüne Fraktion

Im Namen der grünen Fraktion empfehle ich Ihnen, in allen Punkten der Mehrheit der Finanzkommission zu folgen.

Wir haben noch sechs Differenzen. Fünfmal waren wir uns in der Kommission entweder einig, oder es wurde zumindest kein Minderheitsantrag eingereicht. Die einzige angemeldete Minderheit haben wir bei der Position "Direktzahlungen Landwirtschaft", und bei dieser sollten wir auf den ständerätlichen Pfad einschwenken. Es wäre falsch, wenn die Aufstockung der Direktzahlungen ganz den Ausgaben zur Versorgungssicherheit zugeschlagen würde, wie es die Minderheit Nicolet will, denn auf diese Weise sind sie an keine Qualitätskriterien geknüpft. Vorgesehen sind die 160 Millionen Franken, um die es hier geht, insbesondere für die Realisierung jener Ziele, die wir mit der parlamentarischen Initiative 19.475 beschlossen haben: die Absenkung des Pestizideinsatzes und die Verminderung der Bodenbelastung durch Stickstoffe. Diesbezüglich hat das Bundesamt für Landwirtschaft bereits Verträge abgeschlossen. Es wäre unverständlich, wenn diese rückgängig gemacht würden. Kollege Siegenthaler, ein "Buebetrickli" wäre tatsächlich, der Minderheit Nicolet zuzustimmen. Der Mehrheit zuzustimmen, heisst dagegen, dem, was wir als Parlament bereits beschlossen haben, konzise treu zu bleiben.

Obwohl dort keine Minderheitsanträge vorliegen, sage ich noch kurz etwas zu drei weiteren Differenzen zum Ständerat: Nur einmal geht es dabei um einen Geldbetrag, in den anderen beiden Fällen um Verwendungszwecke. Beim Kredit der Position "Sportverbände und andere Organisationen" geht es um die Meldestelle von Swiss Sport Integrity, also um die Vermeidung von Ethikverstössen im Sport und um die Aufklärung von Vorfällen in der Vergangenheit. Die Zahl der Meldungen hat die Schätzungen übertroffen, darum müssen wir diese Meldestelle nächstes Jahr stärken, damit die Klärungen so bald wie möglich erfolgen können.

Zum Thema Kinderschutz: Wie gehört, geht es hier darum, dass bereits gesprochene Gelder für Projekte zum Schutz von Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden können und nicht als Kreditreste am Schluss des Jahres übrig bleiben. Genau dies würde nämlich passieren, wenn wir dem Ständerat bei seinem Streichungsbeschluss folgen, denn das Geld war bisher für die Ombudsstelle Kinderrechte Schweiz gedacht, welche aber erst später als geplant startbereit sein wird.

Bei den Positionen "Entwicklungszusammenarbeit Länder des Ostens" und "Investitionsbeiträge Entwicklungsländer" müssen wir bei unserer Version bleiben und die vom Ständerat eingebauten Zweckbindungen wieder streichen. Es ist unbestritten, dass sich EDA und SECO am Wiederaufbau in der Ukraine mit bedeutenden Beiträgen engagieren sollen. Das werden sie auch tun. Betroffen sind aber auch andere Länder, besonders Nachbarländer der Ukraine. Das Geld würde dort fehlen. Mein Vorredner und meine Vorrednerin haben das bereits ausgeführt.

Vielen Dank, wenn Sie überall der Kommissionsmehrheit folgen.

Nicolet Jacques · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Cher collègue Wettstein, vous avez dit dans votre présentation ne pas suivre ma minorité demandant une augmentation des paiements directs. Pouvez-vous me confirmer qu'il ne s'agit pas d'une augmentation, mais bien d'un rétablissement de l'enveloppe pour la sécurité à l'approvisionnement à 1,08 milliard de francs sans impact financier?

Wettstein Felix · Mit-M · Nationalrat · Solothurn · Grüne Fraktion

Ja, Kollege Nicolet, es ist richtig: Es handelt sich nicht um eine Aufstockung des Betrages insgesamt, sondern es geht tatsächlich um die Frage, wofür wir den Betrag verwenden wollen. Wenn wir ihn generell dem Thema Versorgungssicherheit beimessen, dann wird er ohne Auflagen, ohne Qualitätsziele verteilt, im Sinne der Direktzahlungen. Wir haben hier im Rat in den letzten zwei Jahren Beschlüsse gefasst, an denen wir unsere künftige Subventionspolitik ausrichten müssen. Wenn wir bei der Absenkung der Pestizidbelastung und bei der Absenkung der Nitratbelastung durch Stickstoffüberhang im Boden tatsächlich weiterkommen wollen, müssen wir auch die Direktzahlungen an Qualitätskriterien knüpfen. Wenn wir aber die Bestimmung mit der Zweckbindung aufrechterhalten, die Sie vorschlagen, dann geht das Geld eben nicht dorthin, wo wir es aus ökologischen Gründen unbedingt brauchen.

Nussbaumer Eric · 1VP-M · Nationalrat · Basel-Landschaft · Sozialdemokratische Fraktion

Präsident (Nussbaumer Eric, erster Vizepräsident): Die FDP-Liberale Fraktion verzichtet auf ein Votum und gibt bekannt, dass sie die Anträge der Mehrheit unterstützt.

Maurer Ueli · BR-M · Bundesrat · Zürich

Bezüglich der beiden Anträge, die die Ukraine betreffen, bitte ich Sie, dem Antrag Ihrer Finanzkommission zu folgen. Der Ständerat möchte ja bereits verpflichtende Mittel zugunsten der Ukraine anders nutzen. Damit entsteht ein Interessenkonflikt mit den bereits in Aussicht gestellten Unterstützungen, die aus unserer Sicht ebenfalls zugunsten der Ukraine notwendig sind. Wir sind der Meinung, dass die Ukraine ohnehin gesondert betrachtet werden muss - mit den 100 Millionen Franken im Sinne der Soforthilfe im Winterpaket haben wir das bereits gemacht. Wahrscheinlich wird weiteres Geld notwendig sein, aber dafür braucht es entsprechende Anträge für die Nachtragskredite.

Ich bitte Sie, den Beschluss des Ständerates abzulehnen. Es wird damit eine Koppelung gemacht, die wir ablehnen.

Beim Kinderschutz und den Kinderrechten geht es nicht um sehr viel Geld. Sie sind aber nicht konsequent, wenn Sie das Geld jetzt ausgeben. Sie haben letztes Jahr beschlossen, dass es dafür eine Rechtsgrundlage braucht; diese steht noch nicht. Wir konnten das Geld nicht ausgeben. Jetzt geht Ihre Kommissionsmehrheit einfach davon aus, dass man das Geld für etwas anderes ausgeben kann. Sie möchte das Geld an andere Organisationen verteilen, was ein Tropfen auf den heissen Stein ist. Ich bitte Sie deshalb, hier konsequent zu sein und das Geld dafür auszugeben, wofür es ursprünglich einmal geplant war.

Dann komme ich noch zu den Direktzahlungen. Hier geht es ja nicht um Finanzpolitik, sondern um Agrarpolitik. Festzuhalten ist vorab, dass der Betrag der Direktzahlungen gleich hoch bleibt. Der Bundesrat möchte aber 161 Millionen Franken dieses Betrages - also nicht alles - umlagern bzw. auf die von Ihnen angenommene parlamentarische Initiative 19.475 betreffend Pestizideinsatz ausrichten. Wir erfüllen mit dieser Verlagerung innerhalb der Direktzahlungen Ihren entsprechenden Auftrag. Es gibt für die Bauern nicht weniger Geld, sondern es gibt gleich viel, aber für etwas andere Leistungen, die Sie in Auftrag gegeben haben.

Ich bin auch nicht ganz sicher, ob Herr Nicolet richtigliegt. Denn es gibt natürlich bereits sehr viele Bauern, die sich auf diesen neuen Bereich ausrichten und entsprechende Anträge gestellt haben. Wenn Sie jetzt noch die Regeln ändern, sind diejenigen, die sich auf diese Agrarpolitik ausgerichtet haben, dann diejenigen, die sich über den Tisch gezogen fühlen. Es gibt natürlich auch die anderen, die an den Versorgungssicherheitsbeiträgen festhalten. Ich glaube aber, dass die Linie des Bundesrates, die auf die parlamentarische Initiative und auf die inzwischen bereits erfolgten Änderungen und Anmeldungen aus der Landwirtschaft ausgerichtet ist, konsequent ist.

Ich bitte Sie also, auch hier bei der Mehrheit zu bleiben und den Antrag der Minderheit Nicolet abzulehnen.

Giacometti Anna · Mit-F · Nationalrat · Graubünden · FDP-Liberale Fraktion

Nach dem Nationalrat hat gestern der Ständerat den Voranschlag 2023 ebenfalls beraten. Nach der Beratung im Ständerat verbleiben noch sechs Differenzen, die heute Morgen in der Finanzkommission behandelt wurden.

Wir beginnen mit den Differenzen beim Bundesamt für Sport. Der Ständerat lehnte den Beschluss des Nationalrates ab, zusätzliche 360 000 Franken zugunsten der Verbesserung der ethischen Situation im Sport, und zwar für die Meldestelle von Swiss Sport Integrity, zu sprechen. Die Finanzkommission beantragt mit 16 zu 6 Stimmen bei 3 Enthaltungen, am Beschluss des Nationalrates festzuhalten. Diese Meldestelle ist nämlich aus Sicht der Mehrheit der Kommission sehr wichtig.

Bei der Position "Internationale Sportanlässe" hat der Nationalrat 650 000 Franken für die Staffel-WM 2024 in Lausanne gesprochen. Nun hat aber der Weltverband am 30. November beschlossen, dass die Staffel-WM nicht in Lausanne, sondern auf den Bahamas stattfinden wird. Somit ist das Thema erledigt.

Wir kommen zu den Differenzen bei den Rahmenbedingungen der Kreditverwendung. Bei der Position "Entwicklungszusammenarbeit Länder des Ostens" beim EDA hat der Ständerat beschlossen, rund 25,5 Millionen Franken für zivile Hilfe der Ukraine zuzuweisen, und zwar für die zivile Infrastruktur. Bei der Position "Investitionsbeiträge Entwicklungsländer" beim SECO will der Ständerat weitere 19 Millionen Franken für zivile Hilfe an die Ukraine sprechen. Mit dem Winterhilfe-Paket für die Ukraine hat das Parlament bereits 100 Millionen Franken gesprochen. Die Mittel, die der Ständerat nun umlagern will, sind für andere Länder vorgesehen, welche ebenfalls aufgrund der Ukraine-Krise auf finanzielle Hilfe angewiesen sind. Aus diesem Grund beantragt die Finanzkommission einstimmig, die zwei Beschlüsse des Ständerates abzulehnen und am Beschluss des Nationalrates festzuhalten.

Bei der Position "Kinderschutz/Kinderrechte" beim EDI hat der Nationalrat beschlossen, die im Voranschlag 2023 eingestellten Mittel gemäss der Verordnung über Massnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie zur Stärkung der Kinderrechte zu verwenden. Der Ständerat will diese Rahmenbedingung streichen. Mit 18 zu 5 Stimmen bei 0 Enthaltungen beantragt die Finanzkommission, am Beschluss des Nationalrates festzuhalten.

Wir kommen zur letzten Differenz. Es handelt sich um die Position "Direktzahlungen Landwirtschaft". Der Nationalrat hat beschlossen, dass sich die Mittel für Versorgungssicherheitsbeiträge auf 1,08 Milliarden Franken belaufen sollen. Der Ständerat will die Rahmenbedingung streichen. Bei dieser Umlagerung der Direktzahlungen geht es nicht um Finanzpolitik, sondern, wie Bundesrat Maurer gesagt hat, um Agrarpolitik. Die vorgesehenen 160 Millionen Franken werden für die Umsetzung der parlamentarischen Initiative 19.475 benötigt. Die Finanzkommission entschied mit 14 zu 11 Stimmen: Die Mehrheit beantragt Ihnen, dem Ständerat zu folgen und den Minderheitsantrag Nicolet abzulehnen.

Im Namen der Finanzkommission bitte ich Sie, jeweils der Mehrheit zu folgen.

Grin Jean-Pierre · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Votre Commission des finances s'est réunie ce matin pour traiter les divergences avec le Conseil des Etats. Après le passage du projet de budget 2023 au Conseil des Etats, six divergences persistent. La première concerne les fédérations sportives et autres organisations (A231.0108). Dans le premier débat, le Conseil national avait accordé 360 000 francs pour garantir une certaine éthique dans le sport. Le Conseil des Etats propose de biffer ces 360 000 francs. Votre Commission des finances, par 16 voix contre 6 et 3 abstentions, vous propose de maintenir ces 360 000 francs.

La deuxième divergence concerne les 650 000 francs accordés à la ville de Lausanne pour les championnats du monde de relais (A231.0109). Ce montant n'était pas encore alloué à la ville de Lausanne, mais finalement le championnat a été attribué - comme l'a dit ma collègue - aux Bahamas, donc ce montant n'a plus sa raison d'être, et la Commission des finances vous propose de le supprimer.

La divergence suivante concerne la coopération au développement pour les pays de l'Est (A231.0336). Le Conseil des Etats demande qu'un montant de 25 494 400 francs soit destiné uniquement au rétablissement des infrastructures civiles en place en Ukraine. Mais cela causerait un problème pour les autres pays environnants qui auraient moins d'argent pour résoudre les problèmes qu'ils ont également, en lien avec la guerre en Ukraine. C'est à l'unanimité que votre Commission des finances vous demande de maintenir cette divergence découlant du premier débat.

La divergence suivante concerne la position "Protection et droits de l'enfant". Lors du premier débat, nous avions décidé que les moyens inscrits au budget 2023 devaient être utilisés conformément à l'ordonnance du 11 juin 2010 sur des mesures de protection des enfants et des jeunes et sur le renforcement des droits des enfants. Le Conseil des Etats a décidé de biffer cette condition. Votre Commission des finances vous propose de la maintenir par 18 voix contre 5.

Concernant le Secrétariat d'Etat à l'économie, à la position "Contributions à des investissements, pays en développement", le Conseil des Etats a décidé qu'un montant de 19 millions de francs nouvellement prévu pour le budget 2023 devait être entièrement consacré à l'aide civile en Ukraine. Pour les mêmes raisons que pour le crédit précédent, votre Commission des finances vous propose de maintenir la divergence et de ne pas suivre le Conseil des Etats.

La dernière divergence concerne les paiements directs dans l'agriculture. Lors du premier débat, notre conseil avait accepté de maintenir le montant du budget 2022, c'est-à-dire 1,08 milliard de francs, pour les contributions à la sécurité de l'approvisionnement. Le Conseil des Etats, en adoptant une proposition individuelle, a décidé de revenir à la proposition du Conseil fédéral, d'un montant de 919 millions de francs, ce qui représente une différence de 161 millions.

La minorité Nicolet vous propose de maintenir la décision prise lors du premier débat. Cette proposition a été refusée par la Commission des finances, qui vous propose donc de suivre le Conseil des Etats, par 14 voix contre 11.

En résumé, pour la minorité, maintenir ce montant est important pour la sécurité alimentaire. Pour la majorité, la biodiversité est plus importante.

Candinas Martin · P-M · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport

Département de la défense, de la protection de la population et des sports

504 Bundesamt für Sport

504 Office fédéral du sport

Antrag der Kommission

A231.0108 Sportverbände und andere Organisationen

Festhalten

Proposition de la commission

A231.0108 Fédérations sportives et autres organisations

Maintenir

Präsident (Candinas Martin, Präsident): Der Beschluss gilt auch für Artikel 2 im Bundesbeschluss Ib.

Angenommen - Adopté

Antrag der Kommission

A231.0109 Internationale Sportanlässe

V0383.00/A231.0109 Leichtathletik Staffel-WM 2024

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Proposition de la commission

A231.0109 Manifestations sportives internationales

V0383.00/A231.0109 Athlétisme CM de relais 2024

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Präsident (Candinas Martin, Präsident): Der Beschluss gilt auch für die Verpflichtungskredite und Artikel 5 im Bundesbeschluss Ia sowie für Artikel 2 im Bundesbeschluss Ib.

Angenommen - Adopté

2. Bundesbeschluss Ia über den Voranschlag für das Jahr 2023

2. Arrêté fédéral Ia concernant le budget pour l'année 2023

Art. 1 Abs. 2 Bst. a, c; 3 Abs. 3, 4; 5 Abs. 1 Bst. c

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Art. 1 al. 2 let. a, c; 3 al. 3, 4; 5 al. 1 let. c

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté

3. Bundesbeschluss Ib über die Planungsgrössen im Voranschlag für das Jahr 2023

3. Arrêté fédéral Ib concernant le cadre financier inscrit au budget 2023

Anhang 2 - Annexe 2

Departement für auswärtige Angelegenheiten

Département des affaires étrangères

Antrag der Kommission

A231.0336 Entwicklungszusammenarbeit Länder des Ostens

Festhalten

Proposition de la commission

A231.0336 Coopération au développement, pays de l'Est

Maintenir

Angenommen - Adopté

Departement des Innern - Département de l'intérieur

318 Bundesamt für Sozialversicherungen

318 Office fédéral des assurances sociales

Antrag der Kommission

A231.0247 Kinderschutz/Kinderrechte

Festhalten

Proposition de la commission

A231.0247 Protection et droits de l'enfant

Maintenir

Angenommen - Adopté

Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport

Département de la défense, de la protection de la population et des sports

504 Bundesamt für Sport

504 Office fédéral du sport

Antrag der Kommission

A231.0108 Sportverbände und andere Organisationen

Festhalten

A231.0109 Internationale Sportanlässe

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Proposition de la commission

A231.0108 Fédérations sportives et autres organisations

Maintenir

A231.0109 Manifestations sportives internationales

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté

Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung

Département de l'économie, de la formation et de la recherche

704 Staatssekretariat für Wirtschaft

704 Secrétariat à l'Etat à l'économie

Antrag der Kommission

A236.0142 Investitionsbeiträge Entwicklungsländer

Festhalten

Proposition de la commission

A236.0142 Contributions à des investissements, pays en développement

Maintenir

Angenommen - Adopté

708 Bundesamt für Landwirtschaft

708 Office fédéral de l'agriculture

Antrag der Mehrheit

A231.0234 Direktzahlungen Landwirtschaft

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Antrag der Minderheit

(Nicolet, Egger Mike, Fischer Benjamin, Gmür Alois, Grin, Gschwind, Guggisberg, Schwander, Siegenthaler, Strupler)

Festhalten

Proposition de la majorité

A231.0234 Paiements directs versés dans l'agriculture

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Proposition de la minorité

(Nicolet, Egger Mike, Fischer Benjamin, Gmür Alois, Grin, Gschwind, Guggisberg, Schwander, Siegenthaler, Strupler)

Maintenir

Abstimmung

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Mehrheit ... 105 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit ... 81 Stimmen

(1 Enthaltung)