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Effizientere Eingliederung am Arbeitsplatz. Auch Arbeitgebende sollen Gesuche für Anpassungen am Arbeitsplatz stellen können

Lohr Christian · Mit-M · Nationalrat · Thurgau · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Bevor Sie bzw. bevor wir eine neue Stelle antreten, gibt es zahlreiche Dinge, die wir vorab zu klären haben: Wie lege ich den Arbeitsweg zurück? Wie ziehe ich mich am ersten Arbeitstag und danach an? Wie komme ich ins Gebäude? Ja, das sind lauter Fragen, die eigentlich eine Selbstverständlichkeit und einfach zu klären sind. Doch für manche Menschen kommen zusätzliche Abklärungen hinzu, denn ohne bestimmte Hilfsmittel, ohne besondere Vorbereitungen, ohne besondere Anpassungen am Arbeitsplatz könnten sie ihre Arbeit gar nicht erledigen.

Meine Motion will diese Abklärungen unkompliziert gestalten und so Hürden bei der Arbeitsintegration von Menschen mit Behinderungen abschaffen. Heute ist es so, dass bei der IV nur die versicherte Person selbst ein Gesuch für ein Hilfsmittel am Arbeitsplatz stellen kann. Dabei wäre es in gewissen Konstellationen und Alltagssituationen für alle Beteiligten einfacher, wenn diese Abklärungen vom Arbeitgeber oder von der Arbeitgeberin getroffen werden könnten.

Das Anliegen habe ich im Austausch mit Betroffenen und - auch ganz wichtig - mit dem Schweizerischen Arbeitgeberverband aufgenommen. Dabei wurde mir unter anderem folgendes Beispiel geschildert: Eine Person mit Rollstuhl wird neu angestellt. Damit sie an den Teamsitzungen teilnehmen kann, ist eine bauliche Anpassung im Sitzungszimmer nötig. Diese Anpassung soll vor Beginn des Arbeitsverhältnisses erfolgen. Für eine unkomplizierte Umsetzung ist es daher sinnvoll, wenn auch der Arbeitgeber die Anpassung veranlassen und umsetzen kann.

Die Erfahrung zeigt, dass Angestellte mit Behinderungen bei der Gesuchstellung oft eng begleitet werden müssen, sei dies, weil der automatische Türöffner oder eine entsprechende Software umgestellt werden muss oder weil die betroffene Person anderweitige Unterstützung benötigt. Das Gesuch muss bis heute - und das macht es manchmal kompliziert - immer die betroffene Person stellen, auch wenn das nicht wirklich effizient ist. Sehr wichtig ist dabei, dass das alles nicht über den Kopf der versicherten Person hinweg erfolgen und geschehen kann. Darum habe ich aus datenschutzrechtlichen Gründen vorgesehen, dass die betroffene Person immer vor der Gesuchstellung darüber informiert werden muss.

Eine analoge Regelung kennt auch die Früherfassung. Auch diese ist durch den Arbeitgeber möglich, aber nicht ohne die vorgängige Information der betroffenen Person.

Die Möglichkeit der Gesuchstellung durch Arbeitgebende soll zusätzlich zur bisherigen Regelung bestehen. Es gilt, je nach Situation den sinnvollsten Weg zu wählen; oft braucht es auch gegenseitige Rücksprachen. Aber Hürden sollen dabei definitiv abgebaut werden.

In seiner Stellungnahme zeigt sich der Bundesrat bereit zu einer administrativen Vereinfachung. Aber mit der vom Bundesrat erwähnten Anpassung des Formulars "Früherfassung" wird das Anliegen der Motion eben nicht umgesetzt. Die wenigsten Personen, die ein Hilfsmittel am Arbeitsplatz benötigen, sind zeitgleich in einem Prozess der Früherfassung. Früherfassung habe ich explizit als Analogie zur Information der betroffenen Person erwähnt.

Es freut mich, dass das Anliegen sehr breit unterstützt wird. Ich stand bei der Ausarbeitung der Motion - das betone ich hier noch einmal mit allem Nachdruck - auch im Kontakt mit dem Schweizerischen Arbeitgeberverband, mit Vertretern aus allen Gewerben und mit gewerkschaftsnahen Personen. Lassen Sie uns diese unnötigen Hürden abbauen.

Ich bitte Sie deshalb, dieser Motion heute zuzustimmen.

Berset Alain · BPR-M · Bundesrat · Freiburg

Le Conseil fédéral a proposé de rejeter la motion, lorsqu'elle a été déposée il y a environ deux ans, avec l'argumentation suivante: le droit à un moyen auxiliaire appartient à la personne assurée; il est lié à la personne. Par le dépôt d'une demande, la personne assurée autorise l'assurance-invalidité à traiter des données personnelles sensibles. D'une part, ce moyen auxiliaire appartient donc à une personne et, d'autre part, pour traiter la demande, il faut avoir accès à des données sensibles.

C'est une évidence qu'il faut que la collaboration avec les employeurs soit exemplaire. D'ailleurs, on a beaucoup travaillé sur ce point. Par contre, il nous a semblé qu'autoriser l'employeur de manière unilatérale à déposer une demande pour une personne tierce, qui aurait besoin d'un moyen auxiliaire, n'entre pas vraiment dans cette logique de collaboration et de coordination, que nous souhaitons. Cela pourrait être en contradiction avec la liberté et l'autodétermination des assurés concernés. C'est sur cela que nous avons quelques réserves et quelques doutes. Permettre aux employeurs de déposer des demandes de manière unilatérale, qui concernent des individus, qui, dans le cas présent, ne seraient même pas forcément informés de ce qu'il se produit, alors que la mesure les concerne directement, ne nous paraît pas être la bonne manière de régler le problème.

Au contraire, il faut vraiment renforcer encore et encore la collaboration avec les employeurs. C'est un élément sur lequel on a mis beaucoup - beaucoup - d'énergie ces dernières années. Cette collaboration est extrêmement importante. Elle vient encore d'être renforcée dans le cadre du développement continu de l'assurance-invalidité. Récemment également, le formulaire correspondant a été adapté de manière à garantir l'implication de l'employeur dans l'examen des moyens adéquats au maintien du poste de travail, dès la phase de détection précoce, et ceci sans charge administrative supplémentaire.

Voilà la raison pour laquelle le Conseil fédéral vous invite à rejeter cette motion. Il ne nous paraîtrait pas forcément idéal, comme évolution, d'avoir des demandes unilatérales. Elles pourraient être déposées par les employeurs, concernant des personnes qui devraient pouvoir avoir la liberté et la possibilité de s'autodéterminer par rapport à cela et de dire si elles le souhaitent ou pas.

Abstimmung

Präsident (Nussbaumer Eric, erster Vizepräsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 115 Stimmen

Dagegen ... 66 Stimmen

(2 Enthaltungen)