03.5209
Illegale Helikopterlandungen
Leuenberger Moritz · BR-M · Bundesrat · Zürich
Die Gebirgslandeplätze werden im Rahmen des Sachplans Infrastruktur Luftfahrt (SIL) zurzeit unter Federführung des Bazl überprüft. Verschiedene Bundesstellen, die Kantone und alle weiteren Betroffenen sind einbezogen. Es geht darum, Schutz- und Nutzungsinteressen abzuwägen. In so genannten Konfliktblättern - es handelt sich nicht um Objektblätter des Sachplans - werden gegensätzliche Interessen für jeden Landeplatz festgehalten, um eine transparente Diskussionsgrundlage zu haben.
Im Entwurf des Konfliktblattes zum Landeplatz Aeschhorn wird mehrfach deutlich festgehalten, dass es vorwiegend um den Flugbetrieb im Winter geht. An einer Stelle hingegen wurden redaktionell Sommer und Winter verwechselt. Es handelt sich um ein offensichtliches redaktionelles Versehen. Verdachtsmomente, dass auch ausserhalb der Gebirgslandeplätze gelandet wird, gibt es immer wieder. Sie betreffen verschiedene Örtlichkeiten in den Alpen. Hinweise, dass solches im Umfeld des Aeschhorns erfolgte, ergeben sich jetzt, bei der laufenden Gesamtüberprüfung der Gebirgslandeplätze. Das Bazl hat seine Ressourcen im Bereich Helikopteraufsicht verstärkt und seine Kontrollen intensiviert, auch in Bezug auf Landungen beim Hotel Trift. Sollten sich illegale Aktivitäten bestätigen, so wird das Bazl einschreiten.
Hollenstein Pia · Mit-F · Nationalrat · St. Gallen · Grüne Fraktion
Muss ich Ihren Äusserungen entnehmen, dass im Moment der Recherchen der Bundesrat tatsächlich davon ausgeht, dass noch keine illegalen Landungen stattgefunden haben, dass diese Zwischenlandungen legal waren? Ist das die Meinung?
Leuenberger Moritz · BR-M · Bundesrat · Zürich
Der Bundesrat weiss nicht genau, wo gelandet wurde. Je nachdem, wo gelandet wurde, wäre es illegal oder legal. Wir haben im Moment keine erhärteten Beweise, dass es um illegale Landungen gegangen wäre. Wäre das so, würden wir - nicht ich selber, aber das Bazl - einschreiten.