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SRG. Für eine ausgeglichene Gewichtung von Frauen- und Männersport

Herzog Eva · P-F · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion

Präsidentin (Herzog Eva, Präsidentin): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.

Sommaruga Carlo · Mit-M · Ständerat · Genf · Sozialdemokratische Fraktion

Les sportives et les sportifs de haut niveau, qu'elles ou qu'ils pratiquent un sport individuel ou collectif, permettent la promotion du sport qu'elles ou qu'ils pratiquent. Mais ce sont surtout des figures inspirantes, tout particulièrement pour les jeunes filles et les jeunes garçons. Or, pour que ces figures sportives de proue féminines comme masculines puissent jouer un rôle de catalyseur auprès de la jeunesse et l'amener à pratiquer un sport et s'y engager dans un esprit de saine compétition, pour le bien du corps et de l'esprit, encore faut-il que leur activité sportive et leur performance trouvent écho dans les médias. Ici, le média de service public joue un rôle essentiel. Il n'a pas à répondre à une logique marchande, mais doit contribuer à informer, même en matière sportive, le public jeune ou moins jeune, féminin ou masculin.

Ma motion s'inscrit dans cette perspective. Elle a d'ailleurs été déposée après avoir rencontré des femmes et des jeunes filles sportives. D'une part, j'ai rencontré des sportives d'élite de sport collectif qui m'ont expliqué comment, dans leur jeunesse récente, elles avaient dû s'identifier à des figures masculines en raison de l'absence de mise en valeur des femmes sportives, alors que de telles figures existaient déjà à l'époque. D'autre part, je me suis entretenu avec de jeunes et très jeunes sportives qui regrettaient le peu d'espace dans les médias accordé au sport féminin, surtout collectif, qu'elles pratiquent. Les affirmations de ces jeunes femmes et de ces femmes correspondent à la réalité mesurée scientifiquement, puisqu'une étude de l'Université de Zurich publiée en 2021 a démontré que, pour la période 2015-2020, la présence des femmes dans les médias n'avait pratiquement pas évolué et qu'en matière de sport, seuls 13 pour cent des informations étaient dédiées au sport féminin.

Certes, la présence du sport féminin dans les médias s'est améliorée en 2023, mais cela relève plus de la circonstance spéciale, comme la tenue de la coupe du monde de football féminin. Quoi qu'il en soit, on est encore loin d'une approche respectant l'égalité, même dans le service public.

Il est assez déroutant de lire dans l'avis du Conseil fédéral qu'il n'y a pas besoin d'agir, même si le sport féminin diffusé en direct ne représente que 35 pour cent de la diffusion sportive du média de service public, dans la mesure où la SSR a reconnu le problème et qu'elle a déjà triplé la diffusion du sport féminin. Si cela est vrai, cela montre que voilà encore peu d'années en arrière, il y avait tout juste 10 pour cent de diffusion en direct de sport féminin.

Si l'on tient compte de la diffusion en direct des sports individuels comme le tennis ou le ski, il apparaît de manière patente que les sports collectifs féminins, comme le football, le basketball ou le volleyball sont toujours largement sous-diffusés.

On ne saurait certainement pas se contenter d'une part aussi faible de présence médiatique dans la diffusion sportive du service public, service public qui doit répondre aux attentes de l'ensemble de la population. Rien ne justifie la discrimination sportive des femmes qui représentent tout de même 50 pour cent des auditeurs et des téléspectateurs.

Ma motion vise justement à modifier cet état de fait. Il s'agit d'accélérer le processus que le Conseil fédéral affirme que la SSR a mis en place. La solution proposée par ma motion n'est ni bureaucratique ni réglementaire. Je demande simplement que, dans le cadre du prochain renouvellement de la concession de la SSR, qui aura lieu à la fin 2024, le Conseil fédéral précise, dans le texte de la concession, l'objectif de parité entre le sport féminin et masculin à l'article 3 de la concession, qui prévoit déjà d'ailleurs un objectif général d'égalité, mais qui n'est manifestement pas respecté dans le cadre des émissions sportives du service public. La motion proposée n'exige pas non plus d'agir dans l'urgence. Elle accompagne le renouvellement de la concession qui aura lieu, normalement, fin 2024.

Afin de favoriser l'émergence de modèles sportifs féminins pour nos filles et nos petites filles, je vous invite à accepter ma motion.

Müller Damian · Mit-M · Ständerat · Luzern · FDP-Liberale Fraktion

Der Motionär nimmt mit diesem Anliegen ein wichtiges Thema auf. Ich sage aber als Präsident des Schweizerischen Verbandes für Pferdesport - ich lege das hier offen -, dass es eigentlich in diesem Land und weltweit eine einzige Sportart gibt, bei der sich Frauen und Männer im gleichen Wettbewerb gegenüberstehen, und das ist der Pferdesport. Wenn diese Motion angenommen würde, müsste ich also erwarten, dass die SRG künftig während eines wesentlichen Teils ihrer Sendezeit diejenige Sportart überträgt, die eben grundsätzlich Frau und Mann gleich behandelt - das ist der Pferdesport. Das möchte ich gerne hier erwähnt haben.

Gleichzeitig nimmt aber Kollege Sommaruga ein wichtiges Argument auf, das ich mir jetzt trotzdem an die Adresse von Herrn Bundesrat Rösti zu sagen erlaube. Wenn Sie natürlich in einem Gegenvorschlag für die künftige Zusammenarbeit mit der SRG bei der neuen Konzession gleichzeitig bereits mitgeteilt haben, dass vor allem der Sport weniger Sendezeit erhalten sollte - so habe ich es zumindest verstanden -, dann wird es wahrscheinlich schwierig, die Bedürfnisse der Bevölkerung überhaupt noch abzudecken. Vielleicht können Sie uns hier bereits den einen oder anderen Pinselstrich zeigen, wie Sie eine solche Umsetzung überhaupt vornehmen würden.

Ich muss aber trotzdem sagen, ich würde hier empfehlen, diese Motion nicht anzunehmen und mit dem Bundesrat zu gehen. Die Frage, wie wir dies ganz genau aushandeln, ist wirklich auch eine Frage der Kapazitäten, wie es dieses Unternehmen in Zukunft handhaben wird. Die Diskussion in einem Gesamtpaket zu führen, ist jetzt nicht opportun, das müssten wir vielmehr dann tun, wenn wir effektiv auch wissen, wie der Gegenvorschlag im Parlament behandelt würde.

Trotz eines grossen Verständnisses für das Anliegen des Motionärs würde ich Ihnen also dennoch beantragen, die Motion abzulehnen. Wir werden dann grosse Diskussionen darüber führen, was überhaupt noch und wie angeboten wird und angeboten werden kann - je nachdem, wie der Bundesrat die Situation beurteilt bzw. natürlich auch die Stimmbevölkerung, wenn sie eine Initiative annehmen würde, die aus meiner Sicht relativ starke, radikale Konsequenzen für diesen Sender hätte.

Rösti Albert · BR-M · Bundesrat · Bern

Bevor ich konkret auf das Anliegen der Motion Sommaruga Carlo eingehe, mache ich eine Vorbemerkung. Sie haben es richtig gesagt, wir müssen bis Ende 2024 die Konzession erneuern. Der Bundesrat hat aber am 8. November entschieden, die bestehende Konzession bis Ende 2028 mit einigen allfälligen technischen Anpassungen zu verlängern. Der Entscheid fiel im Zusammenhang mit der Volksinitiative "200 Franken sind genug!", weil der Bundesrat der Auffassung ist, dass er klar über den Finanzrahmen Bescheid wissen muss, bevor die Konzession und entsprechend die Inhalte erneuert werden können. Von daher ist die Dringlichkeit für Ihr Anliegen etwas kleiner.

In diesem Zusammenhang nehme ich gerne schnell Stellung. Der Bundesrat hat gesagt, er erwarte bei der Umsetzung des Gegenprojekts, das jetzt in der Vernehmlassung ist - ich sage "Gegenprojekt", weil es kein eigentlicher Gegenvorschlag ist, sondern die Beiträge einfach auf Verordnungsebene angepasst würden -, dass in den Bereichen Bildung, Information und Kultur ein Schwerpunkt gesetzt werde, und er würde das auch in der Konzession so definieren. Die Bereiche Sport und Unterhaltung wären allenfalls zu schärfen, oder - Sie sagen es richtig - wenn reduziert werden muss, dann in diesem Bereich, weil es hier einfach auch private Angebote und Sender gibt. Letztlich müssen wir den öffentlichen Auftrag schwerpunktmässig - nicht ausschliesslich, sondern schwerpunktmässig - in den Bereichen Bildung, Information und Kultur sehen. Es ist nicht an mir, nicht am Bundesrat und, glaube ich, auch nicht am Parlament, hier genauere Angaben zu machen. Es liegt am Schluss im Rahmen der vorhandenen Finanzen an der SRG, zu bestimmen, was von den Zuschauerinnen und Zuschauern bzw. von den Nutzerinnen und Nutzern der Konzepte nachgefragt wird.

In diesem Zusammenhang würde ich Ihnen eben auch beliebt machen, das Anliegen von Herrn Sommaruga abzulehnen, dies, weil die SRG den Handlungsbedarf nach unserer Auffassung erkannt hat. Sie haben die Zahl gesagt: 2022 machte die Übertragung von Frauensport über 35 Prozent des Live-Sportangebots aus. Im laufenden Jahr stand beispielsweise die Frauenfussball-WM im Zentrum der Berichterstattung oder auch der Radsport mit der Tour de Suisse und der Tour de Romandie, die Volleyball-Europameisterschaften oder das Swiss Ladies Open im Golf. Man hat hier also durchaus auch Frauensportarten Gewicht verliehen. Von Herrn Ständerat Müller wurde auch der Pferdesport erwähnt, der ebenfalls vom SRF übertragen wird.

Der Bundesrat ist der Auffassung, dass wir der SRG nicht politische Vorgaben machen sollten, die dann allenfalls an den Bedürfnissen der Konsumenten, die ich nicht beurteilen werde, vorbeigehen. Wichtig scheint mir aber, dass das Anliegen in der geltenden Konzession schon berücksichtigt ist, indem diese eine Bestimmung zur Chancengleichheit enthält. In Artikel 3 Absatz 3 der Konzession, "Grundsätze betreffend das publizistische Angebot", steht geschrieben: "Die SRG bemüht sich um eine angemessene Darstellung und Vertretung der Geschlechter in ihrem publizistischen Angebot." Von daher ist das Anliegen eigentlich berücksichtigt. Weitere, engere Angaben zu machen schiene mir nicht opportun, da der SRG letztlich auch eine Programmautonomie zugeschrieben wird.

Vor diesem Hintergrund lehnt der Bundesrat das Anliegen ab.

Abstimmung

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 16 Stimmen

Dagegen ... 18 Stimmen

(1 Enthaltung)