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Französische Sprache beibehalten und so Bürokratie und unnötige Kosten vermeiden
Caroni Andrea · P-M · Ständerat · Appenzell A.-Rh. · FDP-Liberale Fraktion
Präsident (Caroni Andrea, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
Sommaruga Carlo · Mit-M · Ständerat · Genf · Sozialdemokratische Fraktion
Le titre de ma motion parle de la préservation de la langue française. La demande formelle de la motion au Conseil fédéral est de maintenir comme langue de travail avec les institutions et organisations internationales les langues officielles suisses lorsque celles-ci sont également des langues officielles au sein des institutions ou organisations.
Cette motion qui a été soutenue - et je les remercie - par l'ensemble de nos collègues francophones au sein de ce conseil, a été déposée après que des hauts fonctionnaires de langue française du Ministère public de la Confédération et de l'Office fédéral de la justice m'ont alerté sur la volonté du Secrétariat d'Etat aux questions financières internationales d'abandonner le français au profit de l'anglais comme langue de travail dans le cas des relations avec le Gafi. Or, cette institution, située à Paris et dont la Suisse a contribué à la création, a deux langues officielles: l'anglais et le français. Rien ne justifie l'abandon du français comme langue de travail, alors que notre langue nationale est utilisée depuis 30 ans comme langue de communication et de travail entre la Suisse et le Gafi.
Le plurilinguisme, avec sa dimension culturelle, est une richesse de notre pays. Avec ses quatre langues nationales et nos trois langues officielles, la Suisse a une image extrêmement positive à l'étranger, car elle démontre que des communautés linguistiques et culturelles différentes peuvent cohabiter en se respectant les unes les autres et surtout que l'on respecte les minorités linguistiques et la culture qui va avec. Pour que le plurilinguisme ne s'érode pas dans notre pays, il faut certes défendre nos langues nationales, ce que nous faisons chacun dans le cadre de notre activité - surtout les francophones et les italophones - en tant que parlementaires, mais il faut surtout les utiliser, ces langues. Les utiliser est peut-être le meilleur moyen de défendre au mieux ces langues. Si, aujourd'hui, on parle d'un problème avec l'abandon du français au profit de l'anglais pour une institution, demain, cela pourrait bien sûr concerner l'italien dans certaines relations internationales, voire l'allemand, si l'allemand est utilisé comme langue officielle. Utiliser l'anglais alors que l'on peut sans autre s'exprimer dans une langue nationale officielle pour le travail courant, c'est la manière la plus évidente de miner notre plurilinguisme et surtout de mettre en danger les langues minoritaires dans ce pays.
Il est piquant de constater que l'on veut passer à l'anglais dans les rapports avec une institution internationale qui a son siège à Paris, qui est la ville phare de la francophonie, cela d'autant plus que notre pays participe activement à l'Organisation internationale de la francophonie, qui a également son siège à Paris et qui affirme vouloir promouvoir le français notamment vis-à-vis des minorités francophones à travers le monde. Le passage à l'anglais dans nos relations de travail avec une organisation internationale comme le Gafi serait en totale incohérence avec les principes constitutionnels sur les langues, mais aussi avec nos engagements internationaux.
En lisant l'argumentation du Conseil fédéral, j'avoue que je suis un peu surpris par la contradiction de ses propos: d'une part, il souhaite qu'on puisse s'exprimer en anglais avec le Gafi, mais d'autre part, il nous dit qu'il organise en Suisse une formation en français pour les futurs évaluateurs de ce même Gafi. On a donc un peu l'impression qu'il y a une approche à double standard.
Cette motion, comme vous l'avez peut-être vu, est soutenue par des organisations qui défendent le plurilinguisme et également Helvetia Latina, qui s'engage pour la défense de l'utilisation du français et de l'italien au sein de l'administration.
Je vous demande de faire bon accueil à ma motion et de la soutenir.
Rieder Beat · Mit-M · Ständerat · Wallis · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Nur ganz kurz: Ich komme aus einem zweisprachigen Kanton. Dort gehöre ich, deutschsprachig, einer Minderheit an. Wir waren immer darauf angewiesen, dass die deutsche Sprache auch im Kanton auf allen Ebenen inkludiert ist, dass wir in dieser Sprache sprechen können, dass wir auch die Dokumente in dieser Sprache erhalten. Für Sie hier tönt das jetzt vielleicht banal, es ist aber nicht ganz selbstverständlich, denn nicht alle aus dem Oberwallis sind des Französischen mächtig, ebenso wenig wie alle aus dem Unterwallis des Deutschen mächtig sind.
Daher bitte ich Sie, die Motion zu unterstützen.
Gmür-Schönenberger Andrea · Mit-F · Ständerat · Luzern · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Ich möchte mich meinem Vorredner anschliessen und Sie ebenfalls bitten, diese Motion zu unterstützen. Was will sie? Sie will nur, dass weiterhin Französisch benutzt wird, wenn Französisch auch die Amtssprache der internationalen Organisation ist, mit der unser Land im Kontakt und Austausch ist. Bei der EU oder auch bei den Vereinten Nationen ist Französisch eine offizielle Amtssprache. Da macht es doch keinen Sinn, wenn man jetzt neuerdings Englisch spricht.
Die französische Sprache ist ein Teil unserer kulturellen und auch nationalen Identität. Dazu sollten wir wirklich Sorge tragen. Schlussendlich hilft sie auch der Kohäsion. Es geht um den gesellschaftlichen Zusammenhalt, und da kann ich mich meinem Vorredner anschliessen. Es geht eben nicht einfach um eine Lappalie. Zudem braucht es, wenn eine Landessprache auch in der internationalen Organisation gesprochen wird, von unserer Seite her keine Übersetzungen; es ist effizient. Unsere Leute können hundertprozentig eingesetzt werden. Für mich wäre es auch ein seltsames Signal des Bundesrates, wenn er eine Landessprache, die noch dazu eigentlich in der Minderheit ist, einfach übergehen würde.
Zu guter Letzt erinnere ich Sie an unsere Debatte rund um die Kitas. Da hatten wir einen Einzelantrag, der mehrheitsfähig wurde. Dieser Einzelantrag wollte, dass eben nur Kitas unterstützt werden, in denen eine Landessprache gelehrt respektive gesprochen wird. Das fand die Mehrheit damals richtig. Ich finde, wir sollten zu unseren Sprachen Sorge tragen.
In diesem Sinn bitte ich Sie, diese Motion anzunehmen.
Keller-Sutter Karin · VPBR-F · Bundesrat · St. Gallen
Ich bitte Sie im Namen des Bundesrates, die Motion abzulehnen. Der Bundesrat ist der Meinung, dass das Anliegen der Motion erfüllt ist. Die Mehrsprachigkeit ist in keiner Art und Weise bestritten. Sie ist auch in unserer Bundesverfassung festgelegt. Es ist zudem so, dass man in der Bundesverwaltung systematisch in seiner Muttersprache Vorlagen vorbereitet und diese so vertritt - auch im Bundesrat. Je nachdem, wer Redaktor oder Redaktorin eines Antrages ist, kommt das in dieser Sprache, manchmal kommt ein Absatz auf Deutsch und der Rest auf Französisch oder sogar auf Italienisch.
Man muss aber auch sehen, dass auf internationaler Ebene halt selbst in Organisationen Englisch gesprochen wird, in denen eine unserer Sprachen auch eine gängige Sprache ist. Ich kann Ihnen ein Beispiel geben: Sie würden mich z. B. verpflichten, mit einem EU-Kommissar Französisch zu sprechen, obwohl er nicht Französisch sprechen kann. Er spricht Englisch; dann sind noch irgendwelche Beamte anwesend, ein Grieche, ein Franzose, ein Italiener; das kommt vor. Und dann spricht man Englisch.
Das letzte Gespräch, das mir in den Sinn kommt, war mit Kommissar Gentiloni. Wir sprachen Englisch, weil Steuerrechtsexperten aus verschiedenen EU-Staaten dabei waren. Es war klar, dass wir auf dieser Ebene auf Englisch verhandeln. Das ist einfach eine Realität. Das gilt z. B. auch in der Groupe d'action financière (Gafi), das war ja hier etwas der Casus Belli. Auch die Meldestelle für Geldwäscherei und die Finma sind sich gewohnt, dass man unter Fachspezialisten manchmal halt einfach Englisch spricht. Darum geht es, dass man nicht noch eine Übersetzung braucht, dass man seine Interessen direkter einbringen kann. Ich nehme noch einmal das Gespräch mit Gentiloni als Beispiel auf: Hätte ich hier einen Dolmetscher beiziehen müssen, obwohl ich mit Gentiloni direkt sprechen kann? Oder nehmen wir die G-20: Die Franzosen sprechen in der G-20 Englisch. Nur die Chinesen und die Amerikaner können es sich erlauben, in ihrer Sprache zu sprechen. Diese werden nämlich übersetzt.
Darum geht es, dass wir auf internationaler Ebene direkt Englisch sprechen, wenn es einfacher ist - wie das die Luxemburger auch machen, wie es die Belgier auch machen. Mit dem belgischen Kollegen spreche ich Englisch. Warum? Er möchte nicht Französisch sprechen, er ist Flame. Sehen Sie, es gibt einfach Gegebenheiten, die man auch beachten muss.
Ich und der Bundesrat sind der Meinung, dass diese Motion erfüllt ist, dass es aber Situationen auf internationaler Ebene gibt, wo wir einfach Englisch sprechen müssen.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 20 Stimmen
Dagegen ... 18 Stimmen
(1 Enthaltung)