22.066
Obligationenrecht (Baumängel). Änderung
Riniker Maja · P-F · Nationalrat · Aargau · FDP-Liberale Fraktion
Obligationenrecht (Baumängel)
Code des obligations (Défauts de construction)
Ziff. I Art. 219a Abs. 2
Antrag der Einigungskonferenz
Der Käufer eines Grundstücks mit einer Baute, die noch zu errichten ist oder weniger als zwei Jahre vor dem Verkauf neu errichtet wurde, kann auch unentgeltliche Verbesserung verlangen. Dieser Anspruch untersteht den Bestimmungen über den Werkvertrag.
Ch. I art. 219a al. 2
Proposition de la conférence de conciliation
L'acheteur d'un immeuble qui comprend une construction devant encore être érigée ou ayant été érigée moins de deux ans avant la vente peut de plus exiger que le vendeur répare les défauts à ses frais. Ce droit est soumis aux dispositions sur le contrat d'entreprise.
Dandrès Christian · Mit-M · Nationalrat · Genf · Sozialdemokratische Fraktion
La conférence de conciliation s'est réunie hier. Il restait une divergence à régler qui portait sur deux points relevant uniquement du contrat de vente. Vous savez que ce projet porte à la fois sur le contrat d'entreprise et le contrat de vente. La question à traiter était celle relative au champ de la protection, donc de l'obligation de réparation sans frais pour le contrat de vente. Est-ce qu'il fallait inclure ou non des immeubles anciens, mais qui avaient fait l'objet d'importantes rénovations? Que peut-on considérer, si on exclut les importantes rénovations, comme étant du logement neuf? Est-ce que ce sont des logements qui ont été érigés il y a un ou deux ans?
La conférence de conciliation a donc coupé la poire en deux: elle a retenu deux ans, mais a exclu les importantes rénovations. Je dois préciser ici qu'évidemment il n'y a pas de perdants avec cette révision, puisque le droit en vigueur a des rigueurs qui sont problématiques; c'est pour cela, du reste, que cette révision a été entreprise. Mais on peut considérer que les gagnants auraient pu être plus nombreux et que les personnes qui ont été exclues de cette protection avec le texte de la conférence de conciliation auraient sans doute mérité un meilleur sort. Il y a donc une certaine amertume à vous présenter cette proposition aujourd'hui. Néanmoins, le projet, de manière générale, est un plus pour des personnes qui méritent cette protection. C'est la raison pour laquelle on vous encourage à l'accepter, sachant qu'il n'y a pas de minorité.
Je vais terminer mon propos en remerciant, évidemment, l'important travail qu'a fait l'administration sur un projet qui a porté sur deux législatures. Les commissions ont fait un travail très important qui a beaucoup sollicité les services du département, que je remercie.
Brenzikofer Florence · Mit-F · Nationalrat · Basel-Landschaft · Grüne Fraktion
Unser Rat hat sich vor zwei Tagen beim Obligationenrecht für eine Ausdehnung des zwingenden Nachbesserungsrechts um zwei Jahre ausgesprochen. Von diesem zwingenden Nachbesserungsrecht hätten nicht nur Neubauten, sondern auch ältere Bauten erfasst werden sollen.
Es verblieb eine Differenz zum Ständerat bei Artikel 219a Absatz 2, insbesondere zu umfangreichen Renovierungsarbeiten sowie zur Dauer. Die Einigungskonferenz der Kommissionen für Rechtsfragen entschied sich gestern bei Artikel 219 Absatz 2 für folgende Variante: "Der Käufer eines Grundstücks mit einer Baute, die noch zu errichten ist oder weniger als zwei Jahre vor dem Verkauf neu errichtet wurde, kann auch unentgeltliche Verbesserung verlangen. Dieser Anspruch untersteht den Bestimmungen über den Werkvertrag." Der entsprechende Einigungsantrag wurde einstimmig angenommen.
Wie mein Vorredner möchte ich an dieser Stelle dem Sekretariat der Kommission für Rechtsfragen, der Verwaltung sowie Bundesrat Jans für die Arbeit in den letzten beiden Jahren ganz herzlich danken.
Ich beantrage Ihnen, dem einstimmig angenommenen Antrag der Einigungskonferenz zuzustimmen.
Jans Beat · BR-M · Bundesrat · Basel-Stadt
Auch hier möchte ich es nicht verpassen, der Kommission ein herzliches Dankeschön für ihre gute und umsichtige Arbeit und dafür auszusprechen, dass sie es ermöglicht hat, einen Kompromiss mit dem Ständerat zu finden. Da bestanden zum Teil grosse Differenzen, aber am Schluss haben wir eine Lösung gefunden, die - ich finde es schön, dass die Berichterstattenden aus der Kommission das auch gesagt haben - wirklich besser ist als die bestehende Regelung und eigentlich nur Gewinnerinnen und Gewinner hat.
Es ging nicht ganz so weit, wie es sich der Nationalrat gewünscht hatte, aber jetzt können wir das in Kraft setzen, wir können einen Mangel im Obligationenrecht beheben. Und wenn sich das nicht bewährt, gibt es für die Anliegen des Nationalrates in einigen Jahren vielleicht noch eine zweite Chance. Auf jeden Fall vielen Dank, dass Sie mit der Annahme des Antrages der Einigungskonferenz hier den Weg freimachen für eine bessere Lösung im Zusammenhang mit der Korrektur von Baumängeln.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Einigungskonferenz ... 185 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(0 Enthaltungen)
Riniker Maja · P-F · Nationalrat · Aargau · FDP-Liberale Fraktion
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Das Geschäft geht an den Ständerat.