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Bundesgesetz über die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV (Leistungen für Hilfe und Betreuung zu Hause). Änderung

Riniker Maja · P-F · Nationalrat · Aargau · FDP-Liberale Fraktion

Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung

Loi fédérale sur les prestations complémentaires à l'AVS et à l'AI

Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Die verbleibenden Differenzen beraten wir in einer einzigen Debatte.

Weichelt Manuela · Mit-F · Nationalrat · Zug · Grüne Fraktion

Ich komme zuerst zur Minderheit bei Artikel 10 Absatz 1ter a. Hier beantragt meine Minderheit, dem Beschluss des Nationalrates zu folgen. Wir haben uns im Nationalrat am 19. Dezember 2024 intensiv mit der Vorlage beschäftigt und mit 129 zu 64 Stimmen eine gute Lösung gefunden. Es handelt sich um eine Lösung für Wohngemeinschaften mit der äusserst seltenen Konstellation, dass im gleichen Haushalt regelmässig und gleichzeitig mehrere Nachtassistenzpersonen notwendig sind und beschäftigt werden.

Denkbar ist die folgende Konstellation: In einer Wohngemeinschaft benötigen zwei Personen zur Verhinderung lebensbedrohlicher Situationen, z. B. für die Beatmung in der Nacht, je eine eigene Assistenzperson, denn eine Assistenzperson alleine kann die Betreuung beider Personen nicht sicherstellen. Der Nachtassistenzdienst muss also regelmässig und gleichzeitig von zwei Assistenzpersonen übernommen werden. Die beiden zusammen in einer Wohngemeinschaft lebenden Betroffenen müssen so beiden Nachtassistenzpersonen je ein eigenes Zimmer zur Verfügung stellen.

Es handelt sich um eine äusserst seltene Konstellation, aber genau deshalb brauchen wir die Lösung des Nationalrates. Sie ist auch nicht teuer. Es handelt sich um seltene, aber wichtige Fälle. Anders als die von Bundesrat und Ständerat vorgesehene Aufteilungsregel, wonach pro Wohnung und Haushalt nur ein Nachtassistenzzimmerzuschlag gewährt werden soll, beantragt Ihnen meine Minderheit, welche, wie gesagt, die Version des Nationalrates aufnimmt, dass die Aufteilung entfällt, wenn in einem Haushalt regelmässig und gleichzeitig mehreren Nachtassistenzpersonen je ein Zimmer zur Verfügung gestellt werden muss. Nur so lässt sich sicherstellen, dass Betroffene in diesen seltenen Konstellationen ihre Wohnungen über die Ergänzungsleistung finanzieren und damit auch weiterhin selbstbestimmt in einer Wohngemeinschaft leben können, anstatt in einem Heim leben zu müssen. Das ist eigentlich der Grundgedanke der ganzen Vorlage. Das Leben in einer Wohngemeinschaft ist immer noch viel günstiger. Für die wenigen Betroffenen ist es wichtig, dass diese Aufteilungsregel möglich ist. Aus diesen Gründen bitte ich Sie, hier der Minderheit und somit dem bisherigen Beschluss des Nationalrates zu folgen.

Bei Artikel 14a Absatz 1 ELG vertrete ich die Minderheit II. Hier geht es um den Kernartikel, um die Definition der Leistungen. Die Kantone sind für den Einbezug der psychosozialen Aspekte. Sie können alle Stellungnahmen der SODK lesen, welche auch eine Vision für das selbstbestimmte Wohnen von betagten Menschen und Menschen mit Behinderungen verfasst hat. Sie hat auch an der Vernehmlassung teilgenommen.

Dass man den psychosozialen Teil in diesen Leistungskatalog aufnimmt, ist entscheidend dafür, ob Heimeintritte vermieden oder verzögert werden können. Sowohl im Nationalrat als auch im Ständerat wurde die Notwendigkeit, den psychosozialen Teil aufzunehmen, mehrheitlich betont und so beschlossen. Die gesetzgeberische Umsetzung unterscheidet sich jedoch davon. Der Ständerat möchte es offenlassen, indem er einfach "insbesondere" einfügt. Meine Minderheit will auch hier am nationalrätlichen Beschluss vom Dezember 2024 festhalten. Damit wird die Leistung definiert und nicht alles offengelassen. Als gesetzgebende Gewalt sagen wir damit klar, was wir unter den zahlbaren Leistungen verstehen.

Die Maximalpauschalen werden nicht erhöht; sie bleiben gleich. Es gibt auch keinen Antrag, diese Pauschalen zu erhöhen. In den Kantonen gibt es die Bedarfsabklärungen, und erst nach diesen Abklärungen werden die Teilpauschalen für die Leistungen bestimmt.

Der Nationalrat wollte sich mit seinem Beschluss vom Dezember 2024 der Haltung der Kantone annähern. Es ist stossend, wenn Herr Müller im Kanton Aargau nicht die gleichen Leistungen erhält wie Frau Meier im Kanton Wallis.

Ich bitte Sie, die beiden Minderheitsanträge Weichelt, die dem Beschluss des Nationalrates vom Dezember 2024 entsprechen, zu unterstützen.

Piller Carrard Valérie · Mit-F · Nationalrat · Freiburg · Sozialdemokratische Fraktion

Lors de nos débats sur cette modification de loi, nous avions accepté en décembre dernier de compléter la phrase introductive de l'article 14a alinéa 1 en incluant explicitement les prestations psychosociales en tant que champ d'action de l'assistance. Je me permets de citer notre collègue Benjamin Roduit qui disait, en décembre dernier, que cet article est essentiel, à savoir : "... celui qui définit et décrit le but de ces prestations d'aide et d'assistance à domicile. On aurait pu commencer le débat par là. Pour notre groupe, il est évident que les objectifs doivent avoir une orientation psychosociale. Ces prestations doivent aussi prendre en considération les facteurs psychiques de la prise en charge et non seulement les problèmes d'ordre physique. Je dirais même que sans ces adaptations, la présente réforme ne sert pas à grand-chose et ne vise qu'à régler des détails."

Il est important de relever que ce projet de modification n'aura d'effet que si nous tenons compte des problèmes psychosociaux tels que la solitude et l'abandon. Sinon, les personnes concernées finiront par être placées en institution. Personne ne reste chez soi simplement parce que les fenêtres sont propres ou qu'il est possible de se rendre une fois par mois à une séance de thérapie.

À la suite des discussions et décisions qui ont eu lieu au Conseil des États, la minorité I (Piller Carrard) vise à apporter plus de clarté à notre proposition initiale dans la définition des prestations d'accompagnement à cet article 14a. C'est pourquoi je vous invite à soutenir cette version, à savoir : "Dans le cadre des prestations visées à l'article 14 alinéa 1 lettre b, les bénéficiaires d'une prestation complémentaire annuelle pour une aide et des tâches d'assistance à domicile ont droit au remboursement des frais liés aux prestations visant à maintenir l'autodétermination et l'autonomie dans la vie quotidienne et à prévenir l'isolement social. Il s'agit en particulier des prestations suivantes [...]."

Cette précision dans la définition des prestations d'accompagnement est fortement souhaitée par les cantons, qui, je vous le rappelle, prennent à 100 pour cent à leur charge ces prestations. Elle est également soutenue par toutes les organisations qui s'engagent en faveur des personnes âgées.

L'intégration de la partie psychosociale est déterminante pour que cette loi puisse produire ses effets avec les économies escomptées et la prévention ou le report des admissions en institution. Dans le système prévu, l'article 14a alinéa 1 définit principalement les thèmes que les cantons doivent prendre en compte lors de l'évaluation des besoins. Si l'on se contente de vérifier si le logement est propre ou sale, les personnes seules finiront quand même par être placées dans des maisons de retraite. Les objectifs d'efficacité rendent transparents les résultats qui doivent être atteints grâce aux prestations, par exemple le renforcement de l'autonomie ou la prévention de l'isolement social. Les objectifs d'efficacité constituent la base d'une évaluation ultérieure. Ce n'est que lorsque les objectifs sont définis qu'il est possible de vérifier systématiquement s'ils ont réellement été atteints. L'ajout d'une catégorie de prestations a été rejeté aussi bien par le Conseil national que, maintenant, par le Conseil des États, car les prestations seraient difficiles à définir concrètement. En mentionnant les objectifs d'efficacité dans l'introduction, nous donnons une orientation plus applicable aux questions importantes que par l'ajout de catégories de prestations.

En conclusion, je vous invite à soutenir ma proposition de minorité I à l'article 14a, car l'assistance et l'accompagnement psychosociaux à domicile permettent de maintenir la mobilité, ainsi que le contact avec le monde extérieur, et contribuent à prévenir l'immobilité, l'isolement social et les crises psychiques.

Thalmann-Bieri Vroni · Mit-F · Nationalrat · Luzern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Bei den drei Differenzen zwischen Nationalrat und Ständerat, die heute bereinigt werden, stimmen wir vollumfänglich dem Beschluss des Ständerates zu. Es ist wichtig, dass die Änderungen im Bundesgesetz über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung nicht zu starr, aber auch nicht zu grosszügig sind. Es muss ja schliesslich noch finanzierbar bleiben.

Wir alle wissen, dass auch im Alter das Prinzip "ambulant statt stationär" vor immensen Kostenfolgen schützen kann. Mit verschiedenen gezielten Leistungen können viele Personen in der eigenen Umgebung weiterleben. Diese vier Leistungen helfen mit, dass ihre Situation lebenswert bleibt. Mit dem Wort "insbesondere" soll die Möglichkeit von Leistungen der Kantone nach oben offen bleiben.

Das Problem der Angehörigenpflege kann nicht in diesem Geschäft behandelt werden. Es bedarf aber unbedingt strengerer Rahmenbedingungen, damit Institutionen nicht noch Gewinn daraus schlagen können.

Wenn man die Kosten zuhause nicht mehr tragen kann, ist es naheliegend, ins Heim zu gehen. Deshalb muss das Bundesgesetz noch den letzten Kantonen helfen. So haben sie eine minimale Gesetzesgrundlage, um diese Leistungen auf der Grundlage von Abklärungen sprechen zu können. Wir finden, dass dies sinnvoll, praktikabel und notwendig wäre und doch noch ein wenig Spielraum lassen könnte.

Wir unterstützen die Verbesserungen des Ständerates. Die SVP-Fraktion hat aber die Umsetzung der Pauschalen als teuerste Variante nie unterstützt und wird die Vorlage deshalb ablehnen.

Vietze Kris · Mit-F · Nationalrat · Thurgau · FDP-Liberale Fraktion

Ich spreche für die FDP-Fraktion.

Es ist der mehr als nachvollziehbare Wunsch der allermeisten Menschen in unserem Land, zuhause alt werden zu können. Das soll auch für hilfsbedürftige AHV- und IV-Rentner mit Anrecht auf Ergänzungsleistungen möglich sein.

Was wir nun vor uns haben, ist ein gut austarierter Kompromiss. Wir müssen dabei aber auch ehrlich sein: Die Lösung wird Mehrkosten verursachen; für 2030 werden diese gemäss aktuellen Angaben bei rund 200 bis 500 Millionen Franken liegen. Getragen werden sie von den Kantonen. Demgegenüber können die Kantone rund 280 Millionen Franken sparen, wenn Heimeintritte hinausgezögert werden können. Die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren hält den EL-Ausbau für Leistungen für Hilfe und Betreuung zuhause für zweckmässig. Die nun vorliegende Lösung trägt allen verschiedenen Bedürfnissen Rechnung. Sie ist weder eine Carte blanche für Zusatzausgaben noch eine Alibiübung, sondern vielmehr eine vernünftige Regelung als Kompromiss für dieses Gebot der Zeit: zuhause älter werden zu können.

Aus diesem Grund empfiehlt Ihnen die FDP-Fraktion, jeweils der Mehrheit zu folgen und alle Minderheitsanträge abzulehnen - auch im vom Ständerat neu eingebrachten Punkt, bei dem es um die Frage geht, ob Menschen, die teilweise in einer Institution und teilweise zuhause wohnen, Anspruch auf die Pauschalen haben. Hier soll der Anspruch inskünftig pro rata bestehen, damit das System für Mischformen durchlässiger wird. Das ist in diesem Fall notabene ganz konkret beschränkt auf das betreute Wohnen. Ergänzt ist diese Bestimmung allerdings durch den wichtigen Hinweis Ihrer SGK-N, dass der Bundesrat die Einzelheiten regelt. Auf diese Weise wird dem unschönen Umstand Rechnung getragen, dass die Kantone zu diesem konkreten Punkt nicht vernehmlasst worden sind. Zudem ist es ein Sicherheitsmechanismus, falls es bei der Umsetzung zu Praxisproblemen kommt. Mit dieser Lösung wird es möglich, diese offensichtliche Angebotslücke zu schliessen, während gleichzeitig eine Handhabe besteht, möglicherweise aufkeimende Probleme in der Praxis zu lösen. Sie sehen, wir haben eine austarierte Vorlage vor uns, die es auch EL-Beziehenden ermöglicht, zuhause älter werden zu können.

Die FDP-Fraktion empfiehlt Ihnen, jeweils der Mehrheit zu folgen.

Riniker Maja · P-F · Nationalrat · Aargau · FDP-Liberale Fraktion

Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Die Grünliberale Fraktion verzichtet auf ein Votum.

Roduit Benjamin · Mit-M · Nationalrat · Wallis · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Notre groupe a joué un rôle majeur dans l'adoption de ces prestations d'aide et d'assistance à domicile. Aujourd'hui, nous sommes à bout touchant, avec des compromis qui préservent la substance même du projet, à savoir mieux soutenir l'autonomie des personnes âgées et encourager leur maintien à domicile. Nous saluons ainsi les décisions du Conseil des États qui donnent suite à nos demandes - cinq au total - en portant le supplément pour une chambre supplémentaire à 6000 francs, en renonçant à exiger la restitution des prestations complémentaires lorsqu'un bénéficiaire décède en institution avant la fin d'un mois, en accordant la possibilité aux cantons de définir un forfait général pour le remboursement des prestations et en fixant les principes de réception des documents et de rétroactivité du droit aux réductions de primes.

De ce fait, nous pouvons bien suivre les autres décisions du Conseil des États, en particulier celle concernant le droit au remboursement accordé au prorata si la personne vit en partie en institution et en partie à domicile, avec la précision suggérée par l'administration concernant les modalités. Initialement, cette proposition était la nôtre, mais elle avait malheureusement été écartée par la commission. Elle se justifie pleinement au vu de la réalité vécue par de nombreuses personnes, tant dans le secteur de la vieillesse que dans celui du handicap. Pour cela, il faut un système flexible qui permet, dans le domaine du logement protégé, des formes d'habitat mixte correspondant à une demande de plus en plus forte sur le terrain.

Dans un esprit de compromis, nous suivrons le Conseil des États à l'article 10 alinéa 1ter a concernant la répartition du supplément, si plusieurs assistants de nuit sont nécessaires. Nous avons été convaincus par l'argumentation selon laquelle il s'agit d'offrir aux assistants de nuit un espace, un lieu de retrait, pour se reposer et non une chambre pour chacun au sein du foyer.

"Last but not least", nous allons nous satisfaire de la version du Conseil des États qui, bien que refusant la mention explicite des prestations psychosociales dans les objectifs de l'article 14a, mention que notre conseil avait introduite, laisse la possibilité aux cantons qui le souhaitent - et il y en a déjà plusieurs - de rembourser de telles prestations. En effet, le maintien par le Conseil des États de l'expression "en particulier" - "insbesondere" - permet désormais à la Confédération de reconnaître le remboursement de telles prestations par les cantons, pour autant, évidemment, qu'une évaluation des besoins ait été faite. Cela ne figurait pas dans le projet du Conseil fédéral et ce remboursement nous a été confirmé hier par l'administration, lors de notre séance d'élimination des divergences. Cela doit être mentionné au procès-verbal des délibérations et transmis aux cantons pour information.

En conclusion, nous avons la possibilité, aujourd'hui, en éliminant les divergences avec le Conseil des États, de boucler quasiment ce projet très attendu par les bénéficiaires et leurs proches. Ne les décevons pas !

Porchet Léonore · Mit-F · Nationalrat · Waadt · Grüne Fraktion

Nous abordons aujourd'hui l'élimination des divergences concernant cette modification de loi et j'aimerais revenir sur l'élément fondamental qu'il faut, à notre avis, maintenir : la mention explicite des prestations visant à promouvoir l'autodétermination, l'autonomie dans la vie quotidienne, la participation sociale, ainsi que la prévention de l'isolement, de l'immobilité et des crises psychiques. C'est bien cette mention explicite que nous souhaitons soutenir avec la minorité II (Weichelt).

Cette disposition n'est pas un ajout symbolique ; elle touche au coeur même de ce que signifie vivre dignement tout au long de sa vie. Il est impératif que cette réforme permette de financer non seulement les prestations médicales et professionnelles, mais aussi le soutien nécessaire à la vie quotidienne et à l'inclusion sociale. Cette modification est demandée par les cantons. Sur le terrain, les autorités cantonales nous disent qu'elles ont besoin d'une base légale explicite pour que ces prestations puissent effectivement être financées et mises en oeuvre. Sans cette reconnaissance dans la loi, la mesure peut ou risque d'être inapplicable, juridiquement fragile et inégalement accessible selon les régions.

J'aimerais insister, en particulier, sur la prévention des crises psychiques. Nous savons que les personnes en situation de handicap ou qui sont à la fin de leur vie, notamment celles qui vivent seules ou avec peu de soutien, sont confrontées à des risques accrus de détresse psychique. Le manque de lien social, l'isolement et les difficultés à organiser le quotidien sont des facteurs déclencheurs majeurs. Lorsque ces crises éclatent, elles nécessitent souvent des hospitalisations, des traitements lourds, des ruptures de parcours ou des installations définitives en EMS. Ces situations peuvent être évitées ou retardées grâce à des prestations simples et souples, en amont, comme l'accompagnement dans le quotidien, le maintien du lien social et une aide ponctuelle à l'organisation. Ce sont des interventions à faible coût, mais à très fort impact. C'est une question de dignité, mais aussi de prévention efficace. C'est pour cela que nous souhaitons que ces prestations soient explicitement citées dans la loi. C'est ce que le Conseil national avait demandé. Le Conseil des États et la majorité actuelle de la commission s'inquiètent d'une formulation trop floue ou, peut-être, d'une ouverture trop forte du catalogue. Nous partageons ce souci de sécurité juridique et, justement, c'est en inscrivant cette disposition dans la loi que nous donnons une base solide et une définition claire qui pourra, ensuite, être précisée par voie d'ordonnance et dans les pratiques des offices. Il ne s'agit pas d'ouvrir la porte à tout, mais de permettre aux prestations nécessaires d'être reconnues et financées légalement, et ce, dans toute la Suisse.

Ce que nous proposons, c'est une réponse concrète à des besoins réels, identifiés par les personnes concernées et les cantons ; une réponse qui prévient les ruptures, soutient l'autonomie et respecte la dignité de toutes et tous.

Je vous remercie de suivre la minorité I (Weichelt) ou, alternativement, la minorité I (Piller Carrard), et aussi de suivre la minorité Weichelt à l'article 10 alinéa 1ter a.

Alijaj Islam · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion

Die SP-Fraktion begrüsst grundsätzlich die Einführung eines neuen Leistungsbereichs für Hilfe und Betreuung zuhause. Damit setzen wir ein wichtiges Zeichen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter und mit Behinderungen. Wir befinden uns in der ersten Differenzbereinigung dieser wichtigen Vorlage, doch der Weg zur echten Selbstbestimmung ist damit noch nicht zu Ende gegangen. Leider hat die Mehrheit der Kommission den Kompromissantrag der SP-Fraktion abgelehnt und damit wichtige Wirkungsmechanismen geschwächt.

Selbstbestimmt leben heisst auch: nicht vereinsamen. Der Mensch ist nicht bloss ein Pflegefall. Er darf darauf zählen, dass seine Bedürfnisse auch psychosozialer Art ernst genommen werden. Deshalb ist es für uns unverständlich, dass der Antrag, klare Wirkungsziele im Gesetz zu verankern, keine Mehrheit fand. Wir wollten damit sicherstellen, dass die Kantone bei der Bedarfsabklärung zwingend nicht nur die sauberen Fenster oder den Fahrdienst prüfen, sondern auch soziale Isolation oder psychische Krisen in den Blick nehmen müssen. Das Wort "insbesondere" ermöglicht den Kantonen zwar, dass sie mehr übernehmen können, aber es ist nicht verpflichtend, und das ist entscheidend.

Es geht nicht um zusätzliche Bürokratie, sondern um die Wirkung. Wenn diese Gesetzesänderung nicht konkret und zielgerichtet umgesetzt wird, verfehlen wir nicht nur das Ziel, sondern riskieren hohe Kosten durch vermeidbare Heimeintritte. Gemäss aktuellen Zahlen könnten bis ins Jahr 2040 bis zu 55 000 zusätzliche Heimplätze nötig werden. Dem gegenüber stehen Einsparungen in Milliardenhöhe, wenn wir "ambulant vor stationär" konsequent umsetzen.

Ein zweiter zentraler Punkt betrifft die Flexibilität bei Mischformen des Wohnens. Es ist nicht mehr zeitgemäss, zwischen "Heim" und "Daheim" zu unterscheiden, als gäbe es nichts dazwischen. Viele junge Menschen mit Behinderungen oder ältere Personen leben heute tageweise im Heim und tageweise in einer eigenen Wohnung, sei es zur Entlastung oder wegen fehlender Vollzeitplätze. Dass in solchen Fällen keine anteilige Unterstützung für das betreute Wohnen zuhause bezahlt werden darf, ist schlicht nicht gerecht. Darum unterstützen wir die im Ständerat beschlossene Pro-rata-Vergütung in Artikel 14a Absatz 5 ausdrücklich. Damit schaffen wir kostenneutral mehr Durchlässigkeit und Wahlfreiheit. Diese Änderung ist sozialpolitisch und wirtschaftlich sinnvoll.

Ein Wort noch zur Nachtassistenz, konkret zu Artikel 10 Absatz 1ter a: Die SP-Fraktion hätte sich eine offenere Lösung für besondere Konstellationen in Wohngemeinschaften gewünscht, in denen mehrere Personen gleichzeitig auf Nachtassistenz angewiesen sind. Wir wissen, dass solche Fälle selten sind, aber dies dann für die Betroffenen zentral ist. Im Sinne eines Kompromisses und der Differenzbereinigung akzeptieren wir jedoch den Mehrheitsentscheid des Ständerates, auch wenn wir das Anliegen weiterhin unterstützen. Damit tragen wir dazu bei, dass die Vorlage insgesamt vorankommt.

Die SP-Fraktion wird sich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass Ergänzungsleistungen nicht nur ein finanzielles Auffangnetz sind, sondern ein Instrument für ein Leben in Würde - zuhause, mitten in der Gesellschaft.

Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Bundesrat · Jura

Le présent projet contient encore trois divergences entre les deux conseils. Ces divergences portent sur les modalités d'octroi du nouveau supplément pour assistance de nuit, sur l'intégration, ou non, d'un objectif psychosocial dans le catalogue minimal des prestations à domicile, ainsi que sur la possibilité d'un remboursement au prorata lorsque la personne vit alternativement en institution et à domicile.

Sur le premier élément, les deux conseils ont suivi les propositions du Conseil fédéral, soit d'introduire dans la loi un nouveau supplément de loyer destiné à la mise à disposition d'une chambre pour les bénéficiaires de prestations complémentaires qui sont pris en charge par un ou une assistante de nuit à domicile. La divergence porte sur les cas exceptionnels où plusieurs assistantes ou assistants de nuit sont nécessaires en même temps. Votre conseil a décidé que lorsqu'un ménage met à disposition de manière régulière et simultanée une chambre pour chaque assistant de nuit, le supplément ne doit pas être réparti en vue de permettre un cumul des suppléments, et ce, sans plafond. Le Conseil des États est quant à lui d'avis, comme le propose le Conseil fédéral, qu'il convient d'accorder un seul supplément par logement et de le répartir entre les ayants droit, indépendamment du nombre de personnes assurant l'assistance de nuit.

La majorité de la commission de votre conseil vous propose de vous rallier au Conseil des États, alors qu'une minorité Weichelt vous propose de maintenir la divergence.

Der Bundesrat vertritt die Ansicht, dass im Falle von Nachtassistenz grundsätzlich ein Zuschlag genügt. Die vorliegend zu regelnde Situation mehrerer Nachtassistenzen tritt vermutlich äusserst selten auf, und ein Gesetz muss nicht sämtliche Einzelheiten regeln. Auch in Situationen, in welchen Nachtassistenzen notwendig sind, werden Wohngemeinschaften mit der Absicht gegründet, Synergien zu nutzen. Die Idee ist, den Nachtassistenzen eine adäquate Rückzugsgelegenheit anbieten zu können und nicht ein eigenes Zimmer, wie es ein Haushaltsmitglied hat.

Auch zu erwähnen ist, dass die beiden Räte den Betrag für das zusätzliche Zimmer von ursprünglich 3240 Franken auf 6000 Franken erhöht haben. Dieser Betrag kommt zum Betrag für die rollstuhlgängige Wohnung zusätzlich dazu, der darüber hinaus verdoppelt wurde. Diese beiden Beträge, die in der Regel gleichzeitig ausgerichtet werden, genügen, um ausserordentliche Situationen abzudecken. Es ist also nicht notwendig, noch weitere Zuschläge auszurichten.

Vu ces considérations, je vous invite donc à suivre la majorité de la commission de votre conseil et à vous rallier à la décision du Conseil des États.

Au sujet du second point, tant votre conseil que le Conseil des États avez suivi les propositions du Conseil fédéral quant au catalogue des prestations, qui constitue assurément le coeur du projet de révision. La divergence porte sur la question de savoir si l'aspect psychosocial doit être mentionné explicitement afin d'être pris en considération ou non. Votre conseil a décidé d'intégrer ce facteur psychosocial comme objectif déclamatoire en promouvant le maintien de l'autodétermination, l'autonomie dans la vie quotidienne, la participation sociale et sociétale ainsi que la prévention de l'isolement social ou encore de l'immobilité et des crises psychiques. Par contre, aucune mesure concrète n'avait été ajoutée dans le catalogue et le montant minimum restait également inchangé. Le Conseil des États a considéré pour sa part qu'il convenait de ne pas intégrer une formulation déclamatoire dans la loi et de soutenir le projet initial du Conseil fédéral, car une telle extension pourrait entraîner une certaine insécurité juridique et créer des attentes, voire des incertitudes, quant aux prestations couvertes, et possiblement accroître la pression sur les finances cantonales. Il a en revanche, et c'est extrêmement important, précisé - c'est une adaptation fondamentale en matière de densité normative - que la liste des prestations n'est pas exhaustive, c'est-à-dire que les cantons ont tout loisir de prévoir d'autres mesures, et justement des mesures qui s'inscrivent dans les questions de participation sociale ou sociétale.

La majorité de la commission de votre conseil vous propose dès lors de vous rallier au Conseil des États. La minorité I (Piller Carrard) vous propose d'intégrer le facteur psychosocial comme objectif déclamatoire en ce sens que les prestations à domicile visent à maintenir l'autodétermination et l'autonomie dans la vie quotidienne ainsi qu'à prévenir l'isolement social.

Les débats que nous menons aujourd'hui, comme ceux menés au Conseil des États, montrent que cette dimension est concernée dans le projet de loi indépendamment du fait qu'elle soit mentionnée à titre déclamatoire ou non. Comme je l'ai dit, l'essentiel est cette formulation "en particulier", qui ne mentionne désormais pas une liste exhaustive dans le catalogue de prestations.

La minorité II (Weichelt) vous propose, elle, de maintenir la divergence telle quelle. Le Conseil fédéral estime que l'intégration, sous forme d'objectifs déclamatoires, de la prise en compte des aspects psychosociaux introduit à la fois une notion vague et peu opérationnelle. Comme je l'ai dit précédemment, cette approche, si elle devait être retenue, soulèverait possiblement des incertitudes auprès des cantons qui, eux, sont responsables de la mise en oeuvre. Effectivement, les cantons sont favorables à ce que cette dimension soit prise en considération, mais elle peut l'être avec la formulation désormais agréée par le Conseil des États. Le régime des prestations complémentaires - il est utile de le préciser - est fondé sur une logique d'indemnisation financière qui vise à couvrir des besoins objectifs et mesurables. En revanche, les mesures psychosociales dépassent ces considérations financières et donc le cadre des prestations complémentaires. Il est important de rappeler que les cantons prennent d'autres mesures à ce sujet et qu'ils ont la possibilité d'élargir le catalogue de prestations et de prendre en considération le rôle des organisations et des associations, mais aussi des proches aidants, dans le cadre d'une prise en charge adaptée aux besoins des personnes concernées.

Die Kantone haben heute schon die Möglichkeit, ihren Bedürfnissen entsprechend psychosoziale Leistungen einzuführen. Sie können weiter gehende Leistungen vergüten, als es mit dieser Revision vorgesehen ist. Einzelne Leistungen aus dem beschlossenen Leistungskatalog verfügen über einen sozialen Aspekt, indem beispielsweise bei der Überbringung einer Mahlzeit ein Kontakt zwischen der leistungserbringenden und der EL-beziehenden Person entsteht.

Der Beschluss des Ständerates, der demjenigen des Bundesrates entspricht, ist überzeugend, auch wenn der psychosoziale Aspekt nicht vorgesehen ist.

Vu ces considérations, je vous invite donc à suivre la majorité de votre commission et à vous rallier également à la décision du Conseil des États.

Je me permets de terminer avec quelques considérations concernant la décision du Conseil des États d'accorder le remboursement des prestations d'assistance à domicile au prorata si la personne vit en partie en institution et en partie à domicile. Effectivement, il y a lieu de prendre en considération que les placements ne sont plus linéaires, mais demandent souvent une adaptation des alternatives entre le temps passé en institution ou en appartement protégé et à domicile. On peut penser à la situation d'une personne à l'AI qui vit la semaine dans une institution spécialisée, ou peut-être même pas l'entier de la semaine, et rentre quelques jours ou le week-end au domicile familial. Les prestations d'aide et d'assistance à domicile seraient alors calculées pour les jours passés à domicile, comme pour les périodes de vacances. Je prends acte de la proposition de votre commission de vous rallier à cette décision, proposition prise à l'unanimité de votre commission, tout en prévoyant une clause de délégation au Conseil fédéral qui est la bienvenue pour régler les modalités. En effet, cette proposition n'a pas pu être mise en consultation auprès des cantons et il faut prendre en considération qu'elle pourrait engendrer des difficultés pratiques ou de nature administrative.

Je renonce à demander le vote sur cette proposition vu la décision unanime de votre commission.

Aellen Cyril · Mit-M · Nationalrat · Genf · FDP-Liberale Fraktion

Je vais essayer de résumer.

Vous l'avez compris, nous sommes donc à la première étape de l'élimination des divergences sur ce projet de loi, dans le cadre d'un très large consensus qui a été trouvé avec le Conseil des États. Ce dernier avait adopté le projet final, par 41 voix contre 1, et avait rejoint le Conseil national sur presque tous les points.

Vous avez entendu les porte-paroles des groupes et ceux des minorités ; les choses avancent donc, mais il reste trois points de divergences.

La commission compétente du Conseil national a décidé de se rallier aux propositions du Conseil des États s'agissant des deux premières divergences et a fait une contre-proposition qui va dans le sens du Conseil des États pour la troisième divergence.

La première divergence concerne l'assistance de nuit prévue à l'article 10 alinéa 1ter a. Notre conseil avait décidé de compléter cet alinéa de manière à ce qu'un supplément soit accordé pour chaque assistant de nuit, même si plusieurs assistants de nuit étaient employés dans le même ménage. Le Conseil des États n'avait pas suivi notre conseil et avait décidé de supprimer la phrase qui avait été ajoutée.

La Commission de la sécurité sociale et de la santé publique du Conseil national (CSSS-N), dans sa majorité, à savoir par 23 voix contre 2, s'est ralliée à la position du Conseil des États et n'a pas suivi la proposition de la minorité Weichelt, qui voulait maintenir la version du Conseil national. Je vous invite à en faire de même.

La deuxième divergence concerne la définition des prestations prévues à l'article 14a alinéa 1. Il s'agit de savoir comment l'on définit l'aide et les soins à domicile dans la loi. Initialement, le Conseil national a voulu élargir la définition. Il a ajouté une phrase pour refléter une certaine réalité de l'accompagnement, y compris ses dimensions sociales, sociétales et psychologiques. Cette version a été soutenue par notre conseil. Toutefois, le Conseil des États a trouvé cette formulation trop vague, trop théorique. Il a donc préféré revenir à la version du Conseil fédéral, en ajoutant toutefois le terme "en particulier" pour montrer que la liste des prestations n'était pas limitative.

Le Conseil des États s'est prononcé, avec une majorité relativement ténue, par 24 voix contre 20. Devant cette divergence, la commission du Conseil national a tranché entre trois propositions ; premièrement, un compromis, porté par la minorité I (Piller Carrard), qui est une proposition avec une phrase un peu plus courte et moins ambitieuse ; deuxièmement, la version initiale du Conseil national défendue par la conseillère nationale Weichelt ; troisièmement, la version du Conseil des États.

Dans un premier vote, le compromis a été retenu, par 21 voix contre 2, par rapport à la version initiale du Conseil national. Dans un second vote, c'est la version du Conseil des États qui a été adoptée contre la minorité I (Piller Carrard), par 15 voix contre 9. Je vous invite également à vous rallier à la décision du Conseil des États.

Enfin, la troisième divergence concerne le droit proportionnel prévu à l'article 14a alinéa 5. Il s'agit en réalité d'une nouveauté proposée par le Conseil des États, qui prévoit que lorsqu'une personne vit une partie du temps en institution et une autre partie à son domicile, une indemnité doit être versée proportionnellement. Pour la clarté des débats, il faut souligner que cette même proposition avait été examinée par notre commission, mais rejetée ; elle n'avait pas été traitée par notre conseil puisqu'elle ne faisait pas l'objet d'une proposition de minorité.

Lors des discussions, pour éliminer les divergences, l'administration a suggéré une voie intermédiaire, qui consiste à permettre au Conseil fédéral de prévoir un droit proportionnel ; charge à lui d'en définir les modalités, ainsi que cela a été expliqué par Mme la conseillère fédérale. Cette solution a été retenue par la commission, par 13 voix contre 11. Ainsi modifié, l'article a été adopté à l'unanimité par la commission.

En résumé, la commission a travaillé avec sérieux, dans un esprit de compromis ; je vous invite à soutenir l'ensemble des propositions de la majorité.

Gysi Barbara · Mit-F · Nationalrat · St. Gallen · Sozialdemokratische Fraktion

Sie haben es gehört: Wir befinden uns in der ersten Runde der Differenzbereinigung zu diesen Bestimmungen. Der Ständerat nahm das Gesetzesprojekt in der Gesamtabstimmung mit 41 zu 1 Stimmen an, und er folgte dem Nationalrat in der Detailberatung in fast allen Punkten. Dies betrifft namentlich den Ansatz für eine rollstuhlgängige Wohnung, wenn mehrere Personen Anspruch auf den Zusatzbetrag haben; dieser wurde auf das maximal Doppelte des bisherigen Zuschlags erhöht. Weiter wurde für Personen, die Anspruch auf eine Assistenzperson haben, der Betrag für ein Zimmer für die Nachtassistenz auf 6000 Franken jährlich erhöht. Ebenfalls folgte der Ständerat der Ergänzung des Nationalrates beim Kernartikel, also bei Artikel 14a Absatz 4, gemäss der die Kantone mehrere Pauschalen festlegen können.

Wie erwähnt, verbleiben drei Differenzen. Die erste betrifft Artikel 10 Absatz 1ter a zweiter Satz. Unser Rat hatte im Dezember 2024 mit 129 zu 64 Stimmen entschieden, diesen Absatz so zu ergänzen, dass für jede Nachtassistenzperson ein Zuschlag gewährt wird, auch wenn mehrere Assistenzpersonen im selben Haushalt beschäftigt werden. Der Ständerat folgte uns in diesem Punkt mit 29 zu 12 Stimmen bei 2 Enthaltungen nicht, sondern strich diesen zweiten Satzteil. Die SGK-N lehnte dann den Antrag Weichelt auf Festhalten mit 23 zu 2 Stimmen ab; der entsprechende Minderheitsantrag wurde begründet. Einerseits ging es in der Phase der Differenzbereinigung darum, einen Schritt auf den Ständerat zu zu machen. Andererseits betrifft das doch sehr wenige Fälle, in denen vielleicht auch andere Lösungen gefunden werden können.

Die zweite Differenz betrifft Artikel 14a Absatz 1. Wie erwähnt, ist Artikel 14a eigentlich der Kernartikel der neuen Gesetzgebung. Unser Rat hatte mit 106 zu 83 Stimmen bei 1 Enthaltung die Zielsetzung im Einleitungssatz präzisiert. Diese Definition gemäss Nationalrat war umfassender und erwähnte explizit die soziale, gesellschaftliche und psychologische Komponente bei der Betreuung. Der Ständerat war der Meinung, dass diese Fassung zu deklaratorisch, zu abstrakt und eben nicht nötig sei. Er unterstützte dann mit 24 zu 19 Stimmen grundsätzlich die Fassung des Bundesrates, ergänzte aber das wichtige Wort "insbesondere". Damit ist der Leistungskatalog in den Buchstaben a bis d nicht abschliessend, sondern die Kantone können weitere Leistungen vorsehen und werden das auch tun. Bereits heute ist das in einigen Kantonen der Fall, und die Kantone finanzieren diese Leistungen ja auch vollumfänglich selbst. Die Einführung einer fünften Leistung in diesem Katalog, die Förderung der Alltagsgestaltung und der sozialen Teilhabe, wurde im Ständerat mit 24 zu 20 Stimmen abgelehnt.

Der SGK-N lag gestern in der Kommissionssitzung ein Kompromissantrag vor, der einen Schritt auf den Ständerat zu macht; er entspricht dem Antrag der Minderheit I (Piller Carrard). Es gab auch einen Antrag Weichelt, am Beschluss des Nationalrates festzuhalten; das ist heute der Antrag der Minderheit II (Weichelt). Weiter lag ein Antrag vor, sich dem Ständerat anzuschliessen.

In der Gegenüberstellung der Anträge Piller Carrard und Weichelt obsiegte der Kompromissantrag Piller Carrard mit 21 zu 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen. In der zweiten Abstimmung obsiegte der Antrag, sich dem Ständerat anzuschliessen, über den Antrag Piller Carrard mit 15 zu 9 Stimmen bei 1 Enthaltung.

Die dritte Differenz betrifft Artikel 14a Absatz 5. Der Ständerat führte bei Artikel 14a mit 30 zu 13 Stimmen einen neuen Absatz 5 ein. Wenn eine Person teilweise in einer Institution und teilweise zuhause wohnt, soll der Anspruch auf eine Pro-rata-Vergütung bestehen. In der Differenzbereinigung wurde in der SGK-N gestern ein Vorschlag der Verwaltung eingebracht, die Möglichkeit des Pro-rata-Anspruchs an den Bundesrat zu delegieren. Dieser Vorschlag wurde insofern von der Kommission aufgenommen, als sie beantragt, dass der Bundesrat die Einzelheiten regeln solle. Dieser Ergänzungsantrag obsiegte mit 13 zu 11 Stimmen. In der Folge votierte die SGK-N dann einstimmig für die Beibehaltung des ergänzten Absatzes 5.

Wenn Sie der Mehrheit der Kommission zustimmen, haben wir nur noch eine kleine Differenz zum Ständerat, und ich hoffe, dass sich der Ständerat dann dem Nationalrat anschliessen wird, damit wir diesen wichtigen Bestimmungen zum Durchbruch verhelfen, mit denen wir das selbstbestimmte Wohnen im Alter, aber auch im Fall von Behinderung fördern. Diese Änderungen wurden 2019 in unserem Rat angestossen und werden hoffentlich in dieser Sommersession als Gesetz verabschiedet.

Besten Dank, wenn Sie die Mehrheit der Kommission unterstützen.

Riniker Maja · P-F · Nationalrat · Aargau · FDP-Liberale Fraktion

Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Wir gratulieren unserem Kollegen Samuel Bendahan, er feiert heute Geburtstag. (Beifall)

Ziff. I Art. 10 Abs. 1ter a

Antrag der Mehrheit

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Antrag der Minderheit

(Weichelt, Porchet)

Festhalten

Ch. I art. 10 al. 1ter a

Proposition de la majorité

Adhérer à la décision du Conseil des États

Proposition de la minorité

(Weichelt, Porchet)

Maintenir

Abstimmung

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Mehrheit ... 131 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit ... 57 Stimmen

(2 Enthaltungen)

Riniker Maja · P-F · Nationalrat · Aargau · FDP-Liberale Fraktion

Ziff. I Art. 14a

Antrag der Mehrheit

Abs. 1

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Abs. 5

... und teilweise zu Hause wohnt. Der Bundesrat regelt die Einzelheiten.

Antrag der Minderheit I

(Piller Carrard, Alijaj, Crottaz, Gysi Barbara, Hässig Patrick, Meyer Mattea, Porchet, Weichelt, Wyss)

Abs. 1

... Vergütung der Kosten für Leistungen zur Erhaltung von Selbstbestimmung und Selbständigkeit im Alltag und zur Vorbeugung von sozialer Isolation. Dazu gehören insbesondere folgende Leistungen:

Antrag der Minderheit II

(Weichelt, Porchet)

Abs. 1

Festhalten

Ch. I art. 14a

Proposition de la majorité

Al. 1

Adhérer à la décision du Conseil des États

Al. 5

... et en partie à domicile. Le Conseil fédéral règle les modalités.

Proposition de la minorité I

(Piller Carrard, Alijaj, Crottaz, Gysi Barbara, Hässig Patrick, Meyer Mattea, Porchet, Weichelt, Wyss)

Al. 1

... au remboursement des frais liés aux prestations visant à maintenir l'autodétermination et l'autonomie dans la vie quotidienne et à prévenir l'isolement social. Il s'agit en particulier des prestions suivantes :

Proposition de la minorité II

(Weichelt, Porchet)

Al. 1

Maintenir

Abstimmung

Erste Abstimmung - Premier vote

Für den Antrag der Minderheit I ... 168 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit II ... 23 Stimmen

(0 Enthaltungen)

Abstimmung

Zweite Abstimmung - Deuxième vote

Für den Antrag der Mehrheit ... 120 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit I ... 71 Stimmen

(0 Enthaltungen)

Riniker Maja · P-F · Nationalrat · Aargau · FDP-Liberale Fraktion

Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Das Geschäft geht an den Ständerat zurück.