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Abgeltungen für PFAS-Sanierungen rückwirkend zulassen
Page Pierre-André · P-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Le président (Page Pierre-André, président): Nous allons mener un seul débat sur l'entrée en matière et la discussion par article.
Docourt Martine · Mit-F · Nationalrat · Neuenburg · Sozialdemokratische Fraktion
La Confédération finance les mesures d'investigation, de surveillance et d'assainissement des sites pollués par le biais du fonds OTAS, qui est alimenté par une taxe sur le stockage définitif des déchets. Conformément au principe du pollueur-payeur, les responsables supportent en principe les coûts, mais le fonds OTAS vise à éviter des retards liés au manque de moyens et à prendre en charge les coûts de défaillance, tout en encourageant des assainissements efficaces, écologiques et utilisant des techniques modernes. Les contributions sont versées aux cantons selon les articles 32ebis et 32eter de la loi sur la protection de l'environnement (LPE). La modification de la LPE du 27 septembre 2024 a renforcé ces incitations. Elle a introduit des délais d'achèvement pour certaines mesures, un forfait pour les frais administratifs cantonaux et relevé le taux d'indemnisation des coûts de défaillance de 40 à 60 pour cent. Lors de cette modification, de nouveaux cas ont été créés, notamment pour les sites fréquentés par de jeunes enfants et pour ceux pollués par des usines d'incinération ou encore par l'utilisation de mousses anti-incendie contenant des PFAS.
Pour garantir l'égalité de traitement, l'article 65a LPE permet une indemnisation rétroactive pour les mesures déjà réalisées. Toutefois, cette disposition ne couvre pas les sites pollués dus à l'utilisation des mousses anti-incendie contenant des PFAS. Par les nouvelles dispositions entrées en vigueur le 1er avril 2025, les mesures prises avant cette date ne peuvent donc pas bénéficier d'une indemnisation rétroactive. La Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie du Conseil national (CEATE-N) a donc identifié cette lacune. Pour corriger cette omission, la commission propose l'introduction d'un nouvel article 65b LPE. Il reprend le régime transitoire existant et précise, par renvoi à l'article 32ebis, les modalités d'indemnisation rétroactive des sites pollués par des mousses anti-incendie contenant des PFAS. Les conditions sont claires : l'arrêt de l'utilisation de ces mousses dès le 31 mars 2027, l'implication de corps de sapeurs-pompiers de collectivités publiques ou appelés en renfort ou en remplacement de tels corps, la disponibilité d'une évaluation des besoins d'ici fin 2035 et l'achèvement des mesures avant fin 2045.
Durant les travaux de la commission, l'Office fédéral de l'environnement (OFEV) a confirmé que les sites concernés sont connus et que la charge financière pour le fonds OTAS serait supportable, tout en allégeant la charge des cantons et des communes. En effet, selon les estimations, environ 22 sites pourraient être concernés, pour un coût total d'environ 1,5 million de francs, dont 600 000 francs à la charge du fonds OTAS. Deux sites supplémentaires pourraient donner lieu à des indemnités pour l'assainissement. Les incertitudes concernant les responsables de la pollution et la part des coûts des travaux d'assainissement restent limitées et le coût global pour le fonds OTAS ne devrait pas dépasser 10 millions de francs, ce qui est acceptable.
Enfin, la commission a renoncé à une nouvelle consultation. Les positions des milieux concernés étant connues, la disposition transitoire avait été accueillie favorablement lors de la consultation de 2021 et des débats parlementaires récents. Les modifications proposées poursuivent le même objectif et garantissent l'équité entre cantons et communes. Pour aboutir à ce projet, la commission a d'abord décidé de déposer une initiative parlementaire qui a été acceptée, par 15 voix contre 0 et 6 abstentions. Ensuite, la Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie du Conseil des États (CEATE-E) y a donné suite, à l'unanimité. Finalement, la CEATE-N a élaboré et accepté le projet d'acte à l'unanimité.
Ce projet corrige une lacune importante et assure une application juste et équitable du fonds OTAS. Il permet d'avancer dans la gestion des sites pollués en lien avec la problématique des PFAS.
Vincenz-Stauffacher Susanne · Mit-F · Nationalrat · St. Gallen · FDP-Liberale Fraktion
Am 27. September 2024 hat unser Parlament unter anderem Artikel 32ebis des Umweltschutzgesetzes (USG) verabschiedet. In den Absätzen 10 und 11 dieses Artikels ist geregelt, dass der sogenannte Vasa-Fonds Abgeltungen bezüglich der Kosten für die Untersuchung, Überwachung und Sanierung von belasteten Standorten leistet, die durch PFAS-haltige Löschschäume verunreinigt wurden. Bedingung ist, dass die folgenden vier Voraussetzungen erfüllt sind:
1. Zwei Jahre nach Inkrafttreten der Änderung vom 27. September 2024 dürfen keine PFAS-haltigen Schäume mehr auf den Standort gelangen.
2. Die Beurteilung des Überwachungs- und Sanierungsbedarfs ist bis zum 31. Dezember 2035 abgeschlossen.
3. Die Überwachungsmassnahmen und die baulichen Sanierungsmassnahmen sind bis zum 31. Dezember 2045 abgeschlossen.
4. Die Feuerwehren, welche die Verschmutzung verursacht haben, werden von öffentlich-rechtlichen Körperschaften getragen oder wurden zur Unterstützung oder als Ersatz für solche Feuerwehren aufgeboten.
So weit, so klar; nicht vorgesehen hat das Parlament damals eine Rückwirkung für diese Bestimmung. Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass der Abgeltungstatbestand für durch PFAS-haltige Löschschäume verunreinigte Standorte - ich verweise auf Artikel 32ebis Absätze 10 und 11 des Umweltschutzgesetzes - im Laufe der Beratungen zusätzlich hinzugekommen ist. Die Übergangsbestimmungen wurden jedoch nicht angepasst. Somit dürfen für bereits vor dem Inkrafttreten der Änderungen vorgenommene und abgeschlossene Untersuchungen, Überwachungen und Sanierungen von Standorten, die durch PFAS-haltige Löschschäume verunreinigt wurden, gemäss geltendem Recht keine Abgeltungen aus dem Vasa-Altlastenfonds gesprochen werden. Somit ergibt sich, dass Kantone und Gemeinden, welche an sich vorbildlich früh, dies ist zu betonen, gehandelt haben, offensichtlich benachteiligt werden.
Ihre Kommission ist einstimmig der Meinung, dass es sich da um ein gesetzgeberisches Versehen handelt. Sie hat sich aber auch über die Konsequenzen dieser Gesetzesanpassung informieren lassen. Es handelt sich um eine überschaubare, begrenzte Anzahl von Standorten, die von dieser Rückwirkung profitieren können. Diese sind grösstenteils bekannt, und Überraschungen können entsprechend ausgeschlossen werden.
Es betrifft ungefähr 22 Standorte. Für zwei davon kommen zusätzlich Abgeltungen für altrechtliche Sanierungen infrage. Es geht um das Lonza-Areal im Kanton Wallis, welches von der Betriebsfeuerwehr genutzt wurde, und um ein Neubauprojekt im Kanton St. Gallen. Es kann, gesamthaft betrachtet, davon ausgegangen werden, dass die rückwirkenden Kosten zulasten des Vasa-Altlastenfonds 10 Millionen Franken nicht übersteigen. Dies ist somit für den Fonds, der Ende 2024 einen positiven Saldo von rund 381 Millionen Franken aufgewiesen hat, gut tragbar.
Auch mit Blick in die Zukunft ergibt sich kein anderes Bild. Der Bundesrat legte in seiner Botschaft vom 16. Dezember 2022 dar, dass die Prognosen zur Entwicklung des Vasa-Fonds unter Berücksichtigung der in der USG-Revision vorgesehenen Ausweitung der Subventionstatbestände davon ausgehen, dass 2045 ein Saldo von 346 Millionen Franken übrig bleibt.
Ich weise darauf hin, dass bei der vorliegenden Gesetzesänderung auf eine Vernehmlassung verzichtet wurde. Dies ist mit Artikel 3a des Vernehmlassungsgesetzes vereinbar, da die Rückwirkung für andere Tatbestände in der ursprünglichen Revisionsvorlage enthalten und damit in der Vernehmlassung drin war. Zudem handelt es sich um eine begünstigende Rückwirkung, die sich auf eine genügende gesetzliche Grundlage stützt, und es besteht eine klare zeitliche Begrenzung. Schliesslich wurde in der Kommission auch ausgeführt, dass die Rückwirkung - explizit auch für Artikel 32ebis Absätze 10 und 11 USG - aus Umweltsicht grundsätzlich positiv sei. Sanierungen solcher Standorte würden nicht mehr aufgrund der fehlenden Rückwirkung verzögert.
Zusammengefasst: Ihre Kommission empfiehlt Ihnen einstimmig, auf die Vorlage einzutreten und der vorliegenden Anpassung des Umweltschutzgesetzes zuzustimmen.
Rösti Albert · BR-M · Bundesrat · Bern
Mit der Änderung des Umweltschutzgesetzes, die am 1. April 2025 in Kraft getreten ist, gab es wesentliche Anpassungen bei den Abgeltungen aus dem Vasa-Altlastenfonds. Mit diesem Fonds werden Untersuchungen oder Sanierungen von belasteten Standorten mitfinanziert. Neu können insbesondere auch Standorte, die durch PFAS-haltige Löschschäume verunreinigt wurden, mit Vasa-Geldern unterstützt werden. Diese Möglichkeit wurde im Rahmen der parlamentarischen Beratung eingebracht. Es wurde aber nicht bedacht, auch die Übergangsbestimmungen anzupassen und eine Rückwirkung vorzusehen. Bei Standorten, die durch PFAS-haltige Löschschäume verunreinigt wurden und für die vor dem 1. April 2025 bereits Untersuchungen oder gar Sanierungen gemacht wurden, können aktuell keine Vasa-Gelder bezahlt werden.
Mit der vorliegenden parlamentarischen Initiative soll dies geändert werden. Für bereits ergriffene oder abgeschlossene Untersuchungen oder Sanierungen von Standorten, die durch PFAS-haltige Löschschäume verunreinigt wurden, sollen neu auch Vasa-Gelder bezogen werden können. So können auch diejenigen Kantone und Gemeinden, die proaktiv gehandelt haben, von Vasa-Geldern profitieren.
Mit der Vorlage soll also eine Gesetzeslücke geschlossen werden. Eine Anpassung oder Ergänzung der bestehenden Übergangsbestimmungen in Artikel 65a des Umweltschutzgesetzes war gesetzestechnisch nicht möglich. Daher muss ein neuer Artikel eingeführt werden. Der neue Artikel 65b des Umweltschutzgesetzes übernimmt sinngemäss den Wortlaut der bestehenden Übergangsbestimmung und verweist ausdrücklich auf die Abgeltungstatbestände für die Untersuchung, Überwachung und Sanierung von Standorten, die durch PFAS-haltige Löschschäume verunreinigt wurden. Das ist in Artikel 32ebis Absätze 10 und 11 des Umweltschutzgesetzes geregelt.
Mit dieser Änderung wird der Vasa-Altlastenfonds stärker belastet, gemäss aktuellen Schätzungen mit rund 10 Millionen Franken. Diese zusätzlichen Kosten sind für den Fonds tragbar.
Der Bundesrat hat sich in seiner Stellungnahme vom 5. Dezember für die parlamentarische Initiative ausgesprochen. Ich bitte Sie deshalb, auf die Vorlage einzutreten und dem Entwurf der UREK-N zuzustimmen.
Page Pierre-André · P-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
L'entrée en matière est décidée sans opposition
Bundesgesetz über den Umweltschutz
Loi fédérale sur la protection de l'environnement
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress, Ziff. I Einleitung, Art. 65b
Antrag der Kommission: BBl 2025 3444
Titre et préambule, ch. I introduction, art. 65b
Proposition de la commission: FF 2025 3444
Angenommen - Adopté
Abstimmung
Art. 65b
Ausgabenbremse - Frein aux dépenses
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Ausgabe ... 184 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(0 Enthaltungen)
Das qualifizierte Mehr ist erreicht
La majorité qualifiée est acquise
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Ziff. II
Antrag der Kommission: BBl 2025 3444
Ch. II
Proposition de la commission: FF 2025 3444
Angenommen - Adopté
Abstimmung
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes ... 184 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(0 Enthaltungen)
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Le président (Page Pierre-André, président): L'objet va au Conseil des États.