04.063

Bilaterale Abkommen II. Genehmigung

Verfahrensbeitrag

8. Bundesbeschluss über die Genehmigung und die Umsetzung der bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der EG über die Zinsbesteuerung

8. Arrêté fédéral portant approbation de l'accord bilatéral entre la Suisse et la CE sur la fiscalité de l'épargne et des modifications législatives qui en découlent

Le président (Maitre Jean-Philippe, président): La divergence concerne l'article 11 de la loi fédérale concernant l'accord avec la Communauté européenne relatif à la fiscalité de l'épargne, loi qui est intégrée à l'article 2 de l'arrêté 8.

Art. 11

Antrag der Kommission

Festhalten

Antrag Cina

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Art. 11

Proposition de la commission

Maintenir

Proposition Cina

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Gysin Remo · Mit-M · Nationalrat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion

Beim Bundesgesetz über die Zinsbesteuerung geht es jetzt nur noch um die Frage, ob die Kantone einen Anteil am Ertrag des Steuerrückbehaltes bekommen sollen oder nicht. Die WAK hat vier Gründe, um Ihnen das Festhalten beliebt zu machen:

1. Es geht faktisch nur um 2,5 Prozent der Einnahmen, nämlich um 10 Prozent von den 25 Prozent, welche die Schweiz zurückbehält; in den ersten Jahren muss man das noch auf die 15 Prozent des Steuerrückbehaltes beziehen. Es geht also um einen kleinen Betrag.

2. Der Aufwand der Kantone ist in diesem Zusammenhang minimal. Er entsteht eigentlich nur im Ausnahmefall, bei Beschlagnahme oder Hausdurchsuchungen, bei denen auch die kantonale Polizeibehörde mitwirkt.

3. Wir haben eine Entflechtung zwischen Bundes- und Kantonsaufgaben vorgenommen, z. B. im Zusammenhang mit dem neuen Finanzausgleich. Wir sollten bei dieser Entflechtung bleiben und jetzt nicht wieder eine neue, komplexe Verrechnung inszenieren.

4. Wir haben keine Verfassungsgrundlage für eine zusätzliche schweizerische Steuer. De facto würden wir eine neue Steuer einführen, wenn wir dem Ständerat nachgeben. Dazu gibt es keine Grundlage. Es würden sich vielmehr zusätzliche Fragen stellen, nämlich, nach welchem Schlüssel z. B. die Kantone die Beträge aufteilen würden: Erfolgt das wieder nach dem alten Konzept der Finanzstärke oder nach anderen Kriterien?

Diese vier guten Gründe haben die WAK dazu geführt, Ihnen mit 13 gegen 5 Stimmen bei 3 Enthaltungen Festhalten zu empfehlen. Ich bitte Sie, der Kommission zu folgen.

Favre Charles · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Freisinnig-demokratische Fraktion

La Commission de l'économie et des redevances vous demande de maintenir votre décision du dernier débat concernant ces 10 pour cent de la retenue qui doivent être accordés aux cantons. En fonction des arguments que nous avions développés lors du dernier débat, à savoir qu'avec cette nouvelle loi, il n'y a pas de tâches supplémentaires pour les cantons, donc en fonction du principe de répartition des tâches entre Confédération et cantons, ces cantons n'ont pas droit à nos yeux à une participation de 10 pour cent sur les 25 pour cent que touchera la Suisse dans le cadre de cet accord.

Second argument: les coûts administratifs, vu les faibles sommes en jeu - environ 2,5 pour cent, d'après mon calcul -, risquent d'être importants par rapport à la somme qui sera touchée par chacun des cantons. Un nouvel argument a été évoqué - il a été rappelé par Monsieur Gysin -, à savoir qu'à nos yeux, il manque des bases pour pratiquer cette répartition.

Une minorité de la commission se rallie à la position du Conseil des Etats, je dirai essentiellement par pragmatisme, puisqu'il ne reste plus que cette seule divergence. Le Conseil des Etats a maintenu sa position à l'unanimité. Cette minorité de la commission considère qu'il faut régler ce point afin que nous puissions aller de l'avant sur ce dossier.

Par 13 voix contre 5 et 3 abstentions, la commission a décidé de maintenir cette divergence. Elle vous invite à en faire de même.

Cina Jean-Michel · Mit-M · Nationalrat · Wallis · Christlichdemokratische Fraktion

Die Begründung für die Bereinigung der einzigen noch bestehenden Differenz wurde jetzt von Herrn Favre vorgetragen. Ich möchte Ihnen aus pragmatischen Gründen beantragen, diese letzte Differenz zu bereinigen, da wirklich nicht anzunehmen ist, dass der Ständerat hier nachgeben wird. Er hat mit Einstimmigkeit dieser Bestimmung zugestimmt, sodass ich bitte, hier meinen Antrag auf Zustimmung zum Ständerat zu unterstützen.

Maitre Jean-Philippe · 1VP-M · Nationalrat · Genf · Christlichdemokratische Fraktion

Abstimmung - Vote

Für den Antrag Cina .... 128 Stimmen

Für den Antrag der Kommission .... 46 Stimmen