26.025

Armeebotschaft 2026

Page Pierre-André · P-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Le président (Page Pierre-André, président): Nous allons mener un seul débat sur l'entrée en matière sur les projets 1 à 3.

Gartmann Walter · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Im Namen der Sicherheitspolitischen Kommission darf ich Ihnen die Armeebotschaft 2026 sowie die Ergebnisse unserer Beratungen vorstellen. Die Kommission hat sich eingehend mit den beantragten Verpflichtungskrediten, der aktuellen sicherheitspolitischen Lage und insbesondere der Frage auseinandergesetzt, welche Fähigkeiten der Armee prioritär gestärkt werden müssen.

Mit der Armeebotschaft 2026 beantragt der Bundesrat Verpflichtungskredite von insgesamt rund 3,4 Milliarden Franken. Davon entfallen rund 2,4 Milliarden Franken auf das Rüstungsprogramm, 562 Millionen Franken auf das Immobilienprogramm des VBS sowie 394 Millionen Franken auf einen Zusatzkredit für die Beschaffung des Kampfflugzeuges F-35A. Ein klarer Schwerpunkt der Botschaft liegt auf der Abwehr von Angriffen aus der Luft sowie aus der Distanz. Die Kommission erachtet diesen Schwerpunkt angesichts der veränderten Bedrohungslage als nachvollziehbar und notwendig. Erfahrungen aus aktuellen Konflikten belegen die heutige Bedeutung von Drohnen, Marschflugkörpern, weitreichenden Waffensystemen, elektronischer Kriegsführung und einer leistungsfähigen Luftverteidigung.

Gleichzeitig bestehen bei der Schweizer Armee in diesen Bereichen weiterhin erhebliche Fähigkeitslücken, was sich besonders deutlich bei der bodengestützten Luftverteidigung zeigt. Mit den heute verfügbaren Mitteln lässt sich nur ein beschränkter Teil des schweizerischen Territoriums schützen. Mit dem Rüstungsprogramm 2026 sollen deshalb gezielte Fähigkeiten ausgebaut werden. Vorgesehen ist unter anderem eine Milliarde Franken für die bodengestützte Luftverteidigung mittlerer Reichweite, um weitere Feuereinheiten und insbesondere zusätzliche Lenkwaffen zu beschaffen. Weiter sind 800 Millionen Franken für die bodengestützte Luftverteidigung kurzer Reichweite vorgesehen, womit bestehende Systeme ersetzt und die Abwehrfähigkeit insbesondere gegen Bedrohungen im unteren Luftraum verbessert werden sollen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Drohnenabwehr, wofür 70 Millionen Franken vorgesehen sind. Da die Bedeutung dieser Fähigkeit in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat, hat die Kommission intensiv diskutiert, wie rasch solche Systeme beschafft und eingeführt werden können. Weitere Kredite betreffen unter anderem ein neues teilmobiles Radar, die elektronische Kriegsführung, die militärische Kommunikation sowie den Fähigkeitsaufbau im Weltraum.

Nicht nur die Beschaffung neuer Systeme war ein wichtiger Punkt unserer Beratungen, sondern auch deren Durchhaltefähigkeit. Moderne Systeme allein reichen in einem Konflikt nicht aus. Entscheidend ist, dass genügend Munition und Wirkmittel vorhanden sind und diese über längere Zeit eingesetzt werden können.

Die Kommissionsmehrheit beantragt deshalb, das Rüstungsprogramm gegenüber dem Antrag des Bundesrates um 500 Millionen Franken für zusätzliche Munition aufzustocken. Diese zusätzlichen Mittel sollen insbesondere für die bodengestützte Luftverteidigung sowie für die indirekte Feuerunterstützung eingesetzt werden können. Die Kommission berücksichtigt damit auch die Entwicklungen auf den internationalen Beschaffungsmärkten. Die Nachfrage nach Munition und Lenkwaffen ist stark gestiegen. Gleichzeitig sind so natürlich die Lieferfristen länger geworden. Die Kommissionsmehrheit ist deshalb der Auffassung, dass notwendige Munitionsbestände möglichst frühzeitig aufgebaut werden müssen. Dieser Antrag, das kann ich noch erwähnen, wurde in der Kommission mit 11 zu 9 Stimmen bei 4 Enthaltungen beschlossen. Das Rüstungsprogramm insgesamt ist von der Kommission mit 16 zu 3 Stimmen bei 6 Enthaltungen gutgeheissen worden.

Als weiteren Punkt haben wir den F-35 und dessen Beschaffung beraten; das ist auch heute ein zentraler Punkt, der immer wieder Diskussionsbedarf zeitigt. Der Bundesrat beantragt hierfür einen Zusatzkredit von 394 Millionen Franken. Aufgrund der Kostenentwicklung kann die ursprünglich vorgesehene Anzahl von 36 Flugzeugen innerhalb des bisherigen Finanzrahmens nicht mehr beschafft werden. Mit dem beantragten Zusatzkredit können nach heutigem Kenntnisstand voraussichtlich rund dreissig Flugzeuge beschafft werden. Die definitive Anzahl hängt von den weiteren Verhandlungen und den Produktionskosten ab. Die Kommission hat diesen Punkt ausführlich diskutiert. Sie beantragt ihrem Rat mit 16 zu 8 Stimmen bei 1 Enthaltung, dem Zusatzkredit von 394 Millionen Franken zuzustimmen.

Ein weiterer Antrag, zusätzliche Mittel bereitzustellen, um weitere 36 F-35-Flugzeuge beschaffen zu können, fand in der Kommission keine Mehrheit.

Auch das Immobilienprogramm VBS 2026 war Gegenstand unserer Beratungen. Der beantragte Verpflichtungskredit beträgt 562 Millionen Franken. Vorgesehen sind unter anderem Investitionen in militärische Infrastrukturen, Flugplätze, Führungs- und Telekommunikationsanlagen. Die Kommission beurteilte diese Investitionen im Zusammenhang mit den vorgesehenen Rüstungsbeschaffungen und der Weiterentwicklung der Fähigkeiten der Armee. Die Beratungen der Kommission haben deutlich gemacht, dass die Armeebotschaft 2026 vor dem Hintergrund einer erheblich veränderten sicherheitspolitischen Lage zu beurteilen ist. Im Zentrum stehen deshalb insbesondere drei Punkte: die Stärkung der Luftverteidigung und Drohnenabwehr; die Verbesserung der Durchhaltefähigkeit durch ausreichende Munitionsbestände; die Weiterentwicklung der notwendigen Führungs-, Kommunikations- und Aufklärungsfähigkeiten. Die Kommission hat die einzelnen Kredite intensiv beraten und teilweise angepasst. Sie ist mehrheitlich zum Schluss gekommen, dass die vorgesehenen Investitionen notwendig sind, um bestehende Fähigkeitslücken der Armee schrittweise zu schliessen und ihre Verteidigungsfähigkeit zu stärken.

Im Namen der Sicherheitspolitischen Kommission beantrage ich Ihnen deshalb, auf die Vorlage einzutreten.

Barandun Nicole · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Permettez-moi une brève remarque liminaire. Notre commission compte malheureusement peu de membres francophones, c'est donc à moi qu'il revient de présenter le rapport en français. Je vous remercie par avance de votre indulgence pour les éventuelles imperfections linguistiques.

La Commission de la politique de sécurité de notre conseil propose d'entrer en matière sur les trois arrêtés fédéraux du message sur l'armée 2026, à savoir l'arrêté fédéral sur le programme d'armement 2026, l'arrêté fédéral sur le programme immobilier du DDPS 2026 et la modification de l'arrêté fédéral sur l'acquisition de l'avion de combat F-35A.

Le message sur l'armée du Conseil fédéral prévoit des crédits d'engagement pour un montant total de 3,4 milliards de francs, dont environ 2,4 milliards pour les acquisitions d'armement, 562 millions pour le programme immobilier et 394 millions au titre d'un crédit additionnel destiné à l'acquisition des nouveaux avions de combat F-35A.

La majorité de la Commission de la politique de sécurité propose en outre d'ajouter au programme d'armement un crédit d'engagement de 500 millions destiné à l'acquisition de munitions.

Le 25 mars dernier à Thoune, les membres de la Commission de la politique de sécurité et de la Commission des finances ont eu l'occasion d'examiner de manière approfondie les différents projets d'acquisition et de s'informer directement sur place. La Suisse doit développer sa capacité de défense de manière ciblée et prioritaire. Les investissements proposés concernent les capacités dont notre pays a effectivement besoin pour faire face aux menaces les plus probables. Il s'agit en particulier de se prémunir contre les attaques à distance et de renforcer notre résilience face aux conflits hybrides. Cela comprend notamment une défense sol-air performante, la lutte contre les mini-drones, une image de la situation fiable, des réseaux de conduite et de communication protégés, ainsi que des capacités dans l'espace cybernétique et l'espace électromagnétique.

Le programme d'armement 2026 prévoit notamment deux unités de feu supplémentaires du système Iris-T. Elles servent à combattre les missiles de croisière, les drones tactiques et les avions de combat. L'acquisition doit de nouveau s'effectuer dans le cadre de l'"European Sky Shield Initiative". Le stock de missiles doit être augmenté. Le programme prévoit également le remplacement des systèmes obsolètes de courte portée, notamment les missiles Stinger et les canons antiaériens de 35 mm, par huit unités d'un système de défense aérienne semi-mobile de Rheinmetall Air Defence. Ces moyens permettront de lutter plus efficacement contre un large éventail de menaces aériennes, y compris contre les drones de différentes tailles. En exécution des motions de teneur identique 25.4396 et 25.4405, des mesures seront également prises contre les mini-drones.

En ce qui concerne les capacités spatiales, il est prévu de développer un prototype de satellite de reconnaissance, ainsi que l'infrastructure au sol, dans le cadre du projet Alpstar.

Les militaires de l'armée suisse sont équipés depuis 50 ans du pistolet 75, de type SIG P220. Le stock actuel devrait encore suffire pendant environ quatre ans pour répondre aux besoins de l'armée. L'approvisionnement en pièces de rechange est toutefois déjà difficile. Un nouveau pistolet doit donc être acquis progressivement.

La commission est également arrivée à la conclusion que des systèmes modernes ne suffisent pas à eux seuls. Il faut aussi disposer de stocks de munitions suffisants. La capacité d'endurance constitue un élément central de la capacité de défense. C'est pourquoi la majorité de la commission propose, dans le cadre du programme d'armement, un crédit d'engagement supplémentaire de 500 millions, afin de renforcer les réserves de munitions destinées au système de défense sol-air. La commission propose d'entrer en matière et d'approuver le projet, par 16 voix contre 3 et 6 abstentions.

S'agissant du programme immobilier, trois projets comprennent des mesures d'assainissement. Une caverne construite dans les années 1950 doit être remise en état, conformément aux normes actuelles. Des mesures supplémentaires de protection contre le bruit doivent être prises aux abords des aérodromes militaires d'Emmen, de Meiringen et de Payerne. Le programme prévoit en outre la modernisation de la place de tir de Vugelles. La commission propose d'entrer en matière et d'approuver le programme immobilier, dont le montant s'élève à 562 millions.

J'en viens au troisième arrêté relatif au crédit additionnel pour le F-35A. Le crédit additionnel demandé de 394 millions de francs se fonde sur l'article 27 alinéa 1 de la loi sur les finances de la Confédération. La majorité de la commission propose d'entrer en matière et d'approuver ce crédit additionnel de 394 millions. La minorité propose de ne pas entrer en matière. Il s'agit d'acquérir le plus grand nombre possible de nouveaux avions de combat dans le cadre financier approuvé par le peuple et le Parlement.

Selon l'état actuel, le crédit additionnel devrait permettre l'acquisition de 30 avions F-35A. La commission est consciente du fait que l'évaluation des coûts est insatisfaisante et que le nombre initialement envisagé de 36 appareils ne pourra pas être atteint. Un abandon ou un nouveau changement de système entraînerait cependant une nouvelle procédure et retarderait encore considérablement l'introduction de capacités modernes de défense aérienne. La majorité de la commission ne considère pas cette option comme responsable du point de vue de la politique de sécurité.

Je m'exprimerai plus tard sur les différents points de la discussion par article.

Je vous prie d'entrer en matière sur les trois projets.

Bürgin Yvonne · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Die Finanzkommission hat die Armeebotschaft 2026 im Rahmen eines Mitberichts an die Sicherheitspolitische Kommission beraten. Im Zentrum standen die finanziellen Auswirkungen und die finanzpolitische Einordnung der Vorlage. Mit der Armeebotschaft beantragt der Bundesrat insgesamt drei Bundesbeschlüsse mit Verpflichtungskrediten von rund 3,4 Milliarden Franken. Die Finanzkommission hat sich auf die finanziellen Auswirkungen und die finanzpolitische Einordnung der Vorlage konzentriert. Im Zentrum stand die Frage, ob die beantragten Verpflichtungskredite innerhalb der bestehenden finanzpolitischen Vorgaben finanziert werden können. Die Finanzkommission stellte fest, dass die vorgesehenen Investitionen mit dem vom Parlament beschlossenen Ziel vereinbar sind, die Armeeausgaben bis 2032 auf 1 Prozent des Bruttoinlandprodukts zu erhöhen. Ein Zusatzbericht des VBS bestätigte zudem, dass die mit der Armeebotschaft beantragten rund 3,4 Milliarden Franken innerhalb des geltenden Zahlungsrahmens für die Jahre 2025 bis 2028 finanziert werden können.

Gleichzeitig hat sich die Ausgangslage beim Bundeshaushalt verbessert. Insbesondere die höher prognostizierten Gewinnsteuereinnahmen stärken die finanzielle Ausgangslage. Für die vorliegende Armeebotschaft sind deshalb keine zusätzlichen Einnahmen durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer erforderlich. Eine allfällige zusätzliche Finanzierung wird erst bei weitergehenden Ausgaben der Armee relevant. Die längerfristige Ausgestaltung des Ausgabenziels und dessen Finanzierung sind jedoch nicht Gegenstand der vorliegenden Armeebotschaft. Diese Fragen werden insbesondere im Rahmen des Budgetprozesses und der separaten Finanzierungsvorlage zu behandeln sein.

Ich komme zu den Entwürfen zu den drei Bundesbeschlüssen. Mit dem Entwurf 1 zum Bundesbeschluss über das Rüstungsprogramm 2026 beantragt der Bundesrat einen Verpflichtungskredit von 2,44 Milliarden Franken. Im Zentrum der Beratung stand die Priorisierung der Investitionen vor dem Hintergrund der aktuellen Bedrohungslage. Die FK-N stimmte dem Beschluss des Ständerates einstimmig zu.

Der Entwurf 2 zum Bundesbeschluss über das Immobilienprogramm VBS 2026 umfasst Investitionsvorhaben und Zusatzkredite für militärische Immobilien. Thematisiert wurde insbesondere die finanztechnische Abgrenzung zwischen Rüstungs- und Immobilienkrediten. Eine Minderheit Wermuth beantragt, 80 Millionen Franken aus dem Immobilienprogramm in den Entwurf 3 zum Bundesbeschluss über die Beschaffung der Kampfflugzeuge F-35A zu verschieben. Die Mehrheit lehnt dies ab und hält an der Trennung zwischen Rüstungs- und Immobilienkrediten fest. Sie folgt somit dem Beschluss des Ständerates.

Ein weiterer Punkt betrifft die Lärmschutzmassnahmen auf den Militärflugplätzen. Dafür ist im Entwurf 2 ein Verpflichtungskredit von 30 Millionen Franken vorgesehen. Aufgrund von Einsprachen im Zusammenhang mit dem Lärmschutz rund um die Militärflugplätze konnte die FK-N noch nicht abschliessend beurteilen, ob weitere Massnahmen notwendig sind und welche finanziellen Folgen daraus entstehen. Zu diesem Punkt liegen zwei Minderheitsanträge aus der SiK-N vor.

Mit dem Entwurf 3 zum Bundesbeschluss über die Beschaffung der Kampfflugzeuge F-35A beantragt der Bundesrat einen Zusatzkredit von 394 Millionen Franken. Hintergrund sind Mehrkosten bei der Beschaffung der neuen Kampfflugzeuge. Der Bundesrat beabsichtigt, innerhalb des zur Verfügung stehenden Finanzvolumens die maximal mögliche Anzahl F-35 zu beschaffen. Zum Entwurf 3 wurde in der Finanzkommission ein Antrag auf Nichteintreten gestellt; dieser liegt Ihnen als Antrag der Minderheit Kälin vor. Dieser Antrag wurde insbesondere damit begründet, dass angesichts der geopolitischen Entwicklung und der zunehmenden Abhängigkeit von US-amerikanischer Technologie die Beschaffung des F-35 grundlegend hinterfragt werden müsse. Die Mehrheit hält demgegenüber fest, dass die im damaligen Planungsbeschluss vorgesehenen Mittel einschliesslich der entsprechenden Indexanpassungen Bestandteil des vom Volk genehmigten Finanzrahmens sind. Der vom Bundesrat vorgesehene Zusatzkredit wurde in der FK-N mit 16 zu 8 Stimmen befürwortet; der entsprechende Antrag liegt Ihnen jetzt als Mehrheitsantrag vor.

Zusammenfassend kommt die FK-N zum Schluss, dass die mit der Armeebotschaft 2026 beantragten rund 3,4 Milliarden Franken innerhalb des beschlossenen Zahlungsrahmens finanziert werden können.

Die SiK-N beantragt darüber hinaus einen Zusatzkredit von 500 Millionen Franken für weiter gehende Ausgaben der Armee. Dieser Antrag war nicht Gegenstand der Beratung der FK-N. Für die FK-N ist jedoch klar, dass solche zusätzlichen Ausgaben innerhalb des bestehenden finanzpolitischen Rahmens aufgefangen werden müssten. Dafür wären entsprechende Verschiebungen oder eine Neugewichtung der Prioritäten erforderlich.

Die FK-N beantragt einstimmig die Zustimmung zu den Beschlüssen des Ständerates im Rüstungsprogramm; bei den übrigen Vorlagen erfolgt der Antrag mehrheitlich.

Ich bitte Sie, die Anträge der FK-N zu unterstützen.

Pahud Yvan · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

C'est avec un grand plaisir que je vous présente la position de notre commission concernant le message sur l'armée 2026.

Dans le cadre de la procédure de corapport, la Commission des finances de notre conseil s'est penchée sur ce message. À la lumière des informations supplémentaires qui lui ont été remises par le Département fédéral de la défense, de la protection de la population et des sports, la Commission des finances arrive à la conclusion que les projets proposés par le Conseil fédéral peuvent être financés dans le contexte budgétaire actuel et que les crédits d'engagement concernés peuvent être mis en oeuvre.

À l'unanimité, elle propose donc à la Commission de la politique de sécurité de notre conseil ainsi qu'à vous, chères et chers collègues, d'entrer en matière sur le programme d'armement 2026 et d'adopter le projet. La Commission des finances se prononce ainsi en faveur de crédits d'engagement s'élevant à environ 2,4 milliards de francs.

La Commission des finances soutient le crédit additionnel lié à l'acquisition de l'avion de combat F-35A, par 16 voix contre 8. Il s'agit d'un crédit additionnel de 394 millions de francs. Une minorité propose de ne pas entrer en matière. Elle considère que ce crédit additionnel intervient à un moment où il faut repenser en profondeur la dépendance de la Suisse à la technologie étasunienne et les conséquences de l'évolution des relations géopolitiques avec les États-Unis.

Enfin, la Commission des finances soutient le programme immobilier du DDPS 2026, par 15 voix contre 8 et 1 abstention.

Une minorité estime que les mesures de construction liées au F-35A devraient, pour des raisons de transparence, être financées directement par la voie du crédit additionnel relatif à l'acquisition de l'avion de combat F-35A et non par le biais du programme immobilier.

Au nom de la Commission des finances, je vous recommande d'entrer en matière sur le message sur l'armée 2026 et de suivre la position de notre commission.

Andrey Gerhard · Mit-M · Nationalrat · Freiburg · Grüne Fraktion

Zu meinem Antrag auf Nichteintreten auf den Entwurf zum Bundesbeschluss 3 über die Beschaffung der Kampfflugzeuge F-35A. Vergangene Woche hat die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates ihren Bericht zur F-35A-Beschaffung vorgelegt. Das Ergebnis ist vernichtend. Es gab nie einen pauschalen Fixpreis mit den USA. Was jahrelang als wasserdichte Preisgarantie verkauft wurde, war keine. Die GPK hält fest, dass die damalige VBS-Chefin spätestens im Sommer 2024 von den drohenden Mehrkosten wusste, den Bundesrat aber erst sieben Monate später informierte. Die Kommunikation des VBS gegenüber dem Parlament war nicht nachvollziehbar, ich würde meinen irreführend, und im Amt haben zu wenige Personen den Vertrag gelesen. Der interne Rechtsdienst wurde ausgeschaltet, eine Anwaltskanzlei zur Beurteilung des US-Regierungsvertrags wurde zwar empfohlen, aber nie beigezogen.

Das ist der Hintergrund, vor welchem wir die 394 Millionen Franken heute beraten. Wir sollen die Mehrkosten einer Beschaffung decken, die von Anfang an auf falschen Grundlagen beruhte und bei der das Parlament systematisch falsch informiert wurde.

Wir stellen den Minderheitsantrag auf Nichteintreten - nicht wegen des GPK-Berichtes, sondern weil er bestätigt, was wir seit Jahren sagen: das falsche Flugzeug, zu teuer, mit bedenklicher Abhängigkeit.

Der F-35A ist kein Schweizer Verteidigungsflugzeug, er ist ein Tarnkappenbomber der fünften Generation, entwickelt für die offensive Machtprojektion der Nato, fähig zum Tragen von Nuklearwaffen. Selbst in den USA gilt er als das teuerste und problematischste Rüstungsprojekt aller Zeiten, und die Schweiz steht als kleine Abnehmerin da, ohne jegliche Verhandlungsmacht. Washington stellt die Konditionen, wir zahlen. Und was erhält die Schweiz dafür? Sie bekommt statt 36 wohl nur 30 Flugzeuge zu überhöhten Preisen, von einem Lieferanten, an dessen politischer Verlässlichkeit ernsthafte Zweifel bestehen. Der Zusatzkredit löst kein einziges dieser Probleme; er zementiert sie: Wartung, Software, Munition, Ersatzteile - alles auf Jahrzehnte hinaus unter der Kontrolle Washingtons.

Europa baut gerade eigene Kapazitäten auf, und wir binden uns enger an einen Partner, der uns systematisch im Unklaren gelassen hat. Der Bericht der GPK-N hat das Vertrauen in diese Beschaffung erschüttert. Nützen Sie dieses Signal - treten Sie jetzt nicht auf den Entwurf 3 ein.

Nun weiss ich, dass die Mehrheit des Rates voraussichtlich anders entscheiden wird. Deshalb verlange ich mit meinem Einzelantrag - Sie haben ihn gestern verteilt erhalten - die Rückweisung. Der Antrag verlangt nichts Radikales; er verlangt eine neue Reihenfolge: Zuerst soll der Bundesrat die Empfehlungen der GPK-N abarbeiten, und erst dann soll er mit einem neuen Kreditbegehren zurück ins Parlament kommen.

Lassen Sie sich nicht mit dem Argument der Dringlichkeit unter Druck setzen - es gibt keine. Der Verpflichtungskredit von 6,035 Milliarden Franken steht, die Verträge laufen, die Auslieferung ab 2028 ist nicht betroffen. Dieser Zusatzkredit entscheidet nicht, ob wir kaufen; er entscheidet, wie wir das tun und wie viele F-35 wir kaufen. Die Anzahl kann die US-Regierung ohnehin erst nach ihren eigenen Vertragsverhandlungen nennen.

Wir haben also Zeit - Zeit, um die Lehren aus diesem aktuellen und bedenklich grossen Beschaffungsdebakel zu ziehen, bevor wir dieselbe Beschaffung mit weiterem Geld ausstatten. Wer heute zahlt, bevor die Aufarbeitung stattgefunden hat, sagt dem VBS: Das Debakel hat keine Konsequenzen.

Treten Sie nicht auf den Entwurf 3 ein. Wenn Sie eintreten, dann weisen Sie den Entwurf zumindest zurück.

Hurter Thomas · Mit-M · Nationalrat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Herr Andrey, herzlichen Dank für Ihre Ausführungen. Sie haben jetzt gesagt, wir hätten Zeit. Nein, wir haben keine Zeit, denn wenn wir Ihren Antrag unterstützen, heisst das, dass die restlichen Bestellungen des F-35 nicht ausgeführt werden können. Jetzt meine Frage an Sie: Was ist Ihre Alternative für die Erneuerung der Luftwaffe? Sie wissen ganz genau: Wenn wir hier Nein sagen, gibt es keine Alternative.

Andrey Gerhard · Mit-M · Nationalrat · Freiburg · Grüne Fraktion

Also ich glaube, das sind eigentlich zwei Fragen. Die Antwort auf die erste Frage ist: Es gibt insofern keine Dringlichkeit, als der "batch" der ersten acht Flugzeuge am Laufen ist. Das Anzahlungskonto ist genug gefüllt für diese Zahlungen. Mit dem Rückweisungsantrag verlange ich ja nur, dass der Bundesrat die GPK-Hausaufgaben mache. Das kann er zügig tun, und dann kann er wieder mit einem Begehren kommen. Also ich sehe da absolut kein Problem.

Die zweite Frage ist, was meine Alternative ist, und da lehne ich mich jetzt ein bisschen aus dem Fenster. Ich spreche jetzt nicht für die Fraktion, sondern für mich persönlich. Ich meine, wir brauchen doch irgendeine Exitstrategie aus dieser Geschichte. Ich halte es persönlich für falsch, eine Einflottenstrategie zu fahren. Vielleicht müsste man sich dazu überwinden, jetzt nur ein absolutes Minimum von acht, zehn oder zwölf F-35 zu kaufen und daneben vielleicht ein europäisches Flugzeug - Rafale, Gripen - beschaffen, das tatsächlich auch für luftpolizeiliche Aufgaben gemacht ist. Sie als Pilot müssten bestens wissen, dass eine F-35 wahrscheinlich nicht das passendste Flugzeug ist, um eine verirrte Cessna in den Walliser Alpen zu eskortieren.

Page Pierre-André · P-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Le président (Page Pierre-André, président): Je vous informe que - vous l'avez constaté - nous sommes confrontés actuellement à des problèmes techniques qui empêchent l'accès à différents services informatiques. L'origine de la panne est identifiée. Nos équipes travaillent d'arrache-pied pour permettre la mise en service la plus rapide possible. Je vous prie de nous excuser pour ce désagrément, qui - je l'espère - sera réparé au plus vite.

Kälin Irène · Mit-F · Nationalrat · Aargau · Grüne Fraktion

Das Stimmvolk hat für die Beschaffung der Kampfflugzeuge einen Betrag gesprochen: 6 Milliarden Franken. Verkauft wurde uns das damals als Fixpreis, ein Preis, für den es 36 Kampfflugzeuge geben solle, garantiert durch die USA, ohne Kostenrisiko für die Schweiz. Wer damals Zweifel an diesem Fixpreis anmeldete, wurde als Panikmacherin oder Panikmacher abgetan, wieder und wieder. Wir wissen heute, und seit dem GPK-Bericht wissen wir es in aller Deutlichkeit: Das war nie ein Fixpreis.

Ursprünglich war von 36 Kampfjets die Rede, die es für diesen Fixpreis geben solle. Mit dem bundesrätlichen Zusatzkredit von 394 Millionen Franken ist nach heutigem Stand nur noch von 30 Flugzeugen die Rede. Selbst diese Zahl steht auf sehr wackeligen finanziellen Füssen, sollte der Preis von den USA noch weiter nach oben korrigiert werden.

Im September 2022, ziemlich genau auf den Tag vor vier Jahren, sagte Frau Bundesrätin Amherd hier, der Vertrag enthalte Festpreise und decke damit auch die Inflation in den USA ab, die US-Botschaft habe diese Festpreise bestätigt. Das allein ist bereits ein Versagen: kein Fixpreis, keine konkrete Anzahl Flieger mehr.

Aber nun von den Anzahl Fliegern zum finanzpolitischen Kern der Sache: Die vom Bundesrat beantragten 394 Millionen Franken können noch als reiner Teuerungsausgleich deklariert werden, dafür sieht der Bundesbeschluss 2 in den Artikeln 3 und 5 eigene, begrenzte Mechanismen vor. Aber ganz so einfach ist es nicht.

Die Minderheit Wermuth rechnet vollständig. Sie integriert Kosten, die bisher separat im Immobilienprogramm VBS geführt werden, aber in der Vollkostenrechnung dem F-35 angerechnet werden müssen, weil es um Hangars für den F-35 geht. So kommt man bereits auf 474 Millionen Franken. Das ist die ehrliche Rechnung. Aber sie zeigt eben auch: Korrekt und vollständig gerechnet liegt der Betrag dann bereits über dem, was finanzpolitisch unter dem Stichwort "Teuerungsausgleich" noch hinzubiegen ist.

Die Minderheit Hurter geht so weit, dass sie über eine Milliarde Franken beantragt. Das hat mit Teuerungsanpassung oder Transparenz dann gar nichts mehr zu tun und zeigt, wie schnell man finanzpolitisch in den Blindflug geht, ja, gehen muss, weil man sicherheitspolitisch das will, was man einmal versprochen bekommen hat.

Ein Kostendach hat nur dann eine Wirkung, wenn es auch eines ist. Es zwingt ein Departement, in Verhandlungen hart zu bleiben, Verträge sehr genau zu studieren und zu verhandeln und mit dem Schlagwort "Fixpreis" sehr korrekt und vorsichtig umzugehen, weil das Departement weiss, dass es alles, was über das Kostendach - erst recht über eines, dem das Volk zugestimmt hat - hinausgeht, selbst verantworten muss. Es kann nicht einfach auf ein nachträglich grosszügigeres Parlament hoffen, und wir können es uns nicht einfach leisten, über die Köpfe unserer Bürgerinnen und Bürger hinweg zu entscheiden, sonst machen wir uns als Volksvertreterinnen und -vertreter sehr unglaubwürdig.

Vor diesem Hintergrund ist Zurückhaltung angebracht. Die Verhandlungen mit den USA sind nicht abgeschlossen. Wie viele Flugzeuge am Ende effektiv geliefert werden und wie weit die Preise noch steigen, weiss heute niemand mit Sicherheit. Die Zahl schwankt, je nachdem, wen man fragt, zwischen knapp dreissig und deutlich weniger. Bei so vielen offenen Fragen schon heute ans Maximum dessen zu gehen, was gerade noch irgendwie vertretbar erscheint, ist keine solide Finanzpolitik. Das ist Vorleistung auf Verdacht und ein Vertrauensvorschuss, und so viel Vertrauensvorschuss, gerade nach dem Fixpreis-Debakel, ist hier wohl ziemlich fehl am Platz.

Namens der Minderheit bitte ich Sie, auf den Bundesbeschluss 3 nicht einzutreten.

Nause Reto · Mit-M · Nationalrat · Bern · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Für die Verteidigungsfähigkeit der Schweiz ist diese Armeebotschaft ein Meilenstein - ein erster Meilenstein. Insbesondere folgt die Armeebotschaft einer ganz klaren Priorisierung. Die Schweiz muss wieder in der Lage sein, sich namentlich gegen Gefahren aus der Luft zu schützen.

Im Nahen Osten und in der Ukraine erleben wir heute, was asymmetrische Kriegsführung bedeutet. Nicht allein militärische Ziele werden angegriffen, sondern auch zivile, auch wirtschaftliche und namentlich kritische Infrastruktur - und die Schweiz ist voll mit kritischer Infrastruktur. Wir sind Stromdrehscheibe, wir haben Gastransitleitungen, wir haben Rechenzentren, und wir haben Verkehrsinfrastrukturen von gesamteuropäischer Bedeutung. Im europäischen Kontext ist die Schweiz rückwärtiger Raum, und wenn sich der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine nach Westen ausweitet - die aktuellen Kriege zeigen das -, dann ist eben der rückwärtige Raum ein Ziel.

Der rückwärtige Raum wird angegriffen, um Chaos und Verwirrung zu stiften. Der Luftraum ist hier besonders sensibel und muss gegen die verschiedensten Bedrohungen geschützt werden können: gegen Minidrohnen, grosse Drohnen, Mittelstreckenraketen, Hyperschallraketen, aber auch gegen feindliche Flugzeuge. Dazu braucht es das Zusammenwirken unterschiedlichster Systeme wie Boden-Luft-Abwehr kurzer, mittlerer und langer Reichweite, Drohnenabwehr, und es braucht eben namentlich auch Kampfflugzeuge.

Wer das Flugzeug aus diesem Dispositiv herausbrechen will, der kann von sich nicht behaupten, einen wirkungsvollen Schutz des Luftraumes zu wollen. Wie kritisch eine solche Lücke ist, zeigen die Luftraumverletzungen in Rumänien, in Polen, in Deutschland, in den nordischen Staaten, im Baltikum, die wir aktuell erleben.

Wir stimmen dem Bundesbeschluss über das Rüstungsprogramm, dem Bundesbeschluss über das Immobilienprogramm und dem Zusatzkredit zum F-35 deshalb zu. Und wir tun dies in der Version des Bundesrates oder des Ständerates. Wir haben ja diverse Anträge auf dem Tisch, die insgesamt eine Aufstockung von 5,5 Milliarden Franken wollen.

Ich habe aus sicherheitspolitischer Optik grundsätzlich noch Sympathien für diese Aufstockungsanträge, aber es geht hier um reine Verpflichtungskredite. Wenn Sie da nichts entsprechend im Budget hinterlegen, dann bewirken Sie nur ein Auftürmen der Beschaffungsbugwelle, die ohnehin schon relativ gross ist. 5,5 Milliarden Franken in der Wintersession hierfür anderswo aus dem Budget pressen zu wollen, halte ich doch für ein eher abenteuerliches Unterfangen. Ich möchte Sie auch daran erinnern, dass die Armeefinanzierungsvorlage mit der Mehrwertsteuererhöhung und dem Fonds auch noch nicht unter Dach und Fach ist.

Zum Zusatzkredit zum F-35 noch einige Hinweise: Betragsmässig entspricht das der aufgelaufenen Teuerung seit 2018. Ich kann Ihnen sagen, ich habe diesen Vertrag gelesen; der Fixpreis steht da drin. Leider gibt es in diesen Verträgen, die eigentliche Standardverträge sind, aber noch weitere Passagen. Der amerikanische Staat will mit entsprechenden Klauseln verhindern, dass seine Steuerzahler in ausserordentlichen Lagen Rüstungsbeschaffungen fremder Länder mitfinanzieren müssen. Das kam in der Vergangenheit nie zum Tragen - das hat immer funktioniert -, aber heute erleben wir eine ausserordentliche Situation, eine ausserordentliche Lage. Wir haben eine explodierende Nachfrage für Rüstungsgüter, verbunden mit galoppierenden Preisen, verbunden mit Inflation; wir haben weltweit steigende Rohstoffpreise, die historische Dimensionen erreichen. Das ist der Hintergrund, warum wir in Bezug auf Rüstungsbeschaffungen derzeit tatsächlich in sehr, sehr kritischen Zeiten leben.

Ich bitte Sie, auf die Armeebotschaft einzutreten, und ich bitte Sie auch, den Rückweisungsantrag abzulehnen.

Andrey Gerhard · Mit-M · Nationalrat · Freiburg · Grüne Fraktion

Wir sprechen heute über 3,4 Milliarden Franken, über Kanonen, Pistolen und Flugzeuge, über Dinge, die man sehen kann, von denen jede und jeder im Saal sofort ein Bild im Kopf hat. Genau das ist oft das Problem: Vorstellbarkeit ist nicht dasselbe wie Wirksamkeit. Der F-35 ist der Beweis dafür, der Bundesrat setzt alles auf eine Karte, einen Typen, einen Lieferanten, ein Land. Letzte Woche hat die GPK bestätigt, dass es nie einen Fixpreis gab und die Betriebskosten für 10 von 30 Jahren offeriert sind. In Dänemark stellte der Rechnungshof im Juni fest, dass die Lebenszykluskosten um 25 Prozent höher sind und ein Parlament im Unklaren gelassen wurde. Zwei Länder, dasselbe Flugzeug, derselbe Befund.

Dennoch war es damals einfach, Mehrheiten zu finden, weil es um etwas Greifbares ging; die Entscheidung war dennoch falsch. Ein Nato-Tarnkappenbomber, gebaut für den Erstschlag tief im Feindesland, mit der Möglichkeit einer Atomwaffen-Trägerschaft, das bleibt das falsche Flugzeug für ein neutrales Land, das sich verteidigen und nicht angreifen will. Wir Grünen sind überzeugt, dass die Schweiz mehr Sicherheit schafft, wenn sie Sicherheitspolitik als aktiv betriebenen Multilateralismus versteht, im Sinne von "Smart Power for Hard Power", von Friedensförderung, im Sinne von Bereitstellung von guten Diensten oder von Vermittlungsdiensten, wenn sonst niemand mehr vermittelt, von Pflege jener internationalen Institutionen, die in Genf ihren Sitz haben und gerade zerfallen, im Sinne der Fähigkeit, den grossen Risiken dieses Jahrzehnts zu begegnen: der Klimakrise, den Risiken der künstlichen Intelligenz, der Erosion des Völkerrechts. Nächstes Jahr empfängt die Schweiz den KI-Gipfel in Genf, eine sicherheitspolitische Chance, die der Bundesrat wie eine Nebensache behandelt; das ist im Kern eigentliche Sicherheitspolitik, nur lässt sie sich schlechter fotografieren.

Schauen wir uns die Kostenkurven an, zuerst diejenigen der Armee: Hier im Rat haben wir vor einigen Jahren beschlossen, dass 2035 ein Prozent BIP für die Armee erreicht werden soll. Wir haben dann zurückgespult, oder besser gesagt, Sie haben zurückgespult, auf 2032. Nach den neuesten Beschlüssen, also den 970 Millionen Franken, die dieses Jahr auch noch in die Armee fliessen werden, wird dieses eine Prozent bereits im nächsten Jahr erreicht sein.

Die andere Kurve, die internationale Zusammenarbeit und die Asylkosten, sinkt in drei Jahren - 2023 mit noch 0,43 Prozent, 2024 mit noch 0,38 Prozent und 2025 mit noch 0,36 Prozent - dreimal, und die Kürzungen der Finanzplanung wirken erst noch. Für die Subsahara-Afrika-Region steht bis 2028 rund ein Drittel weniger Mittel zur Verfügung.

Das UNO-Ziel, zu dem sich die Schweiz verpflichtet hat, liegt bei 0,7 Prozent. Erreicht haben es Norwegen, Luxemburg, Schweden und Dänemark. Die Schweiz nicht, und sie entfernt sich mit jedem Budget weiter davon. 1 Prozent für Waffen, Tendenz aufwärts; 0,36 Prozent für die Welt, Tendenz abwärts. Das ist die einzige Entscheidung, die dieses Parlament in Etappen trifft, ohne sie je als Ganzes zu debattieren. Wir bauen Luftverteidigung auf und Institutionen ab, die Konflikte verhindern können, bevor die Luftverteidigung nötig wird. Diese Weichenstellung hat massiv Schlagseite.

Nun, die Grüne Fraktion bestreitet nicht, dass die Lage ernst ist. Der Bundesrat priorisiert in der Armeebotschaft dieses Jahres das militärisch Wahrscheinliche statt nur das Gefährliche. Das anerkennen wir ausdrücklich. Aber wir bestreiten, dass mehr Hardware automatisch mehr Sicherheit bedeutet; dass Tempo Sicherheit schafft, wenn wir mitten im überhitzten Rüstungsmarkt massiv beschaffen.

Wir treten auf die Entwürfe zu den Bundesbeschlüssen 1 und 2 ein. Wir beraten sie kritisch, aber konstruktiv. Beim Entwurf zum Bundesbeschluss 3 zum F-35A bleibt unsere Ablehnung grundsätzlich, das habe ich vorhin klargemacht.

Chollet Clarence · Mit-F · Nationalrat · Neuenburg · Grüne Fraktion

La situation sécuritaire en Europe s'est profondément dégradée, nous ne le contestons pas. Nous ne contestons pas non plus la nécessité d'adapter les capacités de notre armée aux menaces actuelles et nous saluons le fait que le Conseil fédéral mette davantage l'accent sur les menaces les plus probables, les attaques à distance, les drones, les cyberattaques ou encore la guerre électronique. Mais reconnaître la nécessité d'agir ne signifie pas signer des chèques en blanc. Surtout, cela ne signifie pas continuer comme si rien ne s'était passé au sein du DDPS.

Au moment où ce Parlement s'apprête à voter 3,4 milliards de francs supplémentaires, dont 394 millions pour le F-35A, une question s'impose : pouvons-nous encore avoir confiance dans la manière dont le DDPS conduit ses grands projets d'armement ? La semaine dernière, la Commission de gestion nous a donné quelques éléments de réponse qui sont accablants. Pendant des années, on nous a répété que le prix du F-35A était fixe. Il ne l'est pas. On nous a affirmé que la Suisse avait négocié une garantie particulière avec les États-Unis. Cette garantie n'existe pas. Des doutes avaient été exprimés par le Contrôle fédéral des finances, mais ils n'ont pas conduit à l'examen critique qui aurait été nécessaire. Le service juridique d'Armasuisse, pourtant compétent en la matière, n'a pratiquement pas participé à la négociation de ce contrat. Seules quelques personnes impliquées dans le dossier ont lu le contrat dans son intégralité. Comme si cela ne suffisait pas, la Commission de gestion constate que certains documents n'ont même pas été archivés conformément aux règles.

Nous ne parlons pas de l'achat de quelques véhicules de service. Nous parlons du plus grand projet d'acquisition militaire de l'histoire récente de notre pays. Pourtant, à chaque nouvelle révélation, le même constat s'impose : manque de conduite, manque de contrôle, manque de transparence. Et maintenant, le Parlement doit octroyer 394 millions supplémentaires, non pour améliorer la sécurité de la Suisse, mais pour essayer de sauver 30 avions sur les 36 que le Conseil fédéral voulait acquérir. Faut-il avaler cette couleuvre tranquillement ? Nous ne le pensons pas.

Il faut savoir s'arrêter lorsqu'un projet déraille. Le projet F-35A a largement dépassé ce stade, d'autant plus que notre opposition au F-35A n'a jamais été uniquement financière. Nous avons toujours contesté le choix de cet appareil, un avion extrêmement complexe dépendant des États-Unis pour son exploitation et son évolution, conçu pour opérer au sein d'un dispositif militaire intégré qui n'est pas celui de la Suisse. Aujourd'hui, à ces critiques stratégiques s'ajoute un fiasco dans la conduite de son acquisition.

Il y a également une contradiction plus fondamentale dans la politique que nous menons. Nous parlons de sécurité comme si elle se mesurait au nombre de milliards de francs consacrés à l'armement, mais la sécurité de la Suisse ne commence pas lorsqu'un missile franchit notre frontière. Elle commence bien avant. Elle se construit lorsque nous empêchons les conflits de naître et de s'étendre, lorsque nous défendons le droit international, lorsque nous investissons dans la coopération internationale, dans la diplomatie et dans la promotion de la paix, lorsque nous luttons contre le dérèglement climatique qui multiplie les crises et les déplacements des populations, lorsque nous renforçons notre capacité à faire face aux cyberattaques, à la désinformation et aux nouveaux risques liés à l'intelligence artificielle. C'est cela aussi la politique de sécurité. Dans ces domaines, la tendance est exactement inverse. Alors que l'objectif de 1 pour cent du PIB pour l'armée doit être atteint toujours plus rapidement, la part consacrée à la coopération internationale recule. Toujours plus pour réagir aux conflits, toujours moins pour contribuer à les prévenir : ce déséquilibre est une erreur stratégique. Nous le répétons : le groupe des Verts ne nie pas la détérioration de la situation sécuritaire. Au contraire, c'est précisément parce que les ressources sont limitées et que les menaces augmentent que nous devons les investir là où elles apportent réellement davantage de sécurité, c'est-à-dire dans la cyberdéfense, dans la résilience de nos infrastructures et dans la coopération internationale et la diplomatie, mais pas obstinément dans un projet de F-35A dont chaque nouveau chapitre vient confirmer les erreurs du précédent.

La sécurité ne se mesure pas au prix du matériel que nous achetons. Elle se mesure à notre capacité à identifier les menaces, à faire les bons choix et à utiliser intelligemment les moyens à disposition. Sur ce dernier élément, le dossier F-35A devrait nous inciter à une certaine humilité. Notre groupe entrera donc en matière sur les arrêtés fédéraux 1 et 2, tout en les examinant de manière critique. Mais concernant l'arrêté fédéral 3 et les 394 millions de francs supplémentaires destinés au F-35A, notre position est claire : après les erreurs, les dissimulations, les approximations et les défaillances de conduite révélées dans ce dossier, notre réponse ne peut pas être de mettre à nouveau simplement 394 millions sur la table.

Nous refuserons donc l'entrée en matière sur l'arrêté fédéral 3.

Jauslin Matthias Samuel · Mit-M · Nationalrat · Aargau · Grünliberale Fraktion

Die GLP ist überzeugt: Die Schweiz muss verteidigungsfähig sein, und sie muss die dafür nötigen Mittel zur Verfügung stellen.

Angesichts der veränderten sicherheitspolitischen Lage ist es notwendig, die Verteidigungsfähigkeit gezielt zu stärken und die Armee mit den erforderlichen Mitteln auszustatten. Die GLP-Fraktion erachtet die vorgesehenen Investitionen deshalb grundsätzlich als notwendig und im richtigen Rahmen. Wir gehen davon aus, dass der Bundesrat die aktuelle Sicherheitslage zusammen mit der Armee sorgfältig analysiert und daraus die richtigen Prioritäten abgeleitet hat.

Wir treten daher auf den Entwurf 1 zum Bundesbeschluss über das Rüstungsprogramm 2026 ein und stimmen ihm zu. Gleichzeitig setzen wir bewusst Grenzen in Bezug auf weitere Ausgaben, die ohne fundierte Unterlagen in der SiK-N beantragt wurden. Auch den zusätzlichen Verpflichtungskredit von 500 Millionen Franken für Bodluv-Munition lehnen wir ab. Dieser zusätzliche Finanzbedarf ist im vorliegenden Rüstungsprogramm gar nicht ausgewiesen. Weitere Munitionsbeschaffungen können für die Armeebotschaft 2027 oder weitere Armeebotschaften vorgesehen werden. Zudem ist nicht einmal gesichert, welche Systeme der Truppe in Zukunft zur Verfügung stehen werden.

Wir fordern den Bundesrat daher auf, eine aktualisierte Strategie und klare Fakten zu liefern. Es ist nicht damit getan, einfach mehr finanzielle Mittel anzufordern.

Auf den Entwurf 2 zum Bundesbeschluss über das Immobilienprogramm VBS 2026 treten wir ebenfalls ein. Die Investitionen sind aus Sicht der GLP-Fraktion gut und klar abgebildet, damit die notwendige Infrastruktur der Armee zeitgemäss und zweckmässig bereitgestellt werden kann.

Nicht nachvollziehbar ist jedoch die Zurückhaltung des Bundesrates bei der Lärmsanierung der Militärflugplätze. Hier einfach auf Dienst nach Vorschrift zu schalten, ist nicht haltbar. Wir als GLP-Fraktion werden die Minderheiten bei der Aufstockung für die Lärmsanierung der Militärflugplätze mittragen. Die Bevölkerung rund um die Standorte Meiringen, Emmen und Payerne ist durch den militärischen Flugbetrieb einer besonderen Belastung ausgesetzt, insbesondere wenn auch die F-35A ab diesen Flugplätzen operieren. Die notwendigen Sanierungsmassnahmen sind deshalb nicht nur aus umwelt- und gesundheitspolitischer Sicht sinnvoll, sondern stärken auch die Akzeptanz der militärischen Infrastruktur in der Bevölkerung.

Auch auf den Bundesbeschluss 3 mit einem Zusatzkredit von 394 Millionen Franken für den F-35A wird die GLP-Fraktion eintreten. Wir erachten den Nichteintretensantrag der Linken als Trotzreaktion, die deren Grundhaltung gegen den F-35A widerspiegelt. Hier muss jedoch angemerkt werden, dass der Bundesrat nach diesem GPK-Bericht ernsthaft über die Bücher gehen und sich Gedanken darüber machen muss, wie er in Zukunft mit seiner Flottenstrategie verfährt: Gibt es Möglichkeiten für bessere Allianzen in den Alpenraumstaaten? Bestehen Optionen für unbemannte Flugzeuge? Gibt es weitere Möglichkeiten, die technisch vielleicht noch nicht bei den Truppen angekommen sind?

Aktuell müssen wir jedoch akzeptieren, dass wir von diesem Flieger nur eine reduzierte Anzahl beschaffen und teuerungsbedingte Mehrkosten anfallen. Was jedoch die SVP- sowie die FDP-Liberale Fraktion verlangen - nämlich ungeachtet des damaligen Volksentscheides den Gesamtkredit via Umweg über die Armeebotschaft einfach um weitere 650 Millionen Franken zu erhöhen -, grenzt an Überheblichkeit gegenüber der Stimmbevölkerung.

Für die GLP ist klar: Die Schweiz muss ihre Verteidigungsfähigkeit stärken, aber sie muss dies gezielt, effizient und mit Augenmass tun. Dazu gehört auch die klare Auslegeordnung sowohl der militärischen wie auch der sicherheitspolitischen Bedrohungslage. Insbesondere im Cyberbereich sind die sicherheitspolitischen Bedrohungen sehr stark. Gegen die politische Einflussnahme und die organisierte Kriminalität müssen Anstrengungen unternommen und entsprechend intensiviert werden. Diesem Umstand ist mehr Rechnung zu tragen. Die Arbeiten rund um die sicherheitspolitische Strategie der Schweiz 2026 sind daher dringend zu beschleunigen und zu priorisieren. Bereits heute findet eine Terminverschiebung statt; dies ist eigentlich nicht akzeptabel. Wir verlangen vom VBS und dem Bundesrat, dass hier mehr Tempo vorgelegt wird.

Wir begrüssen andererseits ausdrücklich den schnellen Ausbau eines Drohnen- und Robotik-Zentrums unter der Regie des VBS. Es ist aber dringend notwendig, auch die weiteren Behörden und die internationale Zusammenarbeit miteinzubeziehen. Eine schweizerische Fachstelle für Fragen zu Drohnen- und Robotertechnologie hat eine grosse Bedeutung für die nationale Sicherheit. Doch leider schafft es der Bundesrat bis heute nicht, die Zuständigkeit zum Beispiel bei Drohnenannäherungen oder bei der Drohnenbekämpfung zu klären. Diese Unterlassungssünde, Herr Bundesrat, ist dringend zu klären.

Weitere Erhöhungen des finanziellen Umfangs der aktuellen Armeebotschaft lehnen wir ab. Zuerst sind vom Bundesrat die notwendigen Hausaufgaben zu erledigen. An der Innovation in unserem Land fehlt es nicht. Sollten weitere Mittel notwendig werden, sind diese in einer nächsten Armeebotschaft aufzuzeigen oder mittels eines Rüstungsfonds aufzubringen. Gleichzeitig erwarten wir von Armasuisse, dass Rüstungsmaterial konsequent ab Stange beschafft wird. Auf kostspielige Sonderlösungen und einen unnötigen Swiss Finish ist zu verzichten. Auch erwarten wir, dass Beschaffungen aus den USA kritischer und vor allem professioneller abgewickelt werden. Was sich das VBS bei den Verträgen rund um den F35-A geleistet hat, ist nicht akzeptabel. Wer so leichtfertig finanzielle Mittel verpulvert, missbraucht das Vertrauen der Bevölkerung.

Ich fasse zusammen: Die GLP-Fraktion tritt auf die Vorlage ein und stimmt der Armeebotschaft 2026 gemäss dem Kostenrahmen des Bundesrates zu. Sie unterstützt eine moderne und schlagkräftige Armee, verbindet diese Unterstützung aber mit einem klaren Anspruch an einen verantwortungsvollen Umgang mit den finanziellen Mitteln und an Effizienz bei der Beschaffung von Rüstungsgütern.

Wir wollen mehr Sicherheit pro investiertem Franken statt mehr Schwarzpulver für möglichst viele Franken.

Theiler Heinz · Mit-M · Nationalrat · Schwyz · FDP-Liberale Fraktion

Im Namen der FDP-Liberalen Fraktion beantrage ich Ihnen Eintreten auf alle drei Entwürfe für Bundesbeschlüsse zur Armeebotschaft 2026.

Die sicherheitspolitische Lage lässt keinen Raum für Illusionen. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine dauert an und wird mit einer Intensität geführt, wie sie Europa seit dem Zweiten Weltkrieg nicht erlebt hat. Hybride Angriffe auf kritische Infrastrukturen nehmen zu, Sabotagen, Cyberangriffe, Desinformation sowie Bedrohungen aus der Distanz wie Drohnen, Marschflugkörper und ballistische Lenkwaffen machen vor keiner Landesgrenze Halt. Die Drohnenvorfälle bei europäischen Flughäfen und Energieanlagen der letzten Monate zeigen, dass man nicht Kriegspartei sein muss, um Ziel zu werden.

In der Kommissionsberatung mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass die Fähigkeit der Schweiz, Angriffe aus der Distanz abzuwehren, heute praktisch bei null liegt. Die Lage kann sich rasch ändern, aber Verteidigungsfähigkeit lässt sich nicht rasch improvisieren; sie braucht Jahre der Vorbereitung. Wer das weiss und trotzdem nicht handelt, handelt verantwortungslos.

Dazu kommt die Realität des Rüstungsmarkts. Seit Kriegsbeginn sind wesentliche Rüstungsgüter um rund die Hälfte teurer geworden. Die Preise für Artilleriemunition haben sich vervielfacht, die Lieferfristen werden länger, und die Schweiz steht in der Warteschlange ganz hinten. Als bündnisfreies Land mit vergleichsweise kleinen Bestellmengen haben wir bei ausländischen Herstellern keine Priorität. Daraus folgen zwei Konsequenzen, die sich durch die Armeebotschaft ziehen: früh und verbindlich bestellen sowie die eigene sicherheitsrelevante Industriebasis stärken.

Die FDP-Liberale Fraktion steht deshalb ohne Wenn und Aber zum Ziel, die Armeeausgaben auf mindestens 1 Prozent des Bruttoinlandprodukts zu erhöhen. Aber, und das ist uns ebenso wichtig: Sicherheit entsteht nicht durch Anträge mit möglichst grossen Beträgen. Sicherheit entsteht durch klare Prioritäten, durch gesicherte Finanzierung und durch eine Industrie, die liefern kann. An diesen drei Massstäben messen wir diese Botschaft, und sie besteht die Prüfung.

Zum Entwurf 1, dem Rüstungsprogramm: Der Bundesrat setzt die Schwerpunkte dort, wo die Lücken am gefährlichsten sind: bei der Luftverteidigung im unteren und mittleren Luftraum. Mit zusätzlichen Feuereinheiten Iris-T SLM, die im Rahmen der European Sky Shield Initiative beschafft werden, können mehr kritische Infrastrukturen geschützt werden. Vor allem aber wird damit der Lenkwaffenbestand erhöht; für die Durchhaltefähigkeit ist die Munition und nicht der Prospekt entscheidend. Die über 60-jährigen Fliegerabwehrsysteme kleiner Reichweite werden durch ein System der in der Schweiz ansässigen Rheinmetall Air Defence ersetzt, das Kraftwerke, Flugplätze und Logistikcenter gegen ein ganzes Spektrum von Bedrohungen schützt. Die Abwehr von Minidrohnen wird aufgebaut; das ist genau das, was dieses Parlament im Dezember 2025 verlangt hat.

Als Gewerbler erlaube ich mir noch einen Hinweis, der in dieser Debatte gerne untergeht: 82 Prozent dieser Verpflichtungskredite fliessen direkt oder über Kompensationsgeschäfte an Unternehmen in der Schweiz - rund 1 Milliarde Franken an direkten Aufträgen, nochmals fast 1 Milliarde Franken an Offset-Geschäften. Davon profitieren nicht einige wenige Konzerne, sondern hunderte von Zulieferbetrieben in allen Landesteilen - vom Maschinenbauer bis zum Elektroniker. Das gilt auch für die Pistole 26, ein Produkt mit den tiefsten Lebenswegkosten aller evaluierten Modelle und mit rund 90 Prozent inländischer Wertschöpfung. Alle sicherheitsrelevanten Anforderungen sind erfüllt, die festgestellten Mängel werden vor Vertragsunterzeichnung behoben.

Wehrfähigkeit braucht einen starken Werkplatz. Wer die rüstungspolitische Strategie des Bundesrates ernst nimmt, sagt hier Ja. Die Sicherheitspolitische Kommission hat das Programm in einem Punkt ergänzt: mit 500 Millionen Franken für Munition der Luftverteidigungssysteme und die indirekte Feuerunterstützung.

Die FDP-Liberale Fraktion trägt diesen Schwerpunkt mit, denn die Lehre aus der Ukraine ist eindeutig: Das beste System ist wertlos, wenn die Magazine nach wenigen Tagen leer sind, und wer Munition zu spät bestellt, bezahlt mehr oder erhält gar nichts.

Den weitergehenden Aufstockungsanträgen, die in der Kommission zusammengerechnet über 5 Milliarden Franken zusätzlich verlangten, erteilen wir hingegen eine Absage. Ohne Finanzierungskonzept sind solche Anträge keine Sicherheitspolitik, sondern Symbolpolitik.

Ich komme zum Entwurf 3, dem Zusatzkredit für den F-35A. Ich komme nicht darum herum, hier zuerst über den Bericht der Geschäftsprüfungskommission von letzter Woche zu sprechen. Er dominiert die Schlagzeilen und wird heute die Begründung für Nichteintretensanträge liefern. Ich sage es offen, dieser Bericht ist eine unangenehme, aber notwendige Lektüre. Es gab nie einen pauschalen Fixpreis, kommuniziert wurde ein solcher trotzdem, gegenüber diesem Parlament und der Öffentlichkeit. Es gab kein Verhandlungsmandat, zeitweise nicht einmal ein Vier-Augen-Prinzip, der Informationsfluss war ungenügend. Diese Kritik ist hart. Die FDP-Liberale Fraktion erwartet, dass die Empfehlung der GPK bei jeder künftigen Beschaffung dieser Grössenordnung konsequent umgesetzt wird. Aufarbeitung ist die Pflicht eines lernfähigen Staates.

Aber ziehen wir daraus die richtigen Lehren? Die GPK kritisiert die Kommunikation und die Verhandlungsführung von damals. Sie stellt aber weder das Flugzeug noch den militärischen Bedarf infrage. Vertrag, Zahlungen und Lieferungen sind vom Bericht nicht betroffen. Die ersten Schweizer Maschinen sind bereits im Bau. Wer aus einem Kommunikationsversagen der Vergangenheit einen Projektabbruch in der Zukunft ableitet, bestraft die Falschen. Er bestraft nicht die Verantwortlichen von damals, sondern gefährdet die Sicherheit unseres Landes. Denn was hiesse Nichteintreten konkret? Das Volk hat 2020 entschieden: 6 Milliarden Franken plus indexierte Teuerung. Der beantragte Zusatzkredit bewegt sich exakt innerhalb dieses Rahmens. Ein Abbruch oder ein Typenwechsel hiesse ein Neustart des gesamten Beschaffungsprozesses und zehn weitere Jahre ohne glaubwürdige Luftverteidigung, während die F/A-18, mitten in der gefährlichsten Sicherheitslage seit Jahrzehnten, planmässig altern. Das ist keine Option, das ist Fahrlässigkeit. Den Nichteintretensanträgen erteilen wir deshalb eine klare Absage.

In der Detailberatung wird sich sodann die Frage der Stückzahl stellen. Der Bundesrat selbst bezeichnet 36 Flugzeuge als militärisches Minimum, notwendig wären eigentlich 55 bis 70. Die FDP-Liberale Fraktion wird deshalb die Minderheit Hurter unterstützen; sie stellt dieses Minimum sicher. Wer es mit der Verteidigungsfähigkeit ernst meint, darf nicht ausgerechnet beim Rückgrat der Luftverteidigung unter das Minimum gehen. Diese Armeebotschaft priorisiert richtig. Sie fokussiert auf die wahrscheinlichsten Bedrohungen, stärkt den Werkplatz Schweiz und Hunderte von KMU in allen Regionen und respektiert die Entscheide von Volk und Parlament.

Die FDP-Liberale Fraktion beantragt Ihnen Eintreten auf alle drei Entwürfe und Zustimmung im Sinne der Kommissionsmehrheit.

Zryd Andrea · Mit-F · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion

Wir debattieren hier über 3,4 Milliarden Franken zur Stärkung der Armee. Die Armeebotschaft zeigt gegenüber den letzten Jahren einen deutlichen Kurswechsel, den wir befürworten. Wir haben diesen in den letzten Jahren immer wieder eingefordert: weg von unwahrscheinlichen terrestrischen Kriegsszenarien, hin zu den wahrscheinlichsten Bedrohungen, beispielsweise aus der Luft. Der Bundesrat richtet seine Verteidigungsfähigkeit stärker an Bedrohungen aus der Luft durch Drohnenangriffe und Marschflugkörper aus. Entsprechend ist zu begrüssen, dass er die bodengestützte Luftverteidigung, den Schutz vor Drohnen, die elektronische Kriegsführung sowie die Resilienz der Führungs- und Kommunikationsinfrastruktur priorisiert und den Aufbau weltraumgestützter Fähigkeiten angeht. Wir sind erfreut, dass zentrale Beschaffungen europäisch abgestützt sind und wir uns deutlich weniger abhängig von den USA machen. Dafür kooperieren wir viel enger mit unseren europäischen Nachbarn.

Grundsätzlich ist die SP-Fraktion bereit, das Rüstungsprogramm gemäss dem Entwurf des Bundesrates anzunehmen. Leider beantragt die Sicherheitspolitische Kommission nach Hüst-und-hott-Aktionen, zusätzlich 500 Millionen Franken für Munition zu bewilligen, die von der Armee nicht eingefordert wurden. Es ist etwas zynisch, dass dann unsere deutlich kostengünstigeren Anträge abgelehnt worden sind, beispielsweise die Stärkung der Drohnenabwehr in der Anfangsphase, in der es eben sehr wichtig wäre. Im Gegensatz zur Mehrheit, die es in der Kommission gegeben hat, hätten wir ein Gegenfinanzierungskonzept bereit gehabt, beispielsweise die SIG Sauer nicht zu beschaffen - wir wissen, wie schlecht sie im Vergleich mit anderen Waffen abgeschnitten hat.

Wenn die zusätzlichen 500 Millionen Franken für Munition wieder rausfallen, wird die SP-Fraktion dem Rüstungsprogramm mehrheitlich zustimmen. Die SP-Fraktion hat die Rüstungsprogramme in den letzten Jahren jeweils mehrheitlich klar abgelehnt. Im Namen der SP-Fraktion bitte ich Sie, bei der bundesrätlichen und ständerätlichen Vorlage zu bleiben, damit die SP-Fraktion, im Gegensatz zu früheren Rüstungsprogrammen, dem ersten unter Bundesrat Pfister ausgearbeiteten Rüstungsprogramm - mehrheitlich - zustimmen kann.

Das Immobilienprogramm erachten wir als sinnvoll, insbesondere die Investitionen in Lärmschutz, Telekommunikation und Sanierung der bestehenden Anlagen. Kritisch sind wir hingegen gegenüber den Zusatzkrediten für bauliche Massnahmen, die direkt aus der Beschaffung der F-35 folgen. Äusserst irritiert sind wir, dass die Bereitschaft nicht da war, die Anliegen der betroffenen Anwohnenden der Militärflugplätze, insbesondere auch in Meiringen, ernst zu nehmen. Die Bitte, wenigstens die Mittel zur Aufstockung der Schallschutzfenster zu sprechen, zeugt von Ignoranz gegenüber den Bedürfnissen der Bevölkerung. Dass letztlich die Steuerzahlenden ein Milliardenbudget mittragen müssen, während demgegenüber ein paar Millionen Franken, die viel Ruhe in die Region gebracht hätten, nicht gesprochen werden, ist ein falsches politisches Zeichen. Wir sind sehr gespannt auf die Diskussion im Parlament und werden danach entscheiden, ob wir das Immobilienprogramm annehmen oder nicht.

Es ist wohl klar und wenig überraschend, dass wir den Bundesbeschluss über die F-35 nicht annehmen werden. Wir haben immer vor dieser Beschaffung gewarnt. Die Schlagzeilen haben sich in den letzten Wochen überstürzt. Ich glaube, es ist klar, dass die SP-Fraktion kohärent bleibt, auf dieses Geschäft nicht eintreten und dagegen stimmen wird.

Gaillard Benoît · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Sozialdemokratische Fraktion

Le message sur l'armée 2026 marque, à notre avis, un tournant très favorable dans la politique de défense du pays. En particulier, l'orientation du programme d'armement nous paraît judicieuse et adéquate. Les menaces les plus probables ont été placées en priorité au lieu de scénarios de guerre d'invasion classiques. Cette décision a pris du temps à mûrir ; on aurait pu souhaiter que ce changement de cap soit intervenu un peu plus tôt, mais mieux vaut tard que jamais.

Les principales menaces en matière de défense, et je ne parlerai pas de sécurité, car la défense armée n'est qu'une partie de la politique de sécurité, sont aujourd'hui claires. Il s'agit des attaques par des missiles à longue portée - des missiles balistiques et des missiles de croisière. Il s'agit d'attaques par drones. Il s'agit enfin d'attaques dans l'espace numérique visant les forces armées ou, et c'est important, des éléments vitaux de l'approvisionnement. La défense antiaérienne au sens large, la capacité de se protéger contre la guerre électronique, la résilience des infrastructures de télécommunication sont donc des priorités logiques qui en découlent.

Il nous semble également important de constater un autre changement de pied qui a peut-être un peu tardé, mais, là aussi, tout vient à point à qui sait attendre. C'est celui qui consiste à renforcer la dimension européenne, au sens continental, de notre politique de défense par le choix des fournisseurs et l'inscription dans des partenariats d'achat. Nous contribuons ainsi à l'effort de recomposer en Europe, dans ces industries comme dans d'autres, des capacités soustraites à l'influence des grands blocs, au premier chef les États-Unis, des capacités donc proprement souveraines.

Pour ces raisons, le groupe socialiste entrera en matière sur l'arrêté fédéral sur le programme d'armement 2026. Nous étions même, je ne vous le cache pas, disposés et intéressés à le soutenir. Malheureusement, la commission ne semble pas, elle, s'être encore approprié, si vous me passez l'expression, la réorientation stratégique entamée par le département, de sorte qu'elle a ajouté à la va-vite un demi-milliard de francs de dépenses pour des munitions non sollicitées par l'armée, tout en refusant des propositions nettement moins onéreuses et contre-financées pour, par exemple, renforcer encore la défense anti-drones. Nous déterminerons notre position sur l'arrêté, selon le sort réservé aux différentes minorités.

S'agissant de l'arrêté fédéral sur l'acquisition de l'avion de combat F-35A, nous vous proposons, sans grande surprise, de ne pas entrer en matière. Ce que l'actualité récente, autour du rapport de la Commission de gestion, remet sur le devant de la scène, nous le disons depuis longtemps. Le choix de cet avion était mauvais. Il a été pris sur la base, d'abord, d'une procédure d'évaluation problématique et opaque, sur la base, ensuite, d'une réduction in extremis, opportune, du nombre d'heures de vol, avantage accordé sans aucune justification au seul F-35A. Il a été défendu, enfin, sur la base de la supposée assurance d'un prix fixe, qui n'était ni garanti dans le contrat ni même défendable "in abstracto" pour quiconque comprend les principes du programme de vente d'armes américain. Tout cela, la Commission de gestion l'affirme clairement, ou plutôt, devrions-nous dire, la Commission de gestion le confirme, car notre ancien collègue Pierre-Alain Fridez, pour ne citer que lui, avait décrit minutieusement les étapes, les responsabilités et les conséquences de ce désastre. Dans ce dossier, le Parlement a été induit en erreur d'un bout à l'autre, et le peuple suisse aussi. Nous nous retrouvons avec un avion surdimensionné, orienté sur la pénétration du territoire ennemi, intégralement dépendant d'une alimentation logicielle permanente en provenance des États-Unis et au prix qui explose. Laissez-moi vous dire une chose, ce n'est pas la dernière explosion de la bombe à fragmentation politique du F-35A. Les coûts de mise à niveau des infrastructures terrestres ont déjà dépassé le budget. Les dépassements des coûts pour la formation, pour l'entretien, pour l'exploitation seront les prochaines détonations, je vous le promets ici. Il n'y a qu'une réponse raisonnable : halte au feu ! Il faut se donner le temps d'y voir plus clair sur l'historique, comme nous le demandons avec une commission d'enquête parlementaire, et surtout, ne pas accepter aveuglément ce crédit additionnel aujourd'hui. Cela n'est pas une affaire partisane ; ce dont il s'agit, c'est de rebâtir ne serait-ce qu'un semblant de confiance. La population, toutes tendances confondues, vous le savez, s'interroge sur la capacité du département à mener de grands projets de défense. Face à ces doutes, voter simplement plus d'argent n'est pas responsable. Il faut donc refuser d'entrer en matière et, le cas échéant, rejeter cet arrêté.

Enfin, quant au programme immobilier, nous l'avons également accueilli favorablement lors de sa publication. Pour le bien des riverains, qui subiront d'importantes nuisances avec l'arrivée de nouveaux avions de combat, il nous semblait raisonnable de renforcer un peu les moyens à disposition pour équiper les maisons concernées de fenêtres antibruit. À cela, une seule réponse a été opposée, un niet qui retentit comme une gifle à ces riverains. On parle d'enfants, de personnes âgées, de familles, on parle de quelques dizaines de millions de francs face aux milliards avec lesquels la commission et le Parlement jonglent quand on parle d'armement. Nous ne pouvons pas l'admettre. Je vous enjoins donc à revenir au bon sens. Dans cette perspective, nous entrerons en matière sur l'arrêté fédéral sur le programme immobilier du DDPS 2026 en réservant notre appréciation finale au sort notamment des propositions de minorités concernant ces équipements antibruit.

Hurter Thomas · Mit-M · Nationalrat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Ich erlaube mir einleitend eine Bemerkung: Wir von der SVP begrüssen die Armeebotschaft. Wir sind grundsätzlich auch mit der Ausrichtung auf die Verteidigungsfähigkeit einverstanden. Ich erlaube mir, das hier zu sagen: Die SVP hat das seit Jahren gefordert, und endlich ist man so weit, dass man die Armee stärker in diese Richtung umbaut. Wir unterstützen das also. Allerdings müssen wir schon sagen, dass die Beschaffungen, die hier vorgesehen sind, aus unserer Sicht ungenügend sind - nicht ungenügend in der Qualität, sondern ungenügend in der Menge; ich komme noch darauf zurück.

Weiter möchte ich erwähnen, dass es einmal das Projekt "Weiterentwicklung der Armee" (WEA) gab; Sie mögen sich erinnern. Eine der Zielsetzungen war die Vollausrüstung der Armee. Sie ist leider bis heute nicht erreicht. Deshalb haben wir entsprechende Anträge gestellt. Es geht jetzt wirklich einmal darum, die Armee entsprechend auszurüsten, damit sie trainieren kann, damit sie aber auch verteidigungsfähig ist.

Kurz zur Kommission, bevor ich auf die einzelnen Punkte eingehe: In der Kommission wurde uns vorgeworfen, wir seien unseriös mit unseren Anträgen. Ich muss Ihnen schon sagen: Die Sicherheitspolitische Kommission ist eine Fachkommission. Wir müssen eine fachliche Beurteilung vornehmen, und das haben wir gemacht. Wir haben gesagt, dass die Beschaffungen in gewissen Bereichen ungenügend sind, was die Menge anbelangt. Deshalb haben wir entsprechende Anträge gestellt.

Jetzt können Sie sagen, die Finanzen würden fehlen. Das ist vielleicht richtig, aber die Finanzdiskussion werden wir in den nächsten Tagen führen. Es geht darum, dass wir für diese Diskussion eine Grundlage brauchen, was sicherheitspolitisch minimal überhaupt notwendig ist. Das ist unsere Aufgabe als Sicherheitspolitische Kommission. Wir müssen nicht die Finanzdiskussion vorwegnehmen.

Erlauben Sie mir noch eine Randbemerkung: Bei einem Bundeshaushalt von über 90 Milliarden Franken sollten wir, glaube ich, endlich einmal fähig sein, entsprechende Prioritäten zu setzen. Das waren meine Bemerkungen zur Kommission.

Ich gehe kurz auf die Armeebotschaft ein. Wir werden alle Bundesbeschlüsse unterstützen; die SVP wird auf die entsprechenden Entwürfe eintreten. Wir haben bei der bodengestützten Luftverteidigung (Bodluv) mittlerer Reichweite einen Minderheitsantrag gestellt, weil die in Entwurf 1 vorgesehene Menge aus unserer Sicht ungenügend ist. Das Gleiche gilt für die Bodluv kleinerer Reichweite; auch hier haben wir einen Minderheitsantrag gestellt. Ich möchte erwähnen, dass die Beschaffung, die gemäss Entwurf 1 bei der Bodluv kleinerer Reichweite geplant ist, nur für den Schutz von etwa acht Objekten in der Schweiz ausreicht. Wenn wir anschauen, was wir insgesamt benötigen, kommen wir zum Schluss, dass wir weit mehr benötigen. Deshalb haben wir die entsprechenden Anträge gestellt.

Bei der Abwehr von Minidrohnen werden wir bei der Mehrheit bleiben, ebenso beim Fähigkeitsaufbau Weltraum. Beim Fähigkeitsaufbau Weltraum ist zu sagen, dass die Minderheit Molina den Kredit von 30 auf 50 Millionen Franken erhöhen möchte. Wir sind der Meinung, dass man mit diesem Bereich jetzt erst einmal starten soll; wir werden dann sehen, was wirklich benötigt wird.

Zur Pistole: Auch hier werden wir bei der Mehrheit bleiben. Ich glaube, es ist klar, dass die Angehörigen unserer Armee entsprechend ausgerüstet werden müssen und sich entsprechend verteidigen können müssen. Deshalb ist die Pistole absolut wichtig. Wenn hier jetzt gesagt wird, dieser Pistolentyp habe technische Mängel, weise ich darauf hin, dass bei der Evaluation alle Typen in etwa gleich abschnitten. Bei diesem Typ konnten die technischen Mängel bereits ausgemerzt werden. Das wurde auch aus den USA bestätigt, wo sie eingesetzt wird. Sie wird, glaube ich, auch in Brasilien und anderen Ländern eingesetzt.

Der grosse Vorteil dieser Pistole ist der Produktionsstandort. Die Produktion wird in der Schweiz stattfinden. Wir sprechen hier immer von einer Abhängigkeit. Dies ist ein erster Schritt, mit dem wir etwas dagegen unternehmen können, indem wir die Pistole in der Schweiz produzieren und sie später exportieren.

Die Kommissionsmehrheit will den Munitionsvorrat erhöhen. Auch dies unterstützen wir, da wir der Meinung sind, dass die entsprechende Munition vorhanden sein muss. Es kann nicht sein, dass wir Systeme beschaffen und dann bei der Munition sparen. Das wäre absolut falsch.

Zum Bundesbeschluss 2 über das Immobilienprogramm: Hier werden wir ebenfalls der Mehrheit folgen. Wir unterstützen die Minderheiten nicht. Der Bundesrat hat ausgeführt, dass er den Lärmschutz in Meiringen angegangen ist. Zusätzliche Mittel dafür schiessen über das Ziel hinaus, und wir sind der Meinung, dass dies in der aktuellen Situation nicht notwendig ist.

Bei den baulichen Massnahmen für den F-35 gibt es ebenfalls einen Kürzungsantrag. Ich finde, wenn man solche Anträge stellt, sollte man ehrlich sein und sagen, man wolle gar keine Kampfflugzeuge. Wenn man ein Kampfflugzeug hat, braucht man auch entsprechenden Schutz und entsprechende Unterstände. Es ist aus unserer Sicht sträflich, hier zu kürzen. Deshalb folgen wir beim Bundesbeschluss 2 über das Immobilienprogramm der Mehrheit.

Zum Schluss komme ich noch ganz kurz zum Bundesbeschluss 3 über die Beschaffung der Kampfflugzeuge F-35A. Ich nehme es vorweg: Der GPK-Bericht ist inhaltlich gut und zeigt die Probleme auf. Erschütternd ist aus unserer Sicht, dass die Verträge nicht oder nicht von allen verantwortlichen Personen richtig gelesen wurden. Erlauben Sie mir hier einen kleinen Seitenhieb - ich bin dann gespannt, wie es bei den EU-Verträgen aussieht, die ja etwas umfangreicher sind. Aber zurück zur Armeebotschaft: Ich glaube, die Probleme, die von der GPK aufgezeigt wurden, müssen angegangen werden.

Wenn wir Anträge annehmen, um den Zusatzkredit für den F-35 zu kürzen, machen wir einen Riesenfehler, denn dann fliegen wir aus dem Programm raus. Es ist richtig, was Kollege Andrey gesagt hat, Lot 1, also das erste Produktionslos, läuft, das können und dürfen wir nicht mehr verändern. Mit dem Einzelantrag Andrey wird aber die ganze Diskussion verlängert und es kann sein, dass wir aus Lot 2 und 3 rausfallen. Dann haben wir die gleiche Ausgangslage wie bei Bodluv, nämlich, dass wir nicht mehr beschaffen können und wir vielleicht aus dem Programm fliegen. Sie wissen alle, wie das heute auf dem Markt ist. Der Markt ist ausgetrocknet. Wenn Sie hier Nein sagen, wenn Sie dem Zusatzkredit nicht zustimmen, dann bedeutet das einfach weniger F-35-Flugzeuge. Es gibt nicht mehr Flugzeuge von einem anderen Typ. Das ist leider nicht der Fall. Deshalb bitte ich Sie, hier ebenfalls der Mehrheit zu folgen.

Ich komme zur Zusammenfassung. Ich bitte Sie, alle Bundesbeschlüsse zu unterstützen, ebenfalls unsere Minderheitsanträge, denn diese verfolgen sicherheitspolitische Anliegen, und in der Gesamtabstimmung die Armeebotschaft anzunehmen.

Andrey Gerhard · Mit-M · Nationalrat · Freiburg · Grüne Fraktion

Geschätzter Herr Kollege Hurter, ich habe eine Frage zu den Minderheiten, die Sie anführen.

Sie haben da ein paar "Fantastilliarden" auf das Rüstungsprogramm obendrauf geknallt. Ich möchte wissen, auf Grundlage welcher vertieften Analyse Sie auf diese schlussendlich präzisen Beträge gekommen sind. Wie kommen Sie darauf, und wie geht das auf?

Hurter Thomas · Mit-M · Nationalrat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Herr Andrey, herzlichen Dank für diese zwei Fragen. Es sind auch zwei Fragen, aber ich beantworte auch gerne beide Fragen.

Die erste Frage habe ich, glaube ich, hier im Plenum bereits erläutert. Wir sind eine Sicherheitspolitische Kommission. Wir haben eine sicherheitspolitische Analyse gemacht, haben geklärt, was zur Verteidigung gehört. Wenn man z. B. bei der Bodluv kleinerer Reichweite weniger Systeme beschafft, als wir heute können, dann entsteht einfach eine Lücke. Für die finanzpolitische Diskussion müssen wir wissen, wo die Lücke entsteht. Wenn Sie jetzt sagen, die Beträge seien irgendwie fantastisch, dann antworte ich, dass wir diese Beträge natürlich ungefähr von der Verwaltung mitgeteilt erhalten haben. Wir können das nicht selber erfinden, das ist völlig klar, aber das ist die Grundlage. Bei der finanzpolitischen Diskussion geht es darum: Wenn Sie am Schluss beschliessen, weniger zu beschaffen, dann können Sie der Bevölkerung erklären, dass wir weniger schützen, weil wir die Prioritäten anders setzen müssen. Das ist doch eine klare Aussage. Dann weiss die Bevölkerung: Wir sind weniger geschützt, weil wir z. B. für das Engagement im Ausland und für andere Dinge mehr Geld ausgeben, wir haben ja noch verschiedene Kürzungsvorschläge. Das ist dann die Ausgangslage. Aber dann weiss die Bevölkerung, was das Minimum wäre und was am Schluss beschafft wird.

Wyss Sarah · Mit-F · Nationalrat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion

Geschätzter Herr Kollege, Sie haben zwar jetzt gesagt und vorhin auch mehrmals betont, dass Sie nicht über die Finanzierung Ihrer Zusatzanträge sprechen möchten. Trotzdem hätte ich dazu eine Frage. Ich meine, wir haben auch etwa das Mercosur-Abkommen, das kommt: Wo wollen Sie das Geld nächstes Jahr hernehmen, um Ihre Anträge zu finanzieren? Sind Sie bereit, die Beträge ausserordentlich zu budgetieren oder beispielsweise gar von der Landwirtschaft abzuzweigen?

Hurter Thomas · Mit-M · Nationalrat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Danke vielmals, Frau Wyss, das sind etwa drei Fragen. Aber vielleicht zur Klarstellung: Ich habe nicht gesagt, dass ich die Finanzierung nicht diskutieren will; das werden wir diskutieren, das habe ich gesagt. Aber in diesem Rahmen diskutieren wir Sicherheitspolitik, in den nächsten Tagen werden wir die Finanzen diskutieren, und dann können wir das gerne machen.

Zu Ihrer zweiten Frage: Ich bin nicht der Meinung, dass wir das ausserordentlich budgetieren sollten, ich habe es hier gesagt. Wir haben einen Haushalt von über 90 Milliarden Franken. Die Finanzdirektorin ist mit einer Gruppe gekommen und hat Kürzungen von mehreren Milliarden Franken gefordert. Wir haben diese Kürzungen in diesem Saal hier absolut reduziert, und seien wir ehrlich: Wenn wir nicht fähig sind, innerhalb des Bundeshaushalts die Prioritäten entsprechend zu setzen, dann machen wir einen Fehler. Ich glaube, die Diskussion, wie wir mit dem gesamten Bundeshaushalt die Armee finanzieren können, müssen wir jetzt führen.

Weichelt Manuela · Mit-F · Nationalrat · Zug · Grüne Fraktion

Geschätzter Kollege Hurter, ich habe eine Frage zu Ihrer Minderheit bei Artikel 2a in Entwurf 3. Das Volk hat zu einem Planungsbeschluss in Höhe von höchstens 6 Milliarden Franken Ja gesagt - höchstens 6 Milliarden. Jetzt versuchen Sie, diesen Betrag über einen einfachen Bundesbeschluss um 1 Milliarde zu erhöhen, ohne das Volk zu befragen. Wie erklären Sie das dem Volk? Das ist ja eine Hintergehung des Volkes, das gesagt hat: Höchstens 6 Milliarden.

Hurter Thomas · Mit-M · Nationalrat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Ja, Frau Weichelt, das Ergebnis dieser Volksabstimmung müssen wir grundsätzlich akzeptieren; das ist klar. Ich habe zwar immer gesagt, dass diese nicht notwendig gewesen wäre, weil es kein Finanzreferendum gibt. Wir stimmen zum Beispiel auch nicht darüber ab, welche Beschaffungen im öffentlichen Verkehr gemacht werden. Das legen wir der Bevölkerung ja auch nicht vor.

Aber zu Ihrer Frage: Ich mag mich an die Diskussion erinnern. In den letzten - ich würde sagen - etwa zwei Jahren haben Bundesrat, die Luftwaffe und die Armee immer gesagt, dass der minimale Beschaffungsrahmen, um den Auftrag zu erledigen, 36 Flugzeuge seien. Auch hier müssen wir wieder den sicherheitspolitischen Rahmen sehen. Wenn wir das Minimum schützen, respektive das Minimum beschaffen wollen, dann müssen wir auch zu diesem Minimum stehen. Wenn wir dann anders beschliessen, dann weiss die Bevölkerung, dass man aufgrund des finanziellen Rahmens über spätere Armeebotschaften anscheinend nicht mehr beschaffen will und dass dann halt eine Lücke entsteht. Es geht darum, dass wir eine saubere Grundlage haben.

Pfister Martin · BR-M · Bundesrat · Zug

Ganz herzlichen Dank für die differenzierte und engagierte Diskussion sowie für die generell positive Aufnahme der Armeebotschaft 2026. Angesichts der geopolitischen Lage wird mit der Armeebotschaft 2026, wie Sie es mehrmals erwähnt haben, eine Priorisierung der Rüstungsvorhaben vorgenommen. Diese steht im Einklang mit den vom Bundesrat am 19. Juni 2026 gutgeheissenen Leitlinien für die Verteidigung.

Das Risiko einer kriegerischen Auseinandersetzung im näheren europäischen Umfeld mit direkten Auswirkungen auf die Schweiz hat sich deutlich erhöht. Die wahrscheinlichsten Bedrohungen für die Schweiz sind dabei namentlich hybride Konflikte sowie Angriffe aus der Distanz. Insbesondere grenzüberschreitend wichtige Infrastrukturen können zum Ziel werden, um die Schweiz sowie das umliegende Nachbargebiet und die angrenzenden Staaten zu schwächen. Daher muss sich die Armee in den nächsten Jahren stärker auf die Abwehr dieser wahrscheinlichsten Bedrohungen ausrichten.

Mit dem Rüstungsprogramm 2026 wird die Beschaffung von Systemen für die bodengestützte Luftverteilung kleinerer und mittlerer Reichweite vorgezogen. Weiter sind mit dem Rüstungsprogramm Investitionen in die Fähigkeiten zur Abwehr hybrider Bedrohungen vorgesehen, namentlich in die Abwehr von Minidrohnen, die Informatik, den Cyberschutz und die elektromagnetische Aufklärung.

Herr Nationalrat Jauslin, ich verspreche Ihnen, dass wir derzeit die rechtlichen Rahmenbedingungen des Drohneneinsatzes sehr intensiv abklären und Ihnen bald entsprechende Vorschläge unterbreiten werden. Die Frage, wer wofür zuständig ist, ist dabei wesentlich.

Insgesamt umfasst die Armeebotschaft 2026 drei Bundesbeschlüsse, mit denen folgende Verpflichtungskredite beantragt werden: 2,44 Milliarden Franken für Investitionen in Rüstungsbeschaffungen, 562 Millionen Franken für das Immobilienprogramm und schliesslich 394 Millionen Franken für die Beschaffung der Kampfflugzeuge F-35A.

Neben den Verpflichtungskrediten sind die verfügbaren finanziellen Mittel massgebend dafür, ob die aus der Armeebotschaft resultierenden Zahlungsverpflichtungen früher oder später eingegangen werden können. Dies ist auch, Herr Nationalrat Hurter, der Grund, weshalb wir trotz der Erkenntnis, dass die Menge zu klein ist, nur das beantragen können, wofür die finanziellen Mittel bereitstehen.

Umso wichtiger ist es, dass die in der Armeebotschaft vorgesehenen Beschaffungen mit dem beabsichtigten Nachtrag II nach der Genehmigung durch das Parlament noch dieses Jahr lanciert werden können. Sie haben in Ihrem Votum darauf hingewiesen, Herr Nationalrat Gaillard, dass wir stärker in der Schweiz und Europa beschaffen müssen. Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass dies ja genau das Ziel der sicherheitspolitischen Strategie ist, die wir letztes Jahr vorgelegt haben. Hier hat der Bundesrat also bereits letztes Jahr die entsprechenden Akzente gesetzt. Wir werden uns in allen Beschaffungen auch künftig daran halten.

Aber man muss auch hier ganz deutlich sagen, dass der Bundesrat ohne die zusätzlichen finanziellen Mittel, die er mit der Botschaft zur Armeefinanzierung beantragt, in künftigen Armeebotschaften tiefere Verpflichtungskredite beantragen müsste als geplant. Entsprechend wäre auch der am 19. Juni 2026 publizierte Stand der Rüstungsplanung so nicht umsetzbar. Folglich könnte die Armee bestimmte Vorhaben erst später als geplant umsetzen. Dies würde die Sicherheit der Schweiz gefährden und die Wiederherstellung der Verteidigungsfähigkeit verzögern.

Es liegen auch zwei Minderheitsanträge vor, nicht auf den Bundesbeschluss über die Beschaffung der Kampfflugzeuge F-35A einzutreten, sowie ein Rückweisungsantrag von Nationalrat Andrey. Für die Sicherheit der Schweiz ist es wichtig, dass die maximale Anzahl Flugzeuge beschafft werden kann. Dieser Zusatzkredit ist deshalb unerlässlich. Eine weitere Reduktion der Anzahl Kampfflugzeuge hätte schwerwiegende Einschränkungen beim Schutz der Bevölkerung zur Folge. Wir haben in unserem Bericht über die Luftverteidigung der Zukunft aufgezeigt, dass es eigentlich viel mehr Flugzeuge braucht. In diesem Sinn bitte ich Sie wirklich, dass Sie wenigstens dieser minimalen Anzahl von Flugzeugen zustimmen. Mit diesem Zusatzkredit werden auch die Beschlüsse von Bevölkerung und Parlament berücksichtigt. So ist es möglich, die vom Volk bewilligte Summe von 6 Milliarden Franken plus Teuerung vollumfänglich zu nutzen. Das beschlossene Finanzvolumen wird damit eingehalten.

Ich bitte Sie, auf alle drei Bundesbeschlüsse einzutreten und die Anträge der Minderheiten abzulehnen.

Zum Schluss ist auch noch zu erwähnen, dass wir heute keine Debatte über den GPK-Bericht führen, obwohl diese Debatte teilweise bereits geführt wurde. Es gibt eine Dringlichkeit bezüglich der sicherheitspolitischen Situation. Der GPK-Bericht wird vom Bundesrat natürlich sehr schnell und nicht erst im Dezember beantwortet, wir werden zum Bericht Stellung nehmen. Ich kann Ihnen einfach heute sagen, dass ich ihn persönlich differenziert, sachlich und interessant finde. Er ist eine gute Diskussionsgrundlage für die im Bericht aufgeworfenen Themen, auch eine gute Grundlage, um Verbesserungen bei den Abläufen im VBS zu erzielen.

Ich kann Ihnen aber auch gestehen, dass der Bericht für die Vertrauensarbeit, die das VBS in letzter Zeit geleistet hat, eine schwere Belastung ist. Er ist auch für die Mitarbeitenden eine Belastung. Ich bitte Sie deshalb, die Diskussion über diesen Bericht, der selbst sachlich ausgeführt und verfasst ist, ebenfalls sachlich zu führen - das vermisse ich manchmal.

Denn wir haben heute eine sicherheitspolitische Lage, die bedrohlich ist und die uns zum Handeln veranlasst. Es ist unser Auftrag, für die Sicherheit unseres Landes zu sorgen. Es ist eine der Kernaufgaben unseres Landes, dass wir für die Sicherheit alles unternehmen, denn die Sicherheit ist ein zentrales Gut für alle Güter unseres Landes und eine Kernaufgabe der Politik. Ich habe mich also für die Sicherheit einzusetzen, und ich zähle dabei auch auf Ihre Unterstützung.

Es ist in dieser Sicherheitssituation auch wichtig, dass wir die Verteidigung gegen Bedrohungen aus der Luft, die zu den gefährlichsten Bedrohungen gehören, glaubwürdig ausstatten. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Beschaffung des F-35A nun so wie vorgesehen ausführen können.

Ich bitte Sie also, auf die drei Entwürfe zur Armeebotschaft einzutreten und die vom Bundesrat vorgesehenen Massnahmen und Beschaffungen zu bewilligen.

Page Pierre-André · P-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Le président (Page Pierre-André, président): Les rapporteurs renoncent à prendre la parole.

1. Bundesbeschluss über das Rüstungsprogramm 2026

1. Arrêté fédéral sur le programme d'armement 2026

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

L'entrée en matière est décidée sans opposition

2. Bundesbeschluss über das Immobilienprogramm VBS 2026

2. Arrêté fédéral sur le programme immobilier du DDPS 2026

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

L'entrée en matière est décidée sans opposition

3. Bundesbeschluss über die Beschaffung der Kampfflugzeuge F-35A

3. Arrêté fédéral sur l'acquisition de l'avion de combat F-35A

Antrag der Mehrheit FK-N/Mehrheit SiK-N

Eintreten

Antrag der Minderheit FK-N

(Kälin, Andrey, Bullakaj, Chollet, Fehlmann Rielle, Wyss, Wermuth, Zybach)

Nichteintreten

Antrag der Minderheit SiK-N

(Andrey, Chollet, De Ventura, Gaillard, Molina, Seiler Graf, Schmaltz, Zryd)

Nichteintreten

Antrag Andrey

Rückweisung der Vorlage an den Bundesrat

mit dem Auftrag, die Empfehlungen der GPK-N vom 8. September 2026 umzusetzen und dem Parlament darüber Bericht zu erstatten, bevor ein neuer Zusatzkredit beantragt wird.

Schriftliche Begründung

Die GPK-N hat festgestellt, dass nie ein pauschaler Fixpreis vereinbart wurde und die Kommunikation gegenüber dem Parlament nicht transparent war. Sie fordert klarere Verhandlungsmandate, die Federführung von Armasuisse bei rechtlichen Beurteilungen und eine Überprüfung der Rechnungsstellung. Der Bundesrat nimmt dazu erst im Dezember 2026 Stellung.

Proposition de la majorité CdF-N/majorité CPS-N

Entrer en matière

Proposition de la minorité CdF-N

(Kälin, Andrey, Bullakaj, Chollet, Fehlmann Rielle, Wyss, Wermuth, Zybach)

Ne pas entrer en matière

Proposition de la minorité CPS-N

(Andrey, Chollet, De Ventura, Gaillard, Molina, Seiler Graf, Schmaltz, Zryd)

Ne pas entrer en matière

Proposition Andrey

Renvoyer le projet au Conseil fédéral

avec mandat de mettre en oeuvre les recommandations de la CdG-N du 8 septembre 2026 et d'en faire rapport au Parlement avant de demander un nouveau crédit additionnel.

Le président (Page Pierre-André, président): Nous votons sur la proposition de non-entrée en matière de la minorité CdF-N et de la minorité CPS-N.

Abstimmung

Abstimmung - Vote

Für Eintreten ... 129 Stimmen

Dagegen ... 63 Stimmen

(4 Enthaltungen)

Page Pierre-André · P-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Le président (Page Pierre-André, président): Nous votons maintenant sur la proposition de renvoi Andrey.

Abstimmung

Abstimmung - Vote

Für den Antrag Andrey ... 64 Stimmen

Dagegen ... 132 Stimmen

(1 Enthaltung)

Page Pierre-André · P-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Le président (Page Pierre-André, président): Nous allons mener une seule discussion par articles sur les trois projets. M. Götte va présenter la proposition de la minorité Gartmann.

Götte Michael · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Im Namen der Minderheit Gartmann beantrage ich Ihnen, den Verpflichtungskredit für die bodengestützte Luftverteidigung mittlerer Reichweite aufzustocken, damit die Armee zusätzlich zu den bereits beschafften Systemen insgesamt 15 Feuereinheiten Iris-T erhält. Es geht bei diesem Antrag nicht um eine Laune, sondern um eine simple Rechnung, die jeder von uns nachvollziehen kann.

Die Schweiz verfügte mit dem System Rapier 1 über 60 Feuereinheiten zur Luftverteidigung mittlerer Reichweite; diese sind ausser Dienst gestellt. Das Nachfolgesystem Iris-T SLM hat zwar eine rund viermal grössere Reichweite pro Einheit, trotzdem braucht es rein rechnerisch mindestens 15 Feuereinheiten, um auch nur annähernd dieselbe Fläche zu schützen, die wir mit dem alten Rapier-System abdecken konnten. Mit dem Entwurf des Bundesrates werden aber lediglich zwei zusätzliche Feuereinheiten beschafft. Das ist keine Ablösung des alten Systems, das ist ein Kapazitätsabbau um rund das Achtfache, und dies mitten in einer Zeit, in der die Bedrohung aus der Luft durch Marschflugkörper, Drohnen und ballistische Systeme europaweit zu- und nicht abnimmt.

Ich sage das auch als Mitglied der Finanzkommission ganz bewusst. Mir ist bekannt, dass die Aufstockung Geld kostet und dass Bundesrat Pfister zu Recht auf den zusätzlichen Verpflichtungskredit sowie den entsprechenden Munitionsbedarf hingewiesen hat. Sicherheitspolitik zum Nulltarif gibt es aber einfach nicht. Genau deshalb sitzen wir in der SiK und in der FK: um Prioritäten zu setzen. Kollege Hurter hat vorhin richtig gesagt, jetzt geht es um eine fachliche Beurteilung. Wir müssen die Lücken schliessen.

Wer heute bei der bodengestützten Luftverteidigung spart, bezahlt morgen entweder mit einer Schutzlücke unserer Ballungszentren und der kritischen Infrastrukturen, oder er zahlt später wesentlich höhere Preise, wenn die Nachfrage nach diesen Systemen auf dem europäischen Markt weiter steigt. Das ist unternehmerisch und vor allem sicherheitspolitisch unverantwortbar und der falsche Weg. Den Einwänden, dies sprenge die Prioritäten der Armeeplanung und lasse sich nicht gegenfinanzieren, halte ich entgegen: Die Bedrohungslage hat sich seit der letzten Armeebotschaft nicht beruhigt, sondern verschärft. Es ist unsere ureigene Aufgabe als Parlament und vor allem der SiK, der Armee dort Mittel zu geben, wo diese in der Botschaft selbst zu knapp kalkuliert sind. Der Bundesrat hat im Übrigen selbst bestätigt, dass die Luftabwehr für ihn hohe Priorität hat und zusätzliche Mittel in diesem Bereich sicherheitspolitisch richtig eingesetzt werden. Das kann ich nur unterstützen. Wir sollten ihm diese Mittel jetzt geben, bevor es zu spät ist. Diese Diskussion können wir nicht Jahr für Jahr vertagen. Es geht bei diesem Antrag nicht um Symbolpolitik, sondern um den nüchternen Ausbau einer Fähigkeit, die im Ernstfall über den Schutz von Bevölkerung und Infrastruktur entscheidet.

Ich bitte Sie im Namen der Minderheit, aber vor allem auch im Namen der Sicherheit und der Sicherheitsverantwortung für unser Land, dem Antrag zuzustimmen.

Tuena Mauro · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Bei diesem Antrag geht es um die Bodluv kurzer Reichweite, um den Objektschutz. Die vorgesehenen acht Feuereinheiten bieten angesichts des Sicherheitsrisikos für die schweizerische Infrastruktur keinen ausreichenden Schutz. Damit können im ganzen Land nur acht Objekte effektiv geschützt werden, und es sind keine manövrierbaren Einheiten mehr verfügbar. Aktuell verfügt die Armee über 24 solcher Einheiten. Die Beschaffung ist deshalb auf die gleiche Anzahl Feuereinheiten aufzustocken, damit schweizweit eine grössere Anzahl Objekte gegen Bedrohungen aus der Luft geschützt werden können. Das wäre notwendig, um auf die wahrscheinlichste Bedrohungsvariante reagieren zu können. Mit der gleichen Anzahl Feuereinheiten wie heute kann der gleiche Leistungskatalog mit höherer Reichweite garantiert werden.

In Zeiten zunehmender geopolitischer Spannungen muss die Schweiz bei Neubeschaffungen auf die Vollaufrüstungen setzen. Wir können uns keine Teilbeschaffungen mehr leisten und müssen Fähigkeitslücken bei den Neubeschaffung vermeiden. Frau Wyss hat vorhin gefragt, wie wir die Aufstockung vornehmen wollten. Beantragt sind 800 Millionen Franken, neu wollen wir für diese Systeme 2,4 Milliarden Franken einsetzen. Es sind übrigens keine "Fantastilliarden", wie Herr Andrey sie, Comicbücher zitierend, lachend bezeichnet hat, sondern es sind Fakten. Frau Wyss, wir haben uns den Katalog der Ausgaben der Entwicklungshilfe ganz genau angeschaut, und wir werden diese Diskussion zu einem späteren Zeitpunkt führen. Die SVP-Fraktion hat eine Motion dazu eingereicht, wie die Finanzierung dieser sehr wichtigen Systeme sichergestellt werden kann.

Ich bedauere ausserordentlich, dass der Bundesrat, und somit natürlich auch die Armee, nicht von sich aus sagt, dass der Objektschutz immens wichtig ist. Im Falle eines Falles, das kann ich Ihnen sagen, können diese Einheiten dann nicht im Eilzugstempo beschafft werden, weil die Lieferfristen weltweit viel länger sind als in der Vergangenheit.

Ich möchte Sie, vor allem aus den bürgerlichen Parteien, bitten, denken Sie an den immens wichtigen Objektschutz und stimmen Sie dieser Minderheit zu.

Schilliger Peter · Mit-M · Nationalrat · Luzern · FDP-Liberale Fraktion

Kollege Tuena, die Minderheiten Gartmann und Tuena zu Artikel 2 des Entwurfs 1 führen für das Rüstungsprogramm 2026, also definiert für ein Jahr, zu Mehrkosten von insgesamt 2,6 Milliarden Franken. Das bedeutet, dass der Voranschlag 2027 dies aufnehmen müsste, sonst wären Sie unglaubwürdig. Sehen Sie die Umsetzung davon in Kürzungen im bestehenden Budget, oder sehen Sie sie in einer Verletzung der Schuldenbremse?

Tuena Mauro · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Es ist völlig klar: Wir sehen das nicht mit einer Verletzung der Schuldenbremse. Eine Mehrwertsteuererhöhung geht hier sowieso nicht, da bin ich auch dagegen, weil dieses Geld viel später kommen würde. Diese Beträge müssen im Budget, in den rund 90 Milliarden Franken, Platz haben. Hier geht es um die Verteidigung wichtiger Infrastrukturen im Falle eines Falles.

Wyss Sarah · Mit-F · Nationalrat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion

Herr Tuena, ich habe eine Frage: Wissen Sie, wie viel von den 90 Milliarden Franken gebunden sind und kurzfristig von uns gar nicht angetastet werden können?

Tuena Mauro · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Selbstverständlich weiss ich das, Frau Wyss. Ich weiss aber auch, dass wir für die Entwicklungshilfe jährlich 3 Milliarden Franken ausgeben, und für das Asyl- und Flüchtlingswesen geben wir weitere 4 Milliarden Franken aus. Nehmen wir einmal die berühmte Apothekerwaage, und legen wir in die eine Schale irgendwelche Programme für die Entwicklungshilfe und in die andere Schale Projekte für die Sicherheit unseres Landes, vor allem für die Sicherheit der kritischen Infrastruktur. Dann wird man sehen, dass die zweite Schale viel gewichtiger ist und damit also der Sicherheit viel mehr Gewicht zukommt; die Bevölkerung wird mir recht geben.

Molina Fabian · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion

Herr Tuena, Sie haben jetzt behauptet, dass die Bevölkerung bei der Entwicklungszusammenarbeit zugunsten der Armee sparen wolle. Kennen Sie die Untersuchungen des Center for Security Studies der ETH Zürich, die seit Jahren genau das Gegenteil behaupten? Nehmen Sie diese zur Kenntnis?

Tuena Mauro · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Schauen Sie, Herr Molina, wir sind nicht blind. Bundesrat Pfister hat vorhin in seinem Eintretensreferat sehr eindringlich ausgeführt, dass sich die Sicherheitslage in den letzten Jahren verändert habe. Wir haben nicht gesagt, wir möchten irgendeinen Trinkbrunnen, wie das Frau Funiciello immer behauptet hat, streichen. Aber es gibt so viele Projekte in dieser Liste - ich kann sie Ihnen nachher bringen, sie ist so lang, ich habe die Zeit nicht, um sie herunterzulesen -, die weder wünschbar noch nötig sind. Wenn wir nur die nötigen Projekte behalten, können wir die Verteidigung unserer kritischen Infrastrukturen locker finanzieren, Herr Molina.

Zryd Andrea · Mit-F · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion

Ich komme zum Fähigkeitsbereich "Wirkung gegen Ziele in der Luft". Wie schon im Eintretensvotum gesagt, möchten wir die Mittel im Bereich der Abwehr von Minidrohnen gerne von 70 auf 120 Millionen Franken erhöhen.

Minidrohnen gehören zu den wahrscheinlichsten und bereits heute konkret feststellbaren Bedrohungen. Sie können zur Aufklärung, zur Störung militärischer und ziviler Abläufe sowie für Angriffe auf kritische Infrastrukturen eingesetzt werden. Die Armeebotschaft hält entsprechend fest, dass mit den neuen Systemen militärische Verbände, die Zivilbevölkerung und kritische Anlagen geschützt werden sollen.

Von den vom Bundesrat beantragten lediglich 70 Millionen Franken entfallen allerdings nur 42 Millionen auf den eigentlichen Beschaffungsumfang, während 21 Millionen als Risikozuschlag und 7 Millionen für den Teuerungsausgleich vorgesehen sind. Gleichzeitig verfügt die Armee noch über keine Erfahrung mit solchen Systemen. Eine verbindliche Offerte liegt nicht vor, und die technischen Innovationszyklen sind ausgesprochen kurz.

Ein Verpflichtungskredit von 120 Millionen Franken schafft deshalb den notwendigen Spielraum - den Spielraum für einen schrittweisen und skalierbaren Fähigkeitsaufbau. Er verpflichtet nicht dazu, die gesamten Mittel sofort auszugeben.

Molina Fabian · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion

Ich spreche zu meiner Minderheit zu Artikel 2 Buchstabe e im Bundesbeschluss über das Rüstungsprogramm 2026.

Zum ersten Mal überhaupt schlägt der Bundesrat dem Parlament in der Armeebotschaft 2026 einen Verpflichtungskredit für den Fähigkeitsaufbau im Weltraum in Kooperation mit der Europäischen Weltraumagentur (ESA) vor. Das ist angesichts der wachsenden wissenschaftlichen, technologischen und sicherheitspolitischen Bedeutung des Weltraums zu begrüssen. Vor diesem Hintergrund ist es allerdings völlig inkohärent und geradezu trumpesk, dass sich der Bundesrat trotz mehrerer parlamentarischer Beschlüsse weigert, eine umfassende Weltraumkooperation mit der EU anzustreben und insbesondere die Schweiz rasch wieder an Copernicus zu assoziieren. Dies ist nicht nur zentral für den Forschungs- und Innovationsstandort Schweiz, sondern auch für die Sicherheit unseres Landes.

Um zum Rüstungsprogramm zurückzukehren: Der Bundesrat will, dass die Schweiz künftig Risiken auf der Erde aus dem Weltraum besser antizipieren kann, indem sie Zugang zu einem Weltraumlagebild erhält und so beobachten kann, was im All passiert. Dafür braucht es mehrere Dinge: Aufklärungssatelliten mit Kameras, Sensoren oder Radare, um Informationen zu sammeln, eine bessere, ausfallsichere Kommunikation über eigene Satelliten, eine genauere Navigation, um Fahrzeuge zu orten, sowie Schutzmassnahmen gegen fremde Ausspähung.

Zentral ist dabei das Projekt Alpstar, das von der Schweiz angestossen und von der ESA umgesetzt wird. Es umfasst ein Netzwerk verbundener Bodenstationen, einen gemeinsamen Prototyp eines Aufklärungssatelliten mit Radar sowie die dazugehörigen Kontroll- und Beobachtungsstationen. Der Aufbau soll 2027 starten; die erste Phase soll Anfang der 2030er-Jahre abgeschlossen sein.

Dieser multilaterale Ansatz ist ebenso zu begrüssen wie die Schaffung des Kompetenzzentrums Weltraum. Allerdings sind die beantragten 30 Millionen Franken viel zu bescheiden, um eine Wirkung zu erzielen. Zwar will der Bundesrat diesen Betrag über die Jahre erhöhen, doch angesichts der rasanten technologischen Entwicklung und der immensen Investitionen im Weltraumbereich zeugt die Summe von einer nach wie vor schiefen Prioritätensetzung.

Anstatt eine skandalbehaftete neue Armeepistole zu beschaffen, die für kein einziges Bedrohungsszenario dringend notwendig ist - Kollege Gaillard wird das nachher noch ausführen -, könnte das damit frei werdende Geld für den Schutz unserer Bevölkerung eingesetzt werden, durch eine Aufstockung des Budgets für den Fähigkeitsaufbau im Weltraum um 20 Millionen Franken. Ich danke Ihnen deshalb für Ihre geschätzte Unterstützung.

Gaillard Benoît · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Sozialdemokratische Fraktion

Ma minorité propose une chose simple : retirer du programme d'armement 2026 les moyens nécessaires à l'achat du nouveau pistolet de l'armée. Pourquoi cette proposition ? Je veux le dire d'emblée : pas parce que nous estimons qu'il ne faudra jamais remplacer le pistolet actuel, mais parce que nous considérons que le processus par lequel le choix d'une nouvelle arme a été fait a été entaché dès le départ de nombreux défauts.

Dans l'évaluation conduite, de nombreux problèmes ont été relevés - d'ailleurs, personne ne le conteste. On rappellera qu'en automne 2025, la base logistique de l'armée a refusé d'octroyer à ce pistolet la fameuse certification d'aptitude à l'usage militaire - "Truppentauglichkeit". Pour maintenir malgré tout le choix de ce nouveau pistolet, au mépris de toute logique dans une évaluation de ce type, on s'est fié à des garanties du fabricant quant à la possibilité d'éliminer par la suite les défauts avant la mise en production. On a donc évalué différents modèles et choisi celui qui ne présentait pas les caractéristiques nécessaires sur la base d'un engagement du fabricant à corriger les défauts. Franchement, quiconque a déjà participé à une évaluation de produit dans le cadre d'une mise en concurrence - publique ou privée, peu importe - se frotte les yeux déjà à ce stade. Nous apprenons aujourd'hui, ce matin, que c'est seulement il y a quelques jours que la configuration de ce Sig Sauer P320 spécial suisse a été communiquée à Armasuisse et que des tests auront lieu au mieux à partir de mi-2027.

Si le sujet n'était pas aussi sérieux - j'ai beaucoup de respect pour le pistolet qui équipe les soldats suisses -, on aurait envie de rire. Cette façon de faire n'est pas sérieuse. Elle sape une fois de plus la confiance dans les capacités d'Armasuisse et du Département de la défense, de la protection de la population et des sports à mener des projets d'acquisition. Le Parlement devrait voter en été 2026 un crédit pour un pistolet non certifié dont une nouvelle variante sera peut-être déclarée conforme en été 2027 ? Si les ressemblances avec d'autres dossiers ne vous frappent pas, c'est le moment de commencer à les voir.

Dans ce contexte, la proposition de minorité que je défends aujourd'hui relève du simple bon sens et se veut constructive.

Nous l'avons dit d'emblée en commission et je le répète : nous voulons non pas renoncer, mais sursoir à la décision d'octroyer le crédit pour le remplacement de cette arme. Les 50 millions de francs nécessaires pourront être demandés dès l'année prochaine dans le message sur l'armée, si la fameuse conformité est octroyée et lorsque les commissions et le Parlement seront en état de les valider sur la base d'un modèle concret, de tests concrets et d'une certification concrète. Il nous a été confirmé - je le souligne aussi - que l'état des stocks permet ce décalage d'une année ou deux sans mettre en péril l'approvisionnement des troupes.

Je vous le dis en conclusion et j'en appelle vraiment à votre capacité de réflexion : ce qui vaut pour les grands projets, comme les nouveaux avions, vaut pour les petits projets, comme le nouveau pistolet. Lorsqu'il y a des défauts dans les procédures d'achat - procédures qui provoquent de la défiance, y compris dans les rangs de l'armée -, si, dans ce cas, la seule réaction du Parlement est le fameux "Augen zu und durch" - on pourrait dire en français "on se bouche les oreilles et on attend que cela passe" -, on sacrifie pour notre défense le long terme au court terme. On sacrifie notre devoir central de vigilance et notre responsabilité essentielle de contrôle pour une victoire politique ponctuelle.

Nous estimons que ces 50 millions de francs seraient, dans l'arrêté fédéral de cette année, bien mieux investis dans le développement des capacités de défense anti-drones comme l'a développé notre collègue Molina. Je vous demande donc, dans ce sens, de soutenir cette proposition raisonnable de minorité. Attendons d'avoir un pistolet certifié en production et un modèle concret, avant de donner de l'argent pour l'acheter. Je crois que ce serait l'exercice d'une des plus profondes et des plus importantes responsabilités comme chambre du Parlement.

De Ventura Linda · Mit-F · Nationalrat · Schaffhausen · Sozialdemokratische Fraktion

Vielleicht erinnern Sie sich, dass ich vor einem Jahr, bei der Behandlung der damaligen Armeebotschaft schon einmal hier stand und eine Minderheit vertreten habe. Damals wollte die Kommission, zusätzlich zur Rüstungsplanung, 1 Milliarde Franken mehr für Munition ausgeben. Wir hier drin hatten das dann verhindert, nicht primär aus sicherheitspolitischen Überlegungen, sondern aus finanzpolitischen.

Nun stehe ich also schon wieder hier und bitte Sie, den Schnellschuss der Mehrheit der SiK-N auch dieses Mal abzulehnen; bleiben Sie bei der Version von Ständerat und Bundesrat. Wie auch letztes Jahr ging der entsprechende Antrag in der Kommission nur wenige Minuten vor der Behandlung der Armeebotschaft ein - eine seriöse Behandlung war so schlichtweg nicht möglich. Das ist umso stossender, weil es um zusätzliche 500 Millionen Franken geht, um eine halbe Milliarde Franken mehr für Munition für die Systeme der indirekten Feuerunterstützung mittlerer Reichweite. Finanzpolitische Überlegungen, zum Beispiel, wie genau das Ganze finanziert oder wo das kompensiert werden soll, wurden nicht gemacht. Während andere Bundesstellen um jede Million kämpfen müssen, kann es einer äusserst knappen Mehrheit der Sicherheitspolitischen Kommission offenbar nie genug sein.

Aber auch in der Sicherheitspolitik, auch bei Rüstungsbeschaffungen braucht es eine seriöse Diskussion, eine Priorisierung und eine Abwägung, welche finanziellen Folgen ein solcher Antrag hat. Meine Minderheit ist deshalb der Meinung, dass das VBS mit der Armeebotschaft sorgfältig priorisiert hat, wo die Mittel am besten eingesetzt sind. Es hat sich in der Detailberatung auch nicht dazu geäussert, ob diese zusätzlichen 500 Millionen Franken tatsächlich bei der Munition für Systeme der indirekten Feuerunterstützung mittlerer Reichweite am besten eingesetzt wären oder eher anderswo.

Sie sehen, dass die zusätzlichen 500 Millionen Franken ein Schnellschuss sind, den unser Rat heute hoffentlich wieder korrigieren wird. Sollte das VBS zum Schluss kommen, dass die Munition für die Systeme zur indirekten Feuerunterstützung mittlerer Reichweite tatsächlich priorisiert werden müsste, dann können die entsprechenden Mittel in die Armeebotschaft 2027 eingestellt werden.

Der entsprechende Antrag Addor wurde in der Kommission sehr knapp, mit 11 zu 9 Stimmen bei 4 Enthaltungen, angenommen. Deshalb und nach dem Votum der Mitte-Fraktion bin ich hoffnungsvoll, dass wir dieses eigentlich vernünftige Rüstungsprogramm, das sich an den realistischen Bedrohungsszenarien orientiert, dieses Jahr nicht in einer Hauruckübung um eine halbe Milliarde Franken erhöhen werden.

Im Namen meiner Minderheit bitte ich Sie deshalb: Belassen wir es bei der Version von Ständerat und Bundesrat, stimmen Sie meinem Minderheitsantrag zu.

Hurter Thomas · Mit-M · Nationalrat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Frau Kollegin De Ventura, Sie haben jetzt finanzpolitische Gründe angeführt - und übrigens, die Behandlung war nicht kurzfristig vor der Armeebotschaft, sondern wir haben das im Rahmen der Sicherheitspolitischen Kommission behandelt.

Aber nun meine Frage: Wenn Sie in letzter Konsequenz weniger Munition für die Systeme fordern, wäre es aus finanzpolitischen Gründen nicht sinnvoller gewesen, bei den Systemen zu kürzen?

De Ventura Linda · Mit-F · Nationalrat · Schaffhausen · Sozialdemokratische Fraktion

Vielen Dank, Herr Kollege Hurter. Ich freue mich, dass wir darüber hier eine Schaffhauser Diskussion führen.

Ich habe finanzpolitisch argumentiert, weil es darum geht, dass es von Ihrer Seite keinen Vorschlag dazu gab, wie man diese zusätzlichen Ausgaben kompensieren oder wie man sie finanzieren sollte. Das VBS hat mit der Armeebotschaft eine Priorisierung vorgenommen: Es sieht die 500 Millionen Franken für diese zusätzliche Munition nicht vor. Wir halten uns hier an den Entwurf des Bundesrates.

Götte Michael · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Frau Kollegin, eine kurze Nachfrage. Sie sind nicht für diese Munition, aber ein Instrument ohne Munition nützt Ihnen nichts. Aus aktuellen Kriegsgebieten wissen wir, was fehlt. Es fehlt überall, auf der ganzen Welt, die Munition. Wir hätten jetzt die Chance, in die richtige Richtung zu wirken. Wir reagieren heute als Fachkommission. Die finanzpolitische Diskussion kommt noch früh genug.

De Ventura Linda · Mit-F · Nationalrat · Schaffhausen · Sozialdemokratische Fraktion

Die Diskussion und die Überlegungen sind erstens, ich habe es vorhin gesagt, finanzpolitisch. Zweitens hat das VBS priorisiert. Sie müssen nicht mich kritisieren, Sie können die Kritik gerne ans VBS richten und fragen, warum es so priorisiert hat. Wir halten uns an die Version des Bundesrates, des VBS und denken, dass diese besser wissen, wo das Geld prioritär investiert werden muss.

Tuena Mauro · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Frau Kollegin De Ventura, wie erklären Sie den rund 100 000 Armeeangehörigen, dass sie aktuell nur eine minimale Menge an Munition haben und im Falle eines Falles grösstenteils ohne Munition dastehen würden?

De Ventura Linda · Mit-F · Nationalrat · Schaffhausen · Sozialdemokratische Fraktion

Ich kann mich gerne wiederholen. Ich denke, dass das VBS diese Priorisierung sorgfältig vornahm - in meinen Augen ganz sicher sorgfältiger, als es die Kommission in der Beratung tat. In einer Hauruckübung stimmte die Mehrheit dem Antrag auf Beschaffung dieser zusätzlichen Munition zu. Aber das war eine Hauruckübung; es fand dabei keine sorgfältige Prüfung statt, ganz im Gegensatz zur Armeebotschaft des Bundesrates.

Golay Roger · Mit-M · Nationalrat · Genf · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Je vous invite à soutenir ma proposition de minorité visant à compléter l'acquisition de nouveaux systèmes d'artillerie AGM dans le cadre du programme d'armement 2026. Notre demande repose sur un principe simple : une armée dont les objectifs ont été réduits doit disposer en contrepartie de formations complètes, équipées, modernes et réellement opérationnelles.

Dans le programme d'armement 2025, le Parlement a décidé d'acquérir deux groupes d'artillerie dotés chacun de 16 canons AGM. Cette dotation correspond aux standards internationaux pour constituer une formation d'artillerie pleinement opérationnelle. Respecter ces standards sur le papier seulement ne suffit cependant pas ; une armée doit raisonner en prenant en compte la disponibilité opérationnelle réelle, et non simplement le nombre de systèmes achetés. C'est pourquoi une réserve de l'ordre de 15 pour cent lors de l'acquisition de matériel militaire constitue un principe essentiel de planification pour garantir une doctrine de défense crédible.

Cette marge n'est pas du matériel superflu. Elle doit permettre d'absorber les immobilisations liées à la maintenance, aux réparations et aux pannes, et de garantir la disponibilité des formations. Une réserve stratégique n'est pas un surplus, mais la condition permettant de garantir l'engagement. Avec seulement 32 systèmes pour deux groupes de 16 canons, la marge est insuffisante. Dès qu'un système est immobilisé, un groupe ne peut plus aligner sa dotation complète.

Plus incompréhensible encore : aucun système supplémentaire n'a été prévu spécifiquement pour l'instruction des écoles de recrues. Comment former correctement nos futurs artilleurs si chaque canon disponible est nécessaire aux formations opérationnelles ? Nous risquons donc d'avoir sur le papier deux groupes conformes aux standards internationaux, mais de ne pas pouvoir maintenir simultanément ces deux groupes à leur dotation complète, tout en assurant la maintenance et l'instruction.

Cette situation est également en contradiction avec la logique de la réforme du développement de l'armée (DEVA). Le Parlement a accepté une réduction substantielle des effectifs de l'armée. Cette diminution devait être compensée par une amélioration de l'équipement, de la disponibilité et de la modernisation de nos forces. Nous avons réduit les effectifs ; nous devons maintenant respecter l'autre partie du contrat, à savoir équiper complètement les formations qui restent. On ne peut pas vouloir une armée plus compacte et plus performante tout en continuant à équiper partiellement ces unités.

Ma minorité comprend la volonté du chef de l'armée d'adapter les investissements à l'évolution des menaces. La guerre hybride, les drones, les missiles et les menaces aériennes nécessitent incontestablement des moyens importants. Toutefois, le fait de fixer de nouvelles priorités ne doit pas conduire à affaiblir d'autres capacités fondamentales de notre défense. Une armée tire précisément sa force de la complémentarité de ses différentes composantes. Les forces aériennes, la défense sol-air, le domaine cyber, le renseignement et les forces terrestres constituent un même dispositif. Négliger une composante, c'est fragiliser l'ensemble. La guerre en Ukraine nous le démontre : malgré l'utilisation massive de drones, des missiles et des technologies modernes, l'artillerie conserve un rôle majeur dans le combat terrestre. Plusieurs représentants des milieux militaires et des sociétés d'officiers mettent d'ailleurs en garde contre le déséquilibre de nos investissements au détriment des forces terrestres.

Ma minorité ne demande pas de bouleverser les priorités de notre défense. Elle propose simplement de terminer correctement ce que le Parlement a commencé. Nous avons décidé d'acquérir une nouvelle artillerie ; donnons-lui les moyens d'être réellement opérationnelle. Faire aujourd'hui l'économie de quelques systèmes supplémentaires pour constater demain que nos formations ne peuvent pas être engagées à leur pleine capacité serait une économie à courte vue. Lorsqu'une crise survient, il est trop tard pour découvrir les lacunes de notre équipement. Notre proposition vise donc à garantir deux groupes de 16 canons, conformément aux standards internationaux, une réserve technique de l'ordre de 15 pour cent, ainsi que les moyens nécessaires à l'instruction.

Après avoir réduit les effectifs de notre armée, respectons l'engagement qui accompagnait cette réforme : moins d'effectifs, mais des formations modernes, disponibles et complètement équipées. C'est une question de cohérence, d'efficacité et de crédibilité de notre défense nationale.

Au nom de ma minorité, je vous invite à soutenir cette proposition.

Jauslin Matthias Samuel · Mit-M · Nationalrat · Aargau · Grünliberale Fraktion

Bei meiner Minderheit I geht es nicht um Wehrhaftigkeit, bei dieser Minderheit geht es um Fairness - Fairness gegenüber den Anwohnern der Flugplätze von Payerne, Emmen und Meiringen. Wenn wir neue Kampfjets beschaffen, die eine deutlich höhere Lärmbelastung für diese Einwohner bedeuten, dann sind wir auch verpflichtet, die entsprechenden Gegenmassnahmen zu treffen. Hier können wir nicht einfach nur Dienst nach Vorschrift machen, wie es der Bundesrat eigentlich angedacht hat, indem er für Fenstersanierungen, die bereits einmal gemacht wurden, ein zweites Mal kein Geld mehr investieren und die betroffene Bevölkerung den Lärmbelastungen überlassen will. In Meiringen wird der F-35A mit Nachbrenner starten, und wenn Sie in diesem engen Tal ein Flugzeug mit Nachbrenner starten, dann ist die Belastung nicht in Zürich und nicht in Bern hoch, sondern sie ist in Meiringen hoch. Wenn wir auch in diesem Teil der Bevölkerung den Willen und den Glauben an unsere Armee, an unsere Luftwaffe hochhalten möchten, dann müssen wir diesen Obolus hier wirklich erbringen und die entsprechenden Gelder einsetzen.

Meine Minderheit beschränkt sich auf eine Lösung für eine Lärmbelastung von 60 Dezibel, wie es dem aktuell geltenden Standard entspricht. Alle, die im entsprechenden Perimeter ihre Gebäude, ihre Wohnhäuser haben, werden für die Fenstersanierungen entsprechende Unterstützung vom Bund erhalten.

Die Minderheit II (Seiler Graf) wird nachher vorgestellt; sie geht einfach ein bisschen weiter, der Perimeter wird entsprechend ausgedehnt. Aber man müsste mindestens - mindestens - die Minderheit I (Jauslin) unterstützen. Alles andere ist nicht fair gegenüber Meiringen, Payerne und Emmen.

Götte Michael · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Kollege Jauslin, ich habe grosse Sympathie für Ihren Minderheitsantrag und auch für die Ausführungen, die Sie gemacht haben. Nichtsdestotrotz, der Bundesrat oder die Verwaltung haben den Antrag der Minderheit damals zur Ablehnung empfohlen, weil sie Vorgaben und Normen haben. Wir würden hier ein Präjudiz schaffen. Wie gehen wir mit künftigen Fällen um, wenn wir diesen Millionenbetrag zusätzlich sprechen?

Jauslin Matthias Samuel · Mit-M · Nationalrat · Aargau · Grünliberale Fraktion

Ja, Herr Kollege, ich muss Ihnen recht geben, hier nehmen wir eine Handlung vor, die durchaus weitere Handlungen nach sich ziehen kann. Wenn wir die Dezentralisierung der Luftwaffe in Betracht ziehen, dann kann es durchaus sein, dass auch andere Flugplätze, ich denke da zum Beispiel an Dübendorf oder Sion, Lärmbelastungen abbekommen, das ist so. Aber wir können doch nicht einfach wegschauen und die Bevölkerung im Regen stehen lassen und nichts dagegen tun. Wenn wir diese Milliarden schon ausgeben, dann sind diese 20 Millionen Franken Mehrpreis, die der Bundesrat hier zur Verfügung hat, wirklich ein kleiner Tropfen. Aber dieses Zeichen müssen wir setzen, und wenn noch weitere Forderungen kommen, dann müssen wir diese hier im Rahmen einer weiteren Armeebotschaft diskutieren.

Seiler Graf Priska · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion

Meine drei Minderheiten betreffen alle die problematische F-35-Beschaffung.

Als Erstes möchte ich den Lärmschutz für die Menschen verbessern, die dann den Lärm von F-35 ertragen müssen. Ich beantrage Ihnen darum, im Bundesbeschluss 2 über das Immobilienprogramm in Artikel 2 Buchstabe b den Verpflichtungskredit für Schallschutzmassnahmen um 58 Millionen auf 88 Millionen Franken zu erhöhen; das ist der Minderheitsantrag II (Seiler Graf). Damit soll der Bund 75 Prozent der Kosten für Schallschutzfenster bei Gebäuden bereits im Bereich von 60 Dezibel bis 65 Dezibel übernehmen. Ich möchte also den Perimeter erweitern, in welchem Leute anspruchsberechtigt sind.

Das VBS selbst, wir haben es ausrechnen lassen, beziffert die dafür notwendigen Mittel auf rund 37 Millionen Franken. Weitere 21 Millionen Franken wären nötig, damit bei denjenigen Liegenschaften, die schon alte Schallschutzfenster haben, nochmals Schallschutzfenster eingebaut werden können; das deckt sich mit der Minderheit I (Jauslin). Es geht um diejenigen Leute, die am meisten betroffen sind und am meisten leiden. Die neuen Fenster sind technisch einfach auf einem ganz anderen Stand und viel wirksamer. Ich bin zusammen mit Delphine Klopfenstein Broggini Co-Präsidentin der Koalition Luftverkehr, Umwelt und Gesundheit (Klug/Cesar). Wir kennen die Sorgen der Menschen rund um Militärflugplätze. Wir wissen, was auf sie zukommen wird, und die Menschen selbst wissen auch, was mit der Einführung der F-35 tatsächlich auf sie zukommen wird. Es wird sehr viel lauter, und, glauben Sie mir, die Leute haben grosse Angst davor. Beim Fluglärm gibt es im Bereich Lärmschutz leider nicht viele verschiedene Lösungen. Entweder man reduziert die Flugbewegungen oder schützt die Menschen vor dem Lärm. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung, ich wohne in der Anflugschneise des Flughafens Zürich. Wir haben Schallschutzfenster, und ich sage Ihnen: Sie sind ein Segen, sie machen wirklich einen Unterschied.

Wenn wir also F-35 beschaffen und damit zusätzliche Lärmbelastung verursachen, können wir die betroffene Bevölkerung doch nicht einfach alleine lassen. Gerade in Meiringen ist die Situation besonders problematisch. Aufgrund der geografischen Verhältnisse muss dort meistens mit Nachbrenner gestartet werden. Das bedeutet nochmals zusätzliche Lärmbelastung. Meiringen liegt zudem in einer Tourismusregion, auch darauf müssen wir Rücksicht nehmen. Ich verlange, dass der Bund dort Verantwortung übernimmt, wo er selbst für die zusätzliche Belastung verantwortlich ist, also diese verursacht hat, und dass wir endlich erfahren, wie gross diese Belastung tatsächlich sein wird. Gerade in Meiringen wurden bisher keine entsprechenden Messungen vorgenommen. Die Berechnungen beruhen auf Messungen in Payerne; man hat einfach hochgerechnet. Es kann gut sein, dass der F-35 in Meiringen noch lauter oder die Lärmbelastung noch höher als erwartet ist. Wenn das wirklich so ist, dann verlange ich, dass die nötigen Schutzmassnahmen getroffen werden. Ich bitte Sie darum, die Minderheit II zu unterstützen. Wir geben Milliarden für das Rüstungsprogramm aus, und wir müssen wirklich auch an die betroffene Bevölkerung denken. Es ist im Vergleich zu den Milliarden für die Rüstung wenig.

Zweitens beantrage ich, bei Artikel 2 Buchstabe e die 89 Millionen Franken Zusatzkosten für die F-35-Infrastruktur zu streichen. Wir erinnern uns, 2022 hat dieses Parlament bereits 120 Millionen Franken für notwendige bauliche Massnahmen bewilligt. Vier Jahre später, also jetzt, sollen nochmals 89 Millionen dazukommen; das ist eine Kostensteigerung von 74 Prozent.

Wir wissen bereits heute: Das dürfte noch nicht das Ende sein. Es kündigen sich weitere Kredite an, unter anderem für Flugzeugunterstände und für Einrichtungen für Triebwerksprüfungen in Payerne, Meiringen und Emmen. Das kommt uns irgendwie bekannt vor und ist genau das Problem, vor dem die SP-Fraktion immer gewarnt hat: Der F-35 ist ein Fass ohne Boden - die Mär vom Fixpreis, das wissen wir jetzt, und von den gedeckelten Betriebskosten lässt grüssen. Deshalb fragen wir uns: Wie lange wollen wir immer noch mehr Geld nachschieben?

Für die SP-Fraktion ist die Antwort klar: Wir wollen so schnell wie möglich aus diesem missglückten Beschaffungsprogramm aussteigen. Darum lehnen wir nicht nur die zusätzlichen rund 400 Millionen Franken für die Flugzeuge ab, sondern konsequenterweise auch die zusätzlichen 89 Millionen Franken für die Infrastruktur.

Bei meinem letzten Minderheitsantrag zu Artikel 3a des Bundesbeschlusses 3 kann ich es sehr kurz machen. Ich beantrage Ihnen, den Artikel 3a zu streichen. Die Regelung, die der Ständerat jetzt eingebracht hat, ist finanztechnisch unnötig und unsauber. Wenn aufgrund der Teuerung zusätzliche Kosten entstehen, kann der Bundesrat jetzt schon jederzeit einen entsprechenden Zusatzkredit beantragen. Wir brauchen deshalb keine neue Sonderregelung, die mehr Komplexität schafft, über deren Auswirkung wir nicht genau Bescheid wissen und die auch keinen Mehrwert bringt, auch nicht fürs VBS. Ich glaube, dass wir diesen Artikel getrost streichen können.

Hurter Thomas · Mit-M · Nationalrat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Hier geht es um den Zusatzkredit für den F-35, den wir gerne um 650 Millionen Franken erhöhen würden. Ich habe es bereits im Eingangsvotum erwähnt: Es geht darum, dass wir 36 Kampfflugzeuge beschaffen können.

Nochmals zur Ausgangslage: In den letzten Jahren haben die Armee, die Luftwaffe und auch wir im Parlament immer gesagt, dass sicherheitspolitisch 36 Flugzeuge das Minimum sind, das wir benötigen. Deshalb müssen wir hier konsequent sein und diese 36 Flugzeuge beschaffen. Es kann nicht sein, dass wir jetzt sagen, es genügen auch 30 Flugzeuge. Ich bitte Sie deshalb, meine Minderheit zu unterstützen.

Ich erlaube mir an dieser Stelle noch zwei, drei Bemerkungen zu den Ausführungen in der Eintretensdebatte. Herr Andrey hat gesagt, es handle sich um Tarnkappenflugzeuge einer völlig anderen Generation. Das stimmt so nicht, Herr Andrey. Es handelt sich bei allen Flugzeugen um solche der fünften Generation, das sind Mehrzweckplattformen. Insofern sind sie alle gleich. Die Frage ist einfach, wie sie eingesetzt werden. Deshalb ist der F-35 nicht anders als eine Rafale oder ein anderes Flugzeug. Er hat aber, das muss man hier auch wieder einmal erwähnen, in der Evaluation als bestes Flugzeug abgeschlossen und dabei bleibt es auch.

Ich bin bei Ihnen: Die Empfehlungen der GPK müssen umgesetzt werden, aber wir dürfen hier nicht einen Marschhalt machen oder nicht an der Beschaffung festhalten. Ich möchte auch noch einmal die Situation auf dem Markt erwähnen. Der Nachrichtendienst hat in der Kommission erwähnt - und das ist öffentlich, deshalb darf ich das hier sagen -, dass die USA im Iran-Krieg innerhalb von einem Monat etwa eine Zweijahresproduktion der Bodluv-Raketen verschossen haben. Diese Waffen sind nun praktisch ausgeschossen, wenn man so will. Das ist bei den Flugzeugen genau dasselbe. Wenn Sie bei der Beschaffung des F-35 einen Marschhalt beschliessen oder sogar aussteigen wollen, haben Sie keine andere Option. Das würde einfach bedeuten, dass wir die erste Tranche beschaffen und bei den weiteren Tranchen aus dem Geschäft fallen würden. Dann müssen wir hintenanstehen, und ich glaube, das kann es nicht sein.

Deshalb bitte ich Sie, meine Minderheit zu unterstützen.

Götte Michael · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Kollege Hurter, ist es richtig, dass bereits die 36 Flugzeuge, die jetzt nochmals zur Diskussion stehen, grundsätzlich zu wenige wären?

Hurter Thomas · Mit-M · Nationalrat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Das ist absolut richtig. Es ist so, dass die Ausfertigung und -lieferung aktuell in drei Slots aufgeteilt ist. Der erste Slot läuft, die ersten Flugzeuge werden, soweit ich das richtig wiedergebe, 2027 hier ankommen. Auch bei den weiteren liegen wir im Zeitplan. Wenn wir jetzt in der Politik beginnen, Sand ins Getriebe zu streuen, wird das auch zu Diskussionen in den USA führen; das ist klar. Wir wissen, wie dieses Land auf gewisse, ich sage jetzt einmal, diffuse Signale aus der Schweiz reagiert.

Andrey Gerhard · Mit-M · Nationalrat · Freiburg · Grüne Fraktion

Kollege Hurter, Ihre Aussage vorhin machte mich gerade etwas stutzig. Sie sagten, dass F-35, Rafale oder Gripen alle etwa dasselbe seien. Wenn ich es richtig erinnere, ist der F-35 in dieser Aufzählung eigentlich das einzige Kampfflugzeug der fünften Generation. Sie haben aber auch noch etwas anderes gesagt: Diese hätten alle Tarnkappen. Stimmt das? Wollen Sie hier zu Protokoll geben, dass die Rafale eine Tarnkappe hat, genauso wie das beim F-35 der Fall ist?

Hurter Thomas · Mit-M · Nationalrat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Das habe ich so nicht gesagt. Sie haben gesagt, dass der F-35 ein Tarnkappenbomber oder so sei, glaube ich. Ich habe gesagt, das stimme nicht. Diese Flugzeuge sind Mehrzweckplattformen, das ist die richtige Aussage. Früher hat man jeweils separat Flugzeuge für den Erdkampf, für den Luftkampf, als Trainingsflugzeuge usw. beschafft. Die heutigen Flugzeuge sind multifunktional. Das ist eigentlich der Grund, weshalb ich gesagt habe, dass der F-35 kein speziell anderes Flugzeug als die anderen auf dem Markt ist. Ich muss hier aber nochmals erwähnen, dass er in der Evaluation als bestes Flugzeug abgeschlossen hat; das muss man immer wieder betonen. Kurz zusammengefasst ist festzuhalten, er ist aus sicherheitspolitischen Gründen die beste Wahl.

Jauslin Matthias Samuel · Mit-M · Nationalrat · Aargau · Grünliberale Fraktion

Ich werde hier die Zusammenfassung für die Grünliberale Fraktion machen. Zuallererst empfehlen wir, die Minderheitsanträge Gartmann und Tuena abzulehnen. Diese Verdoppelung und diese Verdreifachung machen zurzeit keinen Sinn. Der Bundesrat hat uns ziemlich glaubhaft ausgeführt, wie solche Systeme in Zukunft beschafft werden sollen und dass er, wenn es weitere Systeme bzw. andere Beschaffungen braucht, das entsprechend in einer weiteren Armeebotschaft aufführen wird.

Weiter empfehlen wir, beim Kredit zur Abwehr von Minidrohnen den Antrag der Minderheit Zryd abzulehnen,. Hier geht es um eine ganz wichtige Frage, hier geht es nämlich darum, wie Minidrohnen in Zukunft abgewehrt werden. Die Technologieentwicklung ist da noch nicht zu Ende; da ist man am Entwickeln. Was braucht es? Wo braucht es noch andere Instrumente? Wo braucht es andere abwehrfähige Waffen? Wo braucht es Systeme, die die Anforderungen effektiv erfüllen können? Hier hat uns der Bundesrat bezüglich den 70 Millionen Franken klar aufgezeigt, dass dieser Betrag im Moment ausreichend ist, um das aufzubauen.

Dasselbe gilt auch für den Fähigkeitsaufbau Weltraum. Zurzeit kann der Bundesrat in diesem Bereich gar nicht mehr Geld gebrauchen, weil man hier am Aufbau eines Systems ist, der noch Zeit braucht. Später - das wurde uns auch mitgeteilt - werden selbstverständlich noch weitere finanzielle Aspekte berücksichtigt werden müssen. Zurzeit aber stehen diese nicht zuoberst auf der Traktandenliste.

Dann zum Kredit für die Pistole 26: Hier muss ich sagen, dass die GLP-Fraktion sehr kritisch gegenüber dieser SIG P320 ist. In einem Bericht wurde auch ausgewiesen, dass sie nicht truppentauglich ist. Der Bundesrat und auch der Rüstungschef haben uns aber klar aufgezeigt, dass dieses Manko erkannt wurde und entsprechende Verbesserungen bereits im Tun sind und diese SIG P320 daher in Zukunft, wie bei verschiedenen Polizeikorps, durchaus als persönliche Schutzwaffe im Einsatz sein kann. Daher sehen wir diesen Kredit zwar ein bisschen kritisch, werden ihm aber dennoch zustimmen und dort der Mehrheit folgen.

Dann komme ich zur Munition, die jetzt die Mehrheit zusätzlich will, diesem Kredit von 500 Millionen Franken. Ich wiederhole meine Worte aus der Eintretensdebatte: Wir wollen pro investiertem Franken möglichst viel Sicherheit statt möglichst viel Schwarzpulver für viele Franken. Es geht hier wirklich darum: Es gibt eine Anzahl Waffensysteme, die gekauft werden, die dann im Einsatz sind; dazu hat die Armee gesagt, dass sie im Moment eine bestimmt Menge Munition brauche. Weiterer Munitionsbedarf wird selbstverständlich irgendeinmal in den weiteren Armeebotschaften aufgelistet werden, aber es macht wirklich keinen Sinn, diese Beträge bereits jetzt zu sprechen, vor allem, weil noch nicht klar ist, welche Systeme dann auch wirklich der Truppen übergeben werden.

Dann komme ich zu dieser Lärmsanierung, die ich bereits angetönt habe: Hier wird die GLP-Fraktion beiden Minderheiten folgen; zuerst wird sie die Minderheit I (Jauslin) und dann auch die Minderheit II (Seiler Graf) unterstützen. Wir möchten aber hier noch einmal Folgendes unterstreichen: Bitte stimmen Sie wenigstens dem Antrag der Minderheit I (Jauslin) zu; seien Sie bereit, diese paar zusätzlichen Millionen Franken zu sprechen und dem Bundesrat die Möglichkeit zu geben, in einer guten Art und Weise auch auf die Bedürfnisse der Bevölkerung innerhalb des Perimeters Meiringen einzugehen. Diese Unterstützung hat sie verdient, und diese Unterstützung ist wichtig.

Dann noch kurz zum F-35A: Hier möchte ich einfach noch einmal zusammenfassen, dass wir als GLP-Fraktion hinter diesem neuen Kampfflugzeug stehen. 30 Stück sind zurzeit vorgesehen; wir sind der Ansicht, dass die Reduktion auf diese Zahl die richtige Massnahme ist. Man wird uns noch davon überzeugen müssen, dass es zu wenig Flugzeuge sind. Wir glauben jedenfalls, dass der Bundesrat jetzt nicht einfach weitere Flugzeuge kaufen soll, sondern einen Marschhalt machen muss. Die Überlegungen müssen dahin gehen, ob nicht eine Zweiflottenstrategie ins Auge gefasst werden soll. Diese Zweiflottenstrategie darf aber nicht nur bemannte Flugzeug einbeziehen, sondern es müssen auch weitere Systeme mit berücksichtigt werden. Der Bundesrat hat uns in der SiK diesbezüglich zwischen den Zeilen mitgeteilt, dass er durchaus bereit sei, sich auf diese Überlegungen einzulassen. Daher ist es aus unserer Sicht wichtig, dass man hier nicht der Minderheit folgt, die jetzt diese Aufstockung um etwa 600 Millionen Franken will, sondern dass man hier den Bundesrat entsprechend walten lässt.

Grundsätzlich wird die GLP-Fraktion am Schluss diesem Rüstungsprogramm zustimmen, und wir vertrauen auch darauf, dass die Beschaffungen in gutem Treu und Glauben gemacht werden.

Page Pierre-André · P-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Le président (Page Pierre-André, président): Le groupe socialiste et le groupe UDC renoncent à s'exprimer.

Andrey Gerhard · Mit-M · Nationalrat · Freiburg · Grüne Fraktion

Kommen wir nun zu den einzelnen Bundesbeschlüssen in der Armeebotschaft 2026. Ich habe es bereits gesagt: Der Bundesrat fokussiert auf das militärisch Wahrscheinliche statt auf das Gefährliche. Drohnen, Cyberangriffe, hybride Bedrohungen - das sind die realen Risiken unserer Zeit. Insofern fühlen wir uns mit dem ersten Bundesbeschluss zu den Rüstungsvorhaben gehört. Wir fordern eine solche Priorisierung seit Jahren.

Jetzt kurz zu den einzelnen Anträgen: Wir verstehen den Minderheitsantrag Zryd, mit dem 120 statt 70 Millionen Franken für die Abwehr von Minidrohnen beantragt werden. Wir finden Mittel für die Drohnenabwehr grundsätzlich richtig. Das heisst, auch hier stimmt gewissermassen die Richtung.

Beim Minderheitsantrag Molina für mehr Mittel im Fähigkeitsaufbau für den Weltraum sind wir zurückhaltender, weil wir ganz grundsätzlich der Militarisierung des Weltraums skeptisch gegenüberstehen, auch wenn wir durchaus den sicherheitspolitischen Nutzen sehen.

Für beide Minderheitsanträge gilt aber dasselbe: Wir unterstützen sie nicht, denn sie enthalten keine Gegenfinanzierung. Unser Angebot wäre gewesen: Bei der "Pistole 26" kürzen - 50 Millionen Franken für einen Pistolenersatz, der erst in Jahren wirklich dringend wird. Dieses Geld hätte sich stattdessen tatsächlich in die Drohnenabwehr umleiten lassen. Das wäre finanziell neutral gewesen und eine reine Verschiebung innerhalb des Budgets. Was wir jetzt aber von der SiK-N auf dem Tisch haben, ist insgesamt eine Netto-Mehrausgabe im Rüstungsprogramm, und das ist nicht akzeptabel. Das Rüstungsbudget für das Jahr 2026 ist bereits ausserordentlich hoch. Die Kommissionsmehrheit will jetzt aber obendrauf noch 500 Millionen Franken für Munition und indirekte Feuerunterstützung. Das lehnen wir entschieden ab.

Unsere Haltung zu allen anderen Minderheitsanträgen, mit denen noch ein paar "Fantastilliarden" zusätzlich verlangt werden, dürfte Sie kaum überraschen. Auch diese lehnen wir entschieden ab.

J'en viens à l'arrêté fédéral 2 sur le programme immobilier du DDPS 2026.

Nous soutenons l'assainissement acoustique des aérodromes militaires et nous sommes prêts à aller plus loin, raison pour laquelle nous soutenons la proposition de la minorité I (Jauslin) et celle de la minorité II (Seiler Graf). Les habitants et habitantes d'Emmen, de Meiringen et de Payerne ont droit à une protection adéquate contre les nuisances sonores. L'acceptation sociale de l'armée dépend aussi du fait que la Confédération assume ses obligations envers la population civile.

Nous rejetons également les mesures de construction liées à l'acquisition du F-35A, à savoir les 89 millions de francs pour les infrastructures destinées à un avion dont nous considérons l'acquisition comme une erreur fondamentale. Si tant est qu'il faille les financer, ces travaux doivent l'être par le biais du budget d'acquisition du F-35A lui-même et non pas par le biais du programme immobilier.

Enfin, concernant l'arrêté fédéral 3 sur l'acquisition de l'avion de combat F-35A, nous rejetons purement et simplement le crédit supplémentaire pour son acquisition. Comme je l'ai expliqué tout à l'heure à l'appui de la non-entrée en matière, il n'y a jamais eu de prix fixe. La Commission de gestion l'a confirmé noir sur blanc la semaine dernière dans son rapport, et le Parlement a été systématiquement mal informé. Or, on nous demande aujourd'hui d'ajouter 394 millions de francs pour recevoir six avions de moins que prévu.

Ce n'est pas une bonne affaire pour la Suisse, raison pour laquelle nous avons rejeté cet arrêté fédéral.

Ich fasse noch kurz zusammen, wie sich die Grüne Fraktion verhalten wird. Wir erkennen zwar durchaus Handlungsbedarf an, was das Rüstungsprogramm betrifft, werden da aber nach wie vor ziemlich viel grundsätzlich ablehnen. Beim Immobilienprogramm kommt es darauf an, was sich mit der F-35-Zusatzfinanzierung ergibt; dementsprechend werden wir uns dann verhalten. Beim Bundesbeschluss 3 ist es, glaube ich, glasklar.

Theiler Heinz · Mit-M · Nationalrat · Schwyz · FDP-Liberale Fraktion

Ich habe Ihnen beim Eintreten die drei Massstäbe unserer Fraktion dargelegt: klare Prioritäten, gesicherte Finanzierung, starker Werkplatz. Daran gemessen positioniert sich die FDP-Liberale Fraktion zu den einzelnen Anträgen wie folgt.

Zum Bundesbeschluss 1 über das Rüstungsprogramm 2026: Auch wenn wir den Bedarf durchaus sehen, lehnen wir die Minderheitsanträge Gartmann und Tuena bei Artikel 2 Buchstaben a und b ab, ebenso den Antrag der Minderheit Golay für einen neuen Buchstaben j. Aufstockungen ohne Finanzierung sind keine Sicherheitspolitik, und die Beschaffung der bodengestützten Luftverteidigung kleinerer Reichweite ist bewusst gestaffelt. Weitere Tranchen folgen in den nächsten Armeebotschaften.

Bei der Minidrohnenabwehr, das ist Buchstabe c, folgen wir der Mehrheit und lehnen den Minderheitsantrag Zryd ab. Die 70 Millionen Franken sind evaluiert und entsprechen dem, was jetzt beschafft werden kann. Bei Innovationszyklen von wenigen Monaten wäre es falsch, heute Geld für Systeme auszugeben, die es noch gar nicht gibt. Der Aufbau erfolgt modular. Dasselbe gilt für den Fähigkeitsaufbau Weltraum, das ist Buchstabe e.

Zur Pistole 26 in Buchstabe h: Den Streichungsantrag der Minderheit Gaillard lehnen wir entschieden ab. Die Evaluation durch die Armasuisse war mehrstufig, alle sicherheitsrelevanten Anforderungen sind erfüllt. Die festgestellten Mängel werden vor Vertragsunterzeichnung behoben, und was diese Beschaffung für den Werkplatz Schweiz bedeutet, habe ich Ihnen beim Eintreten dargelegt.

Beim neuen Buchstaben i unterstützen wir den Antrag der Kommissionsmehrheit auf 500 Millionen Franken für Munition für die Luftverteidigungssysteme und für die indirekte Feuerunterstützung auf mittlere Distanz. Diese sind kein Wunsch, sondern eine Voraussetzung dafür, dass die bereits beschlossenen Systeme im Ernstfall durchhalten.

Zum Bundesbeschluss 2 über das Immobilienprogramm VBS 2026: Bei Artikel 2 Buchstabe b, der Lärmsanierung, folgen wir der Kommissionsmehrheit und dem Ständerat. Massstab ist die gesetzliche Pflicht nach der Lärmschutzverordnung. Eine Ausweitung darüber hinaus würde neue Ungleichbehandlungen schaffen.

Bei Buchstabe e lehnen wir die Kürzung und die Streichung ab. Die Bauarbeiten in Payerne laufen seit 2024. Wer hier den Kredit verweigert, produziert Bauruinen und schränkt die Einsatzfähigkeit der Luftwaffe ein. Gespart wird dabei nichts.

Zum Bundesbeschluss 3, zum Zusatzkredit für die F-35A: Zum GPK-Bericht habe ich beim Eintreten das Nötige gesagt. Die Aufarbeitung ist richtig, die Empfehlungen sind umzusetzen, aber der Bericht stellt weder das Flugzeug noch den militärischen Bedarf infrage. In der Detailberatung geht es um die Stückzahl. Die FDP-Liberale Fraktion beantragt Ihnen, der Minderheit Hurter Thomas zu folgen, die 36 statt 30 Flugzeuge möchte. Der Bundesrat sagt es selbst: 36 Flugzeuge seien das militärische Minimum, um den Luftbetrieb in allen Lagen sicherzustellen. Eigentlich wären 55 bis 70 Maschinen nötig. Wir reden hier also nicht über einen Ausbau, sondern darüber, ob wir das Minimum unterschreiten wollen. Die Differenz von 650 Millionen Franken ist beziffert: rund 100 Millionen Franken pro Flugzeug im aktuellen Los. Das Volk hat 2020 Ja zu einer glaubwürdigen Luftverteidigung mit neuen Kampfflugzeugen gesagt, nicht Ja zu einer Flotte, die schon am Tag der Auslieferung zu klein ist. Die Budgethoheit für Zusatzkredite liegt nach dem Finanzhaushaltgesetz beim Parlament. Nutzen wir sie dort, wo es zählt: beim Rückgrat unserer Luftverteidigung.

Bei Artikel 3a folgen wir dem Ständerat und lehnen die Streichung ab. Teuerungsbedingte Zusatzkredite nach Ausführung des Vorhabens abzurechnen, entspricht dem Finanzhaushaltgesetz. Gerade nach den Erfahrungen der letzten Monate braucht es hier klare Regeln statt Dauerdebatten.

Ich bitte Sie, den Anträgen der FDP-Liberalen Fraktion zu folgen.

Zybach Ursula · Mit-F · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion

Herr Kollege, Sie haben vorhin vom Rückgrat unserer Armee gesprochen. Ich glaube, das Rückgrat unserer Armee sind auch die Flugplätze in Meiringen, Payerne und Emmen.

Sie werden dem Antrag auf 500 Millionen Franken zusätzlich für Munition zustimmen, und Sie werden den Antrag auf rund 50 Millionen Franken für den Lärmschutz der Bevölkerung ablehnen. Können Sie mir sagen, wie Sie der Bevölkerung in Meiringen, Emmen und Payerne erklären, dass Sie nicht bereit sind, auf die Probleme, die auf diese zukommen werden - diese Probleme werden massiv sein, wie aus Studien aus anderen Ländern zu den Auswirkungen auf die Bevölkerung vor Ort hervorgeht -, mit entsprechenden Massnahmen zu reagieren? Wie erklären Sie, dass Sie dazu nicht bereit sind? Diese Menschen bilden das Rückgrat unserer Armee, indem sie diese Flugplätze bei sich haben. (Zwischenruf des Präsidenten: Wir haben die Frage verstanden, Frau Zybach.) Wie erklären Sie das?

Theiler Heinz · Mit-M · Nationalrat · Schwyz · FDP-Liberale Fraktion

Vielen Dank für Ihre Fragen. Es ist ja nicht so, dass wir nichts machen. Wir sind daran, die Lärmschutzverordnungen einzuhalten; wir halten sie ein. Wir tun alles, was nötig ist, um diese Flugplätze gemäss den gesetzlichen Vorgaben auszurüsten, und wir ergreifen Lärmschutzmassnahmen, um zum Beispiel die Umgebung mit Lärmschutzfenstern auszurüsten.

Tuena Mauro · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Kollege Theiler, heute haben wir 24 Systeme kleinerer Reichweite für den Objektschutz. In der Armeebotschaft ist neu vorgesehen, dass es nur noch 8 Systeme sein werden. Sie und die Mehrheit unterstützen das. Sie haben vorhin gesagt, dass irgendwann weitere Systeme folgen werden. Wie wollen Sie diese Objekte in den nächsten Jahren schützen? Es geht ja ewig, bis diese weiteren Schritte kommen.

Theiler Heinz · Mit-M · Nationalrat · Schwyz · FDP-Liberale Fraktion

Vielen Dank, Herr Tuena, für die Frage. Wir sind bei Ihnen; wir brauchen mehr Systeme - unbedingt. Es geht jetzt in einem ersten Schritt darum, eine grosse Stückzahl zu erhalten, um ausbilden und nachher weiter vervielfachen zu können. Wir können nachher mehr bestellen. Es ist auch so, dass die Rüstungsindustrie im Moment nicht bereit ist, mehr Systeme zu liefern. Wir machen das etappenweise, und so werden wir in der Zukunft besser ausgerüstet sein.

Nause Reto · Mit-M · Nationalrat · Bern · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Lassen Sie doch die Armee, das VBS endlich einmal arbeiten. Sie alle haben heute festgestellt, man habe die Prioritäten klar gesetzt, man habe sich klar auf die wahrscheinlichsten Bedrohungen ausgerichtet. Dann ist es nicht redlich, dieses Flugzeug im Nachhinein abschiessen zu wollen, denn die gefährlichste Bedrohung kommt aus der Luft - und daher braucht es ein Flugzeug.

Ich spreche aber auch zu Ihnen, liebe Kollegen auf der rechten Seite. Das VBS hat uns ein Armeeprogramm für 3,4 Milliarden Franken vorgelegt, und jetzt werden Anträge gestellt, dass man das auf 5,5 Milliarden Franken aufstocken, also fast verdoppeln sollte. Was bedeuten diese 5,5 Milliarden Franken? Der Bundeshaushalt umfasst, das hat Herr Tuena x-mal gesagt, 90 Milliarden Franken. Zwei Drittel davon sind gebunden, im nächsten Dezember wirklich verfügbar sind also 30 Milliarden Franken. 5,5 Milliarden sind fast 20 Prozent davon. Und im ungebundenen Bereich, Herr Tuena, ist die Aufgabe bei der Sicherheit angesiedelt. Wenn wir Ihre Anträge umsetzen würden, dann müssten wir bei der inneren Sicherheit kürzen, dann müssten wir beim Nachrichtendienst oder sonst wo kürzen - ich weiss aber auch nicht wo.

Sie wollen bei der Entwicklungshilfe kürzen - die können Sie abschaffen, es reicht nicht. Sie können den ganzen Asylbereich abschaffen - nein, den können Sie eben nicht abschaffen, weil es da noch gesetzliche Bindungen gibt, weil Sie sonst einfach den Kantonen die Mittel streichen. Aber auch das würde nicht reichen. Ich frage Sie: Wollen Sie die Landwirtschaft abschaffen? Auch das reicht nicht. Und wenn Sie die Bildung abschaffen wollen, dann können Sie das tun, aber sicher nicht mit uns.

Wir müssen die bundesrätliche Vorlage zur Armeefinanzierung endlich auf den Schlitten bringen. Diese beinhaltet einen verschuldungsfähigen Fonds, sie beinhaltet die Alimentierung mit 0,2 Mehrwertsteuerprozent, sie beinhaltet die Verwendung der Kreditreste von 500 Millionen Franken, und sie beinhaltet auch noch einen Haushaltsbeitrag. Wenn wir diese Aufgabe erledigt haben, Herr Tuena, können wir mit den Armeebotschaften 2027 und 2028 tatsächlich weitere Projekte stemmen.

Ich bitte Sie deshalb, der Linie des Bundesrates und des Ständerates zu folgen und Kürzungen und Aufstockungen abzulehnen.

Pfister Martin · BR-M · Bundesrat · Zug

Frau De Ventura hat ihrem Nationalratskollegen Götte gesagt, er solle nicht sie, sondern das VBS kritisieren. Ich kann Ihnen sagen, dass es zu den Kernkompetenzen des Chefs VBS gehört, kritisiert zu werden und darauf zu antworten.

Grundsätzlich ist einleitend zu sagen, dass die vorliegende Priorisierung nicht das militärisch Wünschbare, sondern das finanziell Machbare darstellt. Wir müssen uns an Letzterem orientieren. Hier unterscheidet sich die Schweiz grundlegend von vielen anderen Ländern, die alles beschaffen, was militärisch richtig wäre, koste es, was es wolle. Wir hingegen halten uns an die gegebenen Rahmenbedingungen und haben deshalb die entsprechenden Prioritäten gesetzt.

Ich nehme nun Stellung zu den verschiedenen Anträgen, die Verpflichtungskredite zu erhöhen und neu ins Rüstungsprogramm aufzunehmen, namentlich den Minderheiten Gartmann und Tuena, dem Mehrheitsantrag der Kommission sowie der Minderheit Gollay, die der Minderheit De Ventura gegenübersteht.

Im Bereich der bodengestützten Luftverteidigung mittlerer Reichweite sind bereits 1,66 Milliarden Franken vorgesehen, nämlich 660 Millionen Franken mit der Armeebotschaft 2024 und eine Milliarde Franken mit der Armeebotschaft 2026.

Wichtiger als höhere Verpflichtungskredite ist der vom Bundesrat verabschiedete Nachtrag II. Mit diesem können wir die Vorhaben aus der Armeebotschaft 2026 noch in diesem Jahr starten. Da es sich um den Fähigkeitsaufbau bei der bodengestützten Luftverteidigung bzw. den Fähigkeitserhalt bei der indirekten Feuerunterstützung auf mittlere Distanz handelt, sind die vom Bundesrat vorgelegten Beträge ausreichend. Die verlangten Aufstockungen von insgesamt rund 3,3 Milliarden Franken sind zwar aus militärischer Sicht begründet, aufgrund des finanziellen Rahmens 2026 jedoch finanzpolitisch nicht umsetzbar und gefährden damit auch andere in der Rüstungsplanung vorgesehene Vorhaben. Wir bitten Sie, die Anträge auf zusätzliche finanzielle Mittel abzulehnen bzw. der Minderheit De Ventura zu folgen.

Zum Minderheitsantrag Zryd auf eine Erhöhung des Beitrages für Minidrohnen: Die vom Bundesrat im Rüstungsprogramm vorgelegten 70 Millionen Franken sind ausreichend, um die geplanten Vorhaben zu realisieren. Der Fähigkeitsaufbau wird in den nächsten Jahren modular vorangetrieben, da die technologische Entwicklung rasch voranschreitet. Zur Abwehr von Minidrohnen werden voraussichtlich bereits in der Armeebotschaft 2027 erneut Verpflichtungskredite beantragt. Ich bitte Sie deshalb, mit Blick in die Zukunft, den Minderheitsantrag Zryd abzulehnen.

Dann zur Minderheit Molina bezüglich des Fähigkeitsaufbaus Weltraum: Dieser erfolgt schrittweise gemäss der Gesamtkonzeption Weltraum, die wir dieses Jahr vorgelegt haben. Der erste Ausbauschritt umfasst das Projekt Alpstar der European Space Agency, einen Prototypen eines Radaraufklärungssatelliten und die notwendige Bodeninfrastruktur in der Schweiz; darauf hat Herr Molina hingewiesen. Diese erste Phase dauert sechs Jahre und kann mit den beantragten 30 Millionen Franken umgesetzt werden.

Für den weiteren Fähigkeitsaufbau bis Mitte der 2030er-Jahre sind zusätzliche Investitionen vorgesehen. Dadurch werden auch die technologischen Fortschritte der nächsten Jahre adäquater berücksichtigt. Ein höherer Verpflichtungskredit würde durchaus mehr Flexibilität generieren, dazu müssten jedoch die entsprechenden Mittel vorliegen. Diese dürfen nicht zulasten eines anderen Vorhabens gehen. Ich bitte Sie deshalb, den Minderheitsantrag Molina abzulehnen.

Ich komme zum Minderheitsantrag Gaillard bezüglich der Pistolen. Der aktuelle Pistolenbestand reicht noch für vier Jahre, und deswegen müssen wir nun die Beschaffung der neuen Pistole 26 in Angriff nehmen. Die Versorgung der aktuellen Pistole 75 mit Ersatzteilen ist bereits heute sehr schwierig und kostenintensiv. Die Produktion können wir nicht erst dann hochfahren, wenn wir keine Pistole mehr haben. Unter den evaluierten Modellen weist die gewählte Pistole 26 tiefere Lebenswegkosten auf, und sie hat eine höhere Schweizer Wertschöpfung. Darauf haben verschiedene Votanten hingewiesen. Dies ist auch im Sinne der rüstungspolitischen Strategie des Bundesrates und erhöht die Versorgungssicherheit. Die Pistole hat keine Schwächen bei der Sicherheit, sondern Optimierungspotenzial bei der Ergonomie und der Komponentenrobustheit. Dies wird noch verbessert und nachqualifiziert. Erst dann wird der Beschaffungsvertrag unterzeichnet. Ich bitte Sie deshalb, auch diesen Antrag abzulehnen.

Nun komme ich zu den Anträgen der Minderheiten Jauslin und Seiler Graf im Immobilienprogramm bezüglich der Lärmsanierungen der Militärflugplätze, die eine Erhöhung um 21 bzw. 58 Millionen Franken fordern.

Mit dem vom Bundesrat beantragten Kredit können das geltende Umweltschutzgesetz und die Lärmschutzverordnung eingehalten werden. Wir machen hier nicht Dienst nach Vorschrift, Herr Nationalrat Jauslin, sondern wir halten das Gesetz ein, und dazu ist der Bundesrat angehalten. Natürlich würde uns die Erhöhung des Kredites mehr Spielraum geben und auch die Akzeptanz in diesen Gebieten verbessern. Es gibt zwei unterschiedliche Perimeter, Sie haben darauf hingewiesen. Auf der einen Seite geht es darum, dort nochmals Fenster neu einzubauen, wo das bereits früher erfolgt ist. Das widerspricht zwar der Verordnung, würde aber die Akzeptanz bei diesen Leuten erhöhen und wäre ein Zeichen zugunsten der am stärksten Betroffenen, nämlich jener Leute, die direkt um den Flugplatz herum wohnen, mit Kosten von rund 51 statt 30 Millionen Franken. Die Ausweitung des Perimeters mit einer einheitlichen Kostenbeteiligung des Bundes von 75 Prozent wäre eine sehr grosszügige Lösung mit Kosten von weiteren 37 Millionen Franken. Diese geht aber deutlich weiter als bei anderen Verkehrsinfrastrukturen.

Es ist eine politische Frage, wie weit man für Kampfflugzeuge vom geltenden Recht abweichen und eine Ausnahme machen will. Bei einer Annahme eines Minderheitsantrages müssten die zusätzlichen Mittel auch im Voranschlagskredit zusätzlich berücksichtigt werden. Ansonsten müsste das VBS wiederum finanzielle Mittel, die an anderen Orten vorgesehen sind, umpriorisieren.

Dann komme ich zum Antrag der Minderheit Seiler Graf auf Streichung des Zusatzkredits für die Bauten im Zusammenhang mit der Beschaffung des F-35A. Diese baulichen und technischen Massnahmen sind unabhängig von der Zahl der Kampfflugzeuge erforderlich. Die Zusatzkosten sind auf die markant verschlechterte sicherheitspolitische Lage in Europa sowie die starke Zunahme der Teuerung im Baugewerbe zurückzuführen. Es ist also nicht ein Fass ohne Boden, sondern eine Frage der veränderten Rahmenbedingungen. Hinzu kommen aufgrund der sich verschärfenden geopolitischen Lage weitere Sicherheitsauflagen beim Bau von sicherheitsrelevanter Infrastruktur, die ebenfalls zu Mehrkosten führen. Das wäre unabhängig vom Typ auch bei anderen Flugzeugen der Fall. Ich bitte Sie, auch diesen Antrag abzulehnen.

Dann komme ich zum Antrag der Minderheit Hurter auf eine Erhöhung des Zusatzkredits um 650 Millionen Franken für den Kauf von 36 F-35-Kampfflugzeugen.

Sie haben darauf hingewiesen: Angesichts der Bedrohungslage bräuchte es aus einer sicherheitspolitischen Betrachtung heraus eigentlich 55 bis 70 moderne Kampfflugzeuge. Der Bundesrat hat sich aber ganz bewusst dafür entschieden, den Entscheid der Stimmbevölkerung und das damit verbundene Finanzvolumen von 6 Milliarden Franken zu respektieren. Deshalb verzichtete der Bundesrat darauf, wie ursprünglich geplant, 36 Kampfflugzeuge zu beschaffen. Es soll innerhalb des Finanzvolumens die maximal mögliche Anzahl an Kampfflugzeugen beschafft werden.

Der vom Bundesrat beantragte Zusatzkredit basiert auf dem Landesindex der Konsumentenpreise von 2018 und wurde auf den Stand von 2025 aufgerechnet. Ich bitte Sie, den Antrag der Minderheit Hurter abzulehnen. Hier besteht auch kein Zusammenhang mit einer möglichen Zweiflottenstrategie. Diese müsste ohnehin separat diskutiert und vor allem auch finanziert werden.

Ich komme noch zum Antrag der Minderheit Seiler Graf zu Artikel 3a, der vom Ständerat ergänzt wurde. Hier ist der Bundesrat derselben Meinung, dass man den Artikel streichen sollte, auch wenn inhaltlich verständlich ist, dass man den Zusatzkredit für teuerungsbedingte Mehrkosten nicht separat beantragen muss. Wenn man das möchte, müsste das aber im Finanzhaushaltgesetz neu geregelt werden. Das wären meine Antworten.

Zybach Ursula · Mit-F · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion

Herr Bundesrat, ich habe eine Frage zum Thema Lärm. Wir sind ja nicht das erste und einzige Land, das den F-35A irgendeinmal einführen wird. Es gibt auch Länder wie Italien und Norwegen. Können Sie uns schildern, was Norwegen für seine Bevölkerung macht? Diese wohnt ja nicht in so engen Bergtälern; dort sind die Flugplätze etwas weiter entfernt. Was macht Norwegen konkret für seine Bevölkerung?

Pfister Martin · BR-M · Bundesrat · Zug

Das kann ich Ihnen hier nicht im Detail schildern - ich müsste mich zuerst vertieft damit auseinandersetzen. Ich weiss jedoch, dass Norwegen ebenfalls verschiedenste Massnahmen für die Bevölkerung ergreift; das ist auch in anderen Ländern der Fall, wo der F-35A eingesetzt wird. Das hängt insbesondere auch mit den topografischen Verhältnissen zusammen. In Norwegen sind diese teilweise ähnlich wie in der Schweiz, und da kann man sicher Vergleiche anstellen.

Gaillard Benoît · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Sozialdemokratische Fraktion

Monsieur le conseiller fédéral, comment est-il possible de défendre un montant aussi faible pour l'adaptation de la protection contre le bruit, alors que des mesures de bruits réels avec de vrais avions n'ont pas été encore effectuées ? Quand ces mesures seront-elles effectuées ?

Pfister Martin · BR-M · Bundesrat · Zug

Wir haben die Empa beauftragt, in Payerne Lärmmessungen zu machen. Diese Messungen können verwendet werden. Sie wurden unter Standardbedingungen gemacht, es ist ganz wichtig, dass wir Messungen unter Standardbedingungen machen. Die Messungen können auf andere Gebiete extrapoliert werden, auch unter Berücksichtigung der Gebirgslandschaft in Meiringen. Wir haben solide Daten, um Lärmschutzmassnahmen vorzunehmen.

Weichelt Manuela · Mit-F · Nationalrat · Zug · Grüne Fraktion

Geschätzter Herr Bundesrat, beim Entwurf 2, Bundesbeschluss über das Immobilienprogramm VBS 2026, sehen wir, welche Probleme sich ergeben, wenn wir überall Konten im Zusammenhang mit dem F-35 haben. Meine Frage ist folgende: Sind Sie bereit, sämtliche Kosten im Zusammenhang mit dem F-35 auf einem bis maximal zwei Konten zu verbuchen, damit gegenüber dem Parlament und gegenüber der Bevölkerung wirklich Transparenz besteht?

Pfister Martin · BR-M · Bundesrat · Zug

Hier haben wir vollständige Transparenz bezüglich der Immobilienkosten im Zusammenhang mit dem F-35. Wir können Ihnen diese auch separat ausweisen, wenn Sie das wünschen. Ich glaube, hier haben wir keinen Handlungsbedarf bezüglich der Transparenz - wäre dies der Fall, müssten Sie mir das anschliessend aufzeigen.

Tuena Mauro · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Herr Verteidigungsminister, ich komme nochmals auf den Objektschutz zurück, auf die acht Systeme, die Sie bestellt haben, gegenüber den 24 Systemen, die wir ersetzen müssen. Können Sie diesem Parlament, da mein Antrag eher keine Mehrheit finden dürfte, aufzeigen, bis wann wir die 24 System haben werden und wie der zeitliche Ablauf der Bestellung ist?

Pfister Martin · BR-M · Bundesrat · Zug

Das kann ich Ihnen nicht aus dem Kopf sagen, aber das haben wir in der Rüstungsplanung transparent gemacht, die wir Ihnen zusammen mit den Leitlinien vorgelegt haben. Das wird einige Jahre dauern. Ich glaube, wenn ich es richtig im Kopf habe, wird es bis 2037 oder 2038 dauern, also sehr lange.

Sie haben natürlich recht: Das ist eine Schlüsselkompetenz, bei der auch die Rüstungsbeschaffung in der Schweiz möglich ist - wir könnten diese Systeme in der Schweiz produzieren und wären auch in der Lage, diese Systeme relativ schnell zu beschaffen.

Roth David · Mit-M · Nationalrat · Luzern · Sozialdemokratische Fraktion

Herr Bundesrat, Sie begründen mitunter die tieferen Vorgaben bezüglich Schallschutz damit, dass militärischer Fluglärm besser akzeptiert sei als ziviler Fluglärm. Aber die empfundene Lautstärke ist bei acht Dezibel mehr fast doppelt so stark. Wenn ich in Emmen und rund um Emmen herumfrage, dann stelle ich fest, dass die Leute nicht ein höheres Verständnis haben. Der gesamte Gemeinderat wehrt sich für stärkere Lärmschutzmassnahmen.

Sind Sie bereit, das mit der Bevölkerung vor Ort noch einmal wirklich anzuschauen, ob man allenfalls auf diesen Entscheid zurückkommen sollte? Oder gibt es diese Möglichkeit nicht mehr, wenn sich das Parlament hier anders entscheidet?

Pfister Martin · BR-M · Bundesrat · Zug

Ich bin bereit, überall mit der Bevölkerung zu sprechen und mache das auch. In Emmen war ich noch nie, aber an anderen Orten war ich schon; das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass wir rechtliche Rahmenbedingungen haben, die wir einhalten möchten. Es ist auch wichtig, dass wir alle Betroffenen gleich behandeln. Natürlich, wenn mehr Mittel vorhanden wären, könnte man auch grosszügiger sein. Aber grundsätzlich halten wir bei Lärmschutzsanierungen die rechtlichen Rahmenbedingungen ein.

Gartmann Walter · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Ich versuche, die Kommissionsmeinung zusammenzufassen, da wir heute schon ziemlich lange diskutiert haben. Die Schwerpunkte sind die bodengestützte Luftverteidigung, die Drohnenabwehr, das Radar, die elektronische Kriegsführung, die Kommunikation, die Weltraumfähigkeiten und die neue Pistole.

In der Beratung der SiK-N wurde beantragt, das Programm um 500 Millionen Franken für zusätzliche Munition aufzustocken. Das Geld ist für Munition für die bodengestützte Luftverteidigung grösserer und mittlerer Reichweite sowie für Systeme der indirekten Feuerunterstützung auf mittlere Distanz vorgesehen. Die Kommissionsmehrheit beantragt Ihnen, den Verpflichtungskredit um 500 Millionen Franken für die zusätzliche Munition zu erhöhen. Entscheidend war für die Mehrheit die Durchhaltefähigkeit der Armee. Es genügt nicht, moderne Waffensysteme zu beschaffen. Im Ereignisfall müssen auch genügend Wirkmittel und Munitionsreserven zur Verfügung stehen.

Es stellt sich die Frage: Warum gerade jetzt? Munition kann nicht kurzfristig beschafft werden. Die Kommissionsmehrheit will verhindern, dass zwar moderne Systeme vorhanden sind, deren Durchhaltefähigkeit aber aufgrund ungenügender Munitionsbestände eingeschränkt bleibt.

Des Weiteren haben wir das Immobilienprogramm beraten. Die Mehrheit der SiK-N beantragt Zustimmung zu sämtlichen beantragten Vorhaben. Sie haben es vorhin schon gehört: Für die Lärmsanierung sind 30 Millionen Franken vorgesehen. Es wurden, wie Sie vorhin auch gehört haben, in der Kommission auch Erhöhungen beantragt, von 30 auf 51 Millionen und von 30 auf 88 Millionen Franken. Beide Anträge wurden abgelehnt.

Weiter wurde beantragt, auf den Zusatzkredit für die baulichen Massnahmen im Zusammenhang mit dem F-35 zu verzichten. Auch dieser Antrag wurde abgelehnt. Die Kommissionsmehrheit erachtet die vorgesehenen baulichen Massnahmen als notwendigen Bestandteil der Einführung des neuen Kampfflugzeugs. Der Antrag, auf diesen Zusatzkredit zu verzichten, wurde deshalb abgelehnt.

Weiter beantragt der Bundesrat einen Zusatzkredit von 394 Millionen Franken. Ziel ist, damit zumindest 30 F-35 beschaffen zu können und somit das von der Stimmbevölkerung genehmigte Finanzvolumen für die Flugzeugbeschaffung ausschöpfen zu können und einzuhalten. Die SiK-N lehnte einen Antrag auf Nichteintreten mit 17 zu 8 Stimmen bei 1 Enthaltung ab. Die Minderheit argumentierte insbesondere, der Zusatzkredit löse die grundlegenden finanziellen und beschaffungspolitischen Probleme nicht und die vorhandenen Mittel sollten dort eingesetzt werden, wo sie unmittelbar zusätzliche Sicherheit schaffen.

Die Kommissionsmehrheit beantragt Ihnen Eintreten. Sie ist sich der problematischen Kostenentwicklung bei dieser Beschaffung bewusst. Sie kommt jedoch zum Schluss, dass der Zusatzkredit notwendig ist, damit zumindest die 30 F-35 beschafft werden können. Ebenso ist die sicherheitspolitische Lage sehr ernst. Es lag auch ein Antrag vor, an der ursprünglich vorgesehenen Anzahl F-35 festzuhalten und dafür den Zusatzkredit um weitere 650 Millionen Franken zu erhöhen. Dieser Antrag wurde mit 13 zu 10 Stimmen bei 1 Enthaltung abgelehnt.

Die Kommission hat des Weiteren auch die Frage geprüft, ob ungeachtet der Kostenentwicklung an der ursprünglich vorgesehenen Zahl von 36 Flugzeugen festgehalten werden soll. Dazu wurde, wie vorhin erwähnt, ein Antrag gestellt, den wir in der Kommission abgelehnt haben.

Dann haben wir noch weitere, teuerungsbedingte Kosten. Der Ständerat hat die Vorlage damals ergänzt. Allfällige weitere Zusatzkreditbegehren aufgrund der störungsbedingten Mehrkosten beim F-35 sollen erst nach Ausführung des Vorhabens dem Parlament unterbreitet werden. In der SiK-N wurden Anträge gestellt, Artikel 3a zu ändern bzw. zu streichen. Diese fanden keine Mehrheit.

Die SiK-N nahm den Entwurf 3 zum Bundesbeschluss über die Beschaffung der Kampfflugzeuge F-35A schliesslich mit 16 zu 8 Stimmen bei 1 Enthaltung an. Nach Abwägung der verschiedenen Varianten beantragt Ihnen die Kommissionsmehrheit, dem Entwurf 3 und damit dem Zusatzkredit in Höhe von 394 Millionen Franken zuzustimmen. Die Kommission hat dem Entwurf 3 zum Bundesbeschluss über die Beschaffung der Kampfflugzeuge F-35A in der Gesamtabstimmung mit 16 zu 8 Stimmen bei 1 Enthaltung zugestimmt.

Barandun Nicole · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Je terminerai en vous informant brièvement des résultats de la discussion par article au sein de la commission.

À l'article 2 de l'arrêté 1, plusieurs propositions de minorités ont été déposées. À la lettre a, la majorité propose de maintenir le crédit d'engagement destiné à la défense sol-air de moyenne portée à 1 milliard de francs, la minorité Gartmann propose de porter ce crédit à 2 milliards. La majorité reconnaît la haute priorité de la défense sol-air, mais elle s'en tient à une planification globale qui est à la fois priorisée et finançable. En commission, cette proposition a été rejetée, par 15 voix contre 9 et 1 abstention.

À la lettre b, la majorité propose un crédit d'engagement de 800 millions de francs pour la défense sol-air de courte portée. La minorité Tuena propose de porter le crédit à 2,4 milliards de francs. La majorité partage l'objectif d'une protection efficace des objets. Elle souhaite toutefois procéder par étape. Cette proposition a été rejetée, par 17 voix contre 8.

À la lettre c, la majorité propose un crédit de 70 millions de francs pour la défense contre les mini-drones. La minorité Zryd propose de porter ce montant à 120 millions de francs. La majorité et la minorité considèrent que la défense contre les mini-drones est urgente. La majorité estime toutefois qu'un développement progressif est approprié. La proposition a été rejetée, par 10 voix contre 6 et 9 abstentions.

À la lettre e, la majorité propose un crédit de 30 millions de francs pour le développement des capacités spatiales. La minorité Molina propose de porter ce crédit à 50 millions de francs. La majorité reconnaît l'importance croissante des capacités spatiales pour l'établissement de la situation, le renseignement et les communications. Toutefois, le développement ultérieur est déjà prévu. La proposition a été rejetée, par 17 voix contre 5 et 3 abstentions.

À la lettre h, la majorité propose d'approuver un crédit d'engagement de 50 millions de francs pour le pistolet 26. La minorité Gaillard Benoît propose de supprimer ce crédit. Elle invoque des questions techniques ainsi que le fait que le stock de pistolets 75 devrait suffire pendant environ 4 ans. La majorité relève que le pistolet 75 est en service depuis près de 50 ans et que l'approvisionnement en pièces de rechange devient toujours plus difficile. Le pistolet 26 sera produit partiellement en Suisse. Les questions techniques soulevées en commission, surtout les questions d'ergonomie, seront traitées au moyen de modifications garanties par le fournisseur. Un report n'est donc pas indiqué pour la majorité. La proposition a été rejetée, par 17 voix contre 8.

À la lettre i, la majorité propose d'introduire un nouveau crédit d'engagement de 500 millions de francs pour de la munition destinée au système de défense sol-air. La minorité De Ventura propose de supprimer ce crédit. La majorité entend renforcer de manière ciblée la capacité d'endurance. Des systèmes modernes sans réserve suffisante de munitions ne sont que partiellement efficaces en cas d'engagement. Compte tenu de la forte demande internationale, de capacités de production limitées et de délais de livraison prolongés, une acquisition en temps utile est nécessaire. La proposition a été adoptée, par 11 voix contre 9 et 4 abstentions.

À la lettre j, la majorité propose de rejeter le nouveau crédit proposé pour l'appui de feu indirect de moyenne portée. La minorité Golay Roger propose un crédit d'engagement supplémentaire de 250 millions de francs à cette fin. La majorité ne conteste pas l'importance de l'artillerie, elle estime toutefois qu'une acquisition supplémentaire de systèmes doit d'abord être intégrée dans la planification globale. La proposition a été refusée par 16 voix contre 9.

À l'article 2 lettre b de l'arrêté 2, la majorité propose de maintenir le crédit d'engagement destiné à l'assainissement acoustique des aérodromes militaires à 30 millions de francs. La minorité I (Jauslin) propose de porter ce crédit à 51 millions de francs. Il s'agirait notamment de remplacer les fenêtres antibruit déjà installées dans les bâtiments les plus exposés. La minorité II (Seiler Graf) propose de porter le crédit à 88 millions de francs et d'étendre en outre le périmètre des mesures de protection contre le bruit. La majorité relève que le crédit proposé permet de satisfaire aux exigences légales. Des mesures allant au-delà du cadre juridique actuel devraient être appliquées selon les mêmes critères à l'ensemble des aérodromes militaires concernés. La majorité propose donc de maintenir le montant de 30 millions. Les propositions ont été rejetées en commission, par 15 voix contre 10, pour la première, et, par 16 voix contre 9, pour la seconde.

À la lettre e, la majorité propose un crédit d'engagement de 89 millions de francs pour les mesures de construction liées à l'acquisition de l'avion de combat F-35A. La minorité Seiler Graf propose de supprimer ce crédit. La majorité relève que les mesures de construction sont directement liées à l'acquisition de l'avion. Sans infrastructure sûre et appropriée, l'avion ne peut pas être exploité. La proposition a été rejetée, par 17 voix contre 8.

À l'article 2a de l'arrêté 3, la majorité propose un crédit additionnel de 394 millions de francs. La minorité Hurter Thomas propose un crédit additionnel de 1,044 milliard. Cette proposition vise à permettre l'acquisition de 36 avions F-35A à la place de 30. La majorité relève que l'acquisition de 36 avions serait souhaitable du point de vue militaire, mais elle doit respecter le cadre financier fixé par le peuple et le Parlement. La proposition a été rejetée, par 13 voix contre 10 et 1 abstention.

Au vote sur l'ensemble, la commission propose d'adopter les trois arrêtés fédéraux. Elle a adopté l'arrêté 1, par 16 voix contre 3 et 6 abstentions ; l'arrêté 2, par 17 voix contre 0 et 8 abstentions ; l'arrêté 3, par 16 voix contre 8 et 1 abstention.

Page Pierre-André · P-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

1. Bundesbeschluss über das Rüstungsprogramm 2026

1. Arrêté fédéral sur le programme d'armement 2026

Detailberatung - Discussion par article

Titel und Ingress, Art. 1

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Titre et préambule, art. 1

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des États

Angenommen - Adopté

Art. 2

Antrag der Mehrheit

Einleitung, Bst. a-h

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Bst. i

i. Munition für die Systeme BODLUV GR, BODLUV MR, System indirekte Feuerunterstützung auf mittlere Distanz ... 500

Antrag der Minderheit

(Gartmann, Addor, Bischof Edgar, Golay, Heimgartner, Hurter Thomas, Schnyder Markus, Tuena)

Bst. a

a. ... 2000

Antrag der Minderheit

(Tuena, Addor, Bischof Edgar, Gartmann, Golay, Götte, Heimgartner, Hurter Thomas, Schnyder Markus)

Bst. b

b. ... 2400

Antrag der Minderheit

(Zryd, De Ventura, Gaillard, Molina, Seiler Graf)

Bst. c

c. ... 120

Antrag der Minderheit

(Molina, De Ventura, Gaillard, Seiler Graf, Zryd)

Bst. e

e. ... 50

Antrag der Minderheit

(Gaillard, Andrey, Chollet, Molina, Schmaltz, Seiler Graf, Zryd)

Bst. h

Streichen

Antrag der Minderheit

(De Ventura, Andrey, Chollet, Gaillard, Jauslin, Molina, Schmaltz, Seiler Graf, Zryd)

Bst. i

Streichen

Antrag der Minderheit

(Golay, Addor, Bischof Edgar, Heimgartner, Schnyder Markus)

Bst. j

j. Indirekte Feuerunterstützung auf mittlere Distanz (Fähigkeitsbereich "Wirkung gegen Ziele am Boden") ... 250

Art. 2

Proposition de la majorité

Introduction, let. a-h

Adhérer à la décision du Conseil des États

Let. i

i. Munition pour les systèmes DSA LP, DSA MP, systèmes d'appui de feu indirect de portée moyenne , ... 500

Proposition de la minorité

(Gartmann, Addor, Bischof Edgar, Golay, Heimgartner, Hurter Thomas, Schnyder Markus, Tuena)

Let. a

a. ... 2000

Proposition de la minorité

(Tuena, Addor, Bischof Edgar, Gartmann, Golay, Götte, Heimgartner, Hurter Thomas, Schnyder Markus)

Let. b

b. ... 2400

Proposition de la minorité

(Zryd, De Ventura, Gaillard, Molina, Seiler Graf)

Let. c

c. ... 120

Proposition de la minorité

(Molina, De Ventura, Gaillard, Seiler Graf, Zryd)

Let. e

e. ... 50

Proposition de la minorité

(Gaillard, Andrey, Chollet, Molina, Schmaltz, Seiler Graf, Zryd)

Let. h

Biffer

Proposition de la minorité

(De Ventura, Andrey, Chollet, Gaillard, Jauslin, Molina, Schmaltz, Seiler Graf, Zryd)

Let. i

Biffer

Proposition de la minorité

(Golay, Addor, Bischof Edgar, Heimgartner, Schnyder Markus)

Let. j

j. appui de feu indirect à moyenne distance (domaine de capacités "Effet contre des cibles au sol") ... 250

Abstimmung

Bst. a - Let. a

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Mehrheit ... 130 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit ... 62 Stimmen

(1 Enthaltung)

Abstimmung

Bst. b - Let. b

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Mehrheit ... 131 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit ... 62 Stimmen

(1 Enthaltung)

Abstimmung

Bst. c - Let. c

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Mehrheit ... 153 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit ... 41 Stimmen

(0 Enthaltungen)

Abstimmung

Bst. e - Let. e

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Mehrheit ... 155 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit ... 38 Stimmen

(3 Enthaltungen)

Abstimmung

Bst. h - Let. h

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Mehrheit ... 132 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit ... 63 Stimmen

(1 Enthaltung)

Abstimmung

Bst. i - Let. i

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Minderheit ... 104 Stimmen

Für den Antrag der Mehrheit ... 91 Stimmen

(1 Enthaltung)

Abstimmung

Bst. j - Let. j

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Minderheit ... 63 Stimmen

Dagegen ... 132 Stimmen

(1 Enthaltung)

Übrige Bestimmungen angenommen

Les autres dispositions sont adoptées

Abstimmung

Art. 2

Ausgabenbremse - Frein aux dépenses

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Ausgabe ... 185 Stimmen

(Einstimmigkeit)

(12 Enthaltungen)

Das qualifizierte Mehr ist erreicht

La majorité qualifiée est acquise

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Art. 3, 4

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des États

Angenommen - Adopté

Abstimmung

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Entwurfes ... 170 Stimmen

Dagegen ... 22 Stimmen

(4 Enthaltungen)

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2. Bundesbeschluss über das Immobilienprogramm VBS 2026

2. Arrêté fédéral sur le programme immobilier du DDPS 2026

Detailberatung - Discussion par article

Titel und Ingress, Art. 1

Antrag FK-N/SiK-N

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Titre et préambule, art. 1

Proposition CdF-N/CPS-N

Adhérer à la décision du Conseil des États

Angenommen - Adopté

Art. 2

Antrag der Mehrheit FK-N/Mehrheit SiK-N

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Antrag der Minderheit FK-N

(Wermuth, Andrey, Bullakaj, Chollet, Fehlmann Rielle, Kälin, Wyss, Zybach)

Bst. e

e. ... 9

Antrag der Minderheit I SiK-N

(Jauslin, Andrey, Chollet, De Ventura, Gaillard, Molina, Schmaltz, Seiler Graf, Zryd)

Bst. b

b. ... 51

Antrag der Minderheit II SiK-N

(Seiler Graf, Andrey, Chollet, De Ventura, Gaillard, Jauslin, Molina, Schmaltz, Zryd)

Bst. b

b. ... 88

Antrag der Minderheit SiK-N

(Seiler Graf, Andrey, Chollet, De Ventura, Gaillard, Molina, Schmaltz, Zryd)

Bst. e

e. Streichen

Art. 2

Proposition de la majorité CdF-N/majorité CPS-N

Adhérer à la décision du Conseil des États

Proposition de la minorité CdF-N

(Wermuth, Andrey, Bullakaj, Chollet, Fehlmann Rielle, Kälin, Wyss, Zybach)

Let. e

e. ... 9

Proposition de la minorité I CPS-N

(Jauslin, Andrey, Chollet, De Ventura, Gaillard, Molina, Schmaltz, Seiler Graf, Zryd)

Let. b

b. ... 51

Proposition de la minorité II CPS-N

(Seiler Graf, Andrey, Chollet, De Ventura, Gaillard, Jauslin, Molina, Schmaltz, Zryd)

Let. b

b. ... 88

Proposition de la minorité CPS-N

(Seiler Graf, Andrey, Chollet, De Ventura, Gaillard, Molina, Schmaltz, Zryd)

Let. e

Biffer

Abstimmung

Bst. b - Let. b

Erste Abstimmung - Premier vote

Für den Antrag der Mehrheit FK-N/Mehrheit SiK-N ... 109 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit I SiK-N ... 84 Stimmen

(2 Enthaltungen)

Abstimmung

Zweite Abstimmung - Deuxième vote

Für den Antrag der Mehrheit FK-N/Mehrheit SiK-N ... 114 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit II SiK-N ... 78 Stimmen

(2 Enthaltungen)

Abstimmung

Bst. e - Let. e

Le président (Page Pierre-André, président): Le vote sur la proposition de la minorité CdF-N (Wermuth) vaut également pour l'article 2a du projet 3.

Erste Abstimmung - Premier vote

Für den Antrag der Mehrheit FK-N/Mehrheit SiK-N ... 131 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit FK-N ... 63 Stimmen

(1 Enthaltung)

Abstimmung

Zweite Abstimmung - Deuxième vote

Für den Antrag der Mehrheit FK-N/Mehrheit SiK-N ... 130 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit SiK-N ... 63 Stimmen

(1 Enthaltung)

Übrige Bestimmungen angenommen

Les autres dispositions sont adoptées

Abstimmung

Art. 2

Ausgabenbremse - Frein aux dépenses

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Ausgabe ... 187 Stimmen

(Einstimmigkeit)

(9 Enthaltungen)

Das qualifizierte Mehr ist erreicht

La majorité qualifiée est acquise

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Art. 3-6

Antrag FK-N/SiK-N

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Proposition CdF-N/CPS-N

Adhérer à la décision du Conseil des États

Angenommen - Adopté

Abstimmung

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Entwurfes ... 131 Stimmen

Dagegen ... 59 Stimmen

(4 Enthaltungen)

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3. Bundesbeschluss über die Beschaffung der Kampfflugzeuge F-35A

3. Arrêté fédéral sur l'acquisition de l'avion de combat F-35A

Detailberatung - Discussion par article

Titel und Ingress, Ziff. I Einleitung

Antrag FK-N/SiK-N

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Titre et préambule, ch. I introduction

Proposition CdF-N/CPS-N

Adhérer à la décision du Conseil des États

Angenommen - Adopté

Art. 2a

Antrag der Mehrheit FK-N/Mehrheit SiK-N

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Antrag der Minderheit FK-N

(Wermuth, Andrey, Bullakaj, Chollet, Fehlmann Rielle, Kälin, Wyss, Zybach)

... ein Zusatzkredit in der Höhe von 474 Millionen Franken ...

Antrag der Minderheit SiK-N

(Hurter Thomas, Bischof Edgar, de Quattro, Gartmann, Golay, Götte, Heimgartner, Riniker, Schnyder Markus, Theiler, Tuena)

... ein Zusatzkredit in der Höhe von 1044 Millionen Franken ...

Art. 2a

Proposition de la majorité CdF-N/majorité CPS-N

Adhérer à la décision du Conseil des États

Proposition de la minorité CdF-N

(Wermuth, Andrey, Bullakaj, Chollet, Fehlmann Rielle, Kälin, Wyss, Zybach)

... un montant de 474 millions de francs.

Proposition de la minorité CPS-N

(Hurter Thomas, Bischof Edgar, de Quattro, Gartmann, Golay, Götte, Heimgartner, Riniker, Schnyder Markus, Theiler, Tuena)

... un montant de 1044 millions de francs.

Le président (Page Pierre-André, président): Nous nous sommes déjà prononcés sur la proposition de la minorité CdF-N (Wermuth), à l'article 2 lettre e du projet 2.

Abstimmung

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Mehrheit FK-N/SiK-N ... 102 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit SiK-N ... 89 Stimmen

(3 Enthaltungen)

Abstimmung

Ausgabenbremse - Frein aux dépenses

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Ausgabe ... 181 Stimmen

Dagegen ... 2 Stimmen

(13 Enthaltungen)

Das qualifizierte Mehr ist erreicht

La majorité qualifiée est acquise

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Art. 3a

Antrag der Mehrheit FK-N/Mehrheit SiK-N

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Antrag der Minderheit SiK-N

(Seiler Graf, Andrey, Chollet, De Ventura, Gaillard, Molina, Schmaltz, Zryd)

Streichen

Art. 3a

Proposition de la majorité CdF-N/majorité CPS-N

Adhérer à la décision du Conseil des États

Proposition de la minorité CPS-N

(Seiler Graf, Andrey, Chollet, De Ventura, Gaillard, Molina, Schmaltz, Zryd)

Biffer

Abstimmung

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Mehrheit FK-N/Mehrheit SiK-N ... 131 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit SiK-N ... 63 Stimmen

(1 Enthaltung)

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Ziff. II

Antrag FK-N/SiK-N

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Ch. II

Proposition CdF-N/CPS-N

Adhérer à la décision du Conseil des États

Angenommen - Adopté

Abstimmung

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Entwurfes ... 128 Stimmen

Dagegen ... 62 Stimmen

(5 Enthaltungen)

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Le président (Page Pierre-André, président): Les conseils ayant pris des décisions concordantes, les trois projets sont définitivement adoptés.