BBl 1998 III 2760
Förderung des Images der Schweiz Bericht der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates vom 4. November 1997
#ST# 97.085
Förderung des Images der Schweiz Bericht der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates
vom 4. November 1997
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren,
wir unterbreiten Ihnen den Bericht der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates mit Anträgen zur Förderung des Images der Schweiz.
4. November 1997 Im Namen der Kommission Der Präsident: Ruffy
2760 1998-85
Bericht
l Ausgangslage Eine Analyse des gegenwärtigen Images der Schweiz in verschieden Staaten zeigt, dass das Erscheinungsbild der Schweiz in vielen Ländern nach wie vor intakt ist. Das Bild der Schweiz hat in den USA und einigen anderen Staaten wegen ihrer Rolle während und nach dem Zweiten Weltkrieg gelitten. Dies trifft insbesondere für die Kreise der Politik, der Medien sowie der Wirtschaft und der Finanzen zu. Deutliche Imageverluste sind aber auch in den westeuropäischen Staaten zu verzeichnen. Das Abseitsstehen der Schweiz im europäischen Integrationsprozess wird als mangelndes Engagement in der Staatengemeinschaft wahrgenommen. Ein differenziertes Verständnis der Gründe für die unterschiedliche Wahrnehmung des Bildes der Schweiz im Ausland ist deshalb Voraussetzung für eine auf verschiedene Zielgruppen und Regionen ausgerichtete, erfolgversprechende Imagepflege. Die Aussenpolitische Kommission des Nationalrates (APKN) befasste sich an ihrer Sitzung vom 778. April 1997 unter dem Titel «Das Image der Schweiz im Ausland <Regard des autres et image de soi>» mit dieser Thematik. Im Anschluss an ihre Diskussion beschloss die APKN die Einsetzung einer Subkommission mit dem Auftrag, sich über das Bild der Schweiz Gedanken zu machen und im Zuständigkeitsbereich von Regierung, Verwaltung und Parlament Anträge zu formulieren. 1
11 Mandat der Subkommission «Image» Gemäss ihrem Mandat 2 hatte die Subkommission «Image» folgenden Auftrag:
1 Unterstützung der schweizerischen Aussenpolitik durch die eidgenössischen
Räte In Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Departement für auswertige Angelegenheiten (EDA) sind die Chancen und Möglichkeiten der aussenpolitischen Unterstützung von Parlament zu Parlament und zu einer weiteren Öffentlichkeit durch die eidgenössischen Räte auszuleuchten und konkrete Vorschläge zu erarbeiten.
2 Koordination der Kommunikationsanstrengungen im Ausland
Die Subkommission schlägt nach Prüfung der gegenwärtigen Situation Verbesserungen in der Koordination der Kommunikationsanstrengungen im Ausland vor. Zudem sind die zu verstärkenden Aktionsfelder der Kommunikation zu definieren.
Die Subkommission «Image» hat am 28. April 1997 und am 21. Mai 1997 in Bern, am 1./2. Juli 1997 in La Neuveville sowie am 13. August 1997, am 27728. August 1997 und am 10. Oktober 1997 in Bern getagt. Das von der Subkommission «Image» an ihrer Sitzung vom 28. April 1997 erarbeitete Mandat wurde von der APKN anlässlich ihrer Sitzung vom 576. Mai 1997 gutgeheissen.
12 Zusammensetzung der Subkommission Mitglieder der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates: François Lâchât, Präsident der Subkommission Verena Grendelmeier François Loeb Peter Vollmer Hans Zbinden
Unter Beizug von: Botschafter Franz von Däniken, Politische Abteilung I, EDA Botschafter Rudolf Bärfuss, Politische Abteilung V, EDA Corinne Goetschel, «Corinne Goetschel Communications», Fachexpertin
2 Problemverständnis Die Subkommission war sich von Beginn weg bewusst, dass das Bild der Schweiz im Ausland primär von deren historischen und aktuellen Idealen, Werten, Traditionen und Leistungen geprägt wurde und geprägt wird; es eine Illusion wäre zu glauben, dass ein Bild (Image) losgelöst von den Ursachen, die zu seiner Verschlechterung geführt haben, korrigiert werden könnte;.
das Bild deshalb in seinem Grundgehalt durch gezielte oberflächliche und kurzfristige Kommunikationsmassnahmen nur beschränkt verändert werden kann;
der Pflege dieses Bildes im Medienzeitalter auch von Seiten des Staates vermehrte Aufmerksamkeit geschenkt, werden muss - nicht nur in Krisenzeiten - sondern fortwährend; die Imagepflege durch die gekonnte und umfassende Darstellung der eigenen Leistungen eine Daueraufgabe von Staat und Aussenpolitik ist (s. entsprechendes Postulat unter Ziff. 421); die eidgenössischen Räte durch ihre verstärkte Mitwirkung in der Aussenpolitik ebenfalls einen gebührenden Beitrag an die Imagepflege zu leisten haben.
3 Verstärkung der Ausstrahlung der Imageträger der Schweiz im Ausland 31 Unterstützung der schweizerischen Aussenpolitik durch die eidgenössischen Räte In einer Welt, die auf Vernetzungen basiert, ist es entscheidend, dass Netzwerke aufgebaut und genutzt werden. Sie bilden eine Vertrauensgrundlage für Gegenwart und Zukunft. Die Beziehungen mit dem Ausland sind deshalb zu fördern. Dazu gehören Kontakte mit dem Ausland und die Gastfreundschaft in der Schweiz, sowie die persönliche Betreuung von ausländischen Gästen. Es sollen durchaus auch unkonventionelle Wege der Kontaktpflege, wie z.B. ein Treffen einer interparlamentarischen Gruppe oder eine Sportveranstaltung, genutzt werden. Die parlamentarischen Aussenbeziehungen können hier in Ergänzung zu den diplomatischen Beziehungen der Regierung und insbesondere des EDA ein Beitrag sein.
311 Auch die eidgenössischen Räte und deren Mitglieder sind Imageträger Den Mitgliedern der eidgenössischen Räte kommt eine prägende Rolle bei der Imagepflege zu. Es bieten sich ihnen zahlreiche Möglichkeiten, auf verschiedenen Ebenen Kontakte und Beziehungsnetze zu knüpfen. Hier gilt es zu unterscheiden zwischen den institutionellen Beziehungen von Bundesrat und Parlament einerseits und den nicht institutionellen Beziehungen, wozu auch die persönlichen Kontakte zählen. Zu den derzeitigen institutionellen Beziehungen des Parlamentes gehören u.a. diejenigen der Ratspräsidenten, der Aussenpolitischen Kommissionen, der Parlamentarierdelegationen beim Europarat (ER), bei der EFTA und beim Europäischen Parlament (EFTA/EP), bei der Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), bei der Interparlamentarischen Union (IPU) sowie der schweizerischen Gruppe der Internationalen Versammlung der Parlamentarier französischer Sprache (AIPLF). Über offizielle Besuche im Ausland und über den offiziellen Empfang von ausländischen Gästen entscheiden die Büros von National- und Ständerat. In einem Milizsystem ist die Verfügbarkeit der Parlamentsmitglieder allerdings aus zeitlichen und finanziellen Gründen beschränkt. Dies macht sich auch bei der Wahrnehmung von Aussenkontakten bemerkbar. Zudem rotieren die Kommissionspräsidien alle zwei Jahre und die Ratspräsidien sogar jährlich, was eine Kontinuität in den Aussenbeziehungen des Parlaments zusätzlich erschwert. Im Bewusstsein, dass auch das Parlament Images vermittelt und ein eigentliches Koordinationsdefizit bei den Aussenkontakten der Parlamentarier besteht, wäre es deshalb zu begrüssen, wenn in diesem Bereich vermehrt Koordinationsarbeit geleistet werden könnte mit dem Ziel, den Aufbau eines parlamentarischen Beziehungsnetzes zu fördern und Schwerpunkte zu setzen. Auf Ad-hoc-Situationen soll flexibel reagiert werden können. Grundvoraussetzung dazu sind die nötigen Koordinationsmittel. Den Parlamentsdiensten sollte deshalb das Personal, das sich dieser Aufgabe widmen kann, und ein Budget zur Verfügung gestellt werden, das es ermöglicht, diesen Auftrag im Sinne der Weltoffenheit und Gastfreundschaft zu erfüllen. Sinnvoll wäre demnach die Schaffung einer «Gruppe für die Aussenbeziehungen des Parlaments», die diese Beziehungen fördern würde, und mit der Unterstützung der
Parlamentsdienste sowohl die Reisedestinationen von Schweizer Parlamentariern als auch den Empfang von ausländischen Gästen zu koordinieren hätte. Diese Gruppe wäre zusammengesetzt aus den Ratspräsidien sowie den Präsidien der APK, der Parlamentarierdelegationen ER, EFTA/EP, OSZE, IPU und der schweizerischen Gruppe der AIPLF. Eine Vertretung des EDA und gegebenenfalls weiterer Departemente wäre ebenfalls vorzusehen. Der Dienst für die Aussenbeziehungen des Parlaments sollte es übernehmen, eine Übersicht über die Aussenkontakte (der Kommissionen oder Parlamentarierdelegationen oder einzelner Ratsmitglieder) zu führen und zu aktualisieren.
312 Netzwerke besser nutzen und ausbauen Neben den von den eidgenössischen Räten bereits gepflegten Aussenkontakten gilt es, die persönlichen Kontakte innerhalb der folgenden Netzwerke besser zu nutzen:
Die Schweizer Parlamentsmitglieder haben die Möglichkeit, an den Fraktionssitzungen des Europäischen Parlaments teilzunehmen. Diese ausserordentliche Chance sollte wahrgenommen und eine regelmässige Teilnahme von Schweizer Parlamentarierinnen und Parlamentariern durch eine gezielte Entschädigung ermöglicht werden. Fraktionssitzungen sind Informationsquellen ersten Ranges und bieten auch die Gelegenheit, schweizerische Anliegen einzubringen. Zu prüfen wäre, ob die Kosten zwischen den eidgenössischen Räten und den politischen Parteien aufgeteilt werden könnten. Ein weiteres Netzwerk, das es zu nutzen gilt, ist dasjenige der «Internationalen». So sind z.B. die Liberale, die Christlich-Demokratische, die Sozialistische oder die Grüne Internationale parteipolitische Netzwerke auf höchster Ebene, an denen auch Präsidenten, Regierungschefs, Minister und Abgeordnete (potentielle künftige Regierungsmitglieder) zahlreicher Staaten teilnehmen. Wichtig wäre, wenn neben Parlamentsmitgliedern auch die Bundesräte an diesen Treffen teilnehmen würden. Ein interessantes und entwicklungsfähiges Netzwerk liegt auch im vermehrten Dialog mit den Parlamentarierinnen und Parlamentariern der Nachbarstaaten, der z.B. durch sogenannte «groupes d'amitié» gefördert werden könnte. Regelmässige Kontakte zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses sind in einer zunehmend vernetzten Welt nur von Vorteil.
313 Die Aussenbeziehungen des Parlaments als Ergänzung zu den diplomatischen Beziehungen des Bundesrates Die Aussenbeziehungen des Parlaments sind als Ergänzung und Unterstützung der diplomatischen Beziehungen des Bundesrates, insbesondere des EDA und gegebenenfalls weiterer Departemente zu verstehen. Der Informationsaustausch zwischen dem Parlament und dem EDA ist deshalb besonders wichtig. Dieser Informationsaustausch ist auch im Sinne von Artikel 47b"a des Geschäftsverkehrsgesetzes3 (GVG), der eine vermehrte Mitwirkung des Parlaments im Bereich der Aussenpolitik zum Ziel hat. Es sollte auf eine Abstimmung der Aussenbeziehungen vor allem in heiklen Fragen geachtet werden. Das Briefing von Parlamentsmitgliedern durch die Verwaltung ist im Zusammenhang mit Aussenkontakten als Instrument auszubauen. Es wäre sehr nützlich, wenn der Gedankenaustausch zwischen Vertretern der Schweizer Diplomatie und den Mitgliedern der eidgenössischen Räte auch im Rahmen der alljährlichen Botschafterkonferenz vermehrt gepflegt werden könnte.
Bundesgesetz vom 23. März 1962 über den Geschäftsverkehr der Bundesversammlung sowie über die Form, die Bekanntmachung und das Inkrafttreten ihrer Erlasse (SR 171.11).
32 Koordination der Kommunikationsanstrengungen im Ausland 321 Das Potential der Koordinationskommission für die Präsenz der Schweiz im Ausland (KOKO) Der KOKO4 kommt mit ihrem Auftrag, die Präsenz der Schweiz im Ausland zu koordinieren, auch in Imagefragen eine zentrale Rolle zu.5 Die Aussenpolitische Kommission stellte nach Anhörung der betroffenen Personen fest, dass die KOKO heute nicht in der Lage ist, ihre Aufgabe gemäss dem Auftrag zu erfüllen, der ihr im Gesetz und der entsprechenden Verordnung erteilt wird. Der Grund dafür sind vor allem die beschränkten finanziellen und personellen Mittel ihres Sekretariates. Diese Situation ist in den Augen der Kommission unbefriedigend. Sie schlägt deshalb vor, dass der Professionalisierung der KOKO und der Erarbeitung einer Gesamtkonzeption erste Priorität zukommen sollte. Der KOKO ist ein befristeter Leistungsauftrag zu erteilen, der es ihr erlaubt, einen Schwerpunkt in den Ländern zu setzen und zu koordinieren, in denen der Bedarf danach besteht, (s. die entsprechende Motion unter Ziff. 422).
322 Zu verstärkende Aktionsfelder der Kommunikation Es gibt eine Vielzahl von Aktionsfeldern, in denen die Kommunikation verstärkt werden muss. Zur Verbreitung des Images der Schweiz sollen alle Kommunikationswege offen stehen. Besondere Aufmerksamkeit ist den Massenmedien Fernsehen, Presse und Radio entgegenzubringen. Diese Informationsträger und die elektronischen Kommunikationsmittel (Videocassetten, CD-Rom, Internet usw.) befinden sich in einer rasanten Entwicklung, was den Medien vermehrt Einfluss und Macht verleiht. Die Kommission ist deshalb der Meinung, dass diese Kommunikationsmittel offensiver genutzt und unter ihnen Synergien geschaffen werden sollten. Als Beispiel sei hier auf Schweizer Radio International hingewiesen.
323 ' Schweizer Radio International Schweizer Radio International (SRI) versteht sich als Instrument der schweizerischen Aussenbeziehungen, als journalistisches Medium, das bestrebt ist, die Realitäten der Schweiz weltweit darzustellen. Entwicklungsmöglichkeiten für SRI bestehen in der Einrichtung eines Sâtellitenkanals, der ganz Nordamerika abdecken würde, und in der Einführung von Sendungen in russischer Sprache. Der Einfluss der audiovisuellen Medien wird heute zunehmend stärker. Es wäre deshalb wichtig,
Die KOKO ist eine Behördenkommission mit Entscheidbefugnissen. Die gesetzlichen Grundlagen der KOKO sind das Bundesgesetz vom 19. März 1976 über die Einsetzung einer Koordinationskommission für die Präsenz der Schweiz im Ausland (SR 194.1) sowie die Verordnung vom 20. Oktober 1976 über die Koordinationskommission für die Präsenz der Schweiz im Ausland (SR 194.11). Zu den Mitgliedern der KOKO gehören unter anderen die Schweizerische Kulturstiftung Pro Helvetia, die Schweizerische Zentrale für Handelsförderung (Osec), Schweiz Tourismus, die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) und Schweizer Radio International (SRI) sowie die Auslandschweizer-Organisation (ASO).
dass Schweizer Radio International auch auf dem Gebiet des Fernsehens aktiv werden könnte. 6 (s. die entsprechende Motion unter Ziff. 423).
324 Weitere Aktionsfelder Weitere Aktionsfelder lassen sich zur Förderung des Schweizer Images im Ausland nutzen. Hierzu gehören sämtliche Kulturveranstaltungen sowie Landes- und Weltausstellungen oder auch Sportereignisse, die besondere Gelegenheiten bieten, die Präsenz der Schweiz zu markieren. In beiden Bereichen spielt die KOKO eine massgebliche und anerkannte Rolle. Die Schweizer Schulen im Ausland, von Schweizer Professoren besetzte oder von Schweizer Unternehmen gesponserte Lehrstühle an ausländischen Universitäten sowie die Kulturzentren in Grossstädten wie Paris, Mailand und New York sind Plattformen unserer Landeswerbung und zeichnen sich alle durch ihren Verbreitungseffekt aus. Wichtig ist, dass die dafür gesprochenen Kredite aufrechterhalten werden, damit diese Einrichtungen ihre Aufgabe, über die Werte der Schweiz zu informieren und sie zu verbreiten, weiterhin wahrnehmen können. Stipendien und Austausch in den Bereichen Bildung, Ausbildung, Forschung und Kultur werden gefördert. Wichtige Imageträger sind auch die Auslandschweizer - über 550 000 an der Zahl -, die mit ihrer initiativen Haltung oder mit dem Erfolg ihrer Unternehmen zur Förderung dieser Werte und des positiven Schweizer Images beitragen. Es ist zu begrüssen, dass das Sekretariat der KOKO, der Auslandschweizerdienst des EDA und die Auslandschweizer-Organisation (ASO) zusammenarbeiten. Gleichwohl wäre es zu begrüssen, wenn diese Zusammenarbeit verstärkt würde und die Schweizer Bürgerinnen und Bürger im Ausland sowohl durch intensivere Kontakte, als auch bessere Information und Dokumentation in der Vermittlung des Images der Schweiz u.a. über den Auslandschweizerrat ermutigt und unterstützt würden.
4 Massnahmenkatalog Die Vorschläge zur Förderung des Images der Schweiz der Subkommission «Image» lassen sich in der Form der folgenden Empfehlungen und Anträge für Kommissionsvorstösse zusammenfassen:
41 Empfehlungen
Eine neu zu schaffende Gruppe für die Aussenbeziehungen des Parlaments fördert diese Beziehungen und koordiniert mit Unterstützung der Parlamentsdienste sowohl die Reisedestinationen von Schweizer Parlamentariern als auch den Empfang von. ausländischen Gästen (s. unter Ziff. 311)
Der Dienst für die Aussenbeziehungen des Parlaments soll es übernehmen, eine Übersicht über die Aussenkontakte (der Kommissionen oder Parlamentarier-
Siehe auch die von Herrn Nationalrat Cavadini eingereichte Interpellation (97.3180) «Schweizer Radio International. Bild der Schweiz im Ausland» vom 21. März 1997.
delegationen oder einzelner Ratsmitglieder) zu führen und zu aktualisieren, (s. unter Ziff. 311)
Die Möglichkeit zur Teilnahme an den Fraktionssitzungen des Europäischen Parlaments soll von den Mitgliedern der eidgenössischen Räte genutzt werden, (s. unter Ziff. 312)
Die internationalen Parteinetzwerke, wie z.B. die Liberale, die Christlich- Demokratische, die Sozialistische oder die Grüne Internationale sollen als Chance zum Kontakt und Gedankenaustausch wahrgenommen werden, (s. unter Ziff. 312)
Der Dialog mit den Parlamentarierinnen und Parlamentariern der Nachbarstaaten soll regelmässiger und intensiver gepflegt werden, (s. unter Ziff. 312) Beim Aufbau von Netzwerken durch die Mitglieder der eidgenössischen Räte sollen durchaus auch unkonventionelle Wege der Kontaktpflege, wie z.B. ein Treffen einer interparlamentarischen Gruppe oder eine Sportveranstaltung, genutzt werden, (s. unter Ziff. 31)
Das Briefing von Parlamentsmitgliedern durch die Verwaltung ist im Zusammenhang mit Aussenkontakten als Instrument auszubauen, (s. unter Ziff. 313) Je nach Thema der alljährlicher Botschafterkonferenz soll dieser Rahmen zu einem vermehrten Gedankenaustausch zwischen Vertretern der Schweizer Diplomatie und den Mitgliedern der eidgenössischen Räte genutzt werden können, (s. unter Ziff. 313)
Die Möglichkeiten, die Präsenz der Schweiz im Ausland zu markieren, sind zu nutzen. Die dafür gesprochenen Kredite sollen aufrechterhalten werden. Als Beispiele seien genannt (s. unter Ziff. 324):
Schweizer Schulen im Ausland Lehrstühle im Ausland Stipendien und Austausch in den Bereichen Bildung, Ausbildung, Forschung und Kultur Kulturzentren und Kulturveranstaltungen
Landes- und Weltausstellungen
Sportereignisse
Schweizer Bürgerinnen und Bürger im Ausland sollen sowohl durch intensivere Kontakte, als auch bessere Information und Dokumentation in der Vermittlung des Images der Schweiz ermutigt'und unterstützt werden, (s. unter Ziff. 324)
42 Parlamentarische Vorstösse 421 Die Förderung des Images der Schweiz ist eine permanente politische Aufgabe Vorstoss der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates Förderung des Images der Schweiz Wortlaut des Postulates: Die Förderung des Images der Schweiz ist eine permanente politische Aufgabe. Der Bundesrat wird deshalb beauftragt zu prüfen, ob die folgenden Massnahmen getroffen werden können:
1. Die Aufnahme des Themas «Image der Schweiz» im Bericht über die Legislaturplanung ' 1999-2003. 2. Eine jährliche Berichterstattung an die Aussenpolitischen Kommissionen zum Thema «Image der Schweiz».
422 Koordination der Kommunikationsanstrengungen im Ausland Vorstoss der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates Koordination der Kommunikationsanstrengungen im Ausland Wortlaut der Motion: Der Bundesrat wird beauftragt: 1. der Koordinationskommission für die Präsenz der Schweiz im Ausland (KOKO) einen Leistungsauftrag zu erteilen, der es ihr erlaubt, in jenen Ländern, wo es nötig ist, koordinierte Schwerpunktaktionen durchzuführen. 2. Gegebenenfalls ist das Sekretariat der KOKO finanziell und personnel zu verstärken.
423 Schweizer Radio International Vorstoss der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates Schweizer Radio International Wortlaut der Motion: Der Bundesrat wird beauftragt: 1. Schweizer Radio International (SRI) in seinen Bemühungen zur Erreichung einer ganz Nordamerika abdeckenden Satellitenübertragung zu unterstützen, 2. die Einführung von Sendungen in russischer Sprache zu ermöglichen und 3. den eidgenössischen Räten einen Entwurf für eine Revision des Bundesgesetzes über Radio und Femsehen vorzulegen, der es SRI erlaubt, auch auf dem Gebiet des Fernsehens aktiv zu werden.
Verschiedene Informationen Beilage
APK-N-Sitzungen, in welchen eine Diskussion über das Image der Schweiz stattgefunden hat:
7. und 8. April 1997: - Allgemeine Diskussion und Anhörung von Vertretern betroffener Institutionen; - Einsetzung der Subkommission «Image» 5. und 6. Mai 1997: Genehmigung des Mandates der Subkommission «Image» 9. September 1997: Vorprüfung des «Arbeitspapieres» der Subkommission «Image» 4. November 1997: Genehmigung des Berichtes
Anhörungen durch die APK-N am 1. und 8. April 1997:
H. Flavio Cotti, Bundesrat, Vorsteher des EDA H. Jakob Kellenberger, Staatssekretär, EDA H. Franz Blankart, Staatssekretär, EVD H. Thomas Litscher, EDA H. Marco Rossi, EDA (DEZA) H. Peter Regli, Divisionar, EMD H. Claude Borei, Sekretär der Koordinationskommission für die Präsenz der Schweiz im Ausland (KOKO) H. Yves Fricker, Professor an der Universität Genf H. Rolf Keller, Stv. Direktor, Pro Helvetia H. Ulrich Kündig, Direktor, Schweizer Radio International H. Martin Monsch, Direktor, Schweizerische Zentrale für Handelsförderung (OSEC)
Anhörungen durch die Subkommission «Image»: H. John Clerc, Stv. Generalsekretär der Bundesversammlung, am 2. Juli 1997 H. Klaus Jacobi, alt Staatssekretär, Präsident der Koordinationskommission für die Präsenz der Schweiz im Ausland (KOKO), am 13. August 1997
Teilnahme an der Botschafterkonferenz (18.-20. Aug. 1997)
Frau NR Grendelmeier, HH. NR Lâchât und Zbinden
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Förderung des Images der Schweiz Bericht der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates vom 4. November 1997
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Jahr 1998 Année Anno
Band 3 Volume Volume
Heft 20 Cahier Numero
Geschäftsnummer 97.085 Numéro d'affaire Numero dell'oggetto
Datum 26.05.1998 Date Data
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