33 I 483
33 I 483
Rubrum
innerer Grund, der eine derartige ausnahmsweise Behandlung der Nachlassstundung zu rechtsertigen vermöchte, Was aber den Wortlaut des Art. 297 anbetrifft, so lässt sich ungezwungen der Ausdruck „eine Betreibung anheben oder fortsetzen“ (« exercer une poursuite ») als gleichbedeutend auffassen mit dem in Art. 56 gebrauchten Ausdruck „Betreibungshandlungen vernehmen“ (« procéder à un acte de poursguite »), fo dass dann auch Art. 297 sich nicht auf Parteibegehren bezieht. Jst dem aber so, fo fällt Art. 297 hier aucch insofern ausser Betracht, als er erklärt, dass während der Stundung „der Lauf jeder Verjährungs- und Verwirkungsfrist, welche durch Betreibung unterbrochen werden kann, gehemmt“ sei. Denn diese Hemmung des Fristenlaufes tritt nur deshalb und soweit ein, als die Stundung es verunmöglicht, den Fristenlguf durch Betreibungsmassnahmen zu unterbrechen und so den nachteiligen Folgen des Fristenablaufes vorzubeugen. Bei der Teilnahmefrist des Art. 110 schasst aber die Stundungsbewilligung nach dem gesagten keine solhe Unmöglichkeit : jeder Gläubiger kann sein Recht auf Anschluss durch rechtzeitiges Anschlussbegehren wahren. Ob diese Frist noch aus andern Gründen nicht zu den in Art, 297 vorgesehenen sich zählen lasse, kann unerörtert bleiben.
3, Gemäss diesen Ausführungen ist die betreibungsamiliche Verfügung vom 1. April 1907 gesegzwidrig, laut der die Frist zur Teilnahme an der Pfändung vom 16. Februar 1907 als wegen der Nachlassstundung dahingefallen oder in ihrem Laufe gehemmt erklärt wurde. Der gegen sie gerichtete Rekurs muss deshalb unter Aufhebung des Vorentscheides gutgeheissen werden.
Sachverhalt
Demnach hat die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer erkannt:
Der Rekurs wird begründet erklärt und damit der Vorentscheid und die betreibungsamtliche Verfügung vom 1. April 1907 aufgehoben.
84. Arrôèt du 25 juin 1907, dans la cause Servet.
Qualité du failli pour recourir contre les décisions relatives à la liquidation de ses biens.
Á. — La deuxième assemblée des créanciers de la faillite de E. Servet a décidé, en date du 29 avril 1907, à la majorité des voix, la suspension de la procédure de réalisation pendant une durée de trois mois, une troisième assemblée de créanciers devant avoir lieu au bout de ce temps.
B.
— La Banque de Genève a recouru, en sa qualité de créancière hypothécaire, contre cette décision. V. L. Duchosal, agissant au nom de 12 créanciers, et Gandolphe, créancier de 17737 francs, se Sont joints au recours. Celui-ci a été admis par l’autorité cantonale de surveillance qui a annulé la décision de la seconde assemblée des créanciers.
C.
— C'est contre cette décision de l’autorité cantonale de surveillance que E. Servet a, en temps utile, recouru auprès du Tribunal fédéral. La Banque de Genève et Gandolphe ont conclu à ce que le recours soit déclaré irrecevable et, en tous cas, mal fondé.
Erwägungen
La première question à examiner est celle de savoir sì le failli a qualité pour recourir contre les décisions relatives à la liquidation de ses biens. Quoique aucune disposition de la LP ne lui accorde expressément un droit de recours, il convient de tenir compte de 80n intérêt à ce que le produit de la réalisation de l’actif soit aussi élevé que possible et il y a lieu dès lors de lui reconnaître, — chaque fois que cet intérêt est en jeu, — le droit d’exiger que la liquidation soit opérée dans les formes légales et par conséguent le droit ue recourir contre toute décision impliguant une violation de la procédure de réalisation instituée par la LP (voir sur cette question arrêt de la Chambre des Poursuites et des Faillites du 31 janvier 1902, affaire Kuflin-Hohler : Archives 7 N° 30, et du 1° décembre 1904, affaire Fischlin: Archives 9 N° 38: voir à la guite du dernier arrêt cité, et dans le sens opposé, note Brand: Archives 9 N° 38).
Mais en l’espèce il ne s'agit nullement d’une violation prétendue des règles de la procédure de réalisation. Il s'agit gimplement de l'opportunité d’une mesurec, c’est-à-dire de la question de gsavoir s'il convient de procéder immédiatement à la liquidation ou s'il vaut mieux attendre trois mois pour le faire. Or, le failli n’est pas fondé à faire entendre 8a Voix dans la discussion de pures questíons d’opportunité, il n’a pas de droits légalement reconnus à faire valoir : il n’à par conséquent pas qualité pour recourir contre la décision prise à ce gujet par lautorité cantonale de gurveillance. Il n’est dès lors pas nécessaire d'examiner la question de savoir sì l’assemblée des créanciers a le droit de suspendre, ainsi que cela a eu lien en lespèce, la procédure de réalisation des biens dau failli.
Dispositiv
Par ces motifs, la Chambre des Poursuites et des Faillites prononce : Le recours est écarté.
85.
Arfeil vom 25. Juni 1907 in Sachen Weil.
Arrestierung einer in Betreibung gesetzten Forderung durch den Schuldner ; Recht der Arrestgläubiger, die Einstellung der Betreibung zu bewirken?
86.
Der Nekursgegner Berthold Haymann hat für eine Forderung von 2817 Fr. 10 Cis. beim Betreibungsamt Zürich IVBetreibung gegen den Rekurrenten Max Weil angehoben und einen Schuldbrief des Betriebenen auf C. Ross pfänden lassen. Anderseits hat der Rekurrent gegen den Rekursgegner für eine Forderung von 3741 Fr. 10 Cts. einen Arrest erwirkt auf jene gegen ihn gerichtete Forderung von 2817 Fr, 10 Cts. und diesen Arrest durch eine derzeit hängige Anerkennungsklage nach Art. 279 SchKG prosequiert, Jnfolge Beschwerde des Rekursgegners ordnete die untere Aufsichtsbehörde die anfänglich vom Amte verweigerte Versteigerung des gepfändeten Schuldbriefes an. Hiergegen ergriff der Rekurrent unter Berufung auf feine Stellung als Arrestgläubiger die Weiterziehung an die kantonale Aufsichtsbehôrde, die seinen Rekurs durch Entscheid vom 22. Mai 1907 als unbegründet abwies.
TI. Mit seinem nunmehrigen Rekurse beantragt Weil vor Bundesgericht : die Verfügung des Betreibungsamtes Zürich TY zu bestätigen, in der Meinung, dass die Versteigerung des Pfändungsobjektes vor Erledigung des Arrestforderungsprozesses unzulässig sei.
Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht in Erwägung:
Jn Frage steht, ob der betreibende Gläubiger, der feine Betreibung durch Verwertung des gepfändeien Gegenstandes weiterführen will, daran von demjenigen gehindert werden kann, der einen Arrest auf die in Betreibung gesetzte Forderung erwirkt hat. Ein solches Recht des Arrestgläubigers, die Betreibung — für kürzere oder längere Zeit — einstellen zu lassen, ist zu verneinen. Ausdrücklich wird es ihm vom Geseze nirgends zugestanden, und ebenso kann man nicht sagen, dass es aus der Natur und dem Jnhalt des Arresibeschlages sich ergebe. Durch diesen wird dem Arrestschuldner freilich die Möglichkeit der freien Verfügung über den Arrestgegenstand in gewissem Umfange entzogen. Das geschieht aber nicht auch in der Hinsicht, dass dem Arrestschuldner verwehrt würde, die verarrestierte Forderung auf dem Betreibungswege geltend zu machen. Ein rechiliches Juteresse des Arrestgläubigers gegenüber einer solchen Betreibung ist erst dann gegeben, wenn es sich um die Auszahlung des Erlöses handelt.
Wenn der RNekurrent geltend macht, dass bei der Verwertung von Pfändungsobjekten für den betriebenen Schuldner wegen Mindererlöses immer eine Schädigung eintrete, so hat das mit seiner Rechtsstellung als Arrestgläubiger nichts zu tun. Dass er als betriebener Schuldner die Betreibung des Rekursgegners hemmen könne, behauptet er mit Grund selbst nicht. Die von ihm