Geltung: Wie spätere Gerichte diesen Entscheid behandelt haben, wurde nicht ausgewertet.

6B_586/2012

6B_586/2012

Rubrum

{T 0/2}

Urteil vom 8. November 2012

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Mathys, Präsident,

Bundesrichter Schneider,

Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari,

Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte

X.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern, Bahnhofstrasse 15, 6002 Luzern,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Strafvollzug,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, vom 27. August 2012.

Erwägungen

1.

Da der Beschwerdeführer zwei wegen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz ausgesprochene Bussen von Fr. 60.-- und Fr. 120.-- nicht bezahlte, boten ihn die Vollzugs- und Bewährungsdienste des Kantons Luzern am 1. März 2012 zur Verbüssung der Ersatzfreiheitsstrafen von insgesamt drei Tagen in die Haftanstalt Grosshof in Kriens auf. Dagegen gerichtete Beschwerden wiesen das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern am 15. Juni 2012 und das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern am 27. August 2012 ab, soweit darauf einzutreten war. Der Beschwerdeführer wendet sich ans Bundesgericht und beantragt, "der Fall sei sofort als abgeschrieben zu erachten" (Beschwerde S. 4). Sinngemäss strebt er einen Verzicht auf den Vollzug der Ersatzfreiheitsstrafen an.

Die Beschwerde hat teilweise einen ungebührlichen Inhalt. Sie müsste in Anwendung von Art. 42 Abs. 6 BGG zur Änderung zurückgewiesen werden. Darauf kann indessen verzichtet werden, weil der Beschwerdeführer ohnehin nichts vorzubringen vermag, was zu einer Gutheissung der Beschwerde führen könnte.

Es kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. angefochtenen Entscheid S. 4-7 E. 2). Soweit sich der Beschwerdeführer mit den Bussenurteilen befasst (vgl. Beschwerde S. 5/6 Ziff. 1-3), ist darauf nicht einzutreten, weil es heute nur um die Vollzugsanordnung der Ersatzfreiheitsstrafen gehen kann. Der Beschwerdeführer hat sich nach den Feststellungen der Vorinstanz bisher in keiner Weise um eine Regelung der offenen Bussen bemüht (angefochtener Entscheid S. 6). Folglich ist sein sinngemäss auf Art. 36 Abs. 3 lit. b StGB gestützter Antrag, die Bussenbeträge seien zu reduzieren (Beschwerde S. 7 Ziff. 6), vor Bundesgericht nicht zu hören. Der Beschwerdeführer verweist darauf, dass er seine Ehefrau täglich pflegt (Beschwerde S. 8 Ziff. 7). Er bestreitet indessen nicht, dass er für die Zeit des Strafvollzugs von drei Tagen eine Stellvertretung organisieren könnte (Entscheid vom 15. Juni 2012 S. 5, E. 5.4, auf welche Erwägung im angefochtenen Entscheid S. 6 hingewiesen wird). Ohne dass sich das Bundesgericht zu allen Vorbringen des Beschwerdeführers ausdrücklich äussern müsste, ist die Beschwerde im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

2.

Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Seiner finanziellen Lage ist bei der Bemessung der Kosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Dispositiv

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. November 2012

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Mathys

Der Gerichtsschreiber: Monn

Seither geänderte Bestimmungen

Dieser Entscheid legt Bestimmungen aus, deren Erlass seither erneut konsolidiert wurde. Ob der Artikel selbst geändert hat, ist nicht erfasst.

  • Schweizerisches Strafgesetzbuch, Art. 36 — gelesen in der Fassung vom 1. Oktober 2012; der Erlass wurde am 1. Januar 2013, 19. März 2013, 1. April 2013, 1. Mai 2013, 1. Juli 2013, 1. Januar 2014, 1. Juli 2014, 1. Januar 2015, 1. Januar 2016, 1. Juli 2016, 1. Oktober 2016, 1. Januar 2017, 11. Juli 2017, 1. September 2017, 12. Dezember 2017, 1. Januar 2018, 1. März 2018, 1. März 2019, 1. Juli 2019, 1. November 2019, 1. Februar 2020, 3. März 2020, 1. Juli 2020, 1. Juli 2021, 1. Januar 2022, 1. Juni 2022, 22. November 2022, 1. Januar 2023, 23. Januar 2023, 1. Juli 2023, 1. August 2023, 1. September 2023, 6. Dezember 2023, 1. Januar 2024, 1. Juli 2024, 1. Januar 2025, 1. August 2025, 1. Januar 2026 und 12. Juni 2026 erneut konsolidiert.
  • Bundesgesetz über das Bundesgericht, Art. 42, Art. 65, Art. 66 und Art. 109 — gelesen in der Fassung vom 1. Oktober 2012; der Erlass wurde am 1. Januar 2013, 1. Februar 2013, 1. Juli 2013, 1. Januar 2014, 1. Juli 2014, 1. August 2014, 1. November 2015, 1. Januar 2016, 1. Januar 2017, 1. April 2017, 1. Juni 2017, 1. Januar 2018, 1. Januar 2019, 1. Januar 2021, 1. Januar 2022, 1. Juli 2022, 1. Januar 2024, 1. Februar 2024, 1. Juli 2024, 1. Januar 2025, 1. April 2026 und 13. Mai 2026 erneut konsolidiert.