2014-09-18 Beschluss IOTH betreffend Revision Brandschutzvorschriften VKF

Das Interkantonale Organ

Beschluss des Interkantonalen Organs betreffend Revision Brandschutzvorschriften vom 18. September 20141. Das Interkantonale Organ technische Handelshemmnisse hat am 10. Juni 2004 die Brandschutzvorschriften vom 23. Oktober 1998 (SR 946.513) für verbindlich erklärt und auf den 1. Januar 2005 in Kraft gesetzt. 2. Im März 2011wurde die Vereinigung KantonalerFeuerversicherungen (VKF) vom Interkantonalen Organ Technische Handelshemmnisse (IOTH) beauftragt, eine Gesamtrevision bei den Brandschutzvorschriften (BSV-VKF) vorzunehmen. Ziel der Revision war, den Bauherren beim Brandschutz Einsparungen zu ermöglichen, ohne damit den Personenschutz zu verschlechtern. Dafür wurden die Brandschutz-anforderungen für Sachwerte sorgfältig geprüft, abgewogen und im Rahmen des Möglichen gesenkt.3. Im Herbst 2013 fand die technische Vernehmlassung zur Revision der Schweizerischen Brandschutznormen statt. Im Anschluss an die technische Vernehmlassung lief bis April 2014 die politische Vernehmlassung.Die Eingaben zur Revision der BSV-VKF waren überwiegend positiv. Die Bedenken von Fachverbänden wurden aufgenommen und beantwortet. Beschluss:A.I.

Das Interkantonale Organ technische Handelshemmnisse beschliesst einstimmig, und gestützt auf Art. 6 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 3 IVTH vom 23. Oktober 1998 (SR 946.513) die folgenden revidierten Brandschutzvorschriften VKF für verbindlich:a) Brandschutznorm (1_15de/1.1.2015);b) Brandschutzrichtlinie «Begriffe und Definitionen» (10_15de/1.1.2015);c) Brandschutzrichtlinie «Qualitätssicherung im Brandschutz» (11_15de /1.1.2015);d) Brandschutzrichtlinie «Brandverhütung und organisatorischer Brandschutz» (12_15de/1.1.2015);e) Brandschutzrichtlinie «Baustoffe und Bauteile» (13_15de/1.1.20153);f) Brandschutzrichtlinie «Verwendung von Baustoffen» (14_15de/1.1.2015);g)Brandschutzrichtlinie «Brandschutzabstände Tragwerke Brandabschnitte» (15_15de/1.1.2015);h)Brandschutzrichtlinie «Flucht-und Rettungswege » (16_15de./1.1.2015);i)Brandschutzrichtlinie «Kennzeichnung von Fluchtwegen Sicherheitsbeleuchtung Sicherheitsstromversorgung» (17_15de./1.1.2015);

j)Brandschutzrichtlinie «Löscheinrichtungen» (18_15de./1.1.2015);k)Brandschutzrichtlinie «Sprinkleranlagen» (19_15de./1.1.2015);l)Brandschutzrichtlinie «Brandmeldeanlagen» (20_15de./1.1.2015);m)Brandschutzrichtlinie «Rauch-und Wärmeabzugsanlagen» (21_15de./1.1.2015);n)Brandschutzrichtlinie «Blitzschutzsysteme» (22_15de./1.1.2015);o)Brandschutzrichtlinie «Beförderungsanlagen» (23_15de./1.1.2015);p)Brandschutzrichtlinie «Wärmetechnische Anlagen» (24_15de./1.1.2015);q)Brandschutzrichtlinie «Lufttechnische Anlagen»(25_15de./1.1.2015);r)Brandschutzrichtlinie «Gefährliche Stoffe» (26_15de./1.1.2015);s)Brandschutzrichtlinie «Nachweisverfahren im Brandschutz»(27_15de./1.1.2015).t)Brandschutzrichtlinie «Anerkennungsverfahren» (28_15de./1.1.2015).II.

Dieser Beschluss tritt auf den 1. Januar 2015 in Kraft und ersetzt die Ziffern I.,II.und V.des Genehmigungsbeschlusses vom 10. Juni 2004.V.

Der Beschluss vom 18. September 2014ist auf der Homepage der Schweizerischen Bau-, Planungs-und Umweltdirektoren-Konferenz BPUK veröffentlicht; ebenso wur-de er allen Kantonen mitgeteilt. Damit sind die im Beschluss des Interkantonalen Or-gans vom 18. September 2014verbindlich erklärte Unterlagen (Brandschutznorm und Brandschutzrichtlinien) für alle Kantone zwingend anwendbar.B. Mitteilung an alle Kantone, die Bauproduktekommission des Bundes sowie die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen.Lausanne, 18. September 2014für das Interkantonale Organ:Interkantonales OrganTechnische Handelshemmnisse IOTHDer Präsident Die GeneralsekretärinPaul Federer Christa Hostettler