SK 2021 490
Nichtanhandnahme; Freiheitsberaubung, Drohung, Nötigung und Amtsmissbrauch
15. August 2022Deutsch3 min
Besetzung Oberrichter Aebi (Präsident i.V.), Oberrichterin Bratschi, Oberrichterin Friederich Hörr
Source be.ch
Obergericht
des Kantons Bern
Sachverhalt
2. Strafkammer
Cour suprême
du canton de Berne
2e Chambre pénale
Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
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Beschluss
SK 21 490
Bern, 10. November 2021
Besetzung Oberrichter Aebi (Präsident i.V.), Oberrichterin Bratschi, Oberrichterin Friederich Hörr
Gerichtsschreiberin Hafner
Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwältin B.________
Verurteilter/Gesuchsgegner
gegen
Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, Postfach, 3001 Bern
Gesuchstellerin
Gegenstand Revisionsgesuch vom 19. Januar 2021 gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern vom 26. Januar 2006 (Neubeurteilung)
Die 2. Strafkammer beschliesst:
1. Vom Eingang der Stellungnahmen zur Kosten- und Entschädigungsfrage vom 22. Oktober 2021 (Generalstaatsanwaltschaft) und vom 8. November 2021 (Rechtsanwältin B.________) wird Kenntnis genommen und gegeben.
Kopien der Eingaben gehen an die Parteien.
Erwägungen
2.
Die Kosten des Revisionsverfahrens (SK 2021 46) von CHF 2'000.00 sowie die Kosten des Neubeurteilungsverfahrens (SK 2021 490), bestimmt auf CHF 200.00, werden dem Kanton Bern auferlegt.
3.
Die Entschädigung der amtlichen Verteidigerin, Rechtsanwältin B.________, wird antragsgemäss auf CHF 2'000.00 (inkl. Auslagen und MWST) festgesetzt, wobei festgestellt wird, dass die Entschädigung bereits ausbezahlt wurde. Für das bundesgerichtliche Verfahren ist Rechtsanwältin B.________ vom Kanton Bern mit CHF 3'000.00 zu entschädigen.
4.
Zu eröffnen:
- dem Verurteilten/Gesuchsgegner, a.v.d. Rechtsanwältin B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft/Gesuchstellerin
Begründung
Das Bundesgericht hat die Beschwerde gegen den Beschluss der 2. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2021 gutgeheissen und die Sache zu neuer Beurteilung der Kosten- und Entschädigungsfolgen an die Kammer zurückgewiesen. An der im Beschluss vom 18. Mai 2021 im Verfahren SK 2021 46 vorgenommenen Kostenverteilung ändert dies nichts: Die im Revisionsverfahren entstandenen Verfahrenskosten sind vollumfänglich vom Kanton Bern zu tragen und der Verurteilte/Gesuchsgegner ist antragsgemäss zu entschädigen. Die vom Kanton Bern auszurichtende Entschädigung für das bundesgerichtliche Verfahren wurde vom Bundesgericht auf CHF 3'000.00 festgesetzt. Die Kosten im Neubeurteilungsverfahren SK 2021 490 trägt ebenfalls der Kanton Bern.
Bern, 10. November 2021
Im Namen der 2. Strafkammer
Der Präsident i.V.:
Oberrichter Aebi
Die Gerichtsschreiberin:
Hafner
Rechtsmittelbelehrung
Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung innert 10 Tagen seit Zustellung bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts, Viale Stefano Franscini 7, 6500 Bellinzona, schriftlich und begründet Beschwerde führen (Art. 135 Abs. 3 lit. b StPO, Art. 396 Abs. 1 StPO).
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.
1.
SK 21 490
SK 21 46
SK 21 490
SK 21 46
SK 21 490
Art. 135 StPOart. 135 CPPart. 135 CPP
Art. 396 StPOart. 396 CPPart. 396 CPP
Art. 39 BGGart. 39 LTFart. 39 LTF
Art. 78 BGGart. 78 LTFart. 78 LTF
Art. 90 BGGart. 90 LTFart. 90 LTF
Art. 42 BGGart. 42 LTFart. 42 LTF