Lexipedia

Entscheid

2024.FINGS.161

Verordnung über den Finanz- und Lastenausgleich (FILAV) (Änderung)

6. November 2024Deutsch7 min

Source be.ch

Verordnung über den Finanz- und Lastenausgleich (FILAV) (Änderung)

Verordnung über den Finanz- und Lastenausgleich (FILAV) Änderung vom 06.11.2024

Erlass(e) dieser Veröffentlichung: Neu: – Geändert: 631.111 Aufgehoben: –

Der Regierungsrat des Kantons Bern, auf Antrag der Finanzdirektion,

Dispositiv

beschliesst:

I.

Der Erlass 631.111 Verordnung über den Finanz- und Lastenausgleich vom 22.08.2001 (FILAV) (Stand 01.03.2023) wird wie folgt geändert:

Art. 6 Abs. 1 (geändert) Die für den Vollzug massgebenden Schülerzahlen werden durch das Gene- ralsekretariat der Bildungs- und Kulturdirektion bei den Schulen erhoben. Es erlässt Weisungen bezüglich der Erfassung.

Art. 16 Abs. 2 Die Gemeindeanteile werden berechnet b (geändert) durch das Amt für Integration und Soziales für den Lastenaus- gleich Soziales, Art. 17 Abs. 4 (geändert) Das Amt für Integration und Soziales verfügt die Gemeindeanteile für den Lastenausgleich Soziales bis spätestens Ende Mai des Folgejahres.

Anhänge Anhang 1: - (geändert)

II.

Keine Änderung anderer Erlasse.

III.

Keine Aufhebungen.

IV.

Diese Änderung tritt am 1. Januar 2025 in Kraft.

Bern, 6. November 2024 Im Namen des Regierungsrates

Die Präsidentin: Allemann

Der Staatsschreiber: Auer

1 631.111-A1

Anhang 1 (Stand 01.01.20252019)

A Zuschuss Fläche (Art. 12) Schlüsselzahl MFlE  80 SZ  [FlE  ( )]  WB Wobei SZ = Schlüsselzahl der Gemeinde FlE = Fläche pro Einwohner MFlE = Median Fläche pro Einwohner aller Gemeinden WB = Wohnbevölkerung

Masszahl SMFl MZ  SSZ Wobei MZ = Masszahl SMFl = Gesamtsumme der für den Zuschuss Fläche zur Verfügung ste- henden Mittel SSZ = Gesamtsumme aller Schlüsselzahlen Zuschuss Z  SZ  MZ Wobei Z = Zuschuss in Franken SZ = Schlüsselzahl der Gemeinde MZ = Masszahl

2 631.111-A1

B Zuschuss Strassenlänge (Art. 13)

Schlüsselzahl MStrE  80 SZ  [StrE  ( )]  WB Wobei SZ = Schlüsselzahl der Gemeinde StrE = Strassenlänge pro Einwohner MStrE = Median Strassenlänge pro Einwohner aller Gemeinden WB = Wohnbevölkerung Masszahl SMStr MZ  SSZ Wobei MZ = Masszahl SMStr = Gesamtsumme der für den Zuschuss Strassenlänge zur Ver- fügung stehenden Mittel SSZ = Gesamtsumme aller Schlüsselzahlen Zuschuss Z  SZ  MZ Wobei Z = Zuschuss in Franken SZ = Schlüsselzahl der Gemeinde MZ = Masszahl

3 631.111-A1

C Zuschuss sozio-demografische Lasten (Art. 15) Regressionsgleichung zur Berechnung der abgeltungsberechtigten Kosten yg = 183937 x (AAusg) + 2408119371 x (AArbg) + 4219880 x (AELg) + 10432727 x (AFlg) - 11673 Bevg x (ỹg – ỹMin) Index Zg =  1 Bevg x (ỹg – ỹMin) N

Wobei ỹMin = Min(ỹg) für 1  g  N K ỹg =  jxj gegeben xj ist eine abgeltungsberechtigte Variable j

AAusg Anteil Ausländer der Gemeinde g AArbg Anteil Arbeitslose der Gemeinde g AELg Anteil EL-Bezüger der Gemeinde g AFlg Anteil anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene der Ge- meinde g Bevg Bevölkerung der Gemeinde g yg abgeltungsberechtigte Kosten der Gemeinde g Index Zg Soziallastenindex (absolut) der Gemeinde g

Zuschuss Zusg = (Index Zg) x ZusT  N1 Indexg

Wobei Index Zg Soziallastenindex (absolut) der Gemeinde g Zusg Zuschuss Gemeinde g in Franken ZusT Gesamtbetrag (Total) Zuschuss

D Kostenanteil nach Schülerzahl (Art. 17a) Basisanteil

Bg = Schg x MZBasis

MZBasis = 20% x SPK x Basis SSch

4 631.111-A1

Wobei Schg Anzahl Schüler mit gesetzlichem Wohnsitz in der Gemeinde g MZBasis Masszahl für den Basisanteil SPK Summe aller Aufwendungen gemäss Art. 24 Abs. 1 FILAG Basis Nicht indexierter Teil des Kostenanteils nach Schülerzahl in % SSch Gesamtsumme aller Schüler mit gesetzlichem Wohnsitz in den Gemeinden

Indexierter Anteil Ig = SchIndex g x MZIndex SchIndex g = Schg x SSIg oder SLIg

20% x SPK x Variabel MZIndex = SSCHIndex

Wobei SchIndex g Anzahl mit dem Schullasten- oder dem Schulsozialindex gewichteten Schüler mit gesetzlichem Wohnsitz in der Gemeinde g MZIndex Masszahl für den indexierten Anteil SPK Summe aller Aufwendungen gemäss Art. 24 Abs. 1 FILAG Variabel Indexierter Teil des Kostenanteils nach Schülerzahl in % SSchIndex Gesamtsumme aller mit dem Schullasten- oder dem Schulsozialindex gewichteten Schüler mit gesetzlichem Wohnsitz in den Gemeinden des Kantons Schg Anzahl Schüler mit gesetzlichem Wohnsitz in der Gemeinde g SSIg Wert des Schulsozialindex der Gemeinde g SLIg Wert des Schullastenindex der Gemeinde g

Kostenanteil nach Schülerzahl KaSchg = Bg + Ig

Wobei KaSchg Kostenanteil nach Schülerzahl der Gemeinde g in CHF Bg Basisanteil der Gemeinde g in CHF Ig Indexierter Anteil der Gemeinde g in CHF

5 631.111-A1

E Schullastenindex (Art. 17b) Regressionsgleichung zur Berechnung der abgeltungsberechtigten Kosten yg = 77442.3 x (StrEg) – 8816.6 x (SchEg) – 384.5 x (SchFg) + 828.3 MKg = Schg x (ỹg – ỹMin) x SF MKg SLig = 1 + SBnormg

Wobei ỹMin = Min(ỹg) für 1  g  N K ỹg =  jxj gegeben xj ist eine abgeltungsberechtigte Variable j

SLIg Wert des Schullastenindexes der Gemeinde g (Zuschlagsfaktor) MKg Mehrkosten der Gemeinde g (im Vergleich zu den minimalen Kosten) SF Skalierungsfaktor für Unterschied Wohnort-/Standortschüler SBnormg Schülerbeiträge in der Gemeinde g (Basis Normkosten) Schg Anzahl Schüler mit gesetzlichem Wohnsitz in der Gemeinde g StrEg Strassenlänge pro Einwohner der Gemeinde g SchEg Anzahl Schüler pro Einwohner der Gemeinde g SchFg Anzahl Schüler pro Fläche der Gemeinde g

F Kennzahlenmix und Kürzungsfaktor (Art. 19)

Kennzahlen (Nettozinsaufwand x 100) ZBAg = Laufender Ertrag

(Finanzaufwand netto x 100) NZBg = Direkter Steuerertrag

(Bruttoschulden x 100) BVAg = Laufender Ertrag

massgebendes Eigenkapital BSKg = Wohnbevölkerung

6 631.111-A1

Wobei

ZBAg Kennzahl „Zinsbelastungsanteil“ der Gemeinde g NZBg Kennzahl „Nettozinsbelastungsanteil“ der Gemeinde g BVAg Kennzahl „Bruttoverschuldungsanteil“ der Gemeinde g BSKg Kennzahl „Bilanzsituation pro Kopf“ der Gemeinde g

Laufender Ertrag Rubrik +/- Konten Ertrag Erfolgsrechnung + 4 Durchlaufende Beiträge - 47 Interne Verrechnungen - 49 Entnahmen aus dem Eigenkapital - 489 Entnahmen aus der Neubewertungsreserve + 4896 Laufender Ertrag =

Bruttoschulden Rubrik +/- Konten Laufende Verbindlichkeiten + 200 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten + 201 Derivate Finanzinstrumente - 2016 Langfristige Finanzverbindlichkeiten + 206 Bruttoschulden =

Finanzaufwand netto Rubrik +/- Konten Finanzaufwand + 34 Zinsertrag - 440 Realisierte Gewinne Finanzvermögen - 441 Beteiligungsertrag Finanzvermögen - 442 Liegenschaftsertrag Finanzvermögen - 443 Wertberichtigungen Anlagen Finanzvermögen - 444 Finanzaufwand netto =

7 631.111-A1

Nettozinsaufwand Rubrik +/- Konten Zinsaufwand + 340 Zinsertrag - 440 Nettozinsaufwand =

Direkter Steuerertrag Rubrik +/- Konten Direkte Steuern natürliche Personen + 400 Direkte Steuern juristische Personen + 401 Übrige direkte Steuern + 402 Direkter Steuerertrag =

Massgebendes Eigenkapital Rubrik +/- Konten Eigenkapital + 29 Verpflichtungen(+) / Vorschüsse(-) gegenüber Spezialfinanzie- - 290 rungen Vorfinanzierung (Werterhalt) Wasserversorgung - 29301 Vorfinanzierung (Werterhalt) Abwasserentsorgung - 29302 massgebendes Eigenkapital =

Standardisierung der Kennzahlen (BVAg – BVA) ZBVAg = S BVA

(NZBg – NZB) ZNZBg = S NZB

(ZBAg – ZBA) ZZBAg = S ZBA

(BSKg – BSK) ZBSKg = S BSK

Wobei

BVAg Kennzahl „Bruttoverschuldungsanteil“ der Gemeinde g NZBg Kennzahl „Nettozinsbelastungsanteil“ der Gemeinde g

8 631.111-A1

ZBAg Kennzahl „Zinsbelastungsanteil“ der Gemeinde g BSKg Kennzahl „Bilanzsituation pro Kopf“ der Gemeinde g BVA Mittelwert der Kennzahlen „Bruttoverschuldungsanteil“ der Gemeinden NZB Mittelwert der Kennzahlen „Nettozinsbelastungsanteil“ der Ge- meinden ZBA Mittelwert der Kennzahlen „Zinsbelastungsanteil“ der Gemeinden BSK Mittelwert der Kennzahlen „Bilanzsituation pro Kopf“ der Gemein- den S BVA Standardabweichung der Kennzahlen „Bruttoverschuldungsanteil“ der Gemeinden S NZB Standardabweichung der Kennzahlen „Nettozinsbelastungsanteil“ der Gemeinden S ZBA Standardabweichung der Kennzahlen „Zinsbelastungsanteil“ der Gemeinden S BSK Standardabweichung der Kennzahlen „Bilanzsituation pro Kopf“ der Gemeinden ZBVAg Standardisierte Kennzahl „Bruttoverschuldungsanteil“ der Gemeinde g ZNZBg Standardisierte Kennzahl „Nettozinsbelastungsanteil“ der Gemeinde g ZZBAg Standardisierte Kennzahl „Zinsbelastungsanteil“ der Gemeinde g ZBSKg Standardisierte Kennzahl „Bilanzsituation pro Kopf“ der Gemeinde g

Kennzahlenmix (ZBVAg + ZNZBg + ZZBAg – ZBSKg) KMixg =

Wobei

KMixg Kennzahlenmix der Gemeinde g ZBVAg Standardisierte Kennzahl „Bruttoverschuldungsanteil“ der Gemeinde g ZNZBg Standardisierte Kennzahl „Nettozinsbelastungsanteil“ der Gemeinde g ZZBAg Standardisierte Kennzahl „Zinsbelastungsanteil“ der Gemeinde g ZBSKg Standardisierte Kennzahl „Bilanzsituation pro Kopf“ der Gemeinde g

9 631.111-A1

Kürzungsfaktor KFakg = (KMixg – UBbw) × (OBbw – UBbw)

Wobei

KMixg Kennzahlenmix der Gemeinde g OBbw Oberer Bandbreitenwert des Kennzahlenmix UBbw Unterer Bandbreitenwert des Kennzahlenmix KFakg Kürzungsfaktor der Gemeinde g in Prozent

G Kürzungsfaktor beim geografisch-topografischen Zuschuss (Art. 20) KFakg = (HEIg – UBbw) × (OBbw – UBbw)

Wobei

HEIg Harmonisierter Steuerertragsindex (HEI) der Gemeinde g OBbw Oberer Bandbreitenwert HEI UBbw Unterer Bandbreitenwert HEI KFakg Kürzungsfaktor der Gemeinde in Prozent