88-237
Verwaltungsbehörden 23.09.1991 88.237
23. September 1991Deutsch16 min
Source admin.ch
Initiative parlementaire. Planification politique 1616 N 23 septembre 1991 #ST# 88.237 Parlamentarische Initiative (Kommission 86.015) Verfahren der politischen Planung Initiative parlementaire (Commission 86.015) Procédure concernant la planification politique Differenzen (A), 2. Lesung (B) Divergences (A), 2e lecture (B) Siehe Jahrgang 1990, Seite 1466-Voir année 1990, page 1466 Beschluss des Ständerates vom 18. Juni 1991 Décision du Conseil des Etats du 18 juin 1991 Kategorie IV, Art. 68 GRN - Catégorie IV, art. 68 RCN Frau Uchtenhagen, Berichterstatterin: Das Geschäft hat eine sehr lange Vorgeschichte, auf die ich aber nicht noch einmal eintrete. Es geht um die Mitwirkung des Parlamentes bei der politischen Planung. Sie wurde seinerzeit von Ständerat Bindergefordert. Ihre Kommission hat alle Varianten, die es da gibt, eingehend geprüft und in der Herbstsession vergangenen Jahres einen relativ bescheidenen Antrag auf eine Aenderung des Geschäftsverkehrsgesetzes und des Geschäftsreglementes gestellt. Es ging darum, dass nicht mehr die Kommissionen die Richtlinien der Legislaturpläne beraten, sondern dass man das den Fraktionen überlässt, die dann Fraktionserklärungen abgeben, die kurz durch die Fraktionspräsidenten resümiert werden, und dass dann eine Debatte darüber stattfindet und der Bundesrat zu diesen Erklärungen Stellung nimmt. Es ging der Kommission vor allem auch darum, die Fraktionen zu integrieren. Bis jetzt war es immer so, dass die Kommission die Legislaturziele beriet. Sie tat das, bevor überhaupt die Fraktionssitzungen stattfanden. Es gab meistens ein ziemlich wildes Durcheinander, und es kamen keine klaren Prioritäten und keine Schwerpunkte zum Durchbruch. Wir wurden deswegen auch immer wieder kritisiert. Es geht aber auch darum, dass sich jene Mitglieder, die neu in einer Fraktion sind, immer ein bisschen verloren fühlen. Vielleicht erinnern Sie sich noch daran, als Sie neu in diesen Rat eintraten. Wenn man zusammen einen solchen Legislaturplan diskutieren kann - da kommen ja fast alle wichtigen Geschäfte vor -, wirkt das für eine Fraktion sehr verbindend. Sie haben damals den Anträgen Ihrer Kommission mit 107 zu 10 Stimmen zugestimmt. Leider war diese prächtige Zustimmung vergebens, denn der Ständerat hat das mit der Begründung abgelehnt, dass er keine Fraktionen kenne-was mir ziemlich neu ist-; seine Mitglieder seien Standesvertreter und deswegen wolle man das nicht machen. Er hat gesagt, der Nationalrat könne das mit einer Aenderung des Réglementes für sich machen. Wir haben uns dann überlegt: Es hat wohl keinen Sinn, gegen den Ständerat zu kämpfen. Aber wieder ganz auf die alte Version zurückgehen wollten wir auch nicht. Deshalb schlagen wir Ihnen das vor, was der Ständerat angeregt hat. Wenn Sie die Fahne zur Hand nehmen, sehen Sie, dass wir Ihnen beantragen, zwei Reglementsartikel in dem Sinn zu ändern, dass auch die Fraktionen zu diesen Legislaturplänen Stellung nehmen, dies aber dann der Kommisssion mitteilen, die beibehalten wird, und dass dann dort die Fraktionserklärungen diskutiert werden. Das heisst aber auch, dass man an den Richtlinienmotionen festhält. Es ist eine kleine Anpassung. Es ist nicht mehr sehr viel Neues darin. Aber ich glaube, wir sollten diesen Anträgen zustimmen. Es ist abgesprochen, dass diese neuen Réglemente automatisch in das eingehen, was wir soeben beschlossen haben. Denn was jetzt unter Artikel 42a steht, müssten wir sowieso herausnehmen. Das war unser Entscheid vor einem Jahr, und er ist hinfällig, wenn der Ständerat nicht darauf eintritt. Ich bitte Sie also, die beiden Reglementsartikel in diesem Sinn abzuändern. M. Cotti, rapporteur: C'est le 20 septembre de l'année dernière que le Conseil national a décidé de modifier la procédure à suivre lors de l'examen du rapport du Conseil fédéral sur le programme de législature. Il s'était prononcé en faveur de la révision de la loi sur les rapports entre les conseils et de son règlement. Les nouvelles dispositions prévoyaient que les groupes procéderaient à l'examen préalable des rapports de législature au lieu des commissions chargées jusqu'ici de ce travail et que les motions sur les Grandes lignes seraient remplacées par des déclarations des groupes se rapportant à la planification. Initialement, la commission avait proposé que le Conseil fédéral présente aussi un rapport préliminaire sur les points forts au début de chaque législature. Cependant, le Conseil fédéral a repoussé cette proposition. Or, le 18 juin de cette année, le Conseil des Etats a décidé, sans opposition, de ne pas entrer en matière sur les propositions du Conseil national concernant la loi sur les rapports entre les conseils. La commission du Conseil des Etats chargée de l'examen préalable de l'objet s'est notamment opposée au remplacement de la motion sur les Grandes lignes de la loi sur les rapports entre les conseils par des déclarations des groupes. Notre commission a siégé le 11 septembre dernier pour éliminer les divergences. Elle a souligné que la proposition cherchait surtout à faire participer les groupes le plus rapidement possible et de façon plus intensive à l'examen préalable du programme de législature. Aussi serait-il possible de prévoir expressément que ce dernier soit examiné à la fois par les groupes et par la commission. Compte tenu des décisions prises par le Conseil des Etats, nous sommes d'avis que l'examen préalable des rapports concernant les programmes de législature doive demeurer de la compétence d'une commission du Conseil national. C'est le seul moyen d'éviter qu'une des Chambres ne procède à l'examen de ces rapports, en se fondant sur les déclarations des groupes, tandis que l'autre délibérerait sur un rapport de la commission chargée de l'examen préalable de l'objet, ce qui provoquerait des distorsions. En outre, les motions concernant les Grandes lignes seraient maintenues si l'on renonce à réviser la loi sur les rapports entre les conseils. Nous avons donc décidé de limiter la révision à la modification du règlement du Conseil national. Cette solution a l'avantage de pouvoir entrer en vigueur en même temps que celle découlant du projet de la réforme du Parlement, c'est-à-dire au début de la session d'hiver. Je n'entre pas dans le détail des articles que vous allez certainement approuver dans quelques instants. Je me rallie aux conclusions de Mme la présidente de la commission. A. Geschäftsverkehrsgesetz A. Loi sur les rapports entre les conseils Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates (Nichteintreten) Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats (Ne pas entrer en matière) Angenommen -Adopté B. Geschäftsreglement des Nationalrates B. Règlement du Conseil national Titel und Ingress Antrag der Kommission Festhalten am Beschluss vom 20. September 1990 -- 1 of 3 -23. September 1991 N 1617 Parlamentarische Initiative. Einführung der Einheitsinitiative Titre et préambule Proposition de la commission Maintenir la décision du 20 septembre 1990 Angenommen -Adopté Ziff. l Ingress Antrag der Kommission Das Geschäftsreglement des Nationalrates vom 22. Juni 1990 wird wie folgt geändert: Ch. l préambule Proposition de la commission Le règlement du Conseil national du 22 juin 1990 est modifié comme il suit: Angenommen -Adopté Art. 15aAbs.2 Antrag der Kommission Der Bericht des Bundesrates über die Legislaturplanung wird von einer Spezialkommission vorberaten, die aus den Fraktionspräsidenten sowie weiteren Ratsmitgliedern besteht. Art. 1 Saal. 2 Proposition de la commission Le rapport du Conseil fédéral concernant le programme de la législature est soumis, pour examen préalable, à une commission spéciale comprenant les présidents des groupes et d'autres députés. Angenommen -Adopté Art. 29 Abs. 3 (neu) Antrag der Kommission Der Bericht des Bundesrates über die Legislaturplanung wird durch die Fraktionen und durch eine Kommission vorberaten. Die Fraktionen erarbeiten zuhanden der vorberatenden Kommission eine Stellungnahme, aus der hervorgeht, welche Zielsetzungen und Massnahmen des Bundesrates sie unterstützen und welche sie ablehnen. Art. 29 al. 3 (nouveau) Proposition de la commission Le rapport du Conseil fédéral concernant le programme de la législature fait l'objet d'un examen préalable des groupes et d'une commission. Les groupes préparent à l'intention de cette commission des déclarations indiquant quels objectifs et quelles mesures ils approuvent et lesquels ils rejettent. Angenommen -Adopté Art. 42a Antrag der Kommission Streichen Proposition de la commission Biffer Angenommen -Adopté Ziff. Il Antrag der Kommission Diese Aenderung tritt am 25. November 1991 in Kraft. Ch. II Proposition de la commission La présente modification entre en vigueur le 25 novembre 1991.
Initiative parlementaire. Planification politique 1616 N 23 septembre 1991 #ST# 88.237 Parlamentarische Initiative (Kommission 86.015) Verfahren der politischen Planung Initiative parlementaire (Commission 86.015) Procédure concernant la planification politique Differenzen (A), 2. Lesung (B) Divergences (A), 2e lecture (B) Siehe Jahrgang 1990, Seite 1466-Voir année 1990, page 1466 Beschluss des Ständerates vom 18. Juni 1991 Décision du Conseil des Etats du 18 juin 1991 Kategorie IV, Art. 68 GRN - Catégorie IV, art. 68 RCN Frau Uchtenhagen, Berichterstatterin: Das Geschäft hat eine sehr lange Vorgeschichte, auf die ich aber nicht noch einmal eintrete. Es geht um die Mitwirkung des Parlamentes bei der politischen Planung. Sie wurde seinerzeit von Ständerat Bindergefordert. Ihre Kommission hat alle Varianten, die es da gibt, eingehend geprüft und in der Herbstsession vergangenen Jahres einen relativ bescheidenen Antrag auf eine Aenderung des Geschäftsverkehrsgesetzes und des Geschäftsreglementes gestellt. Es ging darum, dass nicht mehr die Kommissionen die Richtlinien der Legislaturpläne beraten, sondern dass man das den Fraktionen überlässt, die dann Fraktionserklärungen abgeben, die kurz durch die Fraktionspräsidenten resümiert werden, und dass dann eine Debatte darüber stattfindet und der Bundesrat zu diesen Erklärungen Stellung nimmt. Es ging der Kommission vor allem auch darum, die Fraktionen zu integrieren. Bis jetzt war es immer so, dass die Kommission die Legislaturziele beriet. Sie tat das, bevor überhaupt die Fraktionssitzungen stattfanden. Es gab meistens ein ziemlich wildes Durcheinander, und es kamen keine klaren Prioritäten und keine Schwerpunkte zum Durchbruch. Wir wurden deswegen auch immer wieder kritisiert. Es geht aber auch darum, dass sich jene Mitglieder, die neu in einer Fraktion sind, immer ein bisschen verloren fühlen. Vielleicht erinnern Sie sich noch daran, als Sie neu in diesen Rat eintraten. Wenn man zusammen einen solchen Legislaturplan diskutieren kann - da kommen ja fast alle wichtigen Geschäfte vor -, wirkt das für eine Fraktion sehr verbindend. Sie haben damals den Anträgen Ihrer Kommission mit 107 zu 10 Stimmen zugestimmt. Leider war diese prächtige Zustimmung vergebens, denn der Ständerat hat das mit der Begründung abgelehnt, dass er keine Fraktionen kenne-was mir ziemlich neu ist-; seine Mitglieder seien Standesvertreter und deswegen wolle man das nicht machen. Er hat gesagt, der Nationalrat könne das mit einer Aenderung des Réglementes für sich machen. Wir haben uns dann überlegt: Es hat wohl keinen Sinn, gegen den Ständerat zu kämpfen. Aber wieder ganz auf die alte Version zurückgehen wollten wir auch nicht. Deshalb schlagen wir Ihnen das vor, was der Ständerat angeregt hat. Wenn Sie die Fahne zur Hand nehmen, sehen Sie, dass wir Ihnen beantragen, zwei Reglementsartikel in dem Sinn zu ändern, dass auch die Fraktionen zu diesen Legislaturplänen Stellung nehmen, dies aber dann der Kommisssion mitteilen, die beibehalten wird, und dass dann dort die Fraktionserklärungen diskutiert werden. Das heisst aber auch, dass man an den Richtlinienmotionen festhält. Es ist eine kleine Anpassung. Es ist nicht mehr sehr viel Neues darin. Aber ich glaube, wir sollten diesen Anträgen zustimmen. Es ist abgesprochen, dass diese neuen Réglemente automatisch in das eingehen, was wir soeben beschlossen haben. Denn was jetzt unter Artikel 42a steht, müssten wir sowieso herausnehmen. Das war unser Entscheid vor einem Jahr, und er ist hinfällig, wenn der Ständerat nicht darauf eintritt. Ich bitte Sie also, die beiden Reglementsartikel in diesem Sinn abzuändern. M. Cotti, rapporteur: C'est le 20 septembre de l'année dernière que le Conseil national a décidé de modifier la procédure à suivre lors de l'examen du rapport du Conseil fédéral sur le programme de législature. Il s'était prononcé en faveur de la révision de la loi sur les rapports entre les conseils et de son règlement. Les nouvelles dispositions prévoyaient que les groupes procéderaient à l'examen préalable des rapports de législature au lieu des commissions chargées jusqu'ici de ce travail et que les motions sur les Grandes lignes seraient remplacées par des déclarations des groupes se rapportant à la planification. Initialement, la commission avait proposé que le Conseil fédéral présente aussi un rapport préliminaire sur les points forts au début de chaque législature. Cependant, le Conseil fédéral a repoussé cette proposition. Or, le 18 juin de cette année, le Conseil des Etats a décidé, sans opposition, de ne pas entrer en matière sur les propositions du Conseil national concernant la loi sur les rapports entre les conseils. La commission du Conseil des Etats chargée de l'examen préalable de l'objet s'est notamment opposée au remplacement de la motion sur les Grandes lignes de la loi sur les rapports entre les conseils par des déclarations des groupes. Notre commission a siégé le 11 septembre dernier pour éliminer les divergences. Elle a souligné que la proposition cherchait surtout à faire participer les groupes le plus rapidement possible et de façon plus intensive à l'examen préalable du programme de législature. Aussi serait-il possible de prévoir expressément que ce dernier soit examiné à la fois par les groupes et par la commission. Compte tenu des décisions prises par le Conseil des Etats, nous sommes d'avis que l'examen préalable des rapports concernant les programmes de législature doive demeurer de la compétence d'une commission du Conseil national. C'est le seul moyen d'éviter qu'une des Chambres ne procède à l'examen de ces rapports, en se fondant sur les déclarations des groupes, tandis que l'autre délibérerait sur un rapport de la commission chargée de l'examen préalable de l'objet, ce qui provoquerait des distorsions. En outre, les motions concernant les Grandes lignes seraient maintenues si l'on renonce à réviser la loi sur les rapports entre les conseils. Nous avons donc décidé de limiter la révision à la modification du règlement du Conseil national. Cette solution a l'avantage de pouvoir entrer en vigueur en même temps que celle découlant du projet de la réforme du Parlement, c'est-à-dire au début de la session d'hiver. Je n'entre pas dans le détail des articles que vous allez certainement approuver dans quelques instants. Je me rallie aux conclusions de Mme la présidente de la commission. A. Geschäftsverkehrsgesetz A. Loi sur les rapports entre les conseils Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates (Nichteintreten) Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats (Ne pas entrer en matière) Angenommen -Adopté B. Geschäftsreglement des Nationalrates B. Règlement du Conseil national Titel und Ingress Antrag der Kommission Festhalten am Beschluss vom 20. September 1990 -- 1 of 3 -23. September 1991 N 1617 Parlamentarische Initiative. Einführung der Einheitsinitiative Titre et préambule Proposition de la commission Maintenir la décision du 20 septembre 1990 Angenommen -Adopté Ziff. l Ingress Antrag der Kommission Das Geschäftsreglement des Nationalrates vom 22. Juni 1990 wird wie folgt geändert: Ch. l préambule Proposition de la commission Le règlement du Conseil national du 22 juin 1990 est modifié comme il suit: Angenommen -Adopté Art. 15aAbs.2 Antrag der Kommission Der Bericht des Bundesrates über die Legislaturplanung wird von einer Spezialkommission vorberaten, die aus den Fraktionspräsidenten sowie weiteren Ratsmitgliedern besteht. Art. 1 Saal. 2 Proposition de la commission Le rapport du Conseil fédéral concernant le programme de la législature est soumis, pour examen préalable, à une commission spéciale comprenant les présidents des groupes et d'autres députés. Angenommen -Adopté Art. 29 Abs. 3 (neu) Antrag der Kommission Der Bericht des Bundesrates über die Legislaturplanung wird durch die Fraktionen und durch eine Kommission vorberaten. Die Fraktionen erarbeiten zuhanden der vorberatenden Kommission eine Stellungnahme, aus der hervorgeht, welche Zielsetzungen und Massnahmen des Bundesrates sie unterstützen und welche sie ablehnen. Art. 29 al. 3 (nouveau) Proposition de la commission Le rapport du Conseil fédéral concernant le programme de la législature fait l'objet d'un examen préalable des groupes et d'une commission. Les groupes préparent à l'intention de cette commission des déclarations indiquant quels objectifs et quelles mesures ils approuvent et lesquels ils rejettent. Angenommen -Adopté Art. 42a Antrag der Kommission Streichen Proposition de la commission Biffer Angenommen -Adopté Ziff. Il Antrag der Kommission Diese Aenderung tritt am 25. November 1991 in Kraft. Ch. II Proposition de la commission La présente modification entre en vigueur le 25 novembre 1991.
Angenommen -Adopté Präsident: Die systematische Einordnung der beiden Absätze richtet sich nach der Vorlage 90.228 (Parlamentsreform), Beschluss B. #ST# 87.224 Parlamentarische Initiative (Fraktion der Schweizerischen Volkspartei) Einführung der Einheitsinitiative Initiative parlementaire (Groupe de l'Union démocratique du Centre) Institution de l'initiative unique Siehe Jahrgang 1989, Seite 408 - Voir année 1989, page 408 Bericht der Kommission des Nationalrates vom 20. Juni 1991 (BBIIII856) Rapport de la commission du Conseil national du 20 juin 1991 (FF III 884) Kategorie III, Art. 68 GRN - Catégorie III, art. 68 RCN Antrag der Kommission Mehrheit a. Die Initiative abschreiben. b. Auf den Gegenentwurf der Minderheit nicht eintreten. Minderheit (Voilmer, Ammann, Bäumlin, Leuenberger-Solothurn, Longet) a. Eintreten auf den Gegenentwurf. b. Den Entwurf an die Kommission zurückweisen mit dem Auftrag, ein Vernehmlassungsverfahren durchzuführen und einen überarbeiteten Bericht und Antrag nach Artikel 21quater Absatz 3 des Geschäftsverkehrsgesetzes vorlegen. Proposition de la commission Majorité a. Classer l'initiative. b. Ne pas entrer en matière sur le contre-projet de la minorité. Minorité (Vollmer, Ammann, Bäumlin, Leuenberger-Soleure, Longet) a. Entrer en matière sur le contre-projet. b. Renvoyer le projet à la commission avec mandat d'ouvrir une procédure de consultation et de présenter un rapport remanié conformément à l'article 21quater, 3e alinéa, de la loi sur les rapports entre les conseils. Loretan, Berichterstatter: Wir bewegen uns mit dem vorliegenden Geschäft im wichtigen und sensiblen Bereich der Volksrechte. Sie nehmen im öffentlichen Bewusstsein zu Recht eine zentrale Stellung ein. Wer sich mit Aenderungen und Anpassungen befasst, hat Vorsicht walten zu lassen. Dies hat auch Ihre Kommission im Verlaufe ihrer eingehenden Beratungen seit dem 13. März 1989 erfahren. Damals beschloss der Nationalrat, der parlamentarischen Initiative der SVP-Fraktion Folge zu geben. Wer die Volksrechte im institutionellen Bereich und/oder im materiellen Anwendungsbereich beeinträchtigen will, erntet Kritik und Widerstand. Dies erfahren zurzeit nicht wenige, die für einen sofortigen EG-Beitritt plädieren. Die Skeptiker in dieser Frage befürchten eine allzu starke Einschränkung unserer direkten Demokratie. Dies eine erste Vorbemerkung in meinem ergänzenden Referätchen zum schriftlichen Kommissionsbericht vom 20. Juni 1991. Eine zweite Vorbemerkung: Die Idee einer Einheitsinitiative wurde im Verlaufe der Vorbereitungsarbeiten für eine Totalrevision der Bundesverfassung entwickelt. Sowohl die Arbeitsgruppe Wahlen als auch die Expertenkommission Furgler beschäftigten sich intensiv mit diesem Thema. Letzere schlug neben der Volksinitiative auf Totalrevision der Verfassung nur noch eine einzige Form der Volksinitiative vor: die Einheitsinitiative, womit dem Parlament die volle Verantwortung für die formale Einheitlichkeit und Ausgewogenheit der Gesamtrechtsordnung übertragen worden wäre; dies mit dem Ziel, -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Parlamentarische Initiative (Kommission 86.015) Verfahren der politischen Planung Initiative parlementaire (Commission 86.015) Procédure concernant la planification politique In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1991 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 06 Séance Seduta Geschäftsnummer 88.237 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 23.09.1991 - 14:30 Date Data Seite 1616-1617 Page Pagina Ref. No 20 020 322 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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