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Entscheid

88-429

Verwaltungsbehörden 08.02.1990 88.429

8. Februar 1990Deutsch9 min

Source admin.ch

Erwägungen

111.

Stimmen

12.

Stimmen Abschreibung - Classement Le président: Le Conseil fédéral propose de classer selon la page 2 du rapport une intervention parlementaire. Zustimmung-Adhésion An den Ständerat-Au Conseil des Etats #ST# 88.429 Motion Houmard Politische Reden von Ausländern Discours politiques d'étrangers Wortlaut der Motion vom 18. März 1988 Da der Bundesratsbeschluss vom 24. Februar 1948 betreffend politische Reden von Ausländern nicht befriedigt, laden wir den Bundesrat ein, die gesetzliche Grundlage für die Regelung der politischen Tätigkeit von Ausländern in der Schweiz zu schaffen. Texfe de la motion du 18 mars 1988 Etant donné que l'arrêté du Conseil fédéral concernant les discours politiques d'étrangers du 24 février 1948 ne donne pas satisfaction, nous invitons le Conseil fédéral à établir les bases légales réglant l'activité politique des étrangers dans notre pays. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Allenspach, Aregger, Basler, Berger, Bonny, Bonvin, Bühler, Büttiker, Cavadini, Cincera, Coutau, Daepp, David, Dreher, Eppenberger Susi, Etique, Fäh, Fischer-Hägglingen, Fischer-Sursee, Fischer-Seengen, Frey Claude, Frey Walter, Friderici, Früh, Giger, Gros, Mari, Hess Otto, Hess Peter, Hösli, Jeanneret, Jung, Kohler, Kühne, Loeb, Loretan, Luder, Martin Jacques, Meier Fritz, Müller-Meilen, Müller-Wiliberg, Nabholz, Nebiker, Nussbaumer, Perey, Philipona, Reimann Maximilian, Ruf, Rutishauser, Rüttimann, Rychen, Sager, Savary-Fribourg, Savary-Vaud, Scheidegger, Scherrer, Schnider, Schwab, Seiler Hanspeter, Spalti, Spoerry, Stamm, Steinegger, Stucky, Wanner, Weber-Schwyz, Wellauer, Wyss Paul, Wyss William, Zölch, Zwingli (72) Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 1. Juni 1988 Rapport écrit du Conseil fédéral du 1er juin 1988 L'arrêté du Conseil fédéral du 24 février 1948 concernant les discours politiques d'étrangers a régulièrement donné lieu à des discussions, ces derniers temps. Dans sa réponse à la motion Braunschweig du 8 octobre 1987 (87.594 Orateurs étrangers. Liberté de parole), le Conseil fédéral a relevé ce qui suit: «Le Département de justice et police a été chargé de vérifier la réglementation - approuvée à l'époque par le Parlement - de l'activité politique des étrangers. Cet examen porte également sur la forme et le contenu de l'arrêté concernant les discours politiques d'étrangers. Les travaux ne sont pas encore achevés. Ceux-ci terminés, le Conseil fédéral aura l'occasion de se prononcer une nouvelle fois sur ce problème». L'établissement de bases légales - demandé par la présente motion - n'est pas prévu dans le rapport sur le programme de la législature 1987 à 1991. La réglementation de l'activité politique des étrangers soulève des questions complexes et requiert donc du temps. Par ailleurs, les travaux de révision en cours de la loi fédérale sur les droits politiques, d'une part, et de la loi fédérale sur les droits politiques des Suisses de l'étranger, d'autre part, devraient également exercer des effets sur la législation fédérale envisagée dans le domaine abordé par la motion Houmard (droit de vote des Suisses de l'étranger envers la Suisse, d'une part; droit de vote des étrangers envers leur pays d'origine depuis la Suisse, d'autre part; décision du Conseil fédéral de 1981 concernant le traitement parallèle de ces deux domaines). Vu cet état de choses, la forme du postulat conviendrait mieux -- 1 of 3 -Postulat Eppenberger Susi 178 N. 8 février 1990 que celle de la motion. Le Conseil fédéral est disposé à accepter la proposition comme postulat et à l'intégrer dans l'étude en cours. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en postulat. Ueberwiesen aïs Postulat- Transmis comme postulat #ST# 89.689 Postulat Eppenberger Susi Gute Dienste zur Informationskultur Accès à l'information. Bons offices de la Suisse Wortlaut des Postulates vom 6. Oktober 1989 Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, welche guten Dienste die Eidgenossenschaft leisten könnte, um den Bestand, die Pflege und den Zugang insbesondere zu den kulturellen, ökologischen und wirtschaftlichen Informationen zu gewährleisten, welche im Rahmen des Völkerbundes und der Vereinten Nationen angefallen sind resp. anfallen werden. Texte du postulat du 6 octobre 1989 Le Conseil fédéral est invité d'examiner quels bons offices la Confédération pourrait fournir afin que soient assurés la conservation, le développement et l'accès notamment aux informations culturelles, écologiques et économiques qui ont été ou qui seront collectionnées dans le cadre de la Société des Nations, resp. des Nations Unies. Mitunterzeichner - Cosignataires: Auer, Bremi, Burckhardt, Cotti, David, Eggly, Maître, Morf, Müller-Meilen, Ott, Sager, Steinegger.WyssPaul (13) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Im Zeitalter der weltweiten Vernetzung der Märkte und Finanzbörsen, der unverzüglichen Kommunikation von Text, Bild und Daten, der schallschnellen Flugverbindungen und der stündlichen Intercity-Züge mag man sich höchstens noch zu Vergleichs- und Nostalgiezwecken der Postkutschen erinnern. Im Informationsbereich ist der technische Fortschritt sogar besonders ausgeprägt und augenfällig: das Schweizer Telefonbuch, beispielsweise, ist bereits auf einer optischen Kompaktdiskette verfügbar und bald werden ganze Bibliotheksbestände von Privaten zu Hause konsultiert werden können. Dennoch, und obwohl relevantes Wissen seit je Vorteile, Sicherheit und Macht vermittelt hat, ist das akkumulierte Wissen der Welt immer noch weitgehend archaisch «organisiert» und entsprechend mangelhaft zugänglich und genutzt. Die Beschaffung, Konservierung, Aufbereitung und Verfügbarmachung der bereits vorhandenen, ebenso wie der flutartig zunehmenden Informationen hat mit den reellen Möglich-keiten und Bedürfnissen höchstens punktuell und unter vorwiegend nationalen Gesichtspunkten Schritt gehalten. Was fehlt, ist eine auch die nationalen Grenzen überwindende Informationskultur, welche jedem Bürger und Entscheidungsträger den Zugang und die Beherrschung des ihn interessierenden weltweiten Informationsflusses und seiner Inhalte erlaubt. Das Beispiel des Völkerbundes und seiner Institutionen illustriert das Grundproblem, und es lässt Lösungsmöglich-keiten erkennbar werden, welche auch und insbesondere für die Schweiz von Interesse sein könnten. Friedenssicherung durch Recht lautete schon beim Völkerbund die Devise seiner Gründungsväter, allen voran der damalige amerikanische Präsident Woodrow Wilson. Dazu sollten auf verschiedensten Sachgebieten multilaterale Vereinbarungen (z. B. zur Bekämpfung des internationalen Rauschgifthandels) und Modellabkommen (z. B. zur Vermeidgung der Doppelbesteuerung) ausgehandelt und internationale Organisationen (z. B. das Internationale Arbeitsamt) ins Leben gerufen werden. Abkommen und Organisationen kamen zwar zustande und entfalten zum Teil heute noch positive Wirkungen. Ohne die Resonanzkraft einer entsprechenden Informationskultur vermochten all diese Bemühungen aber ihr Hauptziel der Friedenssicherung nicht zu erreichen. Das Aushandeln der entsprechenden Abkommen erfasste schon damals nur einen kleinen, relativ geschlossenen Kreis von spezialisierten Unterhändlern. Und sowohl die vereinbarten Texte als auch die ihnen zugrundeliegenden Materialien und Karten welche auch für die Zukunft noch äusserst wertvolle Lösungsansätze enthalten - drangen nur den wenigsten Entscheidungsträgern nachhaltig ins Bewusstsein. Die von einem anderen weitsichtigen Amerikaner, John D. Rockefeiler, gestiftete Völkerbundsbibliothek konnte daher bisher auch nur einen Teil ihrer Zweckbestimmung erfüllen. Seit der Gründung der Vereinten Nationen, ihrer Spezialagenturen und anderer aus den Arbeiten des Völkerbundes hervorgegangener internationaler Organisationen (z. B. OECD) sind verschiedene einmalige Kollektionen der Völkerbundsbibliothek an neue Standorte gebracht worden. Gleiches geschah mit der Verlegung einzelner Uno-Organisationen nach Wien. Der damit verbundene Aderlass schuf in Genf zwar Platz für die unablässig anschwellende Uno-Dokumentenflut; die Bedeutung der weiterhin im Palais des Nations untergebrachten Völkerbunds-/Uno-Bibliotheken ist dadurch aber beeinträchtigt worden. Die Schattenseite solcher Spezialisierung und Dezentralisierung kann im Doppelbesteuerungs-Modellabkommen der OECD erkannt werden, indem dort nicht mehr der Schutz des Steuerzahlers vor Doppelbesteuerung, sondern die Förderung der Interessen der Steuerverwaltungen gegebenenfalls sogar mittels Bewirkung von Doppelbesteuerung zum Hauptzweck erhoben und festgelegt worden ist. Nicht weniger bedeutungsvoll - und auch für die Universitätsstadt Genf schwerwiegend - sind die chronischen Platz-, Budget- und Personalprobleme der Genfer Uno-Bibliotheken. Sie beteiligen sich zwar im Rahmen des Möglichen am Ausleihverkehr mit anderen schweizerischen Universitätsbibliotheken; ihre Bestände sind aber nur mangelhaft bekannt oder ergründbar, und die persönliche Benutzung der Bibliotheksdienstleistungen ist regelmässig ausserordentlich beschränkt und vielfach erschwert. Für die sonst kaum zugänglichen Völkerbundstexte im besonderen dürfte auch die derzeit angelaufene elektronische Datenerfassung in absehbarer Zeit keine wesentliche Besserung des Informationszugangs bewirken. Damit besteht für die Schweiz als Standortland Anlass, im Sinne erweiterter guter Dienste das gegenseitige Interesse, die Möglichkeiten und die Voraussetzungen zur Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen und ihren Spezialagenturen zu prüfen, um die betreffenden Informationsdienstleistungen auch in Krisen- und Kriegszeiten gewährleisten zu können. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 4. Dezember 1989 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 4 décembre 1989 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion Houmard Politische Reden von Ausländern Motion Houmard Discours politiques d'étrangers In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1990 Année Anno Band I Volume Volume Session Februarsession Session Session de février Sessione Sessione di febbraio Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 06 Séance Seduta Geschäftsnummer 88.429 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 08.02.1990 - 08:00 Date Data Seite 177-178 Page Pagina Ref. No 20 018 302 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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