89-249
Verwaltungsbehörden 18.03.1994 89.249
18. März 1994Deutsch5 min
Source admin.ch
Initiative parlementaire. Egalité des sexes 568 N 18 mars 1994 #ST# 89.249 Parlamentarische Initiative (Nabholz) Lohngleichheitfür Mann und Frau. Beweislastregel Initiative parlementaire (Nabholz) Egalité des salaires masculins et féminins. Fardeau de la preuve Siehe Jahrgang 1991, Seite 553 - Voir année 1991, page 553 Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art 68 RCN Reimann Maximilian (V, AG) unterbreitet im Namen der Kommission für Rechtsfragen (RK) den folgenden schriftlichen Bericht: Am 13. Dezember 1989 reichte Nationalrätin Nabholz eine parlamentarische Initiative in der Form des ausgearbeiteten Entwurfs ein. Nach der Initiative sollte Artikel 343 OR folgendermassen ergänzt werden: «Hat im Streitfalle die klagende Partei Tatsachen dargelegt, die die ungleiche Entlöhnung für gleichwertige Arbeit als glaubhaft erscheinen lassen, trifft die beklagte Partei die volle Beweislast für den Gegenbeweis.» Auf Antrag der vorberatenden Petitions- und Gewährleistungskommission beschloss der Nationalrat am 18. März 1991, dieser Initiative Folge zu geben. Sie wurde Ende 1991 der Kommission für Rechtsfragen zur Ausarbeitung zugewiesen. Mit Blick auf das sich damals in Vorbereitung befindende Gleichstellungsgesetz beschloss die Kommission für Rechtsfragen aber am 29. Oktober 1992, mit der Behandlung der Initiative bis zum Vorliegen desselben zuzuwarten. Am 24. Februar 1993 unterbreitete der Bundesrat den eidgenössischen Räten die Botschaft zum Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann (93.024). Die Kommission für Rechtsfragen hat die Behandlung dieser Vorlage am 1. Februar 1994 abgeschlossen und hält fest, dass die Anliegen der Initiative mit diesem Gesetz erfüllt werden. Sie verweist im übrigen auf die diesbezüglichen Beratungen zum Gleichstellungsgesetz. Reimann Maximilian (V, AG) présente au nom de la Commission des affaires juridiques (CAJ) le rapport écrit suivant: Le 13 décembre 1989, M™ Nabholz, conseillère nationale, a déposé une initiative parlementaire sous la forme d'un projet rédigé de toutes pièces, prévoyant de modifier comme suit l'article 343 CO: «Lorsqu'on cas de litige, la partie plaignante présente des faits qui laissent supposer de manière vraisemblable que l'égalité des salaires n'est pas respectée pour un travail de valeur égale, il incombe à la partie adverse de prouver le contraire.» Sur proposition de la Commission des pétitions et de l'examen des constitutions cantonales, à qui elle avait été attribuée pour examen préalable, le Conseil national a décidé le
Erwägungen
18.
mars 1991 de donner suite à l'initiative. Celle-ci a été transmise à la fin de l'année 1991 à la Commission des affaires juridiques. Cette commission a toutefois décidé le 29 octobre 1992 d'attendre pour traiter l'initiative en question qu'ait été achevé le projet de loi sur l'égalité entre femmes et hommes. Le 24 février 1993, le Conseil fédéral a soumis aux Chambres fédérales le message relatif à la loi fédérale sur l'égalité entre femmes et hommes (93.024). Ayant achevé l'examen de ce texte le 1er février 1994, la Commission des affaires juridiques a conclu que la loi répondait suffisamment aux souhaits exprimés par l'auteur de l'initiative. Elle renvoie par ailleurs aux débats à laquelle elle a donné lieu. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt einstimmig, die Initiative als erfüllt abzuschreiben. Proposition de la commission La commission propose, à l'unanimité, de classer l'initiative, l'objet visé ayant été atteint. Angenommen -Adopté #ST# 91.429 Parlamentarische Initiative (Baerlocher) Programm zur Förderung von Gleichstellung und Partnerschaft Initiative parlementaire (Baerlocher) Egalité des sexes et partenariat Siehe Jahrgang 1992, Seite 2697-Voir année 1992, page 2697 Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN Wortlaut der Initiative vom 25. September 1991 Mit dem formalrechtlichen Bekenntnis zur Gleichstellung und mit dem partnerschaftlichen Eheleitbild ist die Diskrimierung der Frauen nicht beseitigt worden. Die Umsetzung beider Prinzipien kommt nur schleppend voran, und die Ungeduld der Frauen wächst Dies zeigt der landesweite Frauenstreik vom 14. Juni 1991. Die Zeit der Lippenbekenntnisse ist vorbei: Die Frauen wollen Taten sehen. Und damit haben sie völlig recht. Mit der Veränderung von Ideen und Verfassungstexten sind jene strukturellen Barrieren noch nicht beseitigt, die auch beim Vorliegen besten Willens zu oft reale Gleichstellung und vor allem partnerschaftliche Arbeitsteilung verhindern. Gestützt auf Artikel 21 bis GVG reiche ich folgende parlamentarische Initiative in Form einer allgemeinen Anregung ein: Der Bund erstellt ein spezielles Programm, das Gleichstellung und Partnerschaft fördert, indem es bei den strukturellen Verhinderungen und individuellen «Behinderungen» der Männer ansetzt Dieses Programm müsste umfassen: - Elternurlaub: Von Gemeinschaft getragen, im Sinne einer Elternversicherung. Elternurlaub auf Mann und Frau zu je
50.
Prozent verteilt und eventuell verfallend, wenn Mann Elternurlaub nicht bezieht. - Teilzeitarbeit: Im Arbeitsrecht festgelegte Möglichkeit des 6Stunden-Tages für Betreuungspflichtige (Betreuungsaufgaben/-arbeit von Angehörigen) oder Beschränkung auf 6 Stunden für Familienpflichtige (im Sinne der «Standesschutzbestimmungen» für Frauen). Teilzeitstellen für Männer in leitenden und hochqualifizierten Stellen. - Infrastruktur: Steuerliche Begünstigung von Firmen, die Betreuungsplätze bereitstellen. Berücksichtigung von Firmen bei staatlicher Auftragsvergabe, welche 1. Männerteilzeitarbeit und 2. Kinderbetreuung am Arbeitsort ermöglichen. -Armee: Familienväter, welche Betreuungsarbeiten übernehmen, werden freigestellt. - Sozialversicherung: Berücksichtigung von Betreuungsarbeit in allen Teilen der Sozialversicherung (AHV, IV, BVG, ALV). Texte de l'initiative du 25 septembre 1991 La reconnaissance formelle de parité des sexes et la mise sur pied d'égalité des conjoints dans le droit matrimonial n'ont pas mis fin à la discrimination des femmes. La lenteur avec la-- 1 of 2 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Parlamentarische Initiative (Nabholz) Lohngleichheit für Mann und Frau. Beweislastregel Initiative parlementaire (Nabholz) Egalité des salaires masculins et féminins. Fardeau de la preuve In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band I Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 18 Séance Seduta Geschäftsnummer 89.249 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 18.03.1994 - 08:00 Date Data Seite 568-568 Page Pagina Ref. No 20 023 837 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
-- 2 of 2 --