89-305
Verwaltungsbehörden 23.06.1989 89.305
23. Juni 1989Deutsch6 min
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23. Juni 1989 N 1191 Interpellation Schmid #ST# 89.305 Interpellation Wanner Auswirkungen der Lötschberg-Variante der Neat NLFA. Incidences de la variante du Loetschberg Wortlaut der Interpellation vom 31. Januar 1989 Den Medien konnte dieser Tage entnommen werden, dass eine Entscheidung für die Lötschberg-Variante der Neat eine dritte Spur auf der Neubaustrecke Mattstetten - Rothrist nötig macht. Dies würde zwangsläufig eine neue Belastung für die betroffenen Regionen bedeuten (Boden, Lärm, usw.). Ich frage deshalb den Bundesrat an, ob diese Aussage zutrifft. Wenn ja, ist er bereit, auch nach Abschluss des Vernehmlassungsverfahrens die betroffenen Kantone darauf aufmerksam zu machen? Wäre es zudem denkbar, dass in einer ersten Phase die Neat durch den Lötschberg' in Betrieb genommen würde und später aus zwingenden Gründen trotzdem eine dritte Spur auf der erwähnten Neubaustrecke errichtet wird? Die betroffenen Regionen haben schon heute Anrecht auf eine umfassende und vollständige Information. Texfe de l'interpellation du 31 janvier 1989 Les médias ont relevé ces derniers jours que le choix de la variante du Loetschberg de la NLFA rendra nécessaire la construction d'une troisième voie sur le nouveau tronçon Mattstetten - Rothrist. Inévitablement, les régions concernées subiraient de nouvelles atteintes (sol, bruit, etc.). Le Conseil fédéral peut-il confirmer l'exactitude de cette information? Si oui, est-il prêt à insister sur cet aspect auprès des cantons à l'issue de la procédure de consultation? En outre, est-il concevable que la NLFA par le Loetschberg soit mise en service lors d'une première étape et ne soit, pour des raisons impérieuses, complétée qu'ultérieurement par une troisième voie sur le tronçon évoqué? Les régions concernées ont droit, dès à présent, à une information exhaustive. Mitunterzeichner - Cosignataires: Büttiker, Hänggi, Leuenberger-Solothurn, Nussbaumer, Scheidegger, Ulrich (6) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 26. April 1989 Rapport écrit du Conseil fédéral du 26 avril 1989 Die Kapazitätsgrenze der heutigen Doppelspur Bern-Olten liegt zwischen 220 und 250 Zügen im Tag. Die zweite Doppelspur, bestehend aus der im Konzept «Bahn 2000» vorgesehenen Neubaustrecke Mattstetten-Rothrist und der Grauholzlinie, ermöglicht eine Entmischung von schnellen und langsameren Zügen und erhöht damit zusammen mit der bestehenden Linie die Streckenkapazität zwischen Bern und Ölten um mehr als das Doppelte. Die Experten haben die Frage der ausreichenden Streckenkapazität zwischen Bern und Ölten im Planungsfall einer neuen Eisenbahn-Alpentransversalen Lötschberg-Simplon geprüft. Sie kamen zum Schluss, dass mit der Neubaustrecke Mattstetten-Rothrist und Grauholzlinie die Kapazität ausreicht. Die Vernehmlassungsgrundlagen gehen denn auch davon aus, dass zwischen Bern und Ölten keine dritte Spur nötig sein wird. Die Zweckmässigkeitsprüfung über eine neue Eisenbahn-Alpentransversale führt dazu aus, dass die Transitachse Lötschberg-Simplon in das Konzept «Bahn 2000» eingebettet ist und dass die gemäss Zweckmässigkeitsprüfung definierte Infrastuktur genügt, um die Nachfrage im optimistisch-bahnfreundlichen Szenarium zu bewältigen. Tritt zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere wesentliche Verkehrssteigerung ein, können die Kapazitätsgrenzen erreicht und weitere Infrastrukturausbauten erforderlich sein. Nach Meinung der Experten bestünde diesfalls die Möglichkeit des Ausbaus der Jura-Linie Basel-Delémont-Biel. Grundsätzlich können sich ähnliche Probleme zeitverschoben auch in den ändern Planungsfällen ergeben. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesrates befriedigt. #ST# 89.306 Interpellation Schmid Darstellung von Grausamkeiten in einer Fernsehsendung Scènes de cruauté dans une émission télévisée Wortlaut der Interpellation vom 31. Januar 1989 In der Fernsehsendung «Limit» vom S.Januar 1989 wurde während eineinhalb Stunden ein sogenannter Brutalofilm vorgeführt mit der Begründung, über diese Thematik könne nur kompetent diskutieren, wer einen solchen Film ganz und im Zusammenhang gesehen habe. Einmal abgesehen davon, dass es in solchen Filmen überhaupt nicht um Zusammenhänge geht, sondern nur um die Aneinanderreihung grausamster Szenen, haben sich meines Erachtens die Verantwortlichen dieser Sendung und die Programmdirektion des Fernsehens DRS über die ungewollten Nebenwirkungen, die ein solches Unterfangen hervorruft, offenbar keine Gedanken gemacht. Ich ersuche daher den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen:
Erwägungen
1.
Sollte ein derart starkes Medium wie das Fernsehen in der Moderation von Sendungen nicht etwas mehr Feingefühl an den Tag legen und sich einer besonderen Sorgfaltspflicht unterziehen?
2.
Findet es der Bundesrat in.Ordnung, dass sich Fernsehmoderatoren anmassen, Hunderttausenden von Erziehungsverantwortlichen ihre Version von «Aufklärung» aufzuzwingen, der man sich nur noch durch autoritären Knopfdruck entziehen kann?
3.
Wirkt sich die unverfrorene Ausstrahlung eines solchen Machwerks nicht auf unzulässige Weise präjudizierend aus auf die gegenwärtige Revision des Strafgesetzbuches, insbesondere auf die neu vorgesehenen Artikel 135 und 197?
4.
Wäre es nicht angebracht, einem Massenmedium, dessen Programm wie kein anderes sozusagen ungebeten in sämtliche Wohnstuben dringt, die Vorführung von Filmen, welche allein die Darstellung brutaler und pornographischer Szenen bezweckt, unter allen Umständen zu verbieten? Texte de l'interpellation du 31 janvier 1989 Au cours de l'émission «Limit» diffusée le 5 janvier 1989 par la télévision alémanique, un film d'une heure et demi mettant en scène des actes dé brutalité a été projeté, sous prétexte qu'une discussion sur ce thème ne pouvait être menée en connaissance de cause que par des personnes ayant assisté à un tel film dans sa totalité. Outre le fait qu'un tel film n'éclairait nullement le contexte social de tels actes et qu'il se bornait à aligner des scènes de la plus grande cruauté, il me paraît évident que les responsables de l'émission et la direction des programmes de la télévision alémanique ne se sont pas préoccupés des répercussions indésirables qu'un tel film peut avoir.
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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Wanner Auswirkungen der Lötschberg-Variante der Neat Interpellation Wanner NLFA. Incidences de la variante du Loetschberg In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1989 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 89.305 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 23.06.1989 - 08:00 Date Data Seite 1191-1191 Page Pagina Ref. No 20 017 549 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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