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Entscheid

89-325

Verwaltungsbehörden 07.03.1989 89.325

7. März 1989Deutsch10 min

Source admin.ch

Erwägungen

5.

Millionen Tonnen Ueberschuss pro Jahr produziert und dass Mengen in der gleichen Grössenordnung schon heute an Vorrat liegen. Damit ergibt sich, dass jedes Kilo Zucker, welches heute in Entwicklungsländern produziert wird, den Ueberschuss in Europa anhäuft und dadurch einen noch grösseren Druck auf die Preissituation ausübt. Letztlich wird dieser Zucker aus Europa wieder reexportiert. Also ergibt sich ein fataler Kreislauf! Die EG hat sich im Abkommen von Lomé verpflichtet, den zuckerproduzierenden Ländern unter den AKP-Staaten jährlich 1,3 Millionen Tonnen Rohzucker zu einem Mindestpreis von etwa 90 Rappen abzunehmen. Indirekt bezieht also die Schweiz heute über den EG-Zucker bereits auch von diesem Zucker. Schweizerischerseits können solche Bezüge im -- 1 of 3 -Abandon de la centrale nucléaire de Kaiseraugst. Convention 288 7 mars 1989 Sinne der Vereinbarung von Lomé nur im Rahmen von multilateralen Abkommen mit einigen Zucker produzierenden Entwicklungsländer getätigt werden, wie das auch Herr Bundespräsident Delamuraz ausgeführt hat. Die Erfahrungen mit dem heute in Kraft stehenden Rohstoffabkommen sind zwar alles andere als erfreulich. Trotzdem kann der Weg zur Gesundung dieser weltweiten Ueberproduktion nur über marktregulierende, internationale Abkommen führen. Weder die EG noch die Schweiz sind heute Mitglied des internationalen Zuckerübereinkommens. Es wäre deshalb höchste Zeit, dass unser Land diesen Schritt tut und in den Verhandlungen der Uruguay-Runde des Gatt ihren Einfluss ebenfalls geltend macht. Aus diesen Gründen bitte ich Sie im Namen der CVP-Fraktion, unser Postulat zu überweisen, in welchem wir den Bundesrat bitten, den Beitritt nun ernsthaft zu prüfen und dem Parlament darüber Bericht zu erstatten. Nussbaumer: Ich bitte Sie, das Postulat der CVP zu überweisen, und zwar aus folgenden Gründen: Ich habe drei Volkswirtschaftsminister erlebt, die sich zu diesem Zuckerproblem seit 1980 geäussert haben. Herr Bundesrat Honegger meinte 1980, der Beitritt zum Zuckerabkommen werde geprüft und sei wahrscheinlich. Etwa 1984 erklärte Bundesrat Purgier, das Problem sei in Prüfung, erleide aber Verzögerungen. Und heute haben wir von Herrn Bundespräsident Delamuraz gehört, es ergäben sich technische Schwierigkeiten bei der Durchführung. Er hat aber gleichzeitig auch darauf hingewiesen, wie schwierig es sei, hier mit bilateralen Verhandlungen voranzukommen, und wir bekämen darob Schwierigkeiten irn Gatt. Ich muss allerdings sagen, das Gatt kommt mir je länger, je mehr vor wie ein Würgengel zur Verhinderung karitativen Verhaltens und zur Verhinderung der Entwicklungshilfebestrebungen. Das Gatt will Exportsubventionen abschaffen. Beim Zucker sind sie gang und gäbe. Das Gatt will aber keine bilateralen Verhandlungen, sondern, dass man andere Lösungen ohne Exportsubventionen finden könnte. Ich glaube, es ist wenigstens wichtig, dass der Bundesrat einmal die komplexe Frage des Weltzukkerabkommens studiert und dem Parlament in absehbarer Zeit über diese Studien berichtet. M. Delamuraz, président de la Confédération: Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat, non pas un postulat qui prendrait le chemin du «tiroir», comme d'autres dans l'histoire, mais réellement le chemin de la mise en oeuvre de notre volonté, déjà annoncée par deux de mes illustres prédécesseurs, d'adhérer à cet accord sur le sucre. Nous n'avons réellement jamais été si près du but et je pense que nous pourrons non seulement donner suite au postulat tel que vous l'avez exprimé, mais donner à votre conseil de bonnes nouvelles dans cette direction. Ueberwiesen - Transmis #ST# 88.065 Nichtrealisierung des Kernkraftwerkes Kaiseraugst. Vereinbarung Abandon de la centrale nucléaire de Kaiseraugst. Convention Botschaft und Beschlussentwurf vom 9. November 1988 (BBI III, 1253) Message et projet d'arrêté du 9 novembre 1988 (FF III, 1197) Beschluss des Ständerates vom 8. Dezember 1988 Décision du Conseil des Etats du 8 décembre 1988 Antrag der Kommission Mehrheit Eintreten und Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Minderheit l (Meizoz, Bodenmann, Hafner Ursula, Jaeger, Ledergerber, thür, Zbinden Hans) Aussetzen der Beratungen, bis die eidgenössischen Räte den Bundesbeschluss über eine sparsame und rationelle Energieverwendung bahandelt haben. Minderheit II (Thür, Bodenmann, Hafner Ursula, Jaeger, Ledergerber, Meizoz, Zbinden Hans) (Eventualantrag, falls der Antrag der Minderheit l abgelehnt wird) Nichteintreten Minderheit III (Jaeger, Thür, Zbinden Hans) Rückweisung an den Bundesrat mit dem Auftrag, die Verhandlungen mit der KKW Kaiseraugst AG nochmals aufzunehmen mit dem Ziel, ein angemesseneres, für den Bund kostengünstigeres Verhandlungsergebnis zu erzielen. Antrag Fetz Rückweisung an den Bundesrat mit dem Auftrag, sich mit der KKW Kaiseraugst AG auf eine symbolische Entschädigung von Fr. 1.- zu einigen. Antrag Ledergerber Rückweisung an den Bundesrat mit dem Auftrag, die Nichtrealisierung und allfällige Entschädigung von Kaiseraugst, Graben und Verbois als Gesamtpaket vorzulegen und dabei insbesondere die Frage des Bedarfs neu zu beurteilen. Proposition de la commission Majorité Entrer en matière et adhérer à la décision du Conseil des Etats Minorité I (Meizoz, Bodenmann, Hafner Ursula, Jaeger, Ledergerber, Thür, Zbinden Hans) Suspension des délibérations jusqu'au moment où l'arrêté relatif à l'utilisation économe et rationnelle de l'énergie aura été traité par les Chambres. Minorité II (Thür, Bodenmann, Hafner Ursula, Jaeger, Ledergerber, Meizoz, Zbinden Hans) (Proposition subsidiaire, au cas où la proposition de la minorité I serait rejetée) Ne pas entrer en matière Minorité III (Jaeger, Thür, Zbinden Hans) Renvoi au Conseil fédéral avec mandat de réengager des pourparlers avec la société Kaiseraugst SA en vue d'obtenir une solution plus favorable à la Confédération. Proposition Fetz Renvoi au Conseil fédéral en l'invitant à s'entendre avec Energie nucléaire de Kaiseraugst SA sur une indemnité symbolique de 1 franc. Proposition Ledergerber Renvoi au Conseil fédéral en l'invitant à soumettre au Parlement un projet global d'abandon de Kaiseraugst, Graben et Verbois (compte tenu d'une indemnisation éventuelle) et à reconsidérer en particulier le problème du besoin. Le président: La procédure sera la suivante: Dans un premier temps, étant donné que la minorité I demande de surseoir aux délibérations, les débats vont se concentrer en -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat der christlichdemokratischen Fraktion Weltzuckerabkommen. Beitritt der Schweiz Postulat du groupe démocrate-chrétien Accord international sur le sucre. Adhésion de la Suisse In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1989 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 07 Séance Seduta Geschäftsnummer 89.325 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 07.03.1989 - 08:00 Date Data Seite 287-288 Page Pagina Ref. No 20 017 191 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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