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Entscheid

89-415

Verwaltungsbehörden 23.06.1989 89.415

23. Juni 1989Deutsch17 min

Source admin.ch

Erwägungen

3.

Die vorstehenden Ueberlegungen zeigen auf, dass von einer «kalten» Gesetzesrevision, insbesondere auf Verordnungsstufe oder in der Gesetzesanwendung, nicht gesprochen werden kann. Praxis und Politik der Bundesbehörden orientieren sich am gesetzgeberischen Willen und den internationalen Verpflichtungen der Schweiz. Dies verhindert jedoch nicht, dass das Asylgesetz zunehmend zu Einwanderungszwecken in Anspruch genommen wird. Die daraus entstehenden Vollzugsschwierigkeiten führen zu Kritik an Teilen der Asylpolitik und zu kontroversen Meinungsäusserungen über deren künftige Ausgestaltung. In dieser Situation hat der Bundesrat das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement beauftragt, zum kürzlich vorgelegten Bericht einer interdepartementalen Arbeitsgruppe über die Flüchtlings- und Asylpolitik der neunziger Jahre ein breit abgestütztes Ver-- 2 of 4 -Interpellation Carobbio 1210 N 23 juin 1989 nehmlassungsverfahren durchzuführen. Dessen Ergebnis wird massgeblich zum Entscheid über die in Zukunft zu treffenden Massnahmen im Asylbereich beitragen. Im heutigen Zeitpunkt steht lediglich fest, dass auf jeden Fall Vorkehren innerhalb der geltenden gesetzlichen Ordnung zur schnelleren Behandlung der anstehenden Gesuche und zur Durchsetzung der gefällten Entscheide getroffen werden müssen. Auf internationaler Ebene sind insbesondere die Harmonisierungsbestrebungen zwischen den europäischen Aufnahmeländern zu unterstützen und entsprechende Vereinbarungen in Kraft zu setzen. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesrates nicht befriedigt. Er beantragt Diskussion. Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion 22 Stimmen Dagegen 41 Stimmen #ST# 89.308 Interpellation Carobbio Hypothekarzinssatz. Erneute Erhöhung Interpellanza Carobbio Tasso ipotecario. Nuovi aumenti Interpellation Carobbio Nouvelle hausse des taux hypothécaires Wortlaut der Interpellation vom 31. Januar 1989 Die Schweizerische Bankgesellschaft hat beschlossen, den Hypothekarzinssatz für neue Hypotheken sofort und für alte auf den 1. Mai um ein halbes Prozent zu erhöhen; andere Banken sind diesem Beschluss gefolgt. Diese Erhöhung wirft einmal mehr das Problem der Auswirkungen solcher Entscheide auf. Diese werden von den Banken gefällt, ohne dass eine Möglichkeit der öffentlichen Kontrolle bestünde. DasAusmass der Erhöhung und die Schnelligkeit, mit welcher der Beschluss gefasst wurde, befremden; desgleichen das Eingeständnis, der angekündigten Erhöhung könnte im Herbst eine zweite folgen. Es erstaunt auch die Tatsache, dass die Initiative zur Erhöhung des Hypothekarzinssatzes nicht wie früher von einer im Hypothekengeschäft besonders aktiven Kantonalbank ausgegangen ist, sondern von einer Grossbank. Abgesehen davon geben die Auswirkungen, die dieser Beschluss auf die Mieten und den Lebenskostenindex haben kann, zu Besorgnis Anlass. Insbesondere könnte der Beschluss erneute Mietzinserhöhungen verursachen, die nach den Bestimmungen der Verordnung über Massnahmen gegen Missbräuche im Mietwesen bis zu 7 Prozent betragen können. Die Unterzeichneten haben von der Erklärung des Bundesrates, wonach die Erhöhung des Hypothekarzinssatzes nicht gerechtfertigt ist, und von seiner Einladung an die Banken, Mass zu halten, Kenntnis genommen. Sie fragen den Bundesrat:

1.

Was meint er zum Umstand, dass eine Grossbank wie die SBG die Initiative ergriff und als erste Bank den Hypothekarzinssatz um ein halbes Prozent erhöhte?

2.

Wie gedenkt er, direkt oder indirekt zu intervenieren, um zu verhindern, dass die angekündigte Erhöhung des Hypothekarzinssatzes auf die Mietpreise überwälzt wird?

3.

Will er zu diesem Zweck nicht beispielsweise prüfen, ob die Bestimmungen der Verordnung vom 10. Juli 1972 aufgehoben werden könnten, wonach jedes Viertelprozent, um das der Hypothekarzinssatz erhöht wird, zu einer Mietzinserhöhung von 3,5 Prozent berechtigt (Art. 9 Abs. 3 Bst. b)? Es gilt nämlich zu berücksichtigen, dass die Mietzinse nicht herabgesetzt worden sind, als der Hypothekarzins gesenkt wurde, und zudem in den letzten Jahren bereits mehrere Male erhöht worden sind.

4.

Was gedenkt der Bundesrat zu unternehmen, um zu verhindern, dass der Hypothekarzinssatz im Herbst ein weiteres Mal erhöht wird? Testo dell'interpellanza del 31 gennaio 1989 La decisione dell'Unione di Banche Svizzere, seguita poi da altre banche, di aumentare il tasso ipotecario dello 0,5 per cento - subito per le nuove ipoteche, dal primo maggio per le vecchie - risolleva il problema delle conseguenze di tali decisioni prese dalle banche al di fuori di qualsiasi possibilità di controllo pubblico. Stupisce l'importanza dell'aumento e la sua rapidità, nonché l'ammissione che l'aumento annunciato potrebbe essere seguito in autunno da un altro. Meraviglia inoltre il fatto che, a differenza di quanto awenuto in passato, anziché da una banca cantonale specialmente attiva nel settore delle ipoteche, l'iniziativa di aumentare il tasso ipotecario venga da una delle grandi banche. Ma a parte questo, preoccupano le possibili conseguenze della decisione sugli affitti e sull'indice del costo della vita. In particolare la decisione potrebbe provocare nuovi aumenti di affitto, fino al 7 per cento in base alle disposizioni in vigore dell'Ordinanza sulle misure contro gli abusi nel settore locativo. I sottoscritti, preso atto della dichiarazione del Consiglio federale secondo la quale l'aumento del tasso ipotecario sarebbe ingiustificato e dell'invito alle banche alla moderazione, chiedono: I.Come giudica il Consiglio federale il fatto che sia una grande banca come l'UBS a prendere l'iniziativa di aumentare per prima il tasso ipotecario dello 0,5 per cento?

2.

Come, concretamente, ritiene di intervenire, direttamente o indirettamente, per ottenere che l'annunciato aumento del tasso ipotecario non si ripercuota sugli affitti?

3.

Se non pensa a questo scopo, ad esempio, di esaminare la possibilità di sospendere le disposizioni dell'ordinanza che permettono per ogni quarto di aumento del tasso ipotecario di aumentare del 3,5 per cento gli affitti (art. 9, cpv. 3, lett. b dell'Ordinanza del 10.7.1972). Questo in considerazione del fatto che gli affitti non sono diminuiti quando il tasso ipotecario è diminuito e del fatto che in questi anni le pigioni hanno già subito diversi rialzi.

4.

Cosa intende fare per evitare in autunno altri aumenti del tasso ipotecario? Texte de l'interpellation du 31 janvier 1989 La décision de l'Union de Banques Suisses, imitée ensuite par d'autres établissements, de majorer de 0,5 pour cent les taux hypothécaires - avec effet immédiat pour les nouvelles hypothèques, à partir du premier mai pour les anciennes soulève à nouveau le problème des conséquences qu'entraînent de telles décisions, prises par les banques sans aucune possibilité de contrôle pour les pouvoirs publics. On s'étonne de l'importance de l'augmentation et de la rapidité avec laquelle elle a été décidée, et l'on craint que la majoration annoncée ne soit suivie d'une autre en automne. Il est d'autre part curieux de constater qu'à la différence de ce qui s'est passé précédemment, l'initiative en question vient non pas d'une banque cantonale particulièrement active dans ce secteur, mais de l'une des grandes banques. De plus, les effets possibles de la décision sur les loyers et l'indice du coût de la vie sont une source de préoccupations. Cela pourrait se traduire par de nouvelles augmentations de loyer, jusqu'à 7 pour cent selon les dispositions en vigueur de l'ordonnance concernant des mesures contre les abus dans le secteur locatif. Ayant pris acte de la déclaration du Conseil fédéral selon laquelle l'augmentation des taux hypothécaires serait injustifiée et de l'invitation à la modération adressée aux banques, les soussignés posent les questions suivantes:

1.

Que pense le Conseil fédéral du fait que ce soit une grande banque comme l'UBS qui ait pris l'initiative d'augmenter la première les taux hypothécaires de 0,5 pour cent?

2.

Comment a-t-il l'intention d'intervenir, directement ou indi-

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