89-498
Verwaltungsbehörden 06.10.1989 89.498
6. Oktober 1989Deutsch5 min
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6. Oktober 1989 N 1723 Postulat Meier-Glattfelden Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de classer le postulat. Abgeschrieben - Classé #ST# 89.498 Postulat Ulrich Missbildungen bei Insekten. Untersuchung Malformations chez les insectes. Etude scientifique Wortlaut des Postulates vom 14. Juni 1989 Der Bundesrat wird gebeten, eine wissenschaftliche Untersuchung zu veranlassen, um den geäusserten Verdacht, dass in der Nähe von Kernkraftwerken vermehrt Missbildungen bei Insekten auftreten, abzuklären. Die Untersuchung sollte Aufschluss geben über die Häufigkeit der Missbildungen und ihre möglichen Ursachen, wie z.B. Strahlenschäden (Petkau-Effekt) oderChemikalien. Texte du postulat du 14 juin 1989 Le Conseil fédéral est prié de faire entreprendre une étude scientifique visant à confirmer ou à infirmer le soupçon que les insectes souffrent de plus en plus de malformations au voisinage des centrales nucléaires. L'étude devra fournir des éclaircissements quant à la fréquence des malformations et leurs causes possibles, comme par exemple des dommages dus à la radioactivité (effet de Petkau) ou à des produits chimiques. Mitunterzeichner-Cosignataires: hguet, Ammann, Bär, Bäumlin Richard, Bäumlin Ursula, Braunschweig, Bundi, Carobbio, Fankhauser, Hafner Ursula, Haller, Hänggi, Hubacher, Jeanprêtre, Lanz, Ledergerber, Leuenberger-Solothurn, Matthey, Meizoz, Neukomm, Reimann Fritz, Stappung, Stocker, Uchtenhagen (24) Schriftliche Begründung - Développement par écrit In der Nähe von Kernkraftwerken scheinen vermehrt missgebildete Insekten, vor allem Wanzen, aufzutreten. Da diese Wanzen normalerweise recht selten Missbildungen aufweisen, drängt sich eine genauere Untersuchung auf. Diese Insekten bilden Nahrungsgrundlage für viele andere Tiere. Sollten sie durch Strahlung oder Chemikalien verändert worden sein, könnte dies Auswirkungen auf weitere Glieder der Nahrungskette haben, welche sich erst später zeigen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 23. August 1989 Rapport écrit du Conseil fédéral du 23 août 1989 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 89.507 Postulat Meier-Glattfelden Nutztierethologie an der ETH Zürich Ethologie des animaux de rente. Développement de l'enseignement à l'EPF de Zurich Wortlaut des Postulates vom 15. Juni 1989 Der Bundesrat wird ersucht, dafür zu sorgen, dass am Institut für Nutztierwissenschaften an der ETH Zürich die Erweiterung des Unterrichtes in Nutztierethologie realisiert wird. Texte du postulat du 15 juin 1989 Le Conseil fédéral est prié à veiller à ce que l'Institut de zootechnie de l'Ecole polytechnique de Zurich complète son enseignement par des cours consacrés à l'éthologie des animaux de rente. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Bäumlin Richard, Braunschweig, Brélaz, Bühler, Bundi, Danuser, Diener, Dünki, Eppenberger Susi, Grendelmeier, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Herczog, Jung, Leutenegger Oberholzer, Maeder, Meier-Glattfelden, Morf, Nebiker, Rebeaud, Rutishauser, Schmid, Seiler Rolf, Steffen, Stocker, Thür, Wanner, Weder-Basel, Widmer, Wiederkehr, Wyss William, Züger, Zwygart (34) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Neben Zucht und Ernährung ist die Haltung das dritte wesentliche Fachgebiet der Nutztierwissenschaften. Eine naturnahe, ökologisch orientierte Landwirtschaft kommt nicht ohne tiergerechte, umweltfreundliche Haltungssysteme aus. Das Institutfür Nutztierwissenschaften an der ETH Zürich hat eine enge Verbindung zur Landwirtschaft und ist deshalb für die Lehrund Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der praxisbezogenen Nutztierhaltung prädestiniert. Leider entspricht die aktuelle personelle Situation der Bedeutung der Nutztierethologie keineswegs. Die Nutztierethologie ist weder als Lehrstuhl noch durch eine Dozentur an einer akademischen Bildungsstätte der Schweiz vertreten. Auch weiterhin ist dafür kein Lehrstuhl an der ETH Zürich vorgesehen. Die Nutztierethologie ist lediglich im Rahmen der Sektion Tierhaltung und landwirtschaftliches Bauwesen mit 1,5 Planstellen vertreten. Um der Aufgabe wirklich gerecht zu werden, sind für die Nutztierethologie
Erwägungen
3.
feste Stellen für die Bereiche Rind, Kleinvieh und Geflügel sowie 3 Rotationsstellen notwendig. Die Notwendigkeit der nutztierethologischen Forschung ergibt sich aus der Stellung der Tierhaltung in der schweizerischen Landwirtschaft, aus der zirka 75 Prozent des Rohertrages stammen. Für alle zukünftigen Agronomen ist es unumgänglich, dass sie eine Grundausbildung in Nutztierethologie, artgerechter Tierhaltung und Stallbaugestaltung in ihr Berufsleben mitbringen. Sie geben ihr Wissen als Landwirtschaftslehrer und Berater direkt an die Bauern weiter. Das Tierschutzgesetz schreibt vor, dass Tiere so zu behandeln sind, dass ihren Bedürfnissen in bestmöglicher Weise Rechnung getragen wird. Ohne ethologische Forschung kann diese Forderung aber gar nicht erfüllt werden. Auch ermächtigt das Tierschutzgesetz den Bund, die wissenschaftliche Forschung über das tierische Verhalten zu unterstützen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 6. September 1989 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 6 septembre 1989 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis -- 1 of 2 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Ulrich Missbildungen bei Insekten. Untersuchung Postulat Ulrich Malformations chez les insectes. Etude scientifique In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1989 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 89.498 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 06.10.1989 - 08:00 Date Data Seite 1723-1723 Page Pagina Ref. No 20 017 793 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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