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Entscheid

89-533

Verwaltungsbehörden 06.10.1989 89.533

6. Oktober 1989Deutsch10 min

Source admin.ch

Erwägungen

23.

de la loi actuelle) et de l'ordonnance sur les substances. Il s'agit en particulier des métaux lourds (par exemple interdiction complète du mercure et du cadmium), des organochlorés, des hydrocarbures (par exemple hydrocarbures polycycliques aromatiques), parmi les catégories de polluants les plus rétives aux procédés de traitement et les plus nocives pour les eaux. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 6. September 1989 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 6 septembre 1989 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat. Ueberwiesen - Transmis #ST# 89.533 Postulat Grendelmeier Rechtsextreme Umtriebe in der Schweiz Groupements d'extrême-droite Wortlaut des Postulates vom 22. Juni 1989 Der Bundesrat wird ersucht, dem Parlament einen Bericht über die Bekämpfung rechtsradikaler Umtriebe in der Schweiz zu unterbreiten. Der Bericht soll dabei einen Schwerpunkt bei den gewalttätigen rechtsextremen Gruppen liefern, die in letzter Zeit durch die Verherrlichung des Naziregimes, aber auch durch Ueberfälle und Gewalttaten gegen Ausländer aufgefallen sind. Der Bericht soll sich insbesondere zu den folgenden Problemen äussern: I.Weiche rechtsextremen Gruppierungen propagieren und verüben Gewalt gegen Ausländer und nationale Minderheiten in der Schweiz? Welches ist die zahlenmässige Bedeutung dieser Gruppen, und wie sind sie zusammengesetzt?

2.

Wurden Strafverfahren wegen gewalttätiger rechtsextremer Umtriebe eingeleitet? Welches sind die Ergebnisse? Welches sind die betroffenen Gruppen?

3.

Welche Beziehungen bestehen zwischen den gewalttätigen rechtsextremen Gruppen und anderen rechtsextremen Organisationen und Parteien (Nationale Koordination)?

4.

Welches sind die Quellen neonazistischer Publikationen?

5.

Genügen die jetzigen Strafbestimmungen, oder sind zusätzliche nötig, wie z.B. gegen Aufhetzung zum Rassismus, Bildung rassistischer Vereinigungen, neonazistische Geschichtsverfälschung («Auschwitz-Lüge»)?

6.

Ist eine Harmonisierung mit der Gesetzgebung anderer europäischer Staaten angebracht, um zu verhindern, dass die Schweiz zum Hort des europäischen Rechtsextremismus wird?

7.

Was unternimmt die Bundesanwaltschaft gegen rechtsextreme Gruppen? Welche Rolle spielt sie bei der Koordination des polizeilichen Vorgehens bei der Bekämpfung rechtsradikaler Gewalttaten? Welche Massnahmen wurden ergriffen? Welche werden geplant?

8.

Welche anderen Massnahmen sieht der Bundesrat zur Bekämpfung des Rechtsextremismus vor? Texte du postulat du 22 juin 1989 Le Conseil fédéral est invité à présenter au Parlement un rapport traitant de la lutte contre les groupements d'extrêmedroite en Suisse. Le rapport devra mettre tout spécialement l'accent sur les groupements d'extrême-droite violents, qui se sont fait remarquer ces derniers temps non seulement par l'adoration du régime nazi, mais aussi par des agressions contre des étrangers. Le rapport devra traiter en particulier des questions suivantes:

1.

Quels groupements d'extrême-droite propagent et exercent la violence contre les étrangers et les minorités nationales en Suisse? Quelles sont leur importance numérique et leur organisation?

2.

A-t-on introduit des actions pénales contre des groupements d'extrême-droite violents? Quels en ont été les résultats? Quels groupements sont-ils concernés?

3.

Quelles sont les relations entre les groupements d'extrême-droite violents et d'autres organisations et partis d'extrême-droite (coordination nationale)?

4.

Quelle est la provenance des publications néo-nazies?

5.

Les dispositions pénales actuelles sont-elles suffisantes, ou faut-il en introduire d'autres qui puniraient par exemple l'incitation au racisme, la formation de groupements racistes, la falsification nazie de l'histoire (révisionnisme)?

6.

A-t-on prévu une harmonisation avec les législations d'autres pays européens, afin d'éviter que la Suisse ne devienne le repaire de l'extrême-droite européenne?

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6.

Oktober 1989 N 1731 Postulat Frey Walter

7.

Comment le Ministère public de la Confédération lutte-t-il contre les groupements d'extrême-droite? Quel rôle joue-t-il dans la coordination des actions policières en vue de combattre les actes de violence perpétrés par les extrémistes de droite? Quelles mesures a-t-on prises? Lesquelles sont prévues?

8.

Quelles autres mesures le Conseil fédéral prévoit-il en vue de combattre l'extrémisme de droite? Mitunterzeichner- Cosignataires: Aguet, Ammann, Baggi, Bär, Basler, Bäumlin Richard, Bäumlin Ursula, Béguelin, Biel, Bircher, Bodenmann, Borei, Braunschweig, Brélaz, Brügger, Bundi, Burckhardt, Caccia, Carobbio, Cavadini, Cevey, Columberg, Cotti, Daepp, Danuser, David, Déglise, Dietrich, Diener, Dormann, Ducret, Dünki, Eggly, Engler, Euler, Fankhauser, Fierz, Früh, Gros, Günter, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Haller, Herczog, Hess Otto, Hubacher, Humbel, Jaeger, Jeanprêtre, Kühne, Lanz, Ledergerber, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Leutenegger Oberholzer, Loeb, Longet, Luder, Maeder, Maître, Matthey, Mauch Ursula, Meier-Glattfelden, Meizoz, Morf, Müller-Aargau, Neukomm, Nussbaumer, Oester, Ott, Petitpierre, Philipona, Pini, Pitteloud, Portmann, Rechsteiner, Reimann Fritz, Reimann Maximilian, Ruffy, Rutishauser, Rychen, Salvioni, Savary-Vaud, Schmid, Segond, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Spielmann, Stamm, Stappung, Stocker, Stucky, Thür, Uchtenhagen, Ulrich, Weder-Basel, Widmer, Wiederkehr, Wyss Paul, Zbinden Hans, Ziegler, Zölch, Züger, Zwingli, Zwygart (105) Schriftliche Begründung - Développement par écrit In letzter Zeit häufen sich in beunruhigendem Ausmass die Meldungen über gewalttätige Ausschreitungen rechtsextremer Gruppen gegen Ausländer, insbesondere gegen Flüchtlinge und Asylbewerber. Zugleich wird in Publikationen (z. B. «Eidgenoss»), aber versuchsweise auch in Demonstrationen (geplanter Fackelzug von Winterthur) das Naziregime verherrlicht und offener Rassismus und Antisemitismus propagiert. Die Publikation rechtsextremer Schriften in der Schweiz und deren Export in Nachbarländer, in denen solche Erzeugnisse verboten sind, schädigen das Ansehen der Schweiz. Zum Aufsehen mahnen ferner die Angriffe auf ausländische Bewohner unseres Landes. Es genügt nicht, wenn solche Attacken als Werk politisch unwissender Jugendlicher abgetan werden. Es scheint, dass rechtsextremes Gedankengut zumindest als Kristallisationspunkt solcher gewalttätiger Gruppierungen dient. Eine organisatorische Basis ermöglicht offenbar rechtsextremen Gewalttätern ein rasches und konzentriertes Zuschlagen und scheint die Strafverfolgung zu behindern. Derartige Vorkommnisse müssen deshalb in einem politischen Gesamtrahmen gesehen werden. Es ist deshalb an der Zeit, dass sich das Parlament anhand eines bundesrätlichen Berichtes mit dieser Frage befasst. Zu den einzelnen Punkten:

1.

Hier geht es vor allem um eine Bestandesaufnahme der rechtsextremen Gewaltszene. Zu erfassen sind nicht nur die physischen Täter, sondern auch die Propagandisten im Hintergrund.

2.

Die Strafverfolgung ist primär Sache der Kantone. Da es sich jedoch bei den rechtsextremen Gewaltdelikten um ein gesamtschweizerisches Phänomen handelt, drängt sich auch eine gesamtschweizerische Erfassung auf, die nicht zuletzt den kantonalen Polizeibehörden dienlich wäre.

3.

Rechtsextremen Ideologen verbunden mit Gewalttaten mögen lediglich als spezifische Ausdrucksform erscheinen, in welcher sich gewisse asoziale Jugendliche betätigen. Eine solche Verharmlosung erscheint aber verhängnisvoll: Das Phänomen des wiederaufflackernden Faschismus bedarf einer genauen Beobachtung und kann nur erfasst werden, wenn die Verbindungen zu den anderen - offiziell «gemässigten» und «demokratischen» - rassistischen und fremdenfeindlichen Organisationen offen dargelegt werden. Eine gewichtige Rolle scheint dabei die «Nationale Koordination» zu spielen, die vermutlich auch entsprechende Kontakte zu ausländischen Organisationen unterhält.

4.

In letzter Zeit fallen vermehrt rechtsextreme rassistische Publikationen auf. Solche Druckerzeugnisse sind nicht nur ein Aergernis für demokratisch gesinnte Schweizer, sondern sie stellen auch eine Provokation und Beleidigung der ausländischen Bewohner unseres Landes und der jüdischen Minderheit in der Schweiz dar.

5.

Es stellt sich die Frage, ob die Revision der Strafgesetze nicht beschleunigt werden sollte, um dem rechtsextremen Treiben ein Ende zu machen.

6.

Andere Länder haben diese Revisionen bereits vorgenommen. Es besteht die Gefahr, dass die Schweiz wegen ihrer largen Gesetzgebung zum Hort des europäischen Rechtsextremismus wird (Lager der Wiking-Jugend, Versand des «Eidgenoss» in die BRD, rechtsextremistische Verlage).

7.

Da es sich - losgelöst von der allgemeinen kriminellen Motivation der Täter- um ein politisch begründetes Delikt handelt, scheint eine Abklärung durch die Bundesanwaltschaft angebracht zu sein.

8.

Das Problem des Rechtsextremismus, als Nährboden von Gewalt, lässt sich sicher nicht mit Repression allein lösen, obwohl diese bei Gewaltvergehen aufgrund des Offizialprinzips natürlich stattfinden muss. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 13. September 1989 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 13 septembre 1989 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 89.546 Postulat Frey Walter Wechselschilder Plaques de police interchangeables Wortlaut des Postulates vom 22. Juni 1989 Gemäss Artikel 13 Absatz 2 der Verkehrsversicherungsverordnung (SR 741.31 ) ist die Benützung von Wechselschildern zwischen Autos und Motorrädern ausgeschlossen, weil Wechselschilder nur unter solchen Fahrzeugen erlaubt sind, die gleichartige Kontrollschilder tragen können. Diese Regelung stellt eine Benachteiligung von Motorradhaltern gegenüber den Haltern anderer Motorfahrzeuge dar. Der Bundesrat wird deshalb aufgefordert, den letzten Satz von Artikel 13 Absatz 2 Verkehrsversicherungsverordnung zu ersetzen oder zu ergänzen mit einer Formulierung, welche die Möglichkeit vorsieht, dass anstelle des Wechselschildes eine Plakette zwischen den gleichlautenden Kontrollschildern von Motorrad und Motorwagen ausgewechselt werden kann. Texte du postulat du 22 juin 1989 Selon l'article 13, 2e alinéa, de l'ordonnance sur l'assurance des véhicules (RS 741.31), on ne saurait utiliser les mêmes plaques pour les voitures et les motocyclettes, parce que les plaques interchangeables ne sont autorisées que pour les véhicules pouvant porter le même genre de plaques de contrôle. Une telle réglementation constitue un désavantage pour les motocyclistes par rapport aux détenteurs d'autres véhicules à moteur. C'est pourquoi le Conseil fédéral est invité à remplacer ou à compléter la dernière phrase de l'article 13, 2e alinéa, de l'ordonnance susmentionnée par une disposition prévoyant la possibilité d'utiliser, à la place de la plaque interchangeable, une plaquette pouvant passer d'une voiture à une motocyclette portant une plaque de contrôle identique. Mitunterzeichner- Cosignataires: Berger, Bonny, Burckhardt, Burgi, Cavadini, Cincera, Coutau, Daepp, David, Eisenring, -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Grendelmeier Rechtsextreme Umtriebe in der Schweiz Postulat Grendelmeier Groupements d'extrême-droite In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1989 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 89.533 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 06.10.1989 - 08:00 Date Data Seite 1730-1731 Page Pagina Ref. No 20 017 805 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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