89-563
Verwaltungsbehörden 06.10.1989 89.563
6. Oktober 1989Deutsch11 min
Source admin.ch
6. Oktober 1989 N 1759 Interpellation Haller
Erwägungen
3.
La Suisse collabore-t-elle dans ce domaine avec l'étranger?
4.
Une application plus intensive de ces techniques de simulation serait-elle pensable en Suisse? Mitunterzeichner- Cosignataires: Aguet, Ammann, Béguelin, Bodenmann, Borei, Carobbio, Eggenberg-Thun, Euler, Haller, Jeanprêtre, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Mauch Ursula, Morf, Ort, Pitteloud, Stappung, Uchtenhagen, Zbinden Hans, Ziegler (20) Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 23. August 1989 Rapport écrit du Conseil fédéral du 23 août 1989
1.
Die Simulationstechnik wird vor allem für das Fahr-, Schiess- und Flugtraining eingesetzt. Ueber Simulatoren verfügen heute praktisch alle Truppengattungen der Armee.
2.
Die Schweizer Armee nimmt in der Ausbildung mit Simulatoren im europäischen Raum eine führende Stellung ein. Verschiedene ausländische Armeen sind im Begriff, Simulatoren nach schweizerischem Vorbild einzuführen.
3.
Die Ausbildungsbedürfnisse ausländischer Heere und Luftwaffen unterscheiden sich grundsätzlich von den unsrigen. Zwischen der Schweiz und ausländischen Armeen besteht deshalb - abgesehen von gelegentlichem Gedankenaustausch - keine konkrete Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Simulationstechnik.
4.
Neue Waffensysteme erfordern den Einsatz von Simulatoren, die die Ausbildungseffizienz steigern, Material schonen, Munition und Treibstoff sparen und damit die Umwelt wirksam entlasten helfen. Simulatoren vermögen allerdings die Wirklichkeit immer nur annähernd darzustellen. Zum Erreichen des Kriegsgenügens kann deshalb auf Uebungen im scharfen Schuss, im Gelände und im Verband auch in Zukunft nicht verzichtet werden. Angestrebt wird eine noch intensivere Anwendung der Simulationstechnik für die Ausbildung im Kampf mit Infanteriewaffen auf Gegenseitigkeit, für die taktische Schulung der Stäbe sowie für das Training der Feuerleitung. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesrates teilweise befriedigt. #ST# 89.563 Interpellation Haller Volksabstimmung vom 26. November 1989. Propaganda der Armee Votation du 26 novembre 1989. Campagne de propagande de l'armée Wortlaut der Interpellation vom 23. Juni 1989 Im Juni 1988 orientierte der damalige Chef des EMD, Bundesrat Koller, Kommandanten und Instruktoren der Armee brieflich, dass die Armee den Abstimmungskampf nicht führt. Gleichzeitig erinnerte er an die Pflicht, über die Armee zu informieren und gegenüber gegenteiligen Auffassungen zu argumentieren. Dies habe allerdings im Rahmen von Theorien oder Aussprachen zu geschehen. Nicht zulässig seien eigentlich politische Veranstaltungen zum Thema, die Initiative als eigenständiges Thema sowie das Verteilen von Propagandamaterial oder eine Abstimmungsempfehlung. Am 17. Juni 1989 bekräftigte der heutige Chef des EMD, Bundesrat Villiger, vor der FDP des Kantons St.Gallen in Wil, dass der Abstimmungskampf nicht Sache der Armee, sondern von Parteien und Stimmberechtigten sei. Entweder wird die Verhaltensanweisung des EMD-Chefs in der Praxis nicht befolgt, oder sie ist so vage und widersprüchlich, dass auch ihre Befolgung die nachfolgenden Missstände nicht verhindert. Tatsache ist nämlich, dass in zahlreichen Truppenkursen dieses Jahres im Rahmen befohlener Veranstaltungen direkt und indirekt Abstimmungspropaganda durch die Armee betrieben wird. Hauptinstrument der indirekten Abstimmungswerbung ist eine Tonbildschau des Armeefilmdienstes, welche der «Truppen-Informations-Dienst (TID)» im Rahmen seines diesjährigen Schwerpunktthemas «Vertrauen» (in unsere Armee) den Kommandanten zur Verfügung stellt. Das rund vierzigminütige Werk vermeidet zwar tunlichst jede ausdrückliche Erwähnung der kommenden Abstimmung. Faktisch setzt es sich aber im einzelnen mit den geläufigen Argumenten pro Initiative auseinander. Dies geschieht nach dem Schema «Zugegeben:.... Argument pro Initiative....; aber:.... Argumente pro Armee....» Die Tonbildschau wird auch von armeefreundlichen Betrachterinnen und Betrachtern spontan als klarste einseitige Abstimmungspropaganda empfunden. Dazu stellen sich die folgenden Fragen an den Bundesrat:
1.
Ist er auch der Meinung, dass die Position der die Initiative ablehnenden Behörden im «Bundesbüechli» vor der Abstimmung ausreichend wird dargestellt werden können, so dass dies keinesfalls Sache der (direktbetroffenen) Armee ist?
2.
Ist er bereit, die vom Chef des EMD zwar versprochene, aber nicht durchgesetzte Neutralität der Armee im Abstimmungskampf zu gewährleisten?
3.
Ist er zu diesem Zweck bereit, das EMD anzuweisen, das Vorführen der erwähnten Tonbildschau im Vorfeld der Abstimmung zu untersagen?
4.
Ist er auch der Meinung, dass im Fall fortgesetzter direkter oder indirekter Abstimmungspropaganda durch Vorgesetzte in Truppenkursen den Befürworterinnen und Befürwortern der Initiative Gelegenheit zur Mitwirkung zu geben ist (z. B. durch das Vorführen eines geeigneten Films oder die Teilnahme an kontradiktorischen Veranstaltungen)?
5.
Hält der Bundesrat die erwähnten Aktivitäten der Armee nicht für eine verfassungswidrige Beeinflussung einer Volksabstimmung? Texte de l'interpellation du 23 juin 1989 En juin 1988, le conseiller fédéral Koller, alors à latele du DMF, envoyait aux commandants et aux instructeurs militaires une lettre les informant que l'armée n'avait pas à intervenir dans la campagne précédant la votation. Il leur rappelait par la même occasion leur devoir de donner des renseignements sur l'armée et de répondre aux arguments adverses, mais uniquement dans le cadre de l'instruction et des entretiens. Pas question de participer à des réunions politiques, de commenter l'initiative même, de distribuer du matériel de propagande ou de donner des consignes de vote. Le 17 juin dernier, l'actuel chef du DMF, le conseiller fédéral Villiger, soulignait devant le PRD du canton de Saint-Gall, à Wil, que la campagne n'était pas l'affaire de l'armée mais celle des partis et des citoyens. De deux choses l'une: soit les instructions du chef du DMF ne sont pas suivies, soit elles sont si imprécises et contradictoires que leur application n'a pas empêché l'armée de faire de la propagande directe ou indirecte lors de nombreuses manifestations obligatoires organisées l'année passée dans le cadre de cours de troupe. Le principal instrument de la propagande indirecte est un diaporama réalisé par le service cinématographique de l'armée, que le Service d'information de la troupe met à la disposition des commandants, le thème traité cette année étant «la confiance» (dans l'armée). Les auteurs de cette présentation de quarante minutes se sont efforcés de ne pas mentionner expressément la votation à venir mais ils n'en répondent pas moins de manière détaillée aux objections généralement soulevées par les défenseurs de l'initiative, procédant selon le schéma «S'il est vrai que.... (argument en faveur de l'initiative), il faut toutefois reconnaître que.... (argument en faveur de l'armée). Même les défenseurs de l'armée ont spontanément perçu ce diaporama comme de la propagande unilatérale à rencontre de l'initiative. A ce propos, je demande au Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes:
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Interpellation Sager 1760 N 6 octobre 1989
1.
N'est-il pas d'avis que la brochure contenant les explications du Conseil fédéral et dans laquelle les autorités qui s'opposent à l'initiative peuvent exposer leur point de vue est une information suffisante, de sorte qu'il n'appartient en aucun cas à l'armée (directement touchée) d'intervenir?
2.
Est-il disposé à garantir, dans le cadre de la propagande, le principe de la neutralité de l'armée, principe que le chef du DMF avait promis de faire respecter, mais qui n'est pas appliqué?
3.
Est-il disposé à donner l'ordre au DMF d'interdire la projection de ce diaporama avant la votation?
4.
Ne pense-t-il pas que dans le cas où la propagande directe ou indirecte lors des cours de troupe continuerait, il conviendrait de donner la parole aux défenseurs de l'initiative (présentation d'un film exposant leur point de vue, participation à des débats contradictoires)?
5.
N'est-il pas d'avis que les activités de l'armée susmentionnées influencent le résultat d'une votation populaire et sont donc contraires à la constitution? Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 23. August 1989 Rapport écrit du Conseil fédéral du 23 août 1989 EMD und Armee werden bekanntlich nicht in den Abstimmungskampf für eine Schweiz ohne Armee eingreifen. Weisungen sind erlassen worden, wonach im Truppenbereich weder Abstimmungsempfehlungen gegeben noch politische Auseinandersetzungen geduldet werden. Seit jeher fordert das Dienstreglement die Kommandanten aber auf, ihre Untergebenen während Ausbildungsdiensten über Notwendigkeit, Zweck und Eigenart der militärischen Landesverteidigung zu informieren. Zur Erfüllung dieses Informationsauftrages steht der Truppeninformationsdienst zur Verfügung. Gemäss Verordnung vom 15. Dezember 1977 obliegt ihm «die Bearbeitung und Bereitstellung von Unterlagen für die Information über militärische und sicherheitspolitische Fragen». Diesem Ziel dient auch die der Truppe im Rahmen des vorgegebenen Jahresthemas 1989/1990 «Vertrauen in unsere Milizarmee» zur Verfügung gestellte Tonbildschau. Diese informiert in allgemeiner und objektiver Weise über die nach wie vor gültige Sicherheitspolitik unseres Landes. Sie dauert übrigens 19 und nicht 40 Minuten und nimmt keinen Bezug auf die Initiative. Von einer verfassungswidrigen Beeinflussung einer Volksabstimmung kann keine Rede sein. Gerade weil in der Truppe keine politische Auseinandersetzung für oder gegen die Initiative stattfinden soll, fallen die vorgeschlagenen kontradiktorischen Veranstaltungen mit Befürwortern der Initiative ausser Betracht. Dagegen wird in den Abstimmungserläuterungen der befürwortende Standpunkt der Initianten übernommen. Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundesrates nicht befriedigt. #ST# 89.336 Interpellation Sager Produktion von chemischen Waffen in Libyen. Beteiligung von Schweizer Firmen Fabrication d'armes chimiques en Libye. Participation d'entreprises suisses Wortlaut der Interpellation vom 28. Februar 1989 Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass Libyen in Rabta eine Fabrik für chemische Waffen errichtet hat und bei deren Bau auch westliche Firmen mitbeteiligt waren. Neben westdeutschen war dabei auch die Rede von solchen in der Schweiz. So sollen in diesem Zusammenhang auch die Büroräume der Firma IBI AG in Zug und Zürich, offenbar zur IBI-Engineering des Irakers Ischan Barbuti in Frankfurt gehörend, durchsucht worden sein. In diesem Zusammenhang frage ich den Bundesrat an:
1.
Trifft es zu, dass in der Schweiz Firmen an Bau oder Ausrüstung einer Chemiewaffenfabrik in Libyen beteiligt waren?
2.
Falls die Behauptungen zutreffen, ist der Bundesrat nicht auch der Ansicht, dass die Beteiligung von schweizerischen Firmen am Bau von Waffenfabriken im Ausland allenfalls gegen das Verbot der Ausfuhr von Kriegsmaterial in Krisengebiete verstösst?
3.
Teilt der Bundesrat die Ansicht, dass Libyen zu denjenigen Staaten gehört, die aktiv den internationalen Terrorismus unterstützen, und dass es politisch nicht zu verantworten ist, dazu beizutragen, dass einem solchen Staat ermöglicht wird, international verpönte Waffen herzustellen? Texte de l'interpellation du 28 février 1989 On apprenait il y a quelques semaines que la Libye avait érigé une usine d'armes chimiques à Rabta avec la participation de firmes occidentales, notamment allemandes. On a également évoqué à ce propos le nom de sociétés en Suisse. Ainsi on aurait perquisitionné dans les bureaux de IBI SA à Zoug et Zurich, qui appartiennent manifestement à l'entreprise IBI Engineering de l'Irakien Ischan Barbuti, à Francfort. Ceci m'amène à poser au Conseil fédéral les questions suivantes:
1.
Est-il exact que des firmes en Suisse ont participé à la construction ou à l'équipement d'une fabrique d'armes chimiques en Libye?
2.
Si oui, le Conseil fédéral ne juge-t-il pas qu'une telle participation pourrait violer l'interdiction d'exporter du matériel de guerre dans des zones en crise?
3.
Le gouvernement partage-t-il l'avis selon lequel la Lybie fait partie des pays soutenant activement le terrorisme international et qu'il est politiquement irresponsable d'aider un tel pays à fabriquer des armes que réprouve la communauté internationale? Mitunterzeichner- Cosignataires: Allenspach, Aubry, Dietrich, Fischer-Sursee, Hänggi, Hari, Neuenschwander, Portmann, Seiler Hanspeter, Zölch (10) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 18. September 1989 Rapport écrit du Conseil fédéral du 18 septembre 1989
1.
Das von der Bundesanwaltschaft im Zusammenhang mit der Errichtung einer Chemiefabrik in Libyen wegen des Verdachts der unerlaubten Ausfuhr von zur Herstellung chemischer Kampfstoffe geeigneten chemischen Substanzen
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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Haller Volksabstimmung vom 26. November 1989. Propaganda der Armee Interpellation Haller Votation du 26 novembre 1989. Campagne de propagande de l'armée In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1989 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 89.563 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 06.10.1989 - 08:00 Date Data Seite 1759-1760 Page Pagina Ref. No 20 017 841 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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