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Verwaltungsbehörden 23.03.1990 89.638
23. März 1990Deutsch10 min
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23. März 1990 N 703 Postulat Weder-Basel pourraient vraisemblablement assumer elles-mêmes de telles tâches avec succès. L'on trouve une telle tradition à l'étranger, alors que l'exemple suisse le plus récent remonte à 50 ans, lorsque le dernier diplomate suisse répondant à ce profil - Cari J. Burckhardt-était en posteàDantzig. Mitunterzeichner- Cosignataires: Aguet, Ammann, Bär, Bäumlin Ursula, Bodenmann, Brügger, Bundi, Carobbio, Danuser, Diener, Eggenberg-Thun, Fetz, Hafner Ursula, Haller, Herczog, Hubacher, Jeanprêtre, Lanz, Ledergerber, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Moritz, LeuteneggerOberholzer, Longet, Mauch Ursula, Meier-Glattfelden, Morf, Neukomm, Ott, Rechsteiner, Reimann Fritz, Stappung; Stocker, Thür, Uchtenhagen.Vollmer. (35). Schriftliche Begründung - Développement par écrit Zur Begründung vier Beispiele:
Erwägungen
1.
In den letzten Monaten konnten wir die Erfahrung machen, dass Aufbruchbewegungen zuerst im kulturellen Bereich spürbar werden. Nehmen wir als jüngste Beispiele die Tschechoslowakei oder die DDR. Kulturschaffende spüren oft als erste, was in der Luft liegt, was die Menschen beschäftigt, wo sie leiden. Es wäre eine zusätzliche Aufgabe des Kulturattaches, neue Entwicklungen, Tendenzen - gute oder schlechte - herauszuspüren, mitzuteilen, Vorschläge zu unterbreiten, wie sie gefördert werden können, wenn sie förderungswürdig sind. Der Postulant war letztes Jahr als Mitglied einer Parlamentarier-Delegation in der DDR und konnte übereinstimmend mit der ganzen Delegation feststellen, dass in den Bereichen Literatur, Theater, Film, Cabaret viel freiheitliche und kritische Bewegung sichtbar war, ganz im Gegensatz zu den Bereichen der Politik und der Medien (Information). Wäre der Bundesrat nicht bereit, als Sofortmassnahme je einen Kulturattache nach Bukarest und nach Tirana zu entsenden? Es versteht sich von selbst, dass die Aufgabe der Konfliktlösung durch Kulturvermittlung besser erfüllt werden kann, wenn der Sprachenfrage grösste Wichtigkeit zugemessen wird.
2.
Der Fundamentalismus des Islam bereitet vielen Menschen grosse Sorgen (obwohl diese Geisteshaltung sich auch bei uns auf dem Vormarsch befindet). Schweizerische Kulturattaches in den arabischen Städten müssten uns diesen Fundamentalismus aus Geschichte, Kultur und Religion erklären, müssten uns auf Auseinandersetzungen und zukünftige Entwicklungen aufmerksam machen und als wichtigstes den Dialog zwischen Menschenrechten und Fundamentalismus führen.
3.
In Jugoslawien, in der Sowjetunion und in vielen anderen Staaten müssten Schweizer Kulturattaches vertiefte Kenntnisse über Föderalismus oder Sprachenvielfalf besitzen.
4.
Zahlreiche Konflikte in Afrika und in anderen Teilen der Dritten Welt ergaben sich aus der Spannung zwischen eigener kultureller Vergangenheit und der Verarbeitung der Kolonialzeit. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 21. Februar 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 21 février 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 89.638 Postulat Weder-Basel Aenderung der Giftverordnung Postulat Weder-Bâle Toxiques. Révision de l'ordonnance Wortlaut des Postulates vom 2. Oktober 1989 Der Bundesrat wird eingeladen, Artikel 4 der Giftverordnung vom 19. September 1983 (Giftklasseneinteilung) unverzüglich zu revidieren und den europäischen Normen (3 Giftklassen anstatt 5) anzupassen. Texte du postulat du 2 octobre 1989 Le Conseil fédéral est invité à réviser sans tarder l'article 4 de l'ordonnance du 19 septembre 1983 sur les toxiques (classes de toxicité) pour l'adapter aux normes européennes (3 classes au lieu de 5). Mitunterzeichner-Cosignataires: Bär, Diener, Dünki, Grendelmeier, Hafner Rudolf, Jaeger, Maeder, Meier-Glattfelden, Schmid, Stocker, Thür, Wiederkehr, Zwygart (13) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Als praktisch einziges Land kennt die Schweiz für toxische Substanzen eine Einteilung in fünf Giftklassen. Die Giftklasseneinteilung beruht auf einem Routineversuch, dem LD50-Test an Labortieren. Gemäss Definition ist bei diesem Test eine Substanz dann hochtoxisch, wenn innerhalb von 14 Tagen mindestens die Hälfte der Gruppe weisser Ratten von
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bis 500 g Körpergewicht an einer einzigen Dosis von 50 mg pro kg Körpergewicht stirbt. Die Substanzen müssen oral verabreicht werden. Um eine Einteilung in fünf Giftklassen vorzunehmen, ist eine wiederholte Verabreichung in steigenden Dosen nötig. Aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen wird der LD50-Test schon seit Jahren heftig kritisiert. Er ruft bei den betroffenen Tieren unter Umständen starke Schmerzen hervor und liefert sie einem qualvollen Tod aus. Aus wissenschaftlicher Sicht besitzt der Test wenig Aussagewert und sollte so rasch als möglich durch genauere und wissenschaftlich relevantere Abklärung zur akuten Toxizität ersetzt werden. Nach G. Zbinden «Acute ToxicityTesting, Public Responsibility and Scientific Challenges» / Benchmarcks «Alternative Methods in Toxicology» (Princeton, N.J., 1989), weist der LD50-Test u. a. folgende Mängel auf: - Er ist keine biologische Konstante, sondern wird durch eine Reihe innerer und äusserer Faktoren beeinflusst. - LD50-Werte von Tieren besitzen zur Abschätzung tödlicher Giftdosen für den Menschen kaum Aussagewert. - LD50-Werte stellen für weitergehende Toxizitätsstudien keine ausreichende Basis dar. - LD50-Werte als Basis für die Einteilung gefährlicher Substanzen in Giftklassen sind unspezifisch und lassen wesentliche Eigenschaften einer Substanz ausser acht. Es ist somit offensichtlich, dass der LD50-Test unzureichend ist und sobald als möglich durch ein relevanteres Testsystem ersetzt werden sollte (inkl. Alternativmethoden). Die wissenschaftlichen und administrativen Absprachen sind gegenwärtig im Gang. Als Sofortmassnahme sollte die Schweiz unverzüglich wenigstens eine Anpassung an die internationalen Normen vornehmen (3 Giftklassen). Die Beibehaltung von fünf Giftklassen auf der Basis eines veralteten Tests ist unsinnig und unverantwortlich, denn er führt nur zu einem sinnlosen Verschleiss von Labortieren. Damit verstösst die Giftverordnung gegen Artikel 14 Absatz 1 des Tierschutzgesetzes: «Tierversuche sind auf das unerlässliche Mass zu beschränken.»
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Postulat Carobbio 704 N 23 mars 1990 Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 21. Februar 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 21 février 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 89.651 Postulat Carobbio Gefährliche Substanzen am Arbeitsplatz Postulato Carobbio Sostanze pericolose per la salute. Valori limite sul posto di lavoro Postulat Carobbio Substances nocives sur les lieux de travail Wortlaut des Postulates vom 4. Oktober 1989 Die Grenzwerte der Arbeitsplatzkonzentration von Stickstoffmonoxid (NO), Stickstoffdioxid (NO2), Schwefeldioxid (SO2) und Ozon (O3), die von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gestütztauf Artikel 50 Absatz 3 der Verordnung des Bundesrates vom 19. Dezember 1983 über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten festgesetzt wurden und seit Dezember 1988 in Kraft sind, liegen beträchtlich höher als die von der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) festgesetzten Grenzwerte. Selbst wenn man sich bewusst ist, dass die beiden Grenzwerte unterschiedliche Funktionen haben, scheint uns der Unterschied - auch wenn man die Ausgangswerte in vergleichbare Werte umsetzt-übertrieben und kaum haltbar zu sein. Die Unterzeichner verlangen, dass der Bundesrat das Problem untersucht und prüft, wie die Suva-Grenzwerte den LRV-Grenzwerten soweit wie möglich angenähert werden können. Insbesondere soll der Bundesrat die Suva darum ersuchen, die im Dezember 1988 erlassenen Bestimmungen in diesem Sinne zu überprüfen. Testo del postulato del 4 ottobre 1989 I valori limite di esposizione, sul posto di lavoro, al monossido di azoto (NO), al biossido di azoto (NO2), all'anidride solforosa (SO2) e all'ozono (O3) fissati dall'Istituto Nazionale Svizzero contro gli infortuni in base all'articolo 50 capoverso 3 dell'ordinanza del Consiglio Federale del 19 dicembre 1983 sulla prevenzione degli infortuni e delle malattie professionali e in vigore dal dicembre 1988 sono molto più alti dei valori limite fissati dall'Ordinanza contro l'inquinamento atmosferico (OIAt). Pur tenendo conto delle diverse funzioni dei due limiti la differenza, tradotta in valori analoghi, appare esagerata e difficilmente accettabile. I sottoscritti chiedono al Consiglio Federale di esaminare la questione e studiare quali misure adottare per modificare i limiti INSAI in modo da awicinarli il più possibile ai limiti dell'OIAt in particolare invitando l'INSAI a rivedere in tale senso le disposizioni emanate nel dicembre 1988. Texte du postulat du 4 octobre 1989 Les valeurs limites d'exposition, au poste de travail, au monoxyde d'azote (NO), au bioxyde d'azote (NO2), à l'anhydride sulfureux (SO2) et à l'ozone (O3), fixées par la Caisse nationale suisse d'assurance en cas d'accidents (CNA) conformément à l'article 50, Sème alinéa, de l'ordonnance du Conseil fédéral du 19 décembre 1983 sur la prévention des accidents et des maladies professionnelles, et en vigueur depuis décembre 1988, sont beaucoup plus hautes que les limites fixées par l'ordonnance sur la protection de l'air. Même, compte tenu des diverses fonctions de ces deux sortes de limites, la différence, traduite en valeurs analogues, paraît exagérée et difficilement acceptable. Les soussignés demandent au Conseil fédéral d'examiner la question et d'étudier les mesures à adopter aux fins de modifier les limites de la CNA de façon à les rapprocher le plus possible des limites établies par l'OAT, en invitant notamment la CNA à revoir dans ce sens les dispositions édictées en décembre 1988. Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Aguet, Ammann, Bäumlin Richard, Bäumlin Ursula, Béguelin, Bodenmann, Borei, Braunschweig, Brügger, Danuser, Fankhauser, Hafner Ursula, Haller, Jeanprêtre, Longet, Matthey, Neukomm, Ort, Pitteloud, Rechsteiner, Ruffy, Stappung, Zbinden Hans, Züger (24) Schriftliche Begründung - Motivazione scritta Développement par écrit In applicazione dell'ordinanza del Consiglio federale del 19 dicembre 1983 sulla prevenzione degli infortuni e delle malattie professionali, articolo 50 capoverso 3, l'Istituto Nazionale Svizzero contro gli infortuni determina i valori limite delle sostanze pericolose sul posto di lavoro. Secondo l'edizione 1988 dei valori limiti di esposizione alle sostanze pericolose sul posto di lavoro per l'anidride solforosa (SO2), il monossido di azodo (NO) il biossido di azoto (N02) e l'ozono (03) tali valori limite, a partire dal dicembre 1988, sono stati così fissati: Monossido di azoto (NO): 30 ppm = 30 000 microgrammi/m3 Biossido di azoto (NÒ2): 3 ppm = 5640 microgrammi/m3 Anidride solforosa (SO2): 2 ppm = 5320 microgrammi/m3 Ozono (O3): 0,1 pmm = 200 microgrammi/m3 Si tratta delle concentrazioni medie nell'aria per un'esposizione della durata di 42 ore settimanali in ragione di 8 ore al giorno per lunghi periodi. L'ordinanza contro l'inquinamento atmosferico (OIAt) per le stesse sostanze fissa per contro i seguenti valori limite: NO 8 microgrammi/m3, media su 24 ore 1 volta all'anno NO2 80 microgrammi/m3, media su 24 ore 1 volta all'anno SO2 100 microgrammi/m3, media su 24 ore 1 volta all'anno O3 120 microgrammi/m3, media di 1 orai volta all'anno I limiti OIAt sono i più alti citabili, dato che il valore medio annuo è molto più basso. II confronto dei due valori limite, anche se con funzioni diverse, indica una differenza notevole fra i valori limite di esposizione sul posto di lavoro fiassati dall'INSAI e quelli fissati dall'OIAt. I primi risultano particolarmente elevati. Questo a maggior ragione se si tiene conto che si tratta di limiti che riguardano l'esposizione di lavoratori agli effetti delle sostanze pericolose. Si impone un riesame degli stessi in vista di una loro riduzione per awicinarli il più possibile ai valori limite dell'OIAt. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 24. Januar 1990 Dichiarazione scritta del Consiglio federale del 24 gennaio 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 24 janvier 1990 II Consiglio federale è disposto ad accettare il postulato. Ueberwiesen - Transmis -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Weder-Basel Aenderung der Giftverordnung Postulat Weder-Bâle Toxiques. Révision de l'ordonnance In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1990 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 89.638 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 23.03.1990 - 08:00 Date Data Seite 703-704 Page Pagina Ref. No 20 018 436 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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