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Verwaltungsbehörden 23.03.1990 89.639
23. März 1990Deutsch10 min
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23. März 1990 N 693 Motion Maeder aux Chambres des modifications législatives. La présente intervention est par conséquent formulée comme motion. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 31. Januar 1990 Rapport écrit du Conseil fédéral du 31 janvier 1990 II est vrai que l'on assiste ces derniers temps au développement de jeux-concours souvent organisés à des fins publicitaires. Le nombre relativement élevé de plaintes déposées auprès de l'administration montre que ces pratiques sont souvent à la limite de l'infraction à la législation en matière de concurrence déloyale. Du point de vue juridique, les jeux-concours publicitaires tombent sous le coup de la loi fédérale du 19 décembre 1986 contre la concurrence déloyale (LCD), dans la mesure où ils ne réalisent pas les faits constitutifs d'une loterie interdite. La LCD ne comporte certes pas de disposition spécifique applicable aux jeux-concours publicitaires, mais ceux-ci peuvent sans autre être assimilés à l'interdiction de donner des indications fallacieuses et à l'interdiction d'user de méthodes de vente particulièrement agressives. De surcroît, les jeux-concours publicitaires doivent toujours être appréciés à la lumière de la clause générale de la LCD. Celle-ci a pour but d'empêcher que se produisent sous de nouvelles formes des abus en matière de concurrence économique, qui ne sont pas réglés par les faits constitutifs spécifiques énoncés dans la loi. Afin que la clause générale puisse encore mieux remplir le rôle qui lui est dévolu, elle a été mise à jour lors de la révision de 1986. C'est également pourquoi il n'y a pas de lacune juridique. La LCD révisée étend la protection contre les jeux-concours publicitaires fallacieux. C'est au secteur privé qu'il incombe toutefois d'intervenir contre de telles pratiques. La LCD est une loi fondée sur le droit civil. La Confédération n'a pas qualité pour porter plainte. C'est pourquoi l'un des objectifs principaux de la révision était d'inciter les organisations se consacrant à la protection des consommateurs à s'engager davantage que jusqu'ici pour dénoncer la concurrence déloyale. Le pouvoir des consommateurs devrait compenser celui des vendeurs. De meilleures conditions sont ainsi réunies dans la LCD pour intenter une action en justice, de même que pour ouvrir une procédure judiciaire simple et rapide relative aux litiges en matière de concurrence déloyale. On n'a jusqu'ici que trop rarement fait usage de ces innovations, notamment dans le domaine des jeux-concours publicitaires fallacieux. C'est pourquoi le Conseil fédéral est d'avis qu'il faut d'abord épuiser toutes les possibilités offertes par la révision de 1986. S'il s'avérait ensuite que la protection contre les jeux-concours publicitaires fallacieux n'est pas suffisante, il faudrait envisager de l'adapter aux nouvelles conditions. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en postulat. Ueberwiesen a/s Postulat- Transmis comme postulat #ST# 89.639 Motion Maeder Landschildkröten. Einfuhrverbot Tortues terrestres. Interdiction des importations Wortlaut der Motion vom 3. Oktober 1989 Der Bundesrat wird ersucht, die Einfuhr von Landschildkröten als Heim- und Hobbytiere gestützt auf Artikel 9 und 10 des Tierschutzgesetzes zu verbieten. Texte de la motion du 3 octobre 1989 Le Conseil fédéral est chargé d'interdire l'importation de tortues terrestres comme animaux domestiques en vertu des articles 9 et 10 de la loi fédérale sur la protection des animaux. Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Bär, Basler, Bäumlin Richard, Bäumlin Ursula, Béguelin, Biel, Bodenmann, Braunschweig, Bundi, Danuser, Dietrich, Diener, Dormann, Dünki, Eggenberg-Thun, Fankhauser, Fierz, Fischer-Sursee, Früh, Grendelmeier, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Hari, Herczog, Hess Peter, Hubacher, Jaeger, Jeanprêtre, Jung, Kühne, Lanz, Leuenberger-Solothurn, Luder, Mauch Ursula, Meier-Glattfelden, Meizoz, Mort, Müller-Aargau, Nabholz, Neukomm, Oester, Pitteloud, Portmann, Rebeaud, Rüttimann, Scheidegger, Schmid, Schnider, Schule, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Stamm, Stappung, Steffen, Stocker, Ulrich, Weder-Basel, Wiederkehr, Zölch, Zwygart (61 ) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Gemäss Artikel 7a Absatz 3 der Artenschutzverordnung vom 19. August 1981 kann das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) die Einfuhr lebender Tiere auf bestimmte Altersklassen und auf bestimmte Jahreszeiten beschränken, sofern dies zur Erhaltung der Art beiträgt. Mit Er.lass vom 25. März 1982 gestattet das BVET die gewerbliche Einfuhr von maurischen, russischen und griechischen Landschildkröten unter der Bedingung, dass die Einfuhr nur vom 1. April bis 30. Juni erfolgt und die Tiere eine Rückenpanzerlänge von mindestens 11 cm haben. Im übrigen wurden für den Transport eine Anzahl bindender Vorschriften erlassen. Wie ein Bericht des «Beobachters» 19/89 enthüllte, ist der Handel nicht imstande, diese Vorschriften einzuhalten. Die Tiere kommen tot, krank, verwurmt, in ungeeigneter Verpackung an und werden von Fängern und Händlern auch nicht richtig betreut. Diese Tatsachen werden im genannten Artikel von Angehörigen des Fachhandels bezeugt, die eigentlich ein Interesse am Geschäft mit Schildkröten haben müssten, es aber unter diesen Umständen nicht mehr verantworten können. Gemäss Artikel 9 des Tierschutzgesetzes kann der Bundesrat aus Gründen des Tierschutzes die Ein-, Aus- und Durchfuhr von Tieren und tierischen Erzeugnissen an Bedingungen knüpfen, einschränken oder verbieten. Gemäss Artikel 10 des Tierschutzgesetzes sind Tiere so zu befördern, dass sie weder leiden noch Schaden nehmen. Wie die Enthüllungen im «Beobachter» deutlich zeigen, verstösstdie gegenwärtige Praxis in grober Weise gegen das Gesetz. Die offensichtliche Rücksichtslosigkeit der Fänger und Händler, die einen hohen Tierverschleiss verursacht, trägt zudem zur Gefährdung der betroffenen Arten bei. Die europäische Landschildkröte figuriert auf Liste II des Washingtoner Artenschutzabkommens, zählt also zu jenen Tierarten, die von der Ausrottung bedroht sind. Es ist unter diesen Umständen nicht mehr zu verantworten, dass weiterhin Landschildkröten importiert werden, zu keinem anderen Zweck als für Hobbytierhaltung. Die Schildkröte ist als Heimtier ohnehin ungeeignet, dafür gibt es geeignetere und erst noch ungefährdete Arten.
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Motion Rechsteiner 694 N 23 mars 1990 Die Einfuhr von Landschildkröten sollte daher nur noch ausnahmsweise für zoologische Gärten oder die zoologische Forschung gestattet werden. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 28. Februar 1990 Rapport écrit du Conseil fédéral du 28 février 1990 Nach den Feststellungen, die im Anschlussan den Import von Landschildkröten im Jahre 1989 gemacht wurden, hat das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) veranlasst, dass die Situation im Herkunftsland, der Türkei, durch Experten abgeklärt wird. Bis zum Abschluss dieser Abklärungen erteilt das Amt keine Einfuhrbewilligungen für Landschildkröten mehr. Anschliessend wird der Bundesrat über den Erlass eines definitiven Einfuhrverbots befinden. Die europäischen Landschildkröten gelten nicht als unmittelbar bedroht, sondern dürfen aufgrund des Uebereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen mit entsprechender Genehmigung gehandelt werden. In der EG gilt ein weitergehendes Verbot der gewerblichen Einfuhr europäischer Landschildkröten. In der Schweiz und in Liechtenstein ist die Einfuhr gewerblicher Sendungen, wie der Motionär zutreffend festhält, zeitlich und betreffend die Mindestgrösse beschränkt. Zusätzlich zu den Anforderungen des Artenschutzes müssen bei gewerblichen Sendungen tierschutzrechtliche Anforderungen erfüllt werden. Diese betreffen die vorgesehene Unterbringung der Tiere beim Importeur, welche vor der Bewilligungserteilung von der kantonalen Behörde zu überprüfen ist, sowie den Transport. Die erschwerten Einfuhrbedingungen hatten zur Folge, dass Landschildkröten seit einigen Jahren nicht mehr in Einzelsendungen, sondern in einem einzigen, grösseren Transport eingeführt werden. Diese Einfuhren gaben bisher wenig Grund zu Beanstandungen. Die Tierseuchengesetzgebung erfasst nur Krankheiten, die dem Menschen gefährlich werden oder erhebliche Verluste bei Nutztieren verursachen können. Schildkrötenkrankheiten sind nicht Gegenstand der Tierseuchengesetzgebung und bei der Einfuhr werden keine diesbezüglichen Bedingungen und Auflagen gemacht. Das BVET hat jedoch sogleich, nachdem ihm Fälle von Erkrankungen importierter Landschildkröten gemeldet wurden, Kontakte zu veterinärmedizinischen Spezialisten und zur «Schildkröteninteressengemeinschaft Schweiz», einer Vereinigung von Schildkrötenhaltern und -Züchtern, aufgenommen. Die Fachleute bestätigten, dass die Virusinfektion der Schildkröten nicht auf den Menschen übertragbar ist. Bis anhin bestand kein Grund, die Einfuhr mediterraner Landschildkröten aus Tierschutzgründen zu verbieten oder an Bedingungen zu knüpfen, die weiter gehen als die vorgenannten. Nach Vorliegen des einleitend erwähnten Expertenberichts wird der Bundesrat den Erlass eines Einfuhrverbots oder sonstiger einschränkender Massnahmen prüfen. Bis dahin erteilt das BVET, wie oben erwähnt, keine Einfuhrbewilligungen für Landschildkröten. Der Erlass eines Einfuhrverbots für mediterrane Landschildkröten wäre eine Massnahme im delegierten Rechtsetzungsbereich des Bundesrates. DerVorstoss kann aus formal rechtlichen Gründen nicht als Motion überwiesen werden. Der Bundesrat ist aber bereit, die Anliegen der Motion zu prüfen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln. Ueberwiesen als Postulat- Transmis comme postulat #ST# 89.828 Motion Rechsteiner Erhöhung der Kredite für die Wohnbauförderung Aide fédérale au logement. Augmentation des crédits Wortlaut der Motion vom 15. Dezember 1989 Der Bundesrat wird eingeladen, umgehend eine Erhöhung der Kreditmittel für die Wohnbauförderung gemäss Wohnbauund Eigentumsförderungsgesetz (WEG) in die Wege zu leiten, um folgende Massnahmen zu ermöglichen:
Erwägungen
1.
der vermehrte Erwerb von bestehenden Wohnbauten durch gemeinnützige Wohnbauträger;
2.
die Ausrichtung der Zusatzverbilligung an die Mieterinnen und Mieter der betreffenden Wohnungen, sofern sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen;
3.
eine allgemeine Erhöhung der Einkommensgrenzen für die Ausrichtung der Zusatzverbilligung. Texte de la motion du 15 décembre 1989 Le Conseil fédéral est chargé de préparer immédiatement une augmentation des moyens de crédit destinés à l'aide à la construction de logements, comme le prévoit la loi fédérale encourageant la construction et l'accession à la propriété de logements (LCAP), de façon que les mesures suivantes puissent être prises:
1.
multiplier les possibilités d'acquisition d'immeubles existants, par l'intermédiaire de maîtres d'ouvrage d'utilité publique;
2.
accorder un abaissement supplémentaire aux locataires des logements en question, dans la mesure où ils remplissent les conditions requises;
3.
élargir, de façon générale, les limites de revenu pour l'octroi de l'abaissement supplémentaire. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Ammann, Bäumlin Ursula, Béguelin, Bircher, Bodenmann, Braunschweig, Bundi, Carobbio, Danuser, Eggenberg-Thun, Fankhauser, Hafner Ursula, Haller, Hubacher, Jeanprêtre, Lanz, Ledergerber, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Matthey, Mauch Ursula, Meizoz, Mort, Neukomm, Ott, Pitteloud, Reimann Fritz, Stappung, Uchtenhagen, Ulrich, Vollmer, Zbinden Hans, Züger (34) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die herrschende Wohnungsnot erfordert ein verstärktes Engagement des Bundes auch im Bereiche der Wohnbauförderung. Die dafür eingesetzten Mittel sind im Vergleich zu den Bedürfnissen viel zu gering. Besonders prekär ist die Lage für Bezügerinnen und Bezüger geringer, zunehmend aber auch für diejenigen mittlerer (z. B. Familien mit Kindern) Einkommen geworden, welche auf preisgünstige Wohnungen angewiesen sind. Neubauwohnungen sind heute aus verschiedenen Gründen (Bodenpreise, Baukosten usw.) relativ teuer. Deshalb ist es nötig, stärker als bisher auch bestehende Wohnungen und ihre Erhaltung zu fördern, unabhängig davon, ob gleichzeitig eine Erneuerung erfolgt. Gestützt auf Artikel 51 und 52 WEG ist gemeinnützigen Wohnbauträgern für den Erwerb von bestehenden Wohnbauten eine verstärkte Unterstützung zukommen zu lassen; die Mietzinse dieser Wohnungen sollen durch die Ausrichtung der Zusatzverbilligung gesenkt werden können, sofern die Bewohnerinnen und Bewohner die Voraussetzungen erfüllen. Darüber hinaus ist es angesichts der stark gestiegenen Mietzinse unumgänglich geworden, den Bezügerkreis für die Zusatzverbilligung zu erweitern, indem die Einkommensgrenzen erhöht werden. Dies bedingt ebenfalls eine Aufstockung der Kreditmittel.
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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion Maeder Landschildkröten. Einfuhrverbot Motion Maeder Tortues terrestres. Interdiction des importations In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1990 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 89.639 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 23.03.1990 - 08:00 Date Data Seite 693-694 Page Pagina Ref. No 20 018 426 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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