89-691
Verwaltungsbehörden 15.12.1989 89.691
15. Dezember 1989Deutsch5 min
Source admin.ch
Motion Gysin 2234 N 15 décembre 1989
Erwägungen
4.
D'entreprendre des démarches auprès d'autres Etats (notamment les pays membres de l'AELE et de la CE) en vue de l'adoption de réglementations garantissant la réciprocité. Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Blatter, Bundi, Bürgi, Dietrich, Fehr, Hildbrand, Wellauer, Zbinden Hans (9) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Etwa 3 Prozent der Mitbewohner unseres Landes dürften Ausländer sein, die in der Schweiz geboren wurden oder ihren Eltern als Kleinkinder hierher gefolgt und hier aufgewachsen sind. Sie haben unsere Schulen durchlaufen, sprechen unsere Sprachen und leben unsere Kultur. Wir arbeiten und erholen uns gemeinsam mit ihnen. Wir betrachten sie als Unseresgleichen. Dennoch sind sie Ausländer- mit anderem Rechtsund Pflichtverhältnis zu unserem Staat. Und von unserer Ausländer-Statistik werden sie als Fremde erfasst. Es ist menschlich und politisch geboten, ihre Einbürgerung zu erleichtern. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 27. November 1989 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 27 novembre 1989 Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzunehmen. Le président: Cette motion est combattue par MM. Giger et Meier Fritz. La discussion interviendra ultérieurement. Verschoben - Renvoyé #ST# 89.691 Motion Gysin Normalisierung des Bodenmarktes Normalisation du marché foncier Wortlaut der Motion vom 6. Oktober 1989 Ich ersuche den Bundesrat, beschleunigt folgende Vorkehren in die Wege zu leiten:
1.
Gewährleistung fristgerechter Erschliessung von Bauland.
2.
Berechtigung des Eigentümers, eingezontes, für Ueberbauung vorgesehenes Land erschliessen zu lassen, gegebenenfalls unter Kostenbevorschussung durch den Eigentümer.
3.
Einflussnahme auf die Kantone, dass diese die Gemeinden veranlassen, die Ziffern der zulässigen baulichen Ausnützung zu erhöhen und die bessere Nutzung bestehender Bauten zu erleichtern. Texte de la motion du 6 octobre 1989 Le Conseil fédéral est chargé de prendre au plus vite les mesures nécessaires:
1.
Pour que l'équipement des terrains à bâtir soit assurée à temps:
2.
Pour que le propriétaire de terrains classés en zone à bâtir et destines à la construction ait le droit de les faire viabiliser, le cas échéant après versement d'une avance;
3.
Pour que les cantons veillent à ce que les communes augmentent l'indice d'utilisation des zones à bâtir et encouragent une meilleure utilisation des constructions existantes. Mitunterzeichner- Cosignataires: Aliesch, Allenspach, Antille, Aregger, Aubry, Berger, Biel, Blocher, Bonny, Bremi, Burckhardt, Büttiker, Cavadini, Cincera, Couchepin, Coutau, Daepp, Dietrich, Dreher, Dubois, Eisenring, Engler, Eppenberger Susi, Etique, Fäh, Feigenwinter, Fischer-Hägglingen, Fischer-Sursee, Fischer-Seengen, Frey Claude, Frey Walter, Früh, Giger, Graf, Grassi, Guinand, Hänggi, Hildbrand, Hösli, Houmard, Humbel, Jeanneret, Kohler, Leuba, Loeb, Loretan, Luder, Mauch Rolf, Mühlemann, Müller-Meilen, Müller-Wiliberg, Nebiker, Neuenschwander, Oehler, Perey, Philipona, Portmann, Reimann Maximilian, Rohrbasser, Rutishauser, Rychen, Savary-Vaud, Scheidegger, Scherrer, Schmidhalter, Schnider, Schule, Schwab, Seiler Hanspeter, Spalti, Spoerry, Steinegger, Stucky, Tschuppert, Wanner, Weber-Schwyz, Wellauer, Widrig, Wyss Paul, WyssWilliam, Zölch, Zwingli (82) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Bodenbedarf steigt, weil durch das stetig wachsende Realeinkommen pro Einwohner stets mehr Wohnraum nachgefragt wird und weil die Steigerung des allgemeinen Wohlstandes auch mehr wirtschaftliche Nutzung bedingt. Das Bodenangebot bleibt deutlich hinter dieser Nachfrage zurück, so dass eine Mangelsituation entsteht und die Preise namhaft steigen. Dabei ist Bauland ausreichend vorhanden. Hingegen mangelt es an erschlossenem baureifem Land. Mit einer besseren Ausnützung könnte ein sparsamerer Bodeneinsatz erreicht werden. Dem stehen jedoch die vielfach ungenügende Erschliessung von Bauland und zu eng gefasste Ausnützungsziffern entgegen. Das Paket dringlicher Massnahmen, mit dem sich die Räte im September 1989 befassten, behebt jene grundlegenden Mängel nicht, da es das Angebot nicht beeinflusst. Gerade in dieser Hinsicht ist jedoch die Korrektur vordringlich. Nur diese Korrektur erlaubt eine Normalisierung des Bodenmarktes. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 27. November 1989 Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 novembre 1989 Die geforderten Massnahmen sind nicht neu. So enthält der Entwurf der Expertenkommission Jagmetti zur Revision des Raumplanungsgesetzes, der bei Kantonen, Parteien und Verbänden in Vernehmlassung gegangen ist, in Artikel 19ff. Vorschläge für eine fristgerechte Erschliessung sowie das Recht auf Selbsterschliessung durch die Grundeigentümer, wie dies in Ziffer 1 und 2 der Motion vorgeschlagen wird. Dem Anliegen in Ziffer 3 der Motion wird mit einer Ergänzung der Planungsgrundsätze (Artikel 3 RPG) Rechnung getragen. In Artikel 3 Absatz 3 Buchstabe a des Entwurfs werden die Kantone angehalten, bei der Ausgestaltung ihrer Bauvorschriften auf eine verdichtete Bauweise und auf die Erneuerung bestehender Bausubstanz hinzuwirken. Weitergehende Vorschriften stehen dem Bundesgesetzgeber in diesem Bereich aufgrund der verfassungsrechtlichen Ordnung nicht zu. Neben den Vorschlägen der Expertenkommission wurde den Anliegen des Motionärs in gewisser Hinsicht bereits mit der Revision der Raumplanungsverordnung vom 2. Oktober 1989 Rechnung getragen. So wird mit der revidierten Verordnung mehr Transparenz über die Erschliessung geschaffen und die Erschliessung gleichzeitig vorangetrieben (Artikel 21/22 RPV). Ferner enthält die Verordnung in den Artikeln 23 und 24 neue Bestimmungen über die Nutzung bestehender Bauten ausserhalb der Bauzonen. Weitere Vorkehren drängen sich zurzeit nicht auf. Vorerst gilt es, die Ergebnisse der Vernehmlassung zum Entwurf der Expertenkommission Jagmetti abzuwarten. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandlen. Ueberwiesen als Postulat- Transmis comme postulat -- 1 of 2 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion Gysin Normalisierung des Bodenmarktes Motion Gysin Normalisation du marché foncier In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1989 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 89.691 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 15.12.1989 - 08:00 Date Data Seite 2234-2234 Page Pagina Ref. No 20 018 095 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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