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Entscheid

89-747

Verwaltungsbehörden 23.03.1990 89.747

23. März 1990Deutsch10 min

Source admin.ch

Erwägungen

1.

für die Sozialarbeit der Pro Senectute und der Pro Infirmis alternierend alle fünf Jahre eine Sonderpostmarke mit Zuschlag erscheint;

2.

für Jubiläen von gesamtschweizerischer oder internationaler Bedeutung, auch für 75-Jahr-Feiern, eine Sonderpostmarke ohne Verkaufszuschlag erscheinen kann. Texte du postulat du 13décembre 1989 Le Conseil fédéral est invité à réviser l'ordonnance du 19 février 1975 concernant l'émission de timbres-poste spéciaux par l'Entreprise des PTT de sorte à introduire, outre les timbres spéciaux déjà prévus:

1.

L'émission de timbres spéciaux avec supplément de prix pour soutenir, par alternance et tous les cinq ans, les institutions sociales que sont Pro Senectute et Pro Infirmis.

2.

L'émission de timbres commémoratifs sans supplément de prix pour célébrer également les 75 ans des événements d'importance nationale ou internationale. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bodenmann, Dünki, Gros, Kohler, Rechsteiner, Salvioni, Zwygart (7) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Gemäss Artikel 1 der bundesrätlichen Verordnung ist die Ausgabe von Sonderpostmarken mit Verkaufszuschlag beschränkt auf eine Sommerserie von Pro Patria, eine Winterserie von Pro Juventute sowie gemäss Artikel 5a ab 1985 auf eine unregelmässig erscheinende Sportmarke. Es wäre sehr zu begrüssen, wenn die anderen Pro-Werke-die Pro Senectute und die Pro Infirmis -für ihre vielfältigen, zunehmenden Aufgaben für die älteren Menschen und die Behinderten alle fünf Jahre auch in den Genuss einer Sonderpostmarke mit Verkaufszuschlag kommen könnten. Sowohl Pro Senectute als auch Pro Infirmis sind im Sinne ihrer obersten Zielsetzung erfolgreich bestrebt, Aeltere und Behinderte möglichst lange unabhängig und integriert in ihren vier Wänden zu belassen. Alle Tätigkeiten der beiden Werke sind zur Erreichung dieses obersten Zieles ausgerichtet; siefussen auf dem"Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe, sei es bei der Beratung, den vielfältigen sozialen Dienstleistungen, der finanziellen Einzelhilfe, den aktivierenden Diensten. Um dieses Ziel zu erreichen und den Aufgaben gerecht zu werden, bedarf es vermehrt finanzieller Mittel ausserhalb von Subventionen und bisheriger Eigenleistungen. Mit Sondermarken mit Zuschlag kann nicht nur die tägliche Arbeit, sondern auch die Inangriffnahme innovativer Modelle und Initiativen, die zu neuen generellen Lösungen führen, besser gewährleistet werden. Wichtige Arbeiten müssen heute aus finanziellen Gründen zurückgestellt werden. Erschwerend wirkt auch die Tatsache, dass sowohl die Zahl der Behinderten, aber auch der Hochbetagten in den nächsten Jahren und Jahrzehnten sprunghaft weiter steigen wird. Artikel 8 der erwähnten Verordnung sieht Erinnerungsmarken von Jubiläen von gesamtschweizerischer oder internationaler Bedeutung für 50-, 100-, 150-usw. Jahr-Feiern vor. Sondermarken ohne Verkaufszuschlag für Organisationen gesamtschweizerischer oder internationaler Bedeutung auch auf 75-Jahr-Feiern auszudehnen, ist ganz allgemein als ein Akt gesamtschweizerischer Solidarität und als Anerkennung von Organisationen für eine jahrzehntelang geleistete Arbeit zu werten. Pro Senectute feiert 1992 ihr75jähriges Bestehen; dieses Jubiläum soll in einem festlichen Rahmen begangen werden. Es wäre von grossem Vorteil, auch die Bevölkerung auf dieses Jubiläum durch die Herausgabe einer Marke aufmerksam zu machen. Pro Senectute als nationales Sozialwerk hat sich beispielsweise vor Einführung der AHVfür die Verbesserung der finanziellen Lage von wirtschaftlich schwächeren älteren Leuten - vor allem auch in den damaligen Armenhäusern - und sich ab 1944 im Vorfeld der AHVfür deren Annahme stark eingesetzt. Ihrem 75jährigen Bestehen kommt deshalb auch nationale Bedeutung zu. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 28. Februar 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 28 février 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat im Sinne eines Prüfungsauftrages entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 89.747 Postulat Carobbio Kommissionsberichte. Veröffentlichung in den drei Amtssprachen Postulato Carobbio Rapporti commissionali. Pubblicazione nelle lingue nazionali Postulat Carobbio Rapports de commissions parlementaires. Publication dans les trois langues officielles Wortlaut des Postulates vom 7. Dezember 1989 Die geltenden gesetzlichen Bestimmungen schreiben vor, dass die Botschaften des Bundesrates in allen drei Amtssprachen zu veröffentlichen sind. Dies wird auch getan. Anders verhält es sich hingegen mit wichtigen Berichten der parlamentarischen Kommissionen. Solche Berichte erscheinen zuerst in deutscher und französischer und erst nachträglich in italienischer Sprache. Diese Praxis ist diskriminierend und der Wahrung der Rechte der sprachlichen Minderheiten nicht gerade förderlich. Die Unterzeichner ersuchen deshalb den Bundesrat, organi-- 1 of 4 -23. März 1990 N 721 Interpellation Carobbio satorische Massnahmen anzuordnen, damit künftig wenigstens die wichtigsten Berichte der parlamentarischen Kommissionen gleichzeitig in allen drei Amtssprachen veröffentlicht werden. Testo del postulato del 7 dicembre 1989 Le norme di legge in vigore stabiliscono che i messaggi del Consiglio federale devono essere pubblicati nelle tre lingue nazionali. E' quanto awiene regolarmente. Diversa invece la situazione per i rapporti più importanti delle commissioni parlamentari. La pratica è che tali rapporti appaiono prima nell'edizione tedesca e francese e solo successivamente nell'edizione italiana. Tale situazione è da considerare discriminante e non atta a difendere i diritti delle minoranze linguistiche. I sottoscritti chiedono perciò al Consiglio federale che siano presi i prowedimenti organizzativi affinchè in futuro almeno i rapporti di maggiore importanza delle commissioni parlamentari siano pubblicati contemporaneamente nelle tre lingue nazionali. Texfe du postulat du 7 décembre 1989 Comme le prévoit la législation en vigueur, les messages du Conseil fédéral sont régulièrement publiés dans les trois langues officielles. Il en va autrement des rapports des commissions parlementaires, notamment en ce qui concerne les plus importants d'entre eux. En pratique, ces rapports paraissent d'abord dans leurs versions allemande et française, et plus tard seulement en version italienne. Cette situation doit être qualifiée de discriminatoire à l'égard des minorités linguistiques. C'est pourquoi les soussignés demandent au Conseil fédéral de prendre des dispositions pour assurer la publication simultanée dans les trois langues officielles des rapports les plus importants des commissions parlementaires. Mitunterzeichner- Cofirmatari - Cosignataires: Baggi, Caccia, Grassi, Pini, Salvioni (5) Schriftliche Begründung - Motivazione scritta Développement par écrit II recente rapporto della Commissione parlamentare d'inchiesta sui fatti capitati al Dipartimento Federale di Giustizia e polizia è apparso venerdì 24 novembre us nelle due edizioni rispettivamente di lingua tedesca e di lingua francese. Per quanto se ne sa l'edizione in lingua italiana è annunciata per più tardi. Consideriamo tale modo di procedere discutibile, anche se possiamo comprendere i problemi e le difficoltà tecniche legate all'edizione contemporanea nelle tre lingue nazionali di simili rapporti. La scelta di pubblicare l'edizione in lingua italiana più tardi è discriminatoria per rapporto ai diritti della minoranza di lingua italiana. Inoltre essa presenta pericoli per quanto riguarda la traduzione e arrischia di essere in parte inutile. Riteniamo che tale stato di cose debba essere modificato. Così come già awiene per i messaggi del Consiglio federale chiediamo che almeno i rapporti commissionali più importanti e significativi, come era il caso del rapporto della Commissione di inchiesta, siano pubblicati contemporaneamente nelle tre lingue nazionali. A tale scopo invitiamo il Consiglio federale a voler far adottare tutte le misure organizzative atte a raggiungere tale scopo: coordinamento della messa a punto dei testi, potenziamento degli uffici incaricati di curare la traduzione e la pubblicazione dei testi presi in considerazione. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 5. März 1990 Dichiarazione scritta del Consiglio federale del 5 marzo 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 5 mars 1990 II Consiglio federale è disposto ad accettare il postulato. Ueberwiesen - Transmis #ST# 89.726 Interpellation Carobbio Lage in El Salvador. Initiative der Schweiz Interpellanza Carobbio Situazione in Salvador. Iniziative della Svizzera Interpellation Carobbio Situation au Salvador. Initiative suisse Wortlaut der Interpellation vom 29. November 1989 Was in den vergangenen Tagen in El Salvador geschehen ist und weiter geschieht, ist schlimm und gibt zu grosser Besorgnis Anlass. Die elementarsten Menschenrechte werden mit Russen getreten, namentlich von der Armee, die im Einverständnis mit der Regierung handelt. Beweis dafür sind die Bombardierungen dichtbesiedelter Quartiere, die Weigerung der Armee, den Rettungsmannschaften und dem Roten Kreuz die Pflege der Verletzten zu gestatten, sowie die barbarische Ermordung von Ordensleuten und Zivilpersonen. Bestätigt wird dies auch dadurch, dass sich die Regierung weigert, mit der Nationalen Befreiungsfront Farabundo Marti Verhandlungen für eine politische Lösung zur Beilegung des Bürgerkrieges aufzunehmen. Sie tut dies in Missachtung der Beschlüsse, die in Tela, Honduras, am Treffen der Präsidenten von fünf zentralamerikanischen Staaten gefasst worden sind. Als Depositarstaat des Genfer Rotkreuz-Abkommens und als Land, das Entwicklungshelfer nach El Salvador entsandt hat und dort Entwicklungsprojekte durchführt, kann die Schweiz diesen Geschehnissen und der Gefahr, dass sich die Situation in Zentralamerika zu einem grösseren Konflikt ausweitet, nicht tatenlos gegenüberstehen. Wir ersuchen den Bundesrat: a) der salvadorianischen Regierung mitzuteilen, dass er über die Ereignisse in El Salvador besorgt ist, bei ihr gegen diese Ereignisse Protest einzulegen und die Verletzung der Menschenrechte und der Grundsätze des Genfer Rotkreuz-Abkommens zu verurteilen; b) zu sagen, welche konkreten Schritte er, allenfalls zusammen mit ändern Ländern, unternehmen kann, um die Parteien, insbesondere die salvadorianische Regierung, zu überzeugen, die militärischen Aktionen einzustellen und die Verhandlungen für eine politische Lösung des Konflikts wiederaufzunehmen. lesto dell'interpellanza del 29 novembre 1989 Quanto capitato negli scorsi giorni e quanto sta ancora capitando in Salvador è grave e preoccupante. I più elementari diritti dell'uomo sono calpestati, in particolare da parte dell'esercito con l'avallo del governo. Lo provano i bombardamenti dei quartieri popolosi, il rifiuto dell'esercito di autorizzare le squadre di soccorso e la Croce Rossa ad assistere i feriti, il barbaro assassinio di religiosi e civili. E lo conferma il rifiuto del governo di accettare di awiare trattative con il Fronte di Liberazione Nazionale Farabundo Marti per una soluzione politica del conflitto interno. E ciò in dispregio alle decisioni scaturite dall'incontro dei 5 presidenti centroamericani di Tela in Honduras. Di fronte a questi avvenimenti e al pericolo che la situazione in Centroamerica degeneri in un conflitto più ampio la Svizzera, come depositarla della Convenzione di Ginevra della Croce Rossa e come paese che è presente in Salvador con progetti e uomini nel quadro dell'aiuto allo sviluppo, non può restare indifferente. I sottoscritti chiedono al Consiglio Federale: a) di esprimere all'indirizzo del governo salvadoregno la sua preoccupazione e la sua protesta per gli avvenimenti in corso e la sua condanna per il non rispetto dei diritti dell'uomo e dei principi della Convenzione di Ginevra della Croce Rossa, b) di dire quali passi concreti può intraprendere, eventual-- 2 of 4 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Carobbio Kommissionsberichte. Veröffentlichung in den drei Amtssprachen Postulat Carobbio Rapports de commissions parlementaires. Publication dans les trois langues officielles Postulato Carobbio Rapporti commissionali. Pubblicazione nelle lingue nazionali In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1990 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 89.747 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 23.03.1990 - 08:00 Date Data Seite 720-721 Page Pagina Ref. No 20 018 464 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.

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