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Entscheid

89-757

Verwaltungsbehörden 23.03.1990 89.757

23. März 1990Deutsch10 min

Source admin.ch

Erwägungen

1.

die Wanderungsstatistik des Bundesamtes für Statistik so zu gestalten, dass mindestens jährlich ein vollständiger Ueberblick über die Zu- und Abwanderung ausländischer beziehungsweise schweizerischer Staatsangehöriger nach Geschlecht, Alter, Nationalität, rechtlicher Stellung und Zivilstand erfolgt. Dabei sind alle Ausländergruppen zu berücksichtigen, auch Asyl bewerben Saisonarbeiter, Kurzaufenthalter usw.;

2.

die erweiterte Wanderungsstatistik zu integrieren in die jährliche Bevölkerungsbilanz, unter Berücksichtigung der natürlichen Bevölkerungsbewegung, den Statusumwandlungen sowie der Bürgerrechtswechsel;

3.

die interkantonale Wanderungsstatistik und die Bevölkerungsfortschreibung nach Kantonen ebenfalls zu ergänzen und zu erweitern;

4.

zu prüfen, ob aus dem vorhandenen statistischen Material vermehrt Informationen über die Wanderungsgründe und das Wanderungsverhalten (Motive der Einwanderer, Rückwanderungen, Weiterwanderungen usw.) gewonnen werden können. Texte du postulat du 11 décembre 1989 Les migrations internationales influent de plus en plus sur l'évolution démographique de notre pays. Le Conseil fédéral est invité à prendre les mesures suivantes, afin de garantir que les données statistiques soient complètes et comparables:

1.

La statistique des migrations établie par l'Office fédéral de la statistique devra être conçue de telle façon qu'il soit possible d'établir, au moins une fois par an, un tableau complet des mouvements de population (immigration et émigration d'étrangers et de Suisses, avec indication du sexe, de l'âge, de la nationalité, du statut juridique et de l'état civil). En l'occurrence, on prendra en considération toutes les catégories d'étrangers, y compris les demandeurs d'asile, les saisonniers, les étrangers titulaires d'une autorisation de courte durée, etc.;

2.

La statistique des migrations ainsi complétée devra être intégrée au bilan annuel de la population, compte tenu de l'évolution démographique naturelle, des modifications du statut juridique et des changements de citoyenneté;

3.

La statistique des migrations intercantonales et la mise à jour des données démographiques selon les cantons devront être complétées dans le même sens;

4.

Il faudra vérifier s'il est possible, avec les données statistiques disponibles, d'être mieux renseigné sur les causes des mouvements de population et sur le comportement des per-

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März 1990 N 707 Postulat Bundi sonnes concernées (motifs qui poussent les gens à immigrer, à retourner au pays, à se rendre dans un pays tiers, etc.). Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Bäumlin Ursula, Dormann, Fischer-Hägglingen, Müller-Aargau (5) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Das Bundesamt für Statistik veröffentlicht jährlich Angaben zum Wanderungssaldo der Schweizer und der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung. Verschiedene Ausländergruppen, die in letzter Zeit stark an Bedeutung gewonnen haben, sind dabei aber nicht berücksichtigt: Asylbewerber, Kurzaufenthalter usw. Zudem lassen sich die von verschiedenen Stellen erhobenen und publizierten Daten z. T. nur schwer zu einem klaren Gesamtbild der internationalen Wanderungen und des Bevölkerungsbestandes in der Schweiz verbinden. Die Erstellung eines koordinierten und vollständigen Ueberblicks über die Ein- und Auswanderungen nach demographischen Merkmalen, nach Nationalität und rechtlicher Stellung sowie ihrer Auswirkungen auf Stand und Struktur der Bevölkerung ist für Entscheidungen des Bundes und der Kantone im Bereich der Wirtschaftspolitik, der Ausländer- und Asylpolitik unerlässlich. Dabei ist auch den Konsequenzen des europäischen Integrationsprozesses und der Koordination der Wanderungsstatistik mit den übrigen europäischen Staaten Rechnung zu tragen. Schrittliche Erklärung des Bundesrates vom 14. Februar 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 14 février 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 89.769 Postulat Bundi Institut für europäische Lehrmittel Ouvrages scolaires d'inspiration européenne. Centre d'étude Wortlaut des Postulâtes vom 13. Dezember 1989 Der Bundesrat wird eingeladen, die Errichtung eines Instituts für europäische Lehrmittel in der Schweiz zu prüfen und darüber Bericht zu erstatten. Das Projekt sollte die gemeinsame europäische Dimension des Unterrichts und der Erziehung fördern und in Abstimmung mit dem Rat der kulturellen Zusammenarbeit des Europarates ausgestaltet werden. Es könnte ein Geschenk der Schweiz an Europa 1991 darstellen. Texte du postulat du 13 décembre 1989 Le Conseil fédéral est invité à examiner la possibilité de créer dans notre pays un centre d'étude didactique d'inspiration européenne et de présenter un rapport à ce sujet. L'objectif serait de faire apparaître la dimension européenne commune de l'enseignement et de l'éducation; le projet devrait être mené à bien en collaboration avec le Conseil de la coopération culturelle du Conseil de l'Europe. Ce serait une contribution de la Suisse de 1991 à l'Europe. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Allenspach, Ammann, Bär, Basler, Bäumlin Ursula, Béguelin, Bircher, Bodenmann, Borei, Braunschweig, Brélaz, Brügger, Carobbio, Columberg, Daepp, Danuser, David, Diener, Dormann, Dünki, Eggenberg-Thun, Euler, Fankhauser, Fehr, Grendelmeier, Günter, Hafner Ursula, Haller, Hari, Hess Peter, Hubacher, Jeanprêtre, Keller, Lanz, Ledergerber, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Leutenegger Oberholzer, Longet, Loretan, Luder, Maeder, Matthey, Mauch Ursula, Meizoz, Morf, Mühlemann, Müller-Aargau, Müller-Meilen, Neukomm, Oester, Ort, Rebeaud, Rechsteiner, Reimann Fritz, Ruffy, Rychen, Sager, Schmid, Seiler Hanspeter, Stamm, Stappung, Stocker, Uchtenhagen, Ulrich, Weder-Basel, Widmer, Zbinden Hans, Ziegler, Zölch, Züger, Zwygart (73) Schriftliche Begründung - Développement par écrit In diversen europäischen Ländern stehen heute ausgezeichnete Lehrmittel zur Verfügung, die nach neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft, der Methode, der Didaktik und der Veranschaulichung erarbeitet wurden. Sie sind aber aus verschiedenen Gründen nicht für alle Länder zugänglich. Im Europarat wurde wiederholt betont, wie wichtig es wäre, in den Lehrmitteln vermehrt die gemeinsamen Züge der europäischen Kultur und des europäischen Geisteslebens herauszuarbeiten und vertieft zu behandeln. Insbesondere der Colombo-Bericht des Europarates von 1986 regte eine stärkere europäische kulturelle Zusammenarbeit an und schlug vor, an die Realisierung konkreter Projekte heranzugehen. Es entstanden im Laufe der Zeit diverse Forschungsstellen, die sich u. a. auch mit dem Lehrmittelbereich befassten, wie zum Beispiel das Georg-Eckert-lnstitut in Braunschweig. Allein alle diese Stellen sind nur auf die Forschung oder auf die Organisierung von Symposien und Konferenzen ausgerichtet. Hier besteht also die Lücke, welche die Schweiz in Zusammenarbeit mit dem Rat der kulturellen Zusammenarbeit des Europarates schliessen kann. Ein Zentrum für europäische Lehrmittel in der Schweiz hätte die Aufgabe, auf praktische und konkrete Art Lehrmittel auszuarbeiten. Zu denken ist insbesondes an eine Geschichte der Literatur, dann weiter je an eine Geschichte der Pädagogik, der Musik, der Philosophie, ferner aber auch an ein gemeinsames europäisches Geschichts- und Geographiebuch. Als Zielpublikum sollte die Jugend der Mittelschulstufe (Sekundarstufe II) in Frage kommen. Das vorgeschlagene Institut könnte im Sinne einer Stiftung errichtet werden, mit Stiftungsrat und wissenschaftlichem Beirat. Der Europarat könnte das Patronat übernehmen und als Koordinationsstelle walten. In ähnlichem Sinne hat Italien ein Institut für Rechtsvergleichung in Venedig geschaffen. Die Hauptlast der Kosten wäre von der Schweiz zu tragen. Eine solche Institution könnte einen wichtigen Beitrag an eine aktive Friedenspolitik darstellen, zur Ueberwindung des Nationalismus und zu einem positiven Geschichtsbild beitragen und ermöglichen, dass die Schweiz als kompetentes Land auf dem Gebiet des Schul- und Erziehungswesens von ihren ureigensten Kräften und Erfahrungen schöpfen, investieren und weitergeben könnte. Es wäre ein sinnvolles Geschenk an Europa. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 14. Februar 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 14 février 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Le président: M. Hafner Rudolf combat le postulat Bundi. La discussion est renvoyée à une date ultérieure. Verschoben - Renvoyé -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Fäh Statistik der Wanderungen Postulat Fäh Statistique des migrations In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1990 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 89.757 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 23.03.1990 - 08:00 Date Data Seite 706-707 Page Pagina Ref. No 20 018 441 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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