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Entscheid

90-364

Verwaltungsbehörden 22.06.1990 90.364

22. Juni 1990Deutsch6 min

Source admin.ch

Erwägungen

30.

Tonnen Phosphat mehr belastet. Zudem würde in den Zugersee durch einen weiteren Stollen Wasser aus dem Vierwaldstättersee geleitet, womit dessen Seespiegel aber um mehrere Zentimeter sinken würde und Auswirkungen auf Grundwasser und naturnahe Uferzonen zu befürchten wären. Es erstaunt nun, dass sich Bundesämter zu diesem Vorhaben positiv geäussert haben sollen. Wie beurteilt der Bundesrat die geschilderten negativen Auswirkungen, insbesondere auch auf die naturnahen Gebiete im aargauischen Reusstal? Warum wird dem Kanton Zug nicht die in ändern Seen schon erfolgreich angewandte künstliche Belüftung empfohlen? Was sagt der Bundesrat zur Tatsache, dass der Kanton Zug bis heute es nicht für nötig hielt, ein Düngeverbot zu erlassen, also die eigentliche Ursache der Phosphatüberlastung zu beseitigen? Texte de l'interpellation du 8 février 1990 Le projet concret, qui a maintenant été présenté par les autorités du canton de Zoug, en vue d'assainir le lac de Zoug fortement pollué par les engrais, se heurte aune opposition notamment dans le canton d'Argovie. Il serait en effet prévu d'aménager une conduite permettant de déverser dans la Reuss argovienne l'eau du lac fortement enrichie en phosphates. La rivière aurait ainsi à supporter 30 tonnes de phosphates de plus par an. De plus, une autre conduite amènerait dans le lac de Zoug de l'eau du lac des Quatre-cantons: le niveau de ce dernier s'abaisserait de plusieurs centimètres, ce qui risque d'avoir des conséquences sur les eaux souterraines et sur les rives naturelles. Il est surprenant que des offices fédéraux aient donné un avis favorable sur un tel projet. Que pense le Conseil fédéral des effets néfastes décrits plus haut, notamment des atteintes portées aux rives argoviennes de la Reuss qui sont restées dans un état proche de la nature? Pourquoi le canton de Zoug n'applique-t-il pas la méthode, utilisée dans d'autres lacs avec succès, de l'oxygénation artificielle des eaux? Que pense le Conseil fédéral du fait que jusqu'à présent, le canton de Zoug n'a pas jugé utile d'interdire l'utilisation des engrais pour éliminer la cause même de la pollution due aux phosphates? Mitunterzeichner- Cosignataires: Keine-Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 5. Juni 1990 Rapport écrit du Conseil fédéral du 5 juin 1990 Ueber die Sanierung des Zugersees wird im Kanton Zug im Zeitpunkt der Projektgenehmigung eine Umweltverträglich-keitsprüfung durchgeführt. Zum entsprechenden Umweltverträglichkeitsbericht werden sich zusätzlich zur kantonalen Umweltschutzfachstelle auch das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) sowie die Umweltschutzfachstellen der Nachbarkantone zu äussern haben. Im weiteren werden Bundesbehörden, die Subventionen zu gewähren haben, dies erst tun, nachdem die Prüfung abgeschlossen und die Umweltverträglichkeit des Vorhabens nachgewiesen ist. Der Bundesrat legt Wert auf die Feststellung, dass sich die Bundesbehörden zum Vorhaben bisher noch nicht abschliessend geäussert haben. Das Bundesamt für Wasserwirtschaft wie auch das Buwal haben jedoch dem beabsichtigten Projekt im Sinne eines vorläufigen Variantenentscheides zugestimmt. Dies bedeutet jedoch noch nicht Zustimmung zur Ausführung, sondern lediglich zur Weiterführung des Projektes, womit insbesondere die Durchführung der Umweltverträglichkeitsprüfung ermöglicht wird. Beide Bundesämter sind wohl an einer raschen Seesanierung interessiert, doch müssen allfällige Folgen, die sich aus einer Seesanierung für die unterliegenden Kantone ergeben können, sorgfältig abgeklärt und bewertet werden. Zu den aufgeworfenen Fragen nimmt der Bundesrat wie folgt Stellung:

1.

Die Umweltverträglichkeitsprüfung ist noch nicht abgeschlossen. Der Bundesrat kann deshalb zu den Auswirkungen des Vorhabens noch nicht Stellung nehmen.

2.

Die Einleitung von Sauerstoff in das Tiefenwasser von Seen kann die Phosphatrücklösung nicht in allen Fällen verhindern. Als See mit grosser Bioproduktion gilt dies auch für den Zugersee. Aus diesem Grund steht für den Zugersee die künstliche Belüftung nicht im Vordergrund.

3.

Die Verhinderung der Einleitung verunreinigender Stoffe geht see-internen Massnahmen vor. Der Regierungsrat des Kantons Zug ist sich dessen bewusst. Er hat deshalb insbesondere im Bereich Landwirtschaft die erforderlichen Gesetzesänderungen vorbereitet, um u. a. Düngebeschränkungen verfügen zu können. Die Beschlussfassung im Zuger Kantonsrat steht unmittelbar bevor. Le président: L'interpellateur n'est que partiellement satisfait de la réponse du Conseil fédéral. #ST# 90.458 Interpellation Mühlemann Reorganisation der Schweizerischen Landesbibliothek Réorganisation de la Bibliothèque Nationale Wortlaut der Interpellation vom 21. März 1990 Am 28. Februar 1989 hat der Bundesrat den Bericht der Arbeitsgruppe zur Neudefinierung der Aufgaben der Schweizerischen Landesbibliothek (SLB) entgegengenommen. In diesem Bericht wird klar festgehalten, dass die SLB dringend der Reorganisation bedarf, um als wirksames Instrument nationaler Kulturpolitik und wissenschaftlicher Dienstleistung eingesetzt zu werden. Im besondern wurde darauf hingewiesen, dass mit der Neuorganisation auch ein schweizerisches Literaturarchiv zu errichten sei. Die Verwirklichung dieser Ziele bedingt den Einsatz von grösseren personellen und finanziellen Mitteln. Da seit 1. März 1990 Dr. J.-F. Jauslin als neuer Direktor der Landesbibliothek wirkt, wird der Bundesrat gebeten, folgende Fragen zu beantworten:

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Bircher Umstrittene Zugersee-«Sanierung» Interpellation Bircher Lac de Zoug. «Assainissement» controverse In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1990 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 90.364 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 22.06.1990 - 08:00 Date Data Seite 1273-1273 Page Pagina Ref. No 20 018 758 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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