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Entscheid

90-596

Verwaltungsbehörden 20.09.1990 90.596

20. September 1990Deutsch7 min

Source admin.ch

Erwägungen

4.

Der Endtermin 2000 wäre für einige aufwendige Bauten denken Sie an die Sihlexpressstrasse in Zürich, an die Nordtangente der Stadt Basel, an die Umfahrung Biel - einfach nicht realistisch. Es wird nicht möglich sein, diese Nationalstrassen in dieser Zeit zu bauen. Deshalb möchte ich Sie bitten, die Motion als Postulat zu überweisen und ziehe folgendes Fazit: Der Bundesrat will und kann die Motion nicht erfüllen; es ist möglich, ein langfristiges Bauprogramm bald nach Ihrer Budgetberatung zu beschliessen. An einer zügigen Fertigstellung der Bauprojekte sind auch wir - im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten - interessiert; es braucht aber auch etwas Spielraum von Ihnen. Ich bitte Sie, diesen Handlungsspielraum nicht einzuschränken. Sie müssen zur Kenntnis nehmen, dass unabhängig davon diese Vollendung des Netzes im Jahre 2000 aus technischen Ueberlegungen nicht rechtzeitig kommen kann. Ich bitte Sie deshalb - ich hoffe, ich habe eine Chance -, diese Motion in ein Postulat umzuwandeln. Präsident: Der Motionär hält an der Motion fest. M. Delalay: Je voudrais simplement appuyer, en quelques mots, cette motion de M. Cavadini. En tant que représentant d'une région qui a attendu longtemps pour être desservie, je souscris pleinement à l'exigence posée parcelle motion, d'ailleurs en parfait accord, comme l'a dit son auteur, avec la votation fédérale du 1er avril de cette année. La volonté du Conseil fédéral de freiner la construction des routes nalionales s'est déjà manifestée par la réduction de

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pour cent du crédit réclamé par les cantons au budgel 1990. Après coup, le Conseil fédéral a débloqué 150 millions, ce qui permettra cette année aux cantons de ne pas trop retarder leurs programmes de constructions. Pour ce qui a trait au budget 1991, nous ne connaissons pas encore les chiffres attribués mais on sait déjà que les demandes des cantons sont de l'ordre de 2 milliards au total, que l'Office fédéral des routes veut disposer, pour y répondre au moins partiellement, d'un crédit de 1,3 milliard el que ce crédil aurait été encore compressé par le Conseil fédéral lors de la discussion du budget. La réduction serait donc pour 1991 de

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pour cent des besoins dûmenl consignés par les cantons. Si tel élait le cas, un retard général de 5 à 10 ans est inévitable dans la réalisation du réseau des routes nationales dans les cantons où les conslruclions sont en cours actuellement. Ces circonstances font d'ailleurs qu'aujourd'hui, dans la pratique, l'Office fédéral des routes n'approuve pas des adjudications importanles car il prétend ne pas disposer des crédils suffisants. C'est la première fois que les cantons onl à déplorer une lelle pralique qui dépeinl bien l'état d'insécurité dans lequel se trouve l'administration à la suite des compressions budgétaires répétées qui sont son lot. Je soutiens donc la motion de M. Cavadini el je vous invile à en faire de même. Cela esl d'aulanl plus juslifié qu'un programme à long terme est actuellemenl à l'élude et que les fonds ne manquent pas, contrairemenl à ce qu'on affirme ici. Nous avons ici l'occasion de manifesler clairement notre inlenlion, de défendre une polilique en matière de communicalions acceptée par le peuple el visanl à une réalisalion rapide el complèle du réseau des routes nationales. Abstimmung - Vote Für Ueberweisung der Motion Dagegen

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Stimmen

4.

Stimmen #ST# 90.596 Motion Bührer Weiterführung der Preisreduktion für Halb-Preis-Abonnemente Maintien de la réduction de prix sur les abonnements à demi-prix Wortlaut der Motion vom 20. Juni 1990 Der Bundesral wird beauftragt dem Parlament eine Kreditvorlage zu unterbreiten, die es erlaubt die 1986 beschlossene und bis 1992 befristete Preisreduklion für Halb-Preis-Abonnemenlegrundsälzlich weilerzuführen. Ein einheillicher Preis für alle Allerskalegorien isl beizubehalten. Texfe de la motion du 20 juin 1990 Le Conseil fédéral esl chargé de proposer au Parlemenl un crédil permeltanl de maintenir le principe, décidé en 1986, de la réduclion accordée jusqu'à la fin de 1992 sur les abonnemenls à demi-prix. Toutes les catégories d'âge devront bénéficier d'un prix uniforme. Mitunterzeichner-Cosignataires: Béguin, Jaggi, Jelmini, Onken, Piller, Weber (6) Frau Bührer: Nachdem soviel vom Strassenbau gesprochen worden ist, bin ich dankbar, mit meiner Motion einen anderen Akzent in die Richlung «öffenllicher Verkehr» setzen zu dürfen. Im Frühjahr dieses Jahres hat mich eine Schlagzeile aufgeschreckf und zu diesem Vorsloss veranlassl. Sie hiess: «Die Zukunft des Halblaxabos isl nichl gesichert.» Es isl unbestritten, dass die Einführung des «Borromini» ein durchschlagender Erfolg war. Das Halbtaxabo brachte volkswirtschaftliche, sozialpolitische und Umweltvorteile. Der Umsleigeeffekf ist nachgewiesenermassen beträchtlich. Erfreulich ist auch, dass Leute mil bescheidenen Einkommen von der Verbilligung profilieren können. Also herrschl rundum Zufriedenheil - und Irolzdem sind die aufziehenden Wolken unübersehbar. Die Bahntarife sollen, müssen der Teuerung angepassl werden, und die SBB-Tarifmassnahmen - dazu gehörte seinerzeil die Einführung des Halblaxabos - sind bis 1992 befristet. Höchste Zeit also, die Frage nach der Weiterführung zu stellen, auch wenn für den Augenblick das Halbfaxabo bleibt, ist das längerfrislige Schicksal dieser Verbilligung ungewiss. Es fahren heule 1,8 Millionen Leute zur halben Taxe. Es ist schlicht undenkbar, dass diese Einrichlung eines Tages fallengelassen würde. Meine Molion möchte das Halblaxabo auf solide Fusse stellen und über das Jahr 1992 hinaus sichern. Wir sind auf dem Weg zur «Bahn 2000». Wir glauben an die Zukunft der Bahn, und das Halblaxabo liegt im Trend. Es hat sich als slarker Anreiz erwiesen, und Anreize sind heute nötig, wo fasi jeder - bald muss man sagen: zumindesl- ein Aulo hat Die Abschaffung wäre ein Rückenschuss für die Bahn, und eine Protestwelle würde durchs Schweizervolk rauschen. Ich möche keinem Departemenlsvorsleher zumuten, diese Hiobsbotschaft zu überbringen. Er müsste als Ueberbringer dieser schlechten Nachricht im übertragenen Sinn natürlich, um seinen Kopf fürchten. Ich bitte Sie, sehr geehrter Herr Bundesrat, das Anliegen der Motion mildem Ziel an die Hand zu nehmen, das Halblaxabo zur festen Instilulion zu machen. Bundesral Ogi: Der erwähnte Bundesbeschluss läuft Ende 1992 aus. Das Bundesami für Verkehr ist beauftragt zu prüfen, ob die Weilerführung dieser Tariferleichlerung auch in Zukunft sinnvoll ist.

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Motion Bührer 650 E 20 septembre 1990 n seine Untersuchungen wird das BAVauch Beiträge aus der Wissenschaft einbeziehen müssen. Heute lässtsich also noch licht abschliessend beurteilen, ob die SBB-Tarifmassnahmen n der bestehenden Form beizubehalten oder durch ein verändertes Angebot seitens der Transportunternehmungen abtulösen sind. Der Verkauf des Halbtaxabonnementes hat den Charakter einer kommerziellen Massnahme der Transportun:ernehmungen angenommen. Sie haben das sehr gut begründet. Ich möchte darauf nicht näher eintreten. Es stellt sich daherdie Frage, ob dafür den Transportunternehnungen die volle finanzielle Verantwortung übertragen werden könnte. Um keine unerwünschten Marktreaktionen - heraufzubeschwören, dürften die Transportunternehmungen das Abonnement weiterhin zu einem Einheitstarif verkaufen, mögicherweise auf einem leicht höheren Tarifniveau. 3reiserhöhungen zwecks Anpassung an die Teuerung sind in edem Fall nicht auszuschliessen. Ich habe aus Ihrem Votum Heraushören können, dass Sie das verstehen. Der Bundesrat wird also zu gegebener Zeit, wenn diese Ab<lärungen abgeschlossen sind, seine Absichten bekanntgeDen. ch möchte als Conclusion folgendes sagen: Dieses populäre Abonnement wird sicher, so beurteile ich es heute, auch nach 1992 angeboten werden, möglicherweise etwas teurer. Sie sagen ja auch, Frau Bührer, der Verkehr sei zu billig, die Mobilität sei zu billig. Das höre ich auch von Ihnen. Dem Parlament wird tu gegebener Zeit über das weitere Vorgehen Bericht erstattet. Deshalb beantragt Ihnen der Bundesrat, die Motion in ein Postulat umzuwandeln. Präsident: Die Motionärin ist mit der Umwandlung ihrer Mo:ion in ein Postulat einverstanden. 'Jeberwiesen als Postulat- Transmis comme postulat Schluss der Sitzung um 12.30 Uhr.a séance est levée à 12 h 30 -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion Bührer Weiterführung der Preisreduktion für Halb-Preis-Abonnemente Motion Bührer Maintien de la réduction de prix sur les abonnements à demi-prix In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1990 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 04 Séance Seduta Geschäftsnummer 90.596 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 20.09.1990 - 08:00 Date Data Seite 649-650 Page Pagina Ref. No 20 019 201 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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