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Entscheid

90-783

Verwaltungsbehörden 14.12.1990 90.783

14. Dezember 1990Deutsch9 min

Source admin.ch

Erwägungen

1.

eine Bestandesaufnahme der schwerwiegendsten Umweltprobleme, die vordringlich angegangen werden messen;

2.

eine Bilanz über das, was in diesem Zusammenhang schon geleistet worden ist;

3.

die international und national vorgesehenen Lösungen für die unbewältigten Probleme sowie die Aufgaben- und Kostenverteilung und den erforderlichen zeitlichen Aufwand. Aus dem Bericht des Bundesrates sollte auch hervorgehen, ob es zweckmässig wäre, einen Jahresbericht zu diesem Thema zu erstellen. Damit könnte in den angesprochenen Bereichen umfassend Zwischenbilanz gezogen werden. Texte du postulat du 20 juin 1990 Les problèmes touchant à la sauvegarde de notre environnement sont devenus une préoccupation majeure de la population suisse. De nombreuses mesures ont déjà été prises à cet égard tant par la Confédération que par les cantons et les communes. Un malaise subsiste cependant: les mesures sont prises au coup par coup dans le cadre de nombreuses lois et décisions d'espèce. La population, les milieux économiques, le Parlement lui-même n'ont pas une vision d'ensemble sur les problèmes les plus importants qui se posent et le degré d'avancement des études faites pour les résoudre. Ils n'ont pas non plus une vue d'ensemble sur l'importance des moyens qui sont à mettre en oeuvre pour le faire et leur financement. C'est pourquoi je demande au Conseil fédéral de présenter un rapport

1.

qui fasse l'inventaire des problèmes ayant trait à l'environnement revêtant un caractère de gravité et donc d'urgence; • 2. qui fasse le bilan de ce qui a déjà été réalisé à cet égard;

3.

qui indique les solutions envisagées sur les plans international et national pour les problèmes qui demeurent, la répartition des tâches et des frais pour les résoudre, le temps qu'il faudra pour le faire. Le rapport du Conseil fédéral devrait examiner l'opportunité de faire un rapport annuel à cet égard pour nous permettre de faire le point sur révolution de la situation dans les domaines particuliers envisagés et sur un plan global. Mitunterzeichner-Cosignataires: Aguet, Antille, Béguelin, Borei, Déglise, Dubois, Ducret, Gardiol, Jeanprêtre, Longet, Petitpierre, Philipona, Pidoux, Pitteloud, Rebeaud, Ruffy, Salvioni, Theubet (18) Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 14. November 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 14 novembre 1990 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat. Ueberwiesen - Transmis #ST# 90.783 Postulat Blatter Unfallversicherungsgesetz. Revision Assurance-accidents. Révision de la loi Wortlaut des Postulates vom 3. Oktober 1990 Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, wie das geltende Unfallversicherungsgesetz (UVG) dahingehend ergänzt werden kann, dass bei einem tödlichen Arbeitsunfall eines Nachkommen den Eltern respektive den Grosseltern in Härtefällen eine Entschädigung zugesprochen werden kann. Texte du postulat du 3 octobre 1990 Le Conseil fédéral est invité à examiner comment il serait possible de compléter la loi sur l'assurance-accidents (LAA) de sorte que les parents ou les grands-parents d'une personne victime d'un accident mortel du travail puisse recevoir une indemnité dans les cas d'une rigueur excessive. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bürgi, David,.Dietrich, Engler, Keller, Nussbaumer, Ruckstuhl, Schnider, Segmüller, Seiler Rolf, Stamm, Widrig (12) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Nach geltendem UVG haben beim unfallbedingten Tod eines Versicherungsnehmers nur der überlebende Ehegatte und die Kinder Anspruch auf Hinterlassenenrenten. Eltern oder Grosseltern, die vom Versicherungsnehmer unterstützt wurden (sei es materiell oder durch Arbeit, Pflege usw.), gehen leer aus. Bis zum Inkrafttreten des UVG Anfang 1984 hatten gemäss Kranken- und Unfallversicherungsgesetz (KUVG) auch die Verwandten in aufsteigender Linie Anspruch auf eine Hinterlassenenrente. Das UVG beschränkte die Anspruchsberechtigung auf den Ehegatten und die Kinder mit der Begründung, dass namentlich die AHV und IV Eltern und Grosseltern einen genügenden Vorsorgeschutz bieten. Diese Annahme erwies sich als zu optimistisch. Die nun seit bald sieben Jahren geltende Regelung führte verschiedentlich zu Härtefällen. Besonders für Menschen, die in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen leben, ist der plötzliche Wegfall der Unterstützung durch Nachkommen finanziell oft nicht zu verkraften. Für solche Fälle ist eine besondere Entschädigung angebracht. Eine der Massnahmen, die es zu prüfen gilt, ist eine Anpassung des UVG-Beitrages an die Bestattungskosten; eine analoge Erhöhung der Bestattungsentschädiguhg wurde vom Bundesrat bereits im Rahmen der Revision des Militärversicherungsgesetzes vorgeschlagen.

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Postulat Schwab 2432 N 14 décembre 1990 Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 21. November 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 21 novembre 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 90.811 Postulat Dormann Obligatorische Krankengeldversicherung für Arbeitnehmer Assurance obligatoire des salariés au titre de l'indemnité journalière Wortlaut des Postulates vom 4. Oktober 1990 Der Bundesrat wird beauftragt, die Einführung einer obligatorischen Krankengeldversicherung für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zu prüfen. Texte du postulat du 4 octobre 1990 Le Conseil fédéral est invité à étudier l'introduction d'une assurance d'indemnité journalière obligatoire pour les salarié(e)s. Mitunterzeichner-Cosignataires: Bircher Peter, Bürgi, David, Dünki, Fäh, Keller, Neukomm, Ruckstuhl, Schmid, Seiler Rolf, Stamm, Widrig, Zwygart (13) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die obligatorische Unfallversicherung deckt weitgehend den Erwerbsausfall, den Arbeitnehmer bei Unfall oder Berufskrankheit erleiden. Ein entsprechender Versicherungsschutz für den Erwerbsausfall bei Nichtberufskrankheiten besteht hingegen nicht. Obwohl ein Grossteil der Arbeitnehmerschaft individuell oder kollektiv oder aufgrund eines Arbeits- oder Gesamtarbeitsvertrags gegen Lohnausfall bei Krankheit versichert ist, bestehen doch vielfach grosse Diskrepanzen zu den Leistungen bei Unfall. Besonders bei längerdauernden Krankheiten oder Krankheitsfolgen (Krebs, Herzinfarkt) kommt es vor, dass Arbeitnehmer bis zum Beginn der IV-Leistungen lange Zeit keinerlei Einkommen erzielen, was zu den entsprechenden sozialen Härten (insbesondere für die jeweiligen Familien) führt. Bei unfallbedingter Arbeitsunfähigkeit ist dies dank UVG nicht der Fall. Diese Ungleichbehandlung von krankheits- und unfallbedingter Arbeitsunfähigkeit istfürdie Betroffenen stossend. Eine obligatorische Krankengeldversicherung beseitigt diese Ungleichbehandlung und ergänzt den Versicherungsschutz des UVG. Die Leistungen der Krankengeldversicherung sollen den Zeitraum zwischen Ablauf der Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers und Beginn der IV-Leistungen überbrücken. Zu prüfen ist eine entsprechende Aenderung von Krankenversicherungsgesetz oder UVG. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 7. November 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 7 novembre 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Präsident: Das Postulat wird von Herrn Allenspach bekämpft. Die Diskussion wird verschoben. Verschoben - Renvoyé #ST# 90.813 Postulat Schwab Eingliederung des Pferdesportes in Jugend + Sport Jeunesse et Sport. Intégration du sport equestre Wortlaut des Postulates vom 4. Oktober 1990 Der Bundesrat ist eingeladen, die nötigen Massnahmen zur Eingliederung des Pferdesports, insbesondere Voltige und Reiten in allen landesüblichen Formen, in Jugend + Sport zu veranlassen. Texte du postulat du 4 octobre 1990 Le Conseil fédéral est invité à prendre les mesures nécessaires pour intégrer le sport équestre, notamment la voltige et l'équitation dans toutes les formes pratiquées en Suisse, dans les activités de Jeunesse et Sport. Mitunterzeichner - Cosignataires: Basler, Berger, Blatter, Bonny, Büttiker, Daepp, Déglise, Fischer-Hägglingen, Frey Walter, Giger, Gysin, Hari, Hess Otto, Hösli, Houmard, Keller, Kühne, Luder, Mauch Rolf, Müller-Wiliberg, Nebiker, Neuenschwander, Paccolat, Reimann Maximilian, Ruckstuhl, Rutishauser, Rychen, Scheidegger, Schnider, Seiler Hanspeter, Tschuppert, Wanner, Wyss Paul, Wyss William, Zölch, Zwingli, Zwygart (37) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Bis zur Auflösung der Kavallerie anno 1973 bildete der Bund jedes Jahr einige Hundert Pferde aus und vermittelte in Schulen und Kursen etlichen Hundert jungen Schweizern eine gute und umfassende Schulung im Reiten und Fahren sowie in der Haltung und Pflege der Pferde. Der Pferdesport, vor allem als Freizeit- bzw. Breitensport, empfing davon wertvolle Impulse. Diesen Know-how-Transfer gibt es heute nicht mehr. Im Gegenteil, das überkommende Wissen und Können ums Pferd droht sogar verlustig zu gehen. Die Reitvereine sind bei der Nachwuchsförderung weitgehend auf sich selbstgestellt. Der erfreuliche, zügige Auf- und Ausbau von Jugend+Sport seit Beginn der siebziger Jahre hat die Lage des Pferdesports zusätzlich beeinträchtigt. Im Gegensatz zu 31 anderen Sportarten entbehrt er bis heute cer Förderung im Rahmen von Jugend + Sport. Teilnahme und gründliche Schulung werden so nicht zuletzt für den einzeln an Jugendlichen immer mehr auch zu einer finanziellen Frage. Historisch ist der Pferdesport in unserem Land nie Sport einer bestimmten sozialen Schicht gewesen. Dafür zeugen traditionsreiche, populäre Veranstaltungen wie Fête nationale hippique in Tramelan, Marché-Concours in Saignelégier oder Bauernpferderennen in Schwarzenburg. Für die Verankerung in breitesten Bevölkerungskreisen sprechen auch der Widerstand, der seinerzeit der Abschaffung der Kavallerie entgegengebracht wurde, und die Empörung, die die Absicht des Bundesrates, die Empfa in Bern aufzulösen, hervorgerufen hat. Zur Verbundenheit mit dem Pferd trägt bei, dass wir eine landesspezifische Pferderasse, die Freiberger, haben und auch die eigentliche Reitpferdeaiucht (Warmblut), weitgehend auf den Bauernstand abgestützt, auf einer jahrhundertealten Geschichte basiert - im Kloste r Einsiedeln seit dem 11. Jahrhundert bis heute ohne Unterbruch, wahrscheinlich die älteste noch bestehende Zuchtstä'.te der Welt. Reiten kann im Unterschied zu vielen anderen Sportarten, die praktisch nur von Jugendlichen und Erwachsenen ausgeübt werden können, lebenslang gepflegt werden. Mit der Integra-- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Blatter Unfallversicherungsgesetz. Revision Postulat Blatter Assurance-accidents. Révision de la loi In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1990 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 90.783 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 14.12.1990 - 08:00 Date Data Seite 2431-2432 Page Pagina Ref. No 20 019 341 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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