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Verwaltungsbehörden 14.12.1990 90.801
14. Dezember 1990Deutsch9 min
Source admin.ch
14. Dezember 1990 N 2437 Postulat Kühne g. Ideen aus den Kreisen ausserdienstlicher Organisationen in Richtung Gesamtverteidigungsdienstpflicht. Auf den ersten Blick wirken etliche dieser Vorschläge plausibel. Bei näherem Hinsehen aber merkt man, dass eine Reihe von nicht lösbaren Detailproblemen damit verbunden sind. Um entscheiden zu können, bedarf es einer eingehenden Analyse, welche alle Vor- und Nachteile der einzelnen Modelle sowie die damit verbundenen Probleme aufzeigt. Die Diskussion über neue Dienstpflichtformen dürfte bereits im Rahmen der Beratungen über den Bericht über die Sicherheitspolitik beginnen. Sie dürfte im Rahmen der Diskussionen über die Leitbilder «Armee 95» und «Zivilschutz 95» mit Schwergewicht stattfinden. Schliesslich dürften die Modellideen die Beratung der Gesetzesrevisionen beeinflussen. Zwischen den Anträgen und Ideen bezüglich neue Dienstpflichtformen und den bereits eingeleiteten Reformen besteht ein Zusammenhang. Pflichten interessieren den Bürger stärker als Konzepte. Deshalb scheint es mir unumgänglich, wenn die zeitliche und inhaltliche Relation zwischen den bereits begonnen Projekten und den Dienstpflichtformvorschlägen klar aufgezeigt wird. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 21. November 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 21 novembre 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat anzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 90.730 Postulat Lanz Keine EKfür Landsturmtruppen ab 1991, dafür Erhöhung der «Investitipnskredite in der Landwirtschaft» Suppression en 1991 des Ccplm du Landsturm et, parallèlement, augmentation des crédits d'investissements à l'agriculture Wortlaut des Postulates vom 26. September 1990 Der Bundesrat wird gebeten, ab 1991 -biszumAbschlussder Armeereform 95 -die Landsturmtruppen nicht mehr zu Ergänzungskursen (Uebungen, Aus- und Weiterbildung) aufzubieten und die diesbezüglichen Budgetposten beim EMD zu kürzen. Vorbehalten bleibt der Einsatz nach Naturkatastrophen. Der freiwerdende Budgetbetrag ist für die Erhöhung der «Investitionskredite in der Landwirtschaft» zu verwenden. Texfe du postulat du 26 septembre 1990 Le Conseil fédéral est invité, dès 1991 et jusqu'à la conclusion de la réforme de l'armée 95, à ne plus convoquer le Landsturm à des cours de complément (exercices, formation et perfectionnement) et à réduire les postes correspondants du budget duDMF. L'intervention en cas de catastrophe naturelle est réservée. Les montants ainsi libérés seront affectés à l'augmentation des crédits d'investissements à l'agriculture. Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 14. November 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 14 novembre 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat anzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 90.801 Postulat Kühne Sistierung von Landsturmkursen Suppression des cours du Landsturm Wortlaut des Postulates vom 3. Oktober 1990 Der Bundesrat wird ersucht, im Hinblick auf den im Rahmen der Armeereform 95 vorgesehenen Wegfall des Landsturms bereits ab 1. Januar 1991 auf die Einberufung von Formationen des Landsturms zu Landsturmkursen zu verzichten. Texte du postulat du 3 octobre 1990 Etant donné qu'il est prévu de supprimer le Landsturm dans le cadre de la réforme de l'armée de 1995, le Conseil fédéral est invité à renoncer à convoquer les formations de landsturm à des cours, dès le 1 er janvier 1991. Mitunterzeichner-Cosignataires: Baggi, Bircher Silvio, Blatter, Bühler, Bürgi, Columberg, Cotti, Darbellay, David, Déglise, Dietrich, Dormann, Eisenring, Engler, Fischer-Sursee, Fischer-Seengen, Giger, Grassi, Hess Peter, Hildbrand, Iten, Jung, Keller, Maitre, Massy, Müller-Wiliberg, Neuenschwander, Nussbaumer, Portmann, Reimann Maximilian, Ruckstuhl, Rüttimann, Rychen, Schmidhalter, Schnider, Schwab, Segmüller, Seiler Rolf, Spalti, Stappung, Theubet, Tschuppert, Wanner, Weber-Schwyz, Wellauer, Widrig, Wyss Paul, Wyss William, Züger, Zwingli (50) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Im Rahmen der vom Bundesrat angekündigten Armeereform 95 soll der Truppenbestand um rund 200 000 Mann gesenkt werden. Dies wird unter anderem mit einer Herabsetzung der Dauer der Wehrpflicht und der Aufhebung der Landsturmformationen auf den 1. Januar 1995 erreicht. Angesichts dieser Tatsache und der aktuellen Sicherheitslage forderte die CVP der Schweiz bereits im April dieses Jahres in ihrem Thesenpapier «Auf dem Weg zu einer zeitgemässen Armee», es sei auf die Durchführung von Landsturmkursen ab 1. Januar 1991 zu verzichten. Die Einberufung von Angehörigen des Landsturms, deren baldige Entlassung aus der Wehrpflicht feststeht, zu Ausbildungskursen lässt sich gegenüber den Betroffenen nicht länger rechtfertigen. Die sicherheitspolitische Lage erlaubt die Sistierung von Landsturmkursen. Wenn infolge einer Lageänderung ein Rückgriff auf Landsturmformationen notwendig würde, stünde genügend Zeit für deren Ausbildung zur Verfügung. Für Spezialformationen, deren Funktion nicht ohne weiteres durch andere Truppenkörper wahrgenommen werden kann (z. B. im Mobilmachungsbereich), wäre eine Verkürzung der Einberufungsdauer zu prüfen. Unter dem sicherheitspolitischen Aspekt gilt es auch zu berücksichtigen, dass jährlich nur eine relativ kleine Anzahl Landsturmpflichtiger zur Dienstleistung aufgeboten wird. Trotzdem bringt die Sistierung von Landsturmkursen offensichtliche Vorteile für Bund (Einsparungen, Schonung der Infrastruktur) und Privatwirtschaft. Mit der Sistierung von Landsturmkursen wird signalisiert, dass Bundesrat und Parlament gewillt sind, die Armeereform 95 rasch und zielstrebig durchzuführen.
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Place financière suisse. Postulats 2438 N 14 décembre 1990 Schrittliche Erklärung des Bundesrates vom 14. November 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 14 novembre 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat anzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 90.871 Postulat Rychen Modelle eines Zivildienstes Modèles de service civil Wortlaut des Postulates vom 5. Oktober 1990 In der Oeffentlichkeit werden heute verschiedene Zivildienstmodelle diskutiert. Es bestehen unterschiedliche Vorstellungen über Aufgabe und Funktion eines entsprechenden Dienstes. Eine Initiative für die Einführung eines Zivildienstes wurde bereits gestartet, eine weitere zur Schaffung eines Gemeinschaftsdienstes im Rahmen einer allgemeinen Dienstpflicht ist angekündigt worden. Die Schaffung eines Zivildienstes im Sinne eines Dienstes an der Gemeinschaft wirft zahlreiche, insbesondere organisatorische Fragen auf, so zum Beispiel die Frage nach sinnvollen Einsatzbereichen, nach der Trägerschaft, nach organisatorischen Einheiten, nach der Aufnahmefähigkeit des Sozialbereiches oder anderer Bereiche für Zivildienstleistende und den Auswirkungen auf die personelle Situation in diesen Bereichen. Es stellt sich auch die Frage der definitorischen und organisatorischen Abgrenzung und der Koordination von Zivildienst, Zivilschutz und dem Bereich Retten/Schützen/Helfen der Armee. Zahlreiche Fragen wirft auch die Einbeziehung respektive die Nichteinbeziehung von Frauen oder von Ausländern in einen entsprechenden Dienst auf. Der Bundesrat wird daher beauftragt, einen Bericht vorzulegen, der praktikable Zivildienstmodelle sowie deren organisatorische, wirtschaftliche, finanzielle und rechtliche Konsequenzen aufzeigt. Der Bericht soll als Beurteilungsgrundlage für die Wünschbarkeit und die Realisierbarkeit der einzelnen Modelle dienen. Texte du postulat du 5 octobre 1990 Actuellement, divers modèles de service civil font l'objet de discussions dans le public. Les conceptions concernant latâche à conférer à un tel service et sa fonction divergent. On a déjà lancé une initiative en faveur de l'institution d'un service civil, tandis qu'une autre, prévoyant la création d'un service à la collectivité dans le cadre d'un service général obligatoire est annoncée. La création d'un sercice civil conçu comme un service à la collectivité soulève de nombreuses questions d'ordre organisationnel, par exemple la nécessité de trouver des domaines où un travail utile puisse être fait, le choix de l'institution compétente, la constitution d'unités, la capacité d'absorption du domaine social ou d'autres domaines et les conséquences d'un tel engagement sur les effectifs du personnel. Il s'agira aussi de définir ce genre de service et de le délimiter, ainsi que d'établir la coordination entre le service civil, la protection civile et les services de sauvetage, de protection et de secours de l'armée. L'engagement ou le non-engagement de femmes et d'étrangers dans un tel service posent aussi de nombreux problèmes. Le Conseil fédéral est donc chargé de présenter un rapport sur les modèles de service civil entrant en ligne de compte et sur les problèmes qu'ils soulèvent tant sur le plan de l'organisation que sur le plan de l'économie, des finances et du droit. Le rapport doit servir à évaluer les avantages et les inconvénients des différents modèles et leur praticabilité. Mitunterzeichner-Cosignataires: Basler, Bühler, Daepp, Frey Walter, Mari, Hess Otto, Luder, Nebiker, Reimann Maximilian, Rutishauser, Schwab, Seiler Hanspeter, Zö Ich (13) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 7. November 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 7 novembre 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat anzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 90.559 Postulat der freisinnig-demokratischen Fraktion Rahmenbedingungen für den Finanzplatz Schweiz Postulat du groupe radical-démocratique Conditions propices à l'essor de la place financière suisse Wortlaut des Postulâtes vcm 14. Juni 1990 Der Bundesrat wird eingeladen, entsprechend dem Thesenpapier «Die Zukunft des Finanzplatzes Schweiz» der Arbeitsgruppe Finanzplatz Schweiz der Bundesratsparteien
Erwägungen
1.
eine Studie ausarbeiten zu lassen unter Beizug der Schweizerischen Nationalbank über die künftige schweizerische Zinsentwicklung;
2.
zu untersuchen, wie eine langfristige Finanzierung und Amortisation der Hypotheken sichergestellt werden kann, beispielsweise durch die Schaffung eines Marktes für standardisierte Hypothekartitel (Securitization) und durch die vermehrte Verwendung von BVG-Geldern für die langfristige, marktkonforme Finanzierung des hypothekargeschäftes;
3.
zu prüfen und Bericht zu erstatten über die bestehenden Möglichkeiten, ein auch international anerkanntes Bewertungssystem (Rating) für die in der Schweiz ausgegebenen Wertpapiere zu schaffen;
4.
zu prüfen und darüber Bericht zu erstatten, inwieweit vom Bund aus die berufliche Aus- und Weiterbildung im Bankfach gefördert werden kann, beispielsweise durch die Schaffung eines vom Biga anerkannten Ausbildungslehrganges für Finanzanalyse sowie durch eine verbesserte internationale Freizügigkeit für die in der Weiterbildung stehenden und die spezialisierten Arbeitskräfte;
5.
zu prüfen und darüber Eîericht zu erstatten, wie mit einer Flexibilisierung des Arbeitsrechtes das internationale Bankgeschäft am Standort Schweiz erleichtert werden kann;
6.
zu prüfen und Bericht zu erstatten über die Möglichkeiten zum Ausbau des bestehenden Netzes von Doppelbesteuerungsabkommen;
7.
mit dem Fürstentum Liechtenstein Verhandlungen zu führen mit dem Ziel, den Finanzplatz Liechtenstein möglichst umfassend in die künftigen Regelungen über den Finanzplatz Schweiz miteinzubeziehen.
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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Kühne Sistierung von Landsturmkursen Postulat Kühne Suppression des cours du Landsturm In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1990 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 90.801 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 14.12.1990 - 08:00 Date Data Seite 2437-2438 Page Pagina Ref. No 20 019 351 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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