90-827
Verwaltungsbehörden 14.12.1990 90.827
14. Dezember 1990Deutsch5 min
Source admin.ch
Interpellation Etique 2472 N 14 décembre 1990
Erwägungen
4.
Lieber zusätzliche Kredite wird der Bundesrat im Rahmen seiner Beschlussfassung über allfällige Netzerweiterungen und der dannzumaligen Beurteilung des Bundeshaushaltes befinden. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesrates befriedigt. #ST# 90.827 Interpellation Stucky Energiesteuer Impôt sur l'énergie Wortlaut der Interpellation vom 4. Oktober 1990
1.
Ist es richtig, dass Bundesrat Cotti Zusagen gegenüber ausländischen Stellen eingegangen ist, dass in der Schweiz eine sogenannte C02-Abgabe erhoben werden soll?
2.
Soll damit die parlamentarische Behandlung präjudiziert werden?
3.
Hat der Bundesrat von diesem unüblichen Vorgehen Kenntnis? Ist er sich auch bewusst, dass er in der Botschaft zum Energieartikel und selbst noch im Abstimmungskampf von einer Energiesteuer Abstand genommen hat? Sollen tatsächlich Steuererträgnisse von über einer Milliarde Franken angepeilt werden? Texte de l'interpellation du 4 octobre 1990
1.
Est-il exact que le conseiller fédéral Cotti a pris des engagements à l'égard de l'étranger au sujet de la perception d'une taxe sur le CO2 en Suisse?
2.
Entend-il ainsi préjuger du débat au Parlement?
3.
Le Conseil fédéral est-il au courant de cette procédure inhabituelle? Se souvient-il encore qu'il s'était prononcé contre un impôt sur l'énergie dans le message concernant l'article sur l'énergie et encore dans la campagne précédant la votation? Vise-t-on effectivement des recettes fiscales de plus d'un milliard de francs? Mitunterzeichner- Cosignataires: Friderici, Gros (2) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 26. November 1990 Rapport écrit du Conseil fédéral du 26 novembre 1990 Der Bundesrat ist der Auffassung, dass der Handlungsbedarf im Bereich der drohenden Klimaveränderungen gegeben ist. Am 27. Juni 1990 hat er deshalb eine erste Aussprache über eine mögliche Lenkungsabgabe auf fossilen Brenn- und Treibstoffen zur Reduktion der CCyEmissionen geführt. Am 31. Oktober 1990 hat er von einem Zwischenbericht «CCyAbgabe» der Verwaltung Kenntnis genommen und die zuständigen Departemente unter Federführung des EDI beauftragt, bis Mitte 1991 eine vernehmlassungsreife Vorlage zu einer CCy Abgabe vorzulegen. Vor dem Hintergrund dieses Sachverhaltes beantwortet der Bundesrat die Fragen des Interpellanten wie folgt:
1.
Der Vorsteher des EDI hat ausländischen Stellen keine Zusage erteilt, dass in der Schweiz eine CCyAbgabe erhoben werden soll. Richtig ist, dass die für Umweltfragen zuständigen Minister der Bundesrepublik Deutschland, Oesterreichs, der Schweiz und Liechtensteins an ihrem Treffen am 24. August 1990 in Vaduz darin übereingestimmt haben, dass im Umweltschutz und insbesondere zur CCyMinderung verstärkt ökonomische Instru nente eingesetzt werden sollen. An der Genfer Klimakonfererz Anfang November 1990 wurden die anwesenden Umweltriinister überdies über die bundesrätlichen Beschlüsse vom 31. Oktober 1990 in Kenntnis gesetzt.
2.
Da keine Zusage erteilt worden ist, kann von einer Präjudizierung der parlamentarischen Behandlung der C0s-Abgabe auch keine Rede sein. Sebstverständlich wird sich das Parlament zu gegebener Zeit mit diesem Lenkungsinstrument zu befassen haben. Dabei ist es in seinen Entscheiden völlig frei.
3.
Aufgrund der obigen Ausführungen ist die Frage gegenstandslos. Der Bundesrat legt aber Wert auf die Feststellung, dass es sich bei der C02-Abgabe nicht um eine (fiskalische) Energiesteuer, sondern um eine Lenkungsabgabe handelt, die auf einen sparsameren Umgang mit den fossilen Brennund Treibstoffen zielt. Die Mittelverwendung soll eine gelockerte Zweckbindung für Energie- und Umweltpolitik inklusive eines allfälligen Klimafonds vorsehen. Für den Hauptteil der Einnahmen ist eine Kompensation vorzuschlagen, zum Beispiel bei der direkten Elundessteuer oder im sozialen Bereich. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesrates teilweise befriedigt. #ST# 90.829 Interpellation Etique Kombinierter Verkehr mit Containern und Wechselbehältern Trafic combiné des conteneurs et des caisses mobiles Wortlaut der Interpellation vim 4. Oktober 1990 Welche Massnahmen wil der Bundesrat treffen, um den Transport von Containern und Wechselbehältern im kombinierten Verkehr als Alternative zum Transitkorridor für 40 Tonnen schwere Lastwagen zi fördern? Texte de l'interpellation du <i octobre 1990 Quelles mesures le Consesil fédéral envisage-t-il de prendre pour favoriser le trafic combiné des conteneurs et des caisses mobiles en tant qu'alternative au corridor des 40 tonnes pour le transit à travers la Suisse? Mitunterzeichner - Cosignataires: Antille, Aubry, Cevey, Couchepin, Dubois, Frey Claude, Friderici, Kohler, Leuba, Perey, Philipona.Theubet (12) Schriftliche Begründung - Développement par écrit En renonçant à ouvrir un corridor routier ouvert aux 40 tonnes à travers son territoire, la Suisse se doit de prendre des mesures concrètes pour encourager le trafic intermodal (conteneurs, caisses mobiles). Aujourd'hui, seul le ferroutage (Huckepack) est au bénéfice d'une politique active d'encouragement au niveau des investissements et, il y a peu encore, à celui des tarifs. S'agissant du trafic interrr.odal, les objectifs n'apparaissent pas encore clairement et les intentions doivent encore être précisées s'agissant du rôle indicatif que la Confédération entend jouer. Il n'est pas inutile de rappeler que le trafic combiné des conteneurs et des caisses mobiles est appelé à connaître un développement spectaculaire et qu'il est largement considéré, bien plus que le ferroutage, comme étant la solution d'avenir pour le trafic en Europe. Pour des raisons écologiques, la CE ne mise plus sur la route exclusivement, mais considère Tinter-- 1 of 2 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Stucky Energiesteuer Interpellation Stucky Impôt sur l'énergie In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1990 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 90.827 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 14.12.1990 - 08:00 Date Data Seite 2472-2472 Page Pagina Ref. No 20 019 390 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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