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Entscheid

90-969

Verwaltungsbehörden 14.03.1991 90.969

14. März 1991Deutsch12 min

Source admin.ch

Erwägungen

100.

Hektaren Schutzzonen ausgeschieden werden konnten. Das war ein sehr erfreulicher Entscheid, und er ist auch von den Landwirten akzeptiert worden. Landwirtschaftliche Siedlungen durften damals auf den Randenhöhen keine gebaut werden, und das Land und der Wald müssen heute noch vom Tal aus - also bei einer Ueberwindung von 250 bis 400 Meter Höhe-bewirtschaftet werden. Dank Mechanisierung und Motorisierung konnten auch die Randenhochflächen in neuerer Zeit intensiver bewirtschaftet werden. Naturwiesen bringen aber auch in normalen Jahren auf diesen Höhen höchstens einen bis maximal zwei Schnitte. Die geringen Niederschlagsmengen auf dem Randen, ungefähr 800 Millimeter pro Jahr und die absolute Durchlässigkeit des Plattenkalkes der Randenhöhe lassen die wenigen Niederschläge rasch versickern. Entsprechend ist das Wachstum von Pflanzen, die ihr Hauptwachstum vor allem im Sommer haben, eher gering. Besser verhalten sich Ackerpflanzen, wie Winterweizen, Wintergerste und Raps, die jhr Hauptwachstum im Frühjahr haben und dadurch von der Winterfeuchtigkeit profitieren können. Dazu kommt, dass die Merishauser Bauern in der Regel heute schon zuviel Futter auf Naturwiesen produzieren, das sie in ihren Ställen nicht verwerten können. Schliesslich ist auf diesen Höhen und in diesem BLN-Gebiet der Ackerbau auch wirtschaftlich interessanter. Bei Gesprächen mit den Landwirten in Merishausen habe ich festgestellt, dass sie bereit wären, Acker- in Wiesland umzuwandeln, wenn sie mehr Milchkontingente erhalten könnten. Das ist der Grund, warum ich dieses Postulat eingereicht habe, in der Hoffnung, dass die verschiedenen Aemter Lösungen vorschlagen könnten. Es ginge höchstens um eine bescheidene Mehrzuteilung. Wir haben heute morgen Massnahmen ergriffen, die allenfalls auch in diesem Gebiet wenigstens zum Teil wirksam werden könnten. Um aber das zusätzlich anfallende Futter im eigenen Betrieb verwerten zu können, wird wahrscheinlich auch mit Beiträgen für Extensivierung und Oekologisierung nur sehr wenig zu machen sein. Das ist schade. Wir hätten gerne wieder etwas mehr Naturwiesen als Ackerland auf diesen Randenhöhen. Mir ist klar, dass die Milchkontingentierung ein starres System ist. Es hat bewirkt, dass seit Bestehen der Milchkontingentierung aus Ackerbaukantonen in den letzten Jahren sehr viel Milch in andere Gebiete abgewandert ist, d. h. aus Ackerbaugebieten in Milchwirtschaftsgebiete. Das war zum Teil erwünscht; dagegen wehre ich mich nicht. Aber ich meine, man hätte von diesen Mengen, die abgezogen worden sind, einen Teil zurückhalten und umlagern können, um in diesem BLN-Gebiet den Naturfutterbau zu erhalten. Ich danke dem Bundesrat im voraus für die Beantwortung meines Postulates. M. Delamuraz, conseiller fédéral: En partageant l'amour que porte le conseiller aux Etats de Schaffhouse au «Randen», je peux lui affirmer que cette région qui m'est familière est un des beaux paysage de notre pays et qu'il serait en effet des plus souhaitables que nous puissions pratiquer dans cette région, mieux qu'aujourd'hui, une agriculture plutôt extensive, se fondant précisément sur les principes que vous venez d'adopter ce matin en acceptant largement le message que le Conseil fédéral vous a apporté en matière de céréales. Je constate que l'utilisation extensive de prairies dans leur forme originelle de prairies à faner, que la production céréalière extensive seraient au «Randen» d'utiles emplois du sol, cependant que l'on devrait pouvoir y pratiquer cornplémentairement des surfaces de compensation écologiques, des bordures de champ, des prairies à faner traditionnelles, comme celles de Fromenthal - espèce dont il existe de nombreuses variétés, me dit-on-ou encore des champs d'avoine jaunâtre. En outre, la loi sur la protection de la nature et du paysage contient la base permettant d'octroyer des contributions pour des terrains secs et des prés à litière, ces contributions étant liées aux subsides cantonaux correspondant. L'ensemble de ces mesures offre aux cantons et aux agriculteurs diverses possibilités d'exploiter la région de «Randen» en accord avec la nature, mais encore faut-il qu'ils le veuillent. Je ne pense pas qu'il appartienne à la Confédération, hormis dans l'exercice de la loi sur la protection de la nature et du paysage, de prendre de nouvelles mesures, de décider de nouveaux dispositifs puisque vous avez accepté ce matin le message qui permettra d'élargir sensiblement les possibilités à disposition des propriétaires au «Randen». Dans ce sens, je considérerai que le postulat de M. Seiler a été exécuté et que l'on peut le retirer du rôle maintenant. Seiler: Ich danke Herrn Bundesrat Delamuraz, dass er sich auch sogenannt kleiner Geschäfte annimmt. Nicht einverstanden bin ich, dass das Postulat abgeschrieben werden soll. Ich möchte, dass diese starre Milchkontingentierung in nächster Zeit insofern geändert wird, als sie für spezielle Fälle etwas gelockert wird, nämlich da, wo es etwas bringt, auch für die Natur. Deshalb beharre ich darauf, dass dieses Postulat überwiesen wird. Ich nehme.dabei auch eine Niederlage in Kauf. Zu den Milchkontingenten: Die Merishauser Bauern haben eine minimale Zuteilung von 22001 pro Hektare zugut. Dabei geht es um die untere Limite, die man annimmt und auf die man noch aufstocken könnte. Diese Merishauser Bauern produzieren aber tatsächlich nur 17241 pro Hektare, also eine sehr kleine Menge. Bei einer bescheidenen Aufstockung von diesen 1700 auf 2200 Liter wäre ihnen insofern geholfen, als sie bereit wären, wieder von Acker- auf Wiesland zurückzugehen. Deshalb bitte ich den Bundesrat, das Postulat zu übernehmen und diese Idee weiterzuverfolgen, damit irgendeinmal eine Auflockerung für spezielle Gebiete möglich sein wird. M. Delamuraz, conseiller fédéral: Je réponds brièvement sur ce point que je n'avais en effet pas traité dans la réponse que je vous ai donnée tout à l'heure. L'extrême tension du secteur laitier actuel ne permet pas un jeu très considérable des contingentements et des transferts régionaux de ces contingents et de ces productions de lait. Je pense que si le Conseil des Etats, comme il l'avait déjà fait mieux que le Conseil national, en venait, dans la transformation prochaine de l'arrêté laitier, à assouplir le système betone du contingentement de lait, nous aurions alors certainement un moyen supplémentaire. Mais, dans l'état actuel des choses, Monsieur Seiler, il me serait bien difficile d'essayer de rechercher du côté du contingentement laitier une réponse au problème que vous posez. Il faut plutôt recourir aux autres instruments. Präsident: Der Bundesrat beantragt, das Postulat zu überweisen und dann abzuschreiben. Seiler: Herr Präsident, Sie sagen, das Postulat werde überwiesen und gleich abgeschrieben? Damit bin ich nicht einverstanden. Ich möchte es aufrechterhalten, weil ein Teil meines Postulates nicht erfüllt worden ist. Abstimmung - Vote Für Ueberweisung des Postulates 11 Stimmen Dagegen 7 Stimmen Schluss der Sitzung um 12.10 Uhr La séance est levée à 12 h 10 -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Seiler Bewirtschaftung des BLN-Gebietes Randen (SH) Postulat Seiler Exploitation de la région IFP de Randen (SH) In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1991 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 08 Séance Seduta Geschäftsnummer 90.969 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 14.03.1991 - 08:00 Date Data Seite 219-220 Page Pagina Ref. No 20 019 892 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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