91-069
Verwaltungsbehörden 13.12.1991 91.069
13. Dezember 1991Deutsch11 min
Source admin.ch
Assurance-maladie. Mesures d'urgence 2464 N 13 décembre 1991 Eintscheid zu treffen. Damit aber entscheiden die politischen Mehrheiten des Parlamentes, welche rückwirkenden Bestimmungen gestrichen werden müssen und welche bestehen bleiben dürfen. Das Parlament würde zum parteipolitischen Zensor des Volkes. Nun ist zu sagen, dass parlamentarische Initiativen nie den gleichen verbindlichen Stellenwert haben wie Volksinitiativen. Das Parlament muss deshalb nicht über den Wortlaut der Initiative abstimmen, sondern darüber, ob auf diesem Gebiet ein Mangel besteht, der behoben werden muss, ob also Handlungsbedarf besteht Falls das Parlament beschliesst, es bestehe Handlungsbedarf, so wird eine Kommission entscheiden müssen, ob Kriterien festzulegen sind, wann rückwirkende Bestimmungen ungültig sind, ob das Verfahren auf Verfassungs- oder Gesetzesstufe geregelt werden muss und ob tatsächlich das Parlament als Richter über missliebige Bestimmungen amten soll. Die Mehrheit der Kommission ist der Meinung, die Häufung von rückwirkenden Bestimmungen in letzter Zeit sei ein Missbrauch eines demokratischen Volksrechtes und es bestehe die Notwendigkeit, hier eine Aenderung einzuleiten. Eine Minderheit ist der Meinung, damit würden Volksrechte in einer unzumutbaren Weise eingeschränkt und eine Weiterverfolgung des Anliegens von Herrn Zwingli sei abzulehnen. Als Präsident der Kommission muss ich Sie bitten, der parlamentarischen Initiative Folge zu geben. Ich persönlich werde dies ablehnen: nicht weil ich darin nicht eine gewisse Problematik sehe, aber weil ich meine, das ganze Paket der Volksrechte müsse ohnehin in der Vorbereitung auf unserem Weg nach Europa überprüft werden. Ich meine auch, gewisse rückwirkende Bedingungen seien für die Initianten eher kontraproduktiv. Denken Sie an die Betonstopp-lnitiative. Die Schweizer stimmen keiner Initiative zu, deren Annahme dazu führen würde, dass gebaute Autobahnen, ja ganze Autobahnabschnitte wieder abgerissen werden müssen. Alles andere ist eine Art Restrisiko der direkten Demokratie. Für mich persönlich besteht deshalb kein Handlungsbedarf. Als Präsident der Kommission bitte ich Sie, der Initiative Zwingli Folge zu geben. M. Philipona, rapporteur: Les dispositions rétroactives dans les initiatives populaires ont des effets négatifs évidents. Elles portent atteinte à la sécurité du droit puisqu'elles ont pour conséquence que les bases légales décidées selon une procédure tout à fait normale peuvent être modifiées après coup. Un autre aspect particulièrement pervers consiste à donner à une minorité, c'est-à-dire à un comité d'initiative, la possibilité clé bloquer des décisions prises de façon démocratique. La majorité de la commission est d'avis qu'il convient de protéger le droit d'initiative contre les abus. Il faut éviter que le lancement d'une initiative populaire devienne un moyen de pression politique qui bloque des travaux qu'une majorité a démocratiquement décidés. En ce qui concerne la procédure, la commission vous propose de donner suite à l'initiative. C'est seulement par la suite qu'une commission devra approfondir plusieurs questions. Faut-il régler la question sur le plan constitutionnel ou législatif? Faut-il donner la compétence de décider de la validité des dispositions rétroactives à l'Assemblée fédérale ou faut-il l'interdire totalement? Comment définir la rétroactivité? La question sera-t-elle réglée par une éventuelle réforme importante des droits populaires dans un processus d'intégration européenne? En acceptant cette initiative parlementaire, le Parlement garde ainsi le contrôle sur l'évolution des travaux législatifs. Les craintes de la minorité sont ainsi infondées puisque le Parlement pourra encore accepter, refuser ou modifier les propositions concrètes qui seront présentées. C'est par 11 voix contre 5 que la commission vous demande donner suite à l'initiative. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit (Folge geben) Für den Antrag der Minderheit (keine Folge geben)
Erwägungen
82.
Stimmen
60.
Stimmen #ST# 91.069 Krankenversicherung. Kosten- und Prämiensteigerung. Dringliche Massnahmen Assurance-maladie. Augmentation des coûts et des primes. Mesures d'urgence Differenzen - Divergences Siehe Seite 2445 hiervor - Voir page 2445 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 13. Dezember 1991 Décision du Conseil des Etats du 13 décembre 1991 Präsident: Ich teile Ihnen mit, das« der Ständerat den Beschluss B genau gleich lautend wie wir im Nationalrat gefasst hat Es bestehen also keine Differenzen mehr. Der Ständerat hat zusätzlich entgegen den Ratsreglementen die Dringlichkeit beschlossen. Wir haben gestern den Beschluss über die Dringlichkeit verschoben; diese Abstimmung können wir nun vornehmen, unter Protest über das Vorgehen des Ständerates. (Heiterkeit) Ich glaube aber, wir machen daraus keine Staatsaffäre und stimmen ab. Wir müssen die Abstimmung wiederholen; die Stimmenzähler haben einen Fehler gemacht. Persönliche Erklärung - Déclaration personnelle Gysin: Man konnte heute morgen bereits im Ständerat verfolgen, wie unser Geschäftsverkehrsgesetz und die darauf fussenden Réglemente mit Füssen getreten wurden. Der Ständerat hat sich nicht an die Abmachung gehalten; jetzt ist er bereits zu Hause. Nun hat hier eine Abstimmung stattgefunden; aber aus meiner Optik, aus Distanz, habe ich festgestellt, dass das notwendige Quorum von 101 Stimmen sehr wahrscheinlich nicht erreicht wurde. Jetzt soll die Abstimmung mit dem zweifelhaften Ziel wiederholt werden, das zweite Mal das notwendige Quorum zu erreichen. Ich protestiere energiiîch gegen diese Vorgehensweise, Herr Präsident Präsident: Der Protest wird zur Kenntnis genommen. (Beifall) Wir wiederholen die Abstimmung über die Dringlichkeitsklausel. Nun wird wieder Abstimmung unter Namensaufruf verlangt Die nötigen Unterschriften liegen vor. Bonny: Ich bin für Transparenz; ich möchte wissen, welcher Fehler beim Auszählen passiert ist Präsident: Ich kann Ihnen Auskunft geben. Einer der Stimmenzähler, Herr Peter Schmid, hat die Stimmen unseres Pultes nicht gezählt Bei der Abstimmung über die Dringlichkeitsklausel jedoch zählt auch die Stimme des Präsidenten mit Das steht im Ratsreglement Namentliche Abstimmung - Vote par appel nominal Für Annahme der Dringlichkeitsklausel stimmen die folgenden Ratsmitglieder: Votent pour la clause d'urgence: Aguet, Bär, Baumann, Baumberger, Bäumlin, Béguelin, Bircher Peter, Bircher Silvio, Bischof, Blatter, Bodenmann, Borei François, Borradori, Brügger Cyrill, Elrunner Christiane, Bühlmann, Bürgi, Caccia, Camponovo, Carobbio, Caspar, Cavadini Adriano, Columberg, Comby, Cotti, Danuser, Darbellay, de Dardel, David, Deiss, Diener, Dorrnann, Ducret, Dünki, Eggenberger, Engler, Epiney, Fankhauiser, Fasel, von Feiten, Fischer-Sursee, Gardiol, Gobet, Goll, Gonseth, Grendelmeier, Cross Andreas, Grossenbacher, Haering Binder, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Haller, Hämmere, Herczog, Hess Peter, -- 1 of 3 -13. Dezember 1991 2465 Petitionen Hildbrand, Hollenstein, Hubacher, Iten Joseph, Jaeger, Jäggi Paul, Jeanprêtre, Jöri, Keller Anton, Keller Rudolf, Kühne, Ledergerber, Leemann, Leu Josef, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Maeder, Marti Werner, Maspoli, Matthey, Mauch Rolf, Mauch Ursula, Meier Hans, Meier Samuel, Meyer Theo, Misteli, Nabholz, Oehler, Philipona, Pini, Raggenbass, Rebeaud, Rechsteiner, Robert, Ruckstuhl, Ruf, Scheidegger, Schmid Peter, Schmidhalter, Seiler Rolf, Sieber, Spielmann, Stalder, Stamm Judith, Steffen, Steiger, Strahm Rudolf, Theubet, Thür, Tschäppät Alexander, Tschopp, Vollmer, Wanner, Weder Hansjürg, Wick, Wiederkehr, Wittenwiler, Ziegler Jean, Zisyadis, Züger, Zwahlen, Zwygart (117) Dagegen stimmen die folgenden Ratsmitglieder: Rejettent la clause d'urgence: Aubry, Berger, Bezzola, Binder, Bonny, Borer Roland, Bortoluzzi, Bührer Gerold, Cincera, Daepp, Dettling, Dreher, Eggly, Eymann Christoph, Fehr, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seengen, Frey Claude, Frey Walter, Friderici Charles, Fritschi Oscar, Früh, Giezendanner, Giger, Gros Jean-Michel, Guinand, Gysin, Hari, Heberlein, Hegetschweiler, Hess Otto, Jenni Peter, Kern, Leuba, Loeb François, Luder, Mamie, Maurer, Miesch, Moser, Mühlemann, Müller, Marbel, Nebiker, Neuenschwander, Perey, Reimann Maximilian, Rohrbasser, Rutishauser, Rychen, Sandoz, Savary, Scherrer Jürg, Scheurer Rémy, Schwab, Seiler Hanspeter, Spoerry, Stamm Luzi, Steinegger, Steinemann, Stucky, Tschuppert Karl, Vetterli, Wyss, Zölch (65) Der Stimme enthalten sich - S'abstiennent: Allenspach, Aregger, Bühler Simeon, Couchepin, Segmüller (5) Abwesend sind die folgenden Ratsmitglieder - Sont absents: Blocher, Bundi, Chevallaz, Duvoisin, Etique, Maitre, Pidoux, Poncet, Ruffy, Scherrer Werner, Schmied Walter, Schnider, Suter (13) Das qualifizierte Mehr ist erreicht La majorité qualifiée est acquise Präsident: Wir haben noch eine Pendenz, und zwar haben wir über den Eventualantrag Leuba nicht abgestimmt. Der Eventualantrag wurde am 28. November 1991 zurückgestellt, da er erst zur Behandlung fällig wird, wenn die Dringlichkeit beschlossen ist Der Eventualantrag lautet: «Er (der Beschluss) untersteht gemäss Artikel 89bis Absatz 3 der Bundesverfassung dem obligatorischen Referendum. Der Bundesrat bestimmt die Dauer des Beschlusses; dieser gilt höchstens bis zum 31. Dezember 1994.» M. Leuba: Je suis désolé de retenir encore un moment votre attention, mais je crois qu'il est important qu'une ou deux choses soient dites ici. Je ne suis pas un spécialiste du droit constitutionnel et je n'entends pas donner des leçons dans ce domaine à quiconque. Nous nous inclinons devant la décision d'urgence qui a été prise un peu péniblement par le Parlement. Mais il faut remarquer que la justification constitutionnelle qui figure sous chiffre 5 du message n'est pas convaincante. Tout d'abord, on nous cite le professeur Rhinow. Le professeur Rhinow n'a pas admis sans limites la constitutionnalité de la limitation de liberté du commerce et de l'industrie en matière d'assurance-maladie. Il suffit de se reporter à l'arrêt qui est cité dans le message pour s'apercevoir que le Tribunal fédéral combat précisément l'avis du professeur Rhinow, dont on peut déduire dès lors qu'il n'est pas pour une limitation sans restrictions de cette liberté. En réalité, il s'agissait, dans l'arrêt du Tribunal fédéral, de tout autre chose. Il s'agissait de savoir si un produit, à un prix donné, devait être admis dans la liste des spécialités. Or, dans cet arrêté nous discutons du blocage des prix, ce qui est différent. Nous avons décidé le blocage des prix et même si celui-ci est différé et souple, c'est tout de même un blocage des prix car il ne s'agit pas du prix de chaque produit ou de chaque prestation mais d'un prix général, donné pour toutes les dépenses qui concernent la santé, prestations médicales, médicaments etc. Or, la liberté du commerce et de l'industrie, me semble-t-il, interdit, sauf si elle est expressément mise de côté, l'introduction d'un blocage des prix. J'aimerais attirer particulièrement votre attention sur les éléments suivants. Si l'on admet le blocage des prix - et l'on sait où ce blocage des prix a mené dans certaines économies - il n'y a aucune raison que, dans une phase ultérieure, on n'admette pas aussi le blocage des salaires. Il est possible qu'à ce moment-là l'opposition vienne d'un autre côté, mais nous nous engageons sur une voie délicate. Le Parlement a décidé, nous nous inclinons, mais nous affirmons que cette disposition n'est pas conforme à la constitution. La constitution a habilement prévu d'ailleurs qu'on pouvait y déroger dans le cadre d'arrêtés urgents, c'est l'article 89 bis. La seule question, c'est que si notre arrêté est conforme à la constitution, le référendum est facultatif; s'il est contraire à la constitution, il est obligatoire. Là, je vous avoue que je me trouve dans une difficulté particulière, compte tenu de la modification qui a été apportée à l'arrêté. Cet arrêté ne sera valable que jusqu'à la fin de 1992 et la votation, d'après l'article 89 bis, alinéa 3, doit intervenir dans l'année de l'adoption de l'arrêté, c'est-à-dire que nous voterions vraisemblablement en décembre 1992 pour un arrêté qui prendrait fin en décembre 1992. En ce qui me concerne, faire du droit pour faire du droit n'est véritablement pas ma vocation. Par conséquent, j'admets que cette question a perdu de son importance. Cependant, j'entendais quand même signaler, puisque nous aurons sans doute par la suite de nouveaux arrêtés dans ce domaine, que la question constitutionnelle doit être examinée avec beaucoup plus de soin qu'elle ne l'a été et que nous pouvons souhaiter que les juristes de la couronne se penchent sur ce problème. Mais comme la votation ne pourrait pas intervenir avant la fin de 1992 et que l'arrêté prendra fin de toute manière à la fin 1992, je retire ma proposition. #ST# Petitionen - Pétitions 91.2007 Petition Komitee «Pro Empfa» Pétition du comité pour le DFCA Herr Tschuppert Karl unterbreitet im Namen der Kommission den folgenden schriftlichen Bericht:
1.
Am 17. September 1990 unterbreitete das Komitee «Pro Empfa» eine Petition, die nach eigenen Angaben schon von
138.
661 Personen unterschrieben worden ist. Da die Petition ein Geschäft betrifft, das bereits bei der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates hängig war, wurde die Eingabe den Geschäftsprüfungskommissionen überwiesen (Geschäftsreglement des Nationalrates, Art. 45; Geschäftsreglement des Ständerates, Art. 37).
2.
Die zuständige Arbeitsgruppe der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates hat eine Delegation des Petitionskomitees, unter der Leitung von Herrn Nationalrat Schwab, zu den Anliegen der Petenten angehört. Diesen geht es vor allem darum, die Empfa uneingeschränkt an ihrem heutigen Standort zu erhalten und die Bundesaufgabe im Bereich der Förde-- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Krankenversicherung. Kosten- und Prämiensteigerung. Dringliche Massnahmen Assurance-maladie. Augmentation des coûts et des primes. Mesures d'urgence In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1991 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 91.069 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 13.12.1991 - 08:00 Date Data Seite 2464-2465 Page Pagina Ref. No 20 020 712 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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