91-3082
Verwaltungsbehörden 21.06.1991 91.3082
21. Juni 1991Deutsch11 min
Source admin.ch
Postulat de la Commission des affaires étrangères 1342 N 21 juin 1991 Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 8. Mai1991 Déclaration écrite du Conseil fédéral du8mai1991 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 91.3017 Postulat Dietrich Internationale Konferenz betreffend den Nahen und Mittleren Osten Conférence internationale sur le Proche- et le Moyen-Orient Wortlaut des Postulates vom 23. Januar 1991 Der Bundesrat wird ersucht, unter Ratschlag unabhängiger Sachverständiger aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur, die Voraussetzungen abzuklären, unter denen eine internationale Konferenz betreffend den Nahen und Mittleren Osten zustande kommt. Alsdann wird der Bundesrat ersucht, die Repräsentanten der Völker des Nahen und Mittleren Ostens und die von ihnen bezeichneten Schutzmächte - im Einvernehmen mit der Organisation der Vereinten Nationen - als Gastgeber und «redlicher Makler» zu einer Konferenz in die Schweiz einzuladen, wo die komplexen Interessen und Streitfragen der genannten Völker dargelegt und durch Völkerrechtsvertrag Lösungen angestrebt werden. Texte du postulat du 23 janvier 1991 Le Conseil fédéral est invité, en prenant conseil de spécialistes indépendants des domaines scientifique, économique et culturel, à élucider les conditions auxquelles une conférence internationale sur le Proche- et le Moyen-Orient pourrait être appelée à se réunir. Le gouvernement est en outre prié, dans un second temps, d'inviter, en tant qu'hôte et intermédiaire de bonne foi, les représentants des peubles du Proche- et du Moyen-Orient et des puissances protectrices désignées par eux - en accord avec l'Organisation des Nations unies - à tenir une conférence en Suisse, conférence qui permettra d'exposer les intérêts complexes et les conflits qui opposent les peuples concernés et de chercher des solutions par la voie d'une convention internationale. Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Auer, Baggi, Bär, Basler, Bäumlin, Bezzola, Bircher Peter, Bircher Silvio, Blatter, Bundi, Burckhardt, Bürgi, Büttiker, Caccia, Cevey, Cincera, Columberg, Cotti, Daepp, Danuser, Darbellay, Déglise, Diener, Dormann, Ducret, Dünki, Eggenberg-Thun, Eggenberger Georges, Engler, Eppenberger Susi, Etique, Euler, Fankhauser, Fischer-Seengen, Frey Claude, Frey Walter, Giger, Graf, Grassi, Gysin, Haering Binder, Hafner Rudolf, Haller, Hänggi, Herczog, Hess Peter, Hildbrand, Iten, Jung, Keller, Kühn, Kühne, Leemann, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Loretan, Luder, Maeder, Maitre, Meier-Glattfelden, Mühlemann, Nabholz, Neukomm, Oehler, Paccolat, Philipona, Portmann, Reichling, Reimann Fritz, Ruckstuhl, Ruffy, Rutishauser, Rüttimann, Rychen, Scheidegger, Schmid, Schmidhalter, Schnider, Schwab, Segmüller, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Stamm, Stappung, Steinegger, Stocker, Stucky, Theubet, Thür, Tschuppert, Ulrich, Vollmer, Wellauer, Widrig, Wiederkehr, Wyss Paul, Zbinden Hans, Zölch, Züger, Zwygart (101) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Erklärung des Bundesrates 17. April 1991 Déclaration écrite du Conseil fédéral
Erwägungen
17.
avril 1991 Der Bundesrat beantragt, das Postulat anzunehmen unter Berücksichtigung der der Schweiz tatsächlich offenstehenden Möglichkeiten. Ueberwiesen - Transmis #ST# 91.3082 Postulat der Kommission für auswärtige Angelegenheiten Beitrag der Schweiz zur Friedensregelung im Nahen und Mittleren Osten Postulat de la Commission des affaires étrangères Contribution de la Suisse aux efforts de paix dans le Proche- et Moyen-Orient Wortlaut des Postulates vom 20. März 1991 Der Bundesrat wird eingeladen, in einem kurzen Bericht an das Parlament darzulegen, welchen Beitrag und was für Initiativen die Schweiz beim Wiederaufbau und bei der Friedensregelung im Nahen und Mittleren Osten, unter anderem auch im Rahmen der friedenserhaltenden Aktionen der Uno, leisten oder ergreifen könnte. Texte du postulat du 20 mars 1991 Le Conseil fédéral est invité à présenter au Parlement, dans un bref rapport, quelles interventions la Suisse pourrait accomplir, et quelles initiatives elle pourrait entreprendre, pour la reconstruction et le rétablissement de la paix au Proche- et Moyen-Orient, ceci également dans le cadre des actions de maintien de la paix de l'ONU. Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort. Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 8. Mai 1991 Der Bundesrat hatte im Laufe der vergangenen Monate wiederholt Gelegenheit, die Möglichkeiten und Initiativen der Schweiz beim Wiederaufbau und bei einer Friedensregelung im Nahen Osten darzulegen; so namentlich in der Antwort auf die Interpellation der christlichdemokratischen Fraktion vom 21. Januar 1991 zum Golfkonflikt, in derjenigen auf das Postulat Dietrich vom 23. Januar desselben Jahres betreffend eine internationale Konferenz und derjenigen auf die Motion Bäumlin über eine neue schweizerische Politik im Mittleren Osten. Was die Massnahmen des Bundesrates zur Errichtung eines stabilen und dauerhaften Friedenssystems in dieser Region betrifft, ist er davon überzeugt, dass die Probleme im Nahen Osten in erster Linie von den dortigen Völkern selbst gelöst werden müssen. Dennoch wird die Schweiz weiterhin versuchen, im Rahmen ihrer traditionellen Politik der Disponibilität -- 1 of 3 -21. Juni 1991 1343 Postulat Rechsteiner den Dialog unter allen beteiligten Parteien zu fördern. In diesem Sinne wurde wiederholt das Angebot erneuert, auf Schweizer Boden multilateralen Konferenzen und Begegnungen Gastrecht zu gewähren. Gleichzeitig verfolgt der Bundesrat äusserst aufmerksam die Entwicklung in dieser Region und prüft alle Möglichkeiten, wo sich die Schweiz für eine Friedensregelung engagieren könnte. Aufgrund dieser Ueberlegungen hat der Bundesrat auch dem Ersuchen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen stattgegeben und der Berufung von Botschafter Brunner zum Sondervertreter für den Nahen Osten zugestimmt. Im Bestreben, den durch die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Sanktionen gegen den Irak am meisten betroffenen Ländern zu helfen, stellt die Schweiz Aegypten, Jordanien und der Türkei eine Wirtschaftshilfe von 130 Millionen Schweizerfranken zur Verfügung. Diese Hilfe erfolgt im multilateralen Rahmen. Ausserdem ist in der gegenwärtigen Nachkriegsphase eine gesamthafte Strategie für den Wiederaufbau und die Entwicklung der ganzen Region ins Auge zu fassen. Der Bundesrat beabsichtigt, auch diesbezügliche Anstrengungen im multilateralen Rahmen zu unterstützen. Neben einem Hilfsprogramm für die Kurden im türkisch-irakischen und iranisch-irakischen Grenzbereich hat das Schweizerische Katastrophenhilfekorps (SKH) auch eine Abklärungsmission in Kuwait durchgeführt. Es wird Kuwait beim Wiederaufbau im medizinischen Bereich behilflich sein. Was die Unterstützung der Aktionen der Uno betrifft, hat der Bunderat am 17. April beschlossen, der neu geschaffenen friedenserhaltenden Operation der Vereinten Nationen im Grenzbereich Irak-Kuwait (Unikom) zwei Pilatus Porter mit Besatzung als logistische Unterstützung zur Verfügung zu stellen. Diese beiden' Flugzeuge werden seit dem 23. April für die Ueberwachung der entmilitarisierten Zone entlang der irakisch-kuwaitischen Grenze sowie für den Transport von Personen und Fracht eingesetzt. Die Schweiz hat die Uno im weiteren wissen lassen, dass sie bereit wäre, Militärbeobachterfür die Unikom zur Verfügung zu stellen. Sie hat der Uno auch die Entsendung von Nuklear- und C-Waffen-Experten für die Verifikation der Abrüstung und Zerstörung der Massenvernichtungswaffen Iraks angeboten. Diese Beiträge reihen sich ein in eine Serie von Massnahmen, die der Bundesrat bereits früher beschlossen hat. So stellt die Schweiz unter anderem seit 1967 der Organisation der Vereinten Nationen zur Ueberwachung des Waffenstillstandes im Nahen Osten (UNTSO) ein Flugzeug mit Besatzung zur Verfügung. Im Rahmen dieser Organisation stehen seit April vergangenen Jahres auch fünf Schweizer Militärbeobachter in Aegypten, Israel, Libanon, Jordanien und Syrien im Einsatz. Die Interimstruppe der Vereinten Nationen in Libanon (Unifil) und die Uno-Friedenssicherungstruppen in Zypern (Unficyp) erhalten finanzielle Unterstützung, die in diesem Jahr 5,5 Millionen Franken beträgt. Rapport écrit du Conseil fédéral du 8 mail 991 Le Conseil fédéral a eu à diverses reprises l'occasion au cours de ces derniers mois de préciser les possibilités et initiatives de la Suisse en matière de reconstruction et de solution pacifique au Proche-Orient. Il en a été ainsi lors de la réponse à l'interpellation du groupe démocrate-chrétien sur le conflit du Golfe du 21 janvier 1991, lors de celle au postulat Dietrich concernant une conférence internationale du 23 janvier 1991 et lors de celle à la motion Bäumlin relative à une nouvelle politique suisse au Moyen-Orient. Pour ce qui a trait à l'établissement d'une paix durable dans cette région, le Conseil fédéral est persuadé que la solution des problèmes qu'elle connaît est avant tout l'affaire des populations qui s'y trouvent. La Suisse continuera cependant à s'efforcer d'encourager le dialogue entre toutes les parties concernées, conformément à sa traditionnelle politique de disponibilité. L'offre répétée d'accueil sur sol suisse de conférences internationales et de rencontres diverses a été faite dans ce sens. Parallèlement, le Conseil fédéral suit avec beaucoup d'attention les développements dans cette région et examine toutes les possibilités où la Suisse pourrait être utile à une solution pacifique. Ces réflexions sont à la base de l'accueil favorable réservé par le Conseil fédéral à la demande du Secrétaire général des Nations Unies et à son accord concernant la mise à disposition de l'Ambassadeur Brunner comme Représentant spécial pour le Proche-Orient. Soucieuse d'aider les Etats les plus touchés sur les plans économique et social par les effets des sanctions contre l'Irak, la Suisse accorde une aide économique de 130 millions de francs à l'Egypte, la Jordanie et la Turquie. Cette aide prend place dans un cadre multilatéral. Il convient en outre de considérer une stratégie d'ensemble pour la reconstruction et le développement de toute la région dans cette période d'aprèsguerre. Il est dans l'intention du Conseil fédéral d'appuyer les efforts entrepris dans ce sens de façon multilatérale. En plus d'un progrmame d'aide aux Kurdes dans les régions frontières turquo-irakienne et irano-irakienne, le Corps suisse pour l'aide en cas de catastrophes (ASC) a effectué une mission d'évaluation au Koweït. Il accordera son aide à |a reconstruction de cet Etat dans le domaine médical. En ce qui concerne les actions de l'ONU, le Conseil fédéral a décidé le 17 avril de mettre à disposition de la nouvelle opération de maintien de la paix des Nations Unies dans la zone frontière Irak-Koweït (UNIKOM) un appui logistique consistant en deux Pilatus Porter et leur équipage. Ces deux appareils servent depuis le 23 avril à la surveillance de la zone démilitarisée le long de la frontière irako-koweïtienne, ainsi qu'au transport de personnes et de marchandies. La Suisse a en outre fait savoir à l'ONU qu'elle serait prête à mettre à disposition de l'UNIKOM des observateurs militaires. Elle a aussi offert à l'ONU d'envoyer des experts en matière d'armes nucléaires et chimiques pour la vérification du désarmement et de la liquidation des armes de destruction massive irakiennes. Ces contributions s'insèrent dans une série de mesures déjà décidées précédemment par le Conseil fédéal. Ainsi, la Suisse met depuis 1967 un avion et son équipage à disposition des Nations Unies pour la surveillance du cessez-le-feu au Proche-Orient (UNTSO). Cinq observateurs militaires suisses sont engagés dans le cadre de cette organisation depuis avril 1990 en Egypte, Israël, au Liban et en Syrie. Les Forces intérimaires des Nations Unies au Liban (UNIFIL) et la Troupe de maintien de la paix de l'ONU à Chypre (UNFICYP) reçoivent une contribution financière qui s'élève cette année à 5,5 millions de francs. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Der Bundesrat beantragt, das Postulat anzunehmen und es abzuschreiben. Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose d'accepter le postulat et de le classer. Abgeschrieben - Classé #ST# 91.3094 Postulat Rechsteiner Entwicklungsverträglichkeit Etudes d'impact sur le développement des pays du tiers monde Wortlaut des Postulates vom 21. März 1991 Der Bundesrat wird eingeladen, bei aussenpolitischen und aussenwirtschaftlichen sowie bei anderen Vorlagen mit Auswirkungen auf die Dritte Welt die Entwicklungsverträglichkeit jeweils besonders zu prüfen und zu dieser Frage in der Botschaft jeweils in einem speziellen Kapitel Stellung zu nehmen.
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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat der Kommission für auswärtige Angelegenheiten Beitrag der Schweiz zur Friedensregelung im Nahen und Mittleren Osten Postulat de la Commission des affaires étrangères Contribution de la Suisse aux efforts de paix dans le Proche- et Moyen-Orient In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1991 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 91.3082 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 21.06.1991 - 08:00 Date Data Seite 1342-1343 Page Pagina Ref. No 20 020 057 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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